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"Sie
ist ein Anti-Terminator Terminator."
Terminator 3 (2003)
(cm) So wie Terminator 4 gerade in den Kinos läuft, war er anfangs
eigentlich nicht geplant. Genau genommen gab es während der
Produktion sogar viele Änderungen am Script, die den Film maßgeblich
veränderten. Zum Guten?
Das lässt sich wohl am ehesten entscheiden, wenn man mal die
ursprüngliche Fassung kennenlernt. Wir von BG kennen die Story hier
schon seit Monaten, hielten uns aber aus verständlichen Gründen
zurück darüber öffentlich zu berichten. Jetzt nach Release wird es
aber sicher niemanden mehr stören, also ist es an der Zeit, näher
auf die großen Unterschiede und Änderungen einzugehen.
Dass die folgenden Beschreibungen voller Spoiler sind, muss wohl
nicht extra erwähnt werden. Also erst lesen, nachdem man den Film
gesehen hat.
Connor
Im Film hat John Connor die Hauptrolle im gleichen Maße wie Marcus,
aber ursprünglich sah das ganz anders aus. Marcus war eigentlich die
einzige Hauptfigur, Connor selbst sollte man dagegen nur über
Radionachrichten zu hören bekommen, die Marcus und Kyle auf ihrem
Weg aufschnappen. Erst ganz am Ende hätte man dann Connor getroffen.
Wieso der Wechsel? McGinty wollte Christian Bale für die Rolle des
Marcus haben, aber weil er Connor interessanter fand und man ihn
nicht als Zugpferd verlieren wollte, baute man ihm die Rolle aus.
Was im Film auch etwas fehlt, ist der Status, den Connor unter den
Rebellen hat. Er gilt als Prophet und als legendäre, mutige und
starke Führungsperson.
T-1
Als Connor und die Soldaten am Anfang des Films durch wassergefüllte
Tunnel marschieren, treffen sie eigentlich auf einen Terminator T-1
(aus T3), und erledigen ihn. Die Szene wurde zwar gedreht, aber
gestrichen.
Blair
Die Pilotin kommt im Film relativ kurz, sollte aber zunächst mehr
Material bekommen. Geplant war zum einen, mehr Szenen zwischen ihr
und Marcus zu haben um ihre Verbindung (und damit Marcus menschliche
Seite) zu verstärken, sowie ein paar Szenen mit Barnes, in denen man
sieht, dass sie schon lange miteinander kämpfen, sich zwar nicht
sonderlich mögen, aber respektieren.
Nacktszene
Ursprünglich sollte Blair auch eine Nacktszene haben, während sie
mit Marcus Rast macht. Als sie ihn fortschickt, um was zu Essen zu
suchen, zieht sie sich eigentlich kurz aus, um ihre Wunden zu
begutachten. Daher auch der Spruch der darauf erscheinenden
Vergewaltiger: "Wir haben dich beobachtet".
Sexszene
In einer Version war nicht nur eine Nackt- sondern auch eine
Sexszene geplant, in der Blair es mit Marcus tut. Das sollte die
Offenbahrung Marcus als Cyborg noch schockierender machen, wurde
aber gestrichen, weil man es für zu bizarr hielt.
U-Boot
Der Konflikt zwischen General Ashdown und Connor sollte erst viel
extremer ausfallen. Im U-Boot sollte Ashdown Connor mit einer Waffe
bedrohen und rauswerfen lassen, was man dann entschärfte.
Barnes
Barnes ist sehr stark im Spiel und Prequelbuch zum Film vorhanden,
da er eigentlich auch eine relativ wichtige Rolle spielte. Er sollte
eigentlich die Seite der Soldaten darstellen, die anfangs nicht
sonderlich an Connors Propheizungen glauben und in ihm nur den
erfahrenen Taktiker sehen - später aber bereit sind, ihm aufgrund
seines Mutes und seiner wahr gewordenen Prophezeiungen in den Tod zu
folgen. Ursprünglich sollte seine Figur später den Tod finden.
Häutung
Im Film wird es nur indirekt angedeutet, aber eigentlich sollte man
zu sehen bekommen, wie Skynet einzelne Menschen in Apparaturen
steckt, häutet und ihr Blut entfernt.
Showdown
Da man anfangs nicht damit rechnen konnte, dass Arnold
Schwarzenegger die Erlaubnis für sein digitales Alter Ego geben
würde, sollten Connor und Marcus gegen einen T-800 mit anderer Haut
kämpfen > das wäre dann Roland Kickinger gewesen, der Arnold im Film
den Körper doubelte.
