Unter der Haube
Die Geheimnisse von The Fast and the Furious 1-4 (2009)
(cm)
Für euch stöberte Bereitsgesehen mal ein wenig hinter den
Kulissen der erfolgreichen Renn-Serie und offenbart euch heut
Fast Facts und furiose Hintergrundstories, von denen ihr bislang
sicher noch nicht gehört habt.
THE
FAST AND THE FURIOUS
Story: Brian O’Connor ist Undercover-Cop und auf der Suche nach
mysteriösen Räubern mit Sportwagen, die laufend Trucks
überfallen. In der Szene trifft er dabei auf den zwielichtigen
Dom Torretto und verliebt sich in dessen Schwester…
Bei der Suche nach neuen Stories stießen die Schreiber des
ersten Films damals auf die noch recht unbekannte
Untergrundszene der illegalen Straßenrennen, in denen harte
Kerle mit lauten Autos um die Gunst knapp bekleideter Frauen
fahren. Flugs wurde also ein simples Drehbuch gestrickt, in dem
alle wichtigen Elemente der Szene, sowie eine Cop- und Lovestory
mit viel Action verknüpft wurde. Das war die Geburtsstunde von
The Fast and the Furious, für den man anfangs übrigens jemanden
wirklich Ungewöhnliches besetzen wollte: Rapper Eminem. Eminem
war einer der ersten Kandidaten, doch da man ihm nicht viel
zutraute (8 Mile kam erst ein Jahr später), schaute man sich
Christian Bale, Mark Wahlberg und den noch unbekannten Paul
Walker an – der mit seiner energetischen Performance die
Hauptrolle für sich gewinnen konnte.
Niemand hatte jedoch damit gerechnet, dass eine der Nebenrollen
zu einem der ganz großen werden sollte: Vin Diesel. Anfangs nur
als Nebenrolle gedacht, begeisterte Vin die Filmemacher am Set
so sehr, dass sie ihm mehr Text gaben und ebenso groß aufs
Poster und in die Trailer packten.
Weitere
Fast Facts:
- sowohl Jordana Brewster als auch Michelle Rodriguez hatten vor
dem Film keinen Führerschein
- nicht genutzte Filmtitel: Race Wars, Redline, Fast Cars, Racer
X, Street Wars, Wild Speed
- Malcom von Malcom Mittendrin kaufte den VW Jetta
- es gibt einen Film aus den 50ern der den gleichen Titel trägt;
die Macher kauften jedoch nur den Namen, nicht den Inhalt: somit
ist es kein Remake
- Hauptinspiration des Regisseurs war der Film Point Break
- Vin’s Wagen im Film: 1969er Dodge Charger
- Paul’s Wagen im Film: Mitsubishi Eclipse GS, Toyota Supra
- der erste sollte erst ab 18 werden, da die Verletzungen an
Dom’s Arm später ziemlich drastisch auffielen, aber um die
Freigabe zu vermeiden, wurde der Film also noch vor Release
geschnitten
- nach dem Abspann gab es noch eine Szene, in der man Vin auf
der Flucht sieht
- Rapper im Film: Ja Rule
- kostete: 38 Mio Dollar
- spielte ein: 210 Mio Dollar
2 FAST 2
FURIOUS
Story: Nachdem er Dom hat gehen lassen, ist Connor selbst
Teilnehmer an illegalen Rennen geworden. Eines Tages wird er von
Cops gezwungen, zusammen mit einem alten Kollegen namens Roman
einen Drogenbaron hochzunehmen, der ihm jedoch gewaltig in die
Quere kommt…
Schon gewusst, dass Vin Diesel eigentlich schon in 2 Fast 2
Furious wieder mit dabei sein sollte? Richtig, denn nach dem
großen Erfolg des ersten Teils wollte man die beiden
Hauptdarsteller damals mit Vollgas wieder ins Kino bringen.
Nach seinem Kracher mit illegalen Autorennen - der übrigens in
den USA und in Europa für immensen Interessenanstieg an
illegalen Straßenrennen und Car-Modding sorgte - legte man Vin
ein Projekt mit Namen XxX auf den Tisch = ein Bond für die
nächste Generation. Vin, der nicht weiterhin nur als "der Typ
aus den Autofilmen" bekannt bleiben wollte, schlug ein und
erhoffte sich davon seinen eigenen Franchise. Während der Mann
sich also anderen Sachen widmete (unter anderem arbeitete er
schon am Sequel zu Pitch Black, das später mal Riddick:
Chroniken eines Kriegers werden sollte), wurde das Studio
ungeduldig und ließ einen neuen Teil entwerfen, der auch ohne
Dominic Torretto auskommen sollte. 2 Fast 2 Furious kam also mit
Tyrese Gibson, der als Co-Star zwar nicht ganz so gut ankam wie
Vin, trotzdem aber mit 240 Millionen Dollar gute 30 Millionen
mehr einspielen konnte als sein Vorgänger.
Walker, der sich seit dem Training des ersten zu einem absoluten
Auto-Narr und guten Fahrer entwickelt hatte, machte übrigens
viele seiner Stunts und Fahrten selbst – der Nissan Skyline, den
er anfangs fährt, ist sein eigener.
