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VAN DAMME

news 27.05.09

"Unterbrich mich nicht, wenn ich mit mir selbst rede."
- Timecop (1994)

(cm) Jean-Claude van Damme ist ohne Frage ein seltsamer, unberechenbarer Zeitgenosse. Der Star der späten 80er und 90er, der Spagat zu seinem Markenzeichen machte und nicht selten mit Drogen- und Frauengeschichten in der Presse auffiel, ist seit kurzem wieder mit allerlei Schlagzeilen in der Presse.

Im letzten Jahr sorgte er mit dem französischen Meta-Projekt
JCVD erstmals für gute Kritiken, in erster Linie, weil es in dem halb dramatischen Film einen langen theatralischen Monolog gibt, in dem Van Damme tränenreich direkt zum Publikum spricht und einfühlsam und bereuend über sein Leben reflektiert. Eine überraschend ehrliche und berührende Einlage, an dessen Erfolg er offenbar nicht anschließen will.

Nachdem er schon abgelehnt hatte mit Rush Hour 3 zurück ins Kino zu kommen, lehnte er es zum Unverständnis all seiner Fans und Branchenbekannten 2008 ab, an der Seite von Sylvester Stallone, Arnold Schwarzenegger, Jet Li, Dolph Lundgren und anderen Co-Stars in Sly's neuem Reißer
The Expendables dabei zu sein. Der Grund für die Absage? Die Story habe ihn nicht interessiert. Er wolle ab jetzt nur noch die Geschichten machen, die ihn als Künstler berühren würden.

Universal Soldier 3: Die nächste Generation zum Beispiel. Die Fortsetzung zu seinem bisher erfolgreichsten Film macht in erster Linie auf dem Papier sicherlich Sinn, nicht aber, wenn es wie in diesem Fall eine billige Produktion für den DVD-Markt ist. Dem Film musste der charismatische Belgier sich zwar auch nur aus vertraglichen Gründen anschließen, darüber hinaus zieht es den Star aus Street Fighter aber scheinbar weiterhin nicht zu alten Erfolgen zurück.

Zum ersten Mal führte der Belgier Regie bei einem Film namens The Eagle Path, der ersten Meldungen zufolge mal romantisch werden und ohne Spagat und Kicks auskommen sollte; man Damme sprach davon, eine andere Seite von sich zeigen zu wollen. Schaut man sich den ersten Trailer zum Film an, erinnert es aber zweifellos an all seine letzten, allgemein eher unbekannteren DVD-Veröffentlichungen (seit 1999 veröffentlichte Van Damme zehn Titel ohne Kino-Release).

Sein nächster danach verspricht auch keine Besserung. Der Titel?
Karate. Van Damme mimt in dem Actionstreifen vom Kameramann von Sharks in Venice (Haie in Venedig) einen Kämpfer... der an illegalen Kämpfen teilnimmt. Selbst in den 80ern wäre das nach Bloodsport, Karate Tiger und Kickboxer nicht mehr originell gewesen.

Um seine Fans jetzt aber vielleicht doch noch mal zu überraschen, haben die Muskeln aus Brüssel jetzt ein neues Projekt ins Auge gefasst: The Breed, einen illustren Horrortitel. Jean-Claude Van Damme soll darin einen Reisenden spielen, der in einer Kleinstadt auf unheimliche Geschehnisse stößt und dabei vermutlich auch Spagat macht.

Newsfacts auf einem Blick:
- Van Damme lehnte zwei Kinorollen ab
- geplante Romanze ist erneut Actioner
- demnächst in Horrorfilm

Weitere Links zum Thema:
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Trivia: Seine erste Rolle hatte Van Damme im Jahr 1984 in dem Film Monaco Forever. Die Rollenbeschreibung? "Schwuler Karate Kämpfer".

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