Serena
Im Film ist es so, dass Skynet in Form eines Monitorbilds auftaucht
und mit den Gesichtern von Serena, Kyle und Connor zu Marcus spricht
- das war erst anders. Ursprünglich war geplant, dass Marcus auf
einen Cyborg trifft: Serena. Serena sollte eine Forscherin sein, die
vor dem Judgement Day an der Symbiose von Mensch und Maschine
arbeitet - dafür sammelte sie Körper wie den von Marcus ein. Als der
Judgement Day passierte, übernahm Skynet ihre Anlage und zwang sie,
ihre Experimente fortzuführen. Letztendlich war sie dann so sehr
davon überzeugt, dass sie sich selbst zu einem Cyborg machen ließ,
quasi eine Ganzkörperprothese abgesehen von echtem Herz, Hirn und
echtem Blut. Daher auch die Szene ganz zu Anfang des Films, die im
eigentlichen Film etwas deplatziert wird.
Als Marcus sich dann später wehrt, kämpfen sie kurz miteinander,
wobei sie ihm den Arm abschießt und er ihr den Kopf abreißt.
Hybride
In T4 ist Marcus so ziemlich der einzige aktive Hybrid, aber im
Original war das noch anders. Neben Serena gab es noch viele andere,
von denen sogar heute noch welche im Film zu sehen sind. Im
Aussortierungslager sind am oberen Fabrikrand mehrere Gestalten an
einem weißen Fenster zu sehen, die das ganze überblicken. Das
sollten Hybriden sein, die Teil von Skynets neuem Plan sind.
Skynets Pläne
Im Film ist es so, dass Skynet dabei ist, die T-800 fertigzustellen
und damit in die Lage kommt, sämtliche Menschen auslöschen zu können
(da ihnen noch die nötigen Laserwaffen fehlen). Das war aber nicht
immer der Plan. Es sollte nämlich innerhalb der düsteren
Maschinenstadt eine Abteilung geben, die ähnlich wie bei Die Insel
luxuriös, hell, weiß, sauber, schön und voller Pflanzen sein sollte.
Dort sollten die Hybriden leben, die dabei waren, die Grundlage für
eine neue Zukunft zu werden. Skynet hatte nämlich vor, ein paar
Menschen zu retten und sie alle zu Cyborgs zu machen,
Maschinen/Menschen Hybride, die von Technik kontrolliert niemals
mehr schlecht oder selbstzerstörerisch werden sollten. Skynet war
also dabei, die Menschheit vor sich selbst zu retten.
Kyle
Kyle passiert im Film nichts, aber in der alten Fassung sollte er
auch zu einem Cyborg gemacht werden.
Zeitmaschine
Serena stellt Marcus die Zeitmaschine vor, welche er auch direkt
gegen ihren Willen einsetzt, um ein paar Stunden zurückzureisen und
Kyle vor seinem Umbau zu retten.
Das Skandalende
Das Ende des vierten Films sollte ursprünglich ganz anders
ausfallen. Im Film ist es ja so, dass Connor tödlich verletzt wird
und Marcus ihm dann sein Herz schenkt, damit er weiterleben kann. In
der ersten Fassung war es allerdings so, dass Connor tödlich
verletzt wird - und tatsächlich stirbt. Um seinen Tod aber geheim zu
halten, nähen sie Connors Gesicht auf Marcus Körper und lassen ihn
den neuen Führer werden. Das sollte auch die Narbe in seinem Gesicht
erklären, die in den Zukunftsvisionen zu sehen ist - und die
provokante Annahme reinbringen, dass ein Terminator die Menschen
gegen seine Macher anführt. Als das Ende jedoch in den Medien
bekannt wurde, ließ man es noch mal ändern.
Sarahs Bänder
Im Film ist es so, dass Connor mehrmals Bänder von seiner Mutter
anhört. Eigentlich war es aber so, dass Marcus welche findet und so
genügend Infos bekommt, um später als glaubhafter neuer Connor zu
agieren.
Star
Kyles kleine Begleiterin sollte sich in einer Version auch als
Terminator entpuppen.
Die Erlösung
Der Titel des Films bezog sich in erster Linie darauf, dass der
ehemals kriminelle und zum Tode verurteilte Marcus eine zweite
Chance bekommt, in dem er sich für die Kinder einsetzt, sieht, was
für eine Bedeutung Connor für alle hat und sich am Ende selbst
aufgibt, um allen zu helfen. Geplant war unter anderem eine Szene,
in der Kyle seinem Freund Marcus Respekt zollt und dessen Grab
besucht, nicht wissend, dass es Connors Grab ist und dass Marcus in
der Haut Connors steckt.
Das Skandalende - Alternative
Während der Produktion hatte man zudem noch eine dastischere Idee.
Geplant war, dass Marcus (mit Connors Gesicht) am Ende des Films
nach der Operation aufwacht, sich als Skynets Marionette entpuppt
und jeden im Raum erschießt: Connors Frau, Barnes, Blair, Star und
Connors Vater, Kyle.
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Trivia:
Arnolds Kinder fanden den Film besser als die anderen drei.
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