Fast
Facts:
- Devon Aoki hatte vor dem Film keinen Führerschein
- das Haus von Drogenboss Carter Verone gehörte mal Sylvester
Stallone
- Rapper im Film: Ludacris; eigentlich sollte Redman mitspielen,
hatte aber keine Zeit, aus gleichen Gründen kehrte Ja Rule auch
nicht zurück
- die meisten der lustigen Szenen zwischen Walker und Gibson
sind improvisiert
- die im Film genutzte Auto-Tazergun gibt es nicht
- kostete: 76 Mio Dollar
- spielte ein: 240 Mio Dollar
THE FAST AND
THE FURIOUS 3: TOKYO DRIFT
Story: Sean kommt mit Autoritäten nicht so gut wie mit seinen
Autos klar, weswegen er nach Tokyo geschickt wird um dort ein
ruhigeres Leben zu führen. Dort findet er sich jedoch recht
schnell in die dortige Untergrundszene ein und fällt einem
gefährlichen Gangster auf…
Beim zweiten fehlte nur Vin Diesel, aber als man einen dritten
machen wollte, fiel auch Paul Walker weg. Der setzte sich zu der
Zeit nämlich an den interessanten Thriller Running Scared, und
so spielte man zeitweise sogar mit dem Gedanken, den nächsten
auf Asien getrimmten Teil vielleicht nur Tokyo Drift zu nennen.
Die Marketing-Experten stimmten jedoch dagegen, und so wurde Vin
Diesel irgendwie noch dazu überredet, zumindest am Ende mal kurz
aufzutreten, um eine Bindung zu den anderen Teilen zu haben.
Neuling Lucas Black gab sein Bestes, konnte die Fans der Reihe
allerdings nicht so wirklich begeistern, was vor allem an der
sehr teenie-mäßigen Imponierstory des Films und Co-Star Bow Wow
gelegen haben dürfte. Dafür war das Ambiente der neuen Umgebung
gut und das neue Element des Driftens ziemlich spektakulär in
Szene gesetzt. Den einzig positiven Eindruck hinterließ Sung
Kang als Dominic Torretto’s Freund Han, wodurch jener auch eine
Rolle im vierten Film bekam.
Fast Facts:
- Tyrese Gibson wollte wieder mitspielen, doch ihm allein wollte
man den Film nicht überlassen
- Toyota spendete 4000 Reifen für den Film
- Rennspezialist Toshi Hayama kümmerte sich um die Autos, musste
aber nach dem Film zugeben, dass einer der Stars eins der Autos
hat mitgehen lassen
- über 100 Autos wurden während der Dreharbeiten geschrottet
- Rapper im Film: Lil Bow Wow
- Vin’s Auto im Film: 1970 Plymouth Road Runner
- kostete: 85 Mio Dollar
- spielte ein: 160 Mio Dollar
THE FAST AND
THE FURIOUS 4: DAS KÖNIGREICH VON KRISTALLNORBERT
Nachdem Dom etwas wirklich Schlimmes zustößt, macht er sich
zusammen mit seinem alten Freund Brian auf einen gemeinsamen
Feind zu finden – doch während O’Connor den Gesuchten festnehmen
will, will Dom ihn töten…
Aller guten Dinge sind… vier, und weil Paul Walker und Vin
Diesel dieses Mal beide Zeit hatten und in letzter Zeit nicht
unbedingt die größten Erfolge feiern konnten (Walkers letzten
beiden Filme landeten direkt auf DVD, Diesels Projekte Hannibal,
der Eroberer und The Wheelman kamen nicht), sind jetzt alle
wieder zusammen. Wiedervereint sind sie auch mit Michelle
Rodriguez und Jordana Brewster, die respektive wieder die Love
Interests der beiden spielen (leider konnte man Ja Rule nicht
zurückgewinnen).
Da Figur Han im The Fast and the Furious 3: Tokyo Drift starb,
hier aber wieder mitspielt, ist der Teil übrigens somit kein
Sequel oder Prequel, sondern genau genommen ein Interquel, da er
zeitlich zwischen 2 und 3 spielt.
Vin Diesel hat 2008 übrigens einen 20-minütigen Kurzfilm
gedreht, der die Ereignisse zwischen 2 und diesem Teil genauer
beleuchtet. Eigentlich sollte er zum Filmstart im Internet
landen, wird jetzt scheinbar aber nur noch auf der kommenden DVD
zu finden sein.
Der neue Film setzt wie auch der erste auf die konfliktreiche
Zusammentreffen von Brian O’Connor und Dominic Torretto, auf
allerlei verrückte Stunts und gewohnte Action.
Fast
Facts:
- der Film ist ein Interquel
- Arbeitstitel: The Fast and the Furious 4, Fast and Fourious,
Fast & Furios: Neues Modell, original Teile
- Rapper im Film: keinen, man wollte T.I., T-Pain und Lil Wayne,
aber die drei hatten keine Zeit (und Ja Rule auch nicht)
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