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Interview mit
Uwe Boll
Dr. Uwe
Boll hat geschafft,
wovon die meisten
deutschen Filmemacher
nur träumen können. Der
in Wermelskirchen
geborene Regisseur hat
mit dem Zombieshocker
House of the Dead einen
verdammt unterhaltsamen,
typisch amerikanischen
Horrorfilm hingelegt,
der ihm alsbald viele
Türen öffnete. So wie
House of the Dead
bereits die Verfilmung
eines Videogames war,
bleibt der bekennende
Gamer im Genre und hat
bereits zwei weitere
Adaptionen fertig -
BLOODRAYNE und ALONE IN
THE DARK.
Für diese Projekte hat
er namhafte Megastars
verpflichten können,
darunter unter anderem
Kristanna Loken
(Terminator 3),
Christian Slater, Tara
Reid (American Pie),
Michelle Rodriguez
(Resident Evil), Stephen
Dorff (Blade), Michael
Pare (Bad Moon) und vor
allem - Oscargewinner
und Filmlegende Sir Ben
Kingsley.
Im Interview mit
BereitsGesehen spricht
Uwe Boll über die beiden
demnächst erscheinenden
Kinofilme,
über weitere angesetzte
Titel wie zb HITMAN oder
FAR CRY und erzählt auch
einiges über die Chancen
deutscher
Nachwuchsfilmer...

BG: Herr Boll, nach dem
erfolgreichen House of
the Dead haben Sie zwei
weitere
Videogameverfilmungen
für uns parat - den Horrorthriller Alone in the Dark und die
Vampirmär Bloodrayne.
Warum haben Sie gerade
diese beiden Games
gewählt?
Uwe Boll: Alone ist ein
Klassiker und all time
favourite. Und
Bloodrayne recht neu,
mega cool und deshalb
interessant, weil Rayne eben nicht die
nette Lara Croft von
nebenan ist.
BG: Wie würden Sie uns
Alone in the Dark
beschreiben ? Ist es
eher Action-betont oder
eher auf Spannung
ausgerichtet?
Uwe Boll: Beides. Wir
haben spannende Szenen,
aber auch
Monsterattacken wie in
Starship Troopers.
BG: Christian Slater ist
ein Kultstar unter
Filmfans. Da er in
Mindhunters nur eine
sehr kleine Rolle hat,
freut man sich sehr auf Alone in the Dark. Wie war es, mit ihm zu
arbeiten?
Uwe Boll: Er ist super
easy, war super fit und
vorbereitet. Hat Karate
trainiert etc. Ausserdem
ist er auch ein
Videospielefreak.
BG: Bloodrayne ist neben
'Der Ring der
Nibelungen' das nächste
große Projekt der
Terminator 3 Ikone
Kristanna Loken. Wie war es mit ihr am Set zu arbeiten? Und ist
sie bereits für ein
Sequel verpflichtet?
Uwe Boll: Sie ist gross,
sexy, stark und extrem
willensstark. Sie war
optimal für Rayne. Sie
will auch gerne einen
zweiten Teil
drehen.
BG: Wie kam es dazu, das
Sie Oscargewinner und
Filmlegende Ben Kingsley
für Bloodrayne gewinnen
konnten?
Uwe Boll: Er wollte
schon immer mal einen
Vampir spielen.

BG: Es heisst, der erste
Film zeigt die
Vorgeschichte von
Bloodrayne, wie sie zu
dem wurde was sie ist
und wie sie sich schliesslich an ihrem Vater, dem König der
Vampire rächen will.
Gibt es schon Ideen, wo
es in einer Fortsetzