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"Unterbrich
mich nicht, wenn ich mit mir selbst rede."
- Timecop (1994)
(cm) Jean-Claude
van Damme
ist ohne Frage ein seltsamer, unberechenbarer Zeitgenosse. Der Star
der späten 80er und 90er, der Spagat zu seinem Markenzeichen machte
und nicht selten mit Drogen- und Frauengeschichten in der Presse
auffiel, ist seit kurzem wieder mit allerlei Schlagzeilen in der
Presse.
Im letzten Jahr sorgte er mit dem französischen Meta-Projekt
JCVD
erstmals für gute Kritiken, in erster Linie, weil es in
dem halb dramatischen Film einen langen theatralischen Monolog gibt, in dem Van Damme
tränenreich direkt zum Publikum spricht und einfühlsam und bereuend über sein
Leben reflektiert. Eine überraschend ehrliche und berührende
Einlage, an dessen Erfolg er offenbar nicht anschließen will.
Nachdem er schon abgelehnt hatte mit Rush
Hour 3 zurück ins Kino zu kommen, lehnte er es zum Unverständnis all
seiner Fans und Branchenbekannten 2008 ab, an der Seite von
Sylvester Stallone, Arnold Schwarzenegger, Jet Li, Dolph Lundgren
und anderen Co-Stars in Sly's neuem Reißer
The Expendables
dabei zu sein. Der Grund für die Absage? Die Story habe ihn nicht
interessiert. Er wolle ab jetzt nur noch die Geschichten machen, die
ihn als Künstler berühren würden.
Universal Soldier 3: Die nächste Generation
zum Beispiel. Die Fortsetzung zu seinem bisher erfolgreichsten Film
macht in erster Linie auf dem Papier sicherlich Sinn, nicht aber,
wenn es wie in diesem Fall eine billige Produktion für den DVD-Markt
ist. Dem Film musste der charismatische Belgier sich zwar auch nur
aus vertraglichen Gründen anschließen, darüber hinaus zieht es den
Star aus Street Fighter aber scheinbar weiterhin nicht zu alten
Erfolgen zurück.
Zum ersten Mal führte der Belgier Regie bei einem Film
namens
The Eagle Path,
der ersten Meldungen zufolge mal romantisch werden und ohne Spagat
und Kicks auskommen sollte; man Damme sprach davon, eine andere
Seite von sich zeigen zu wollen. Schaut man sich den ersten Trailer
zum Film an, erinnert es aber zweifellos an all seine letzten,
allgemein eher unbekannteren
DVD-Veröffentlichungen (seit 1999 veröffentlichte Van Damme zehn Titel
ohne Kino-Release).
Sein nächster danach verspricht auch keine Besserung. Der Titel?
Karate.
Van Damme mimt in dem Actionstreifen vom Kameramann von Sharks in
Venice (Haie in Venedig) einen Kämpfer... der an illegalen Kämpfen
teilnimmt. Selbst in den 80ern wäre das nach Bloodsport, Karate
Tiger und Kickboxer nicht mehr originell gewesen.
Um seine Fans jetzt aber vielleicht doch noch mal zu überraschen,
haben die Muskeln aus Brüssel jetzt ein
neues Projekt ins Auge gefasst: The Breed, einen illustren Horrortitel.
Jean-Claude Van
Damme soll darin einen Reisenden spielen, der in einer Kleinstadt
auf unheimliche Geschehnisse stößt und dabei vermutlich auch Spagat
macht.
Newsfacts auf einem Blick:
- Van Damme lehnte zwei Kinorollen ab
- geplante Romanze ist erneut Actioner
- demnächst in Horrorfilm
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Trivia:
Seine erste Rolle hatte Van Damme im Jahr 1984 in dem Film Monaco
Forever. Die Rollenbeschreibung? "Schwuler Karate Kämpfer".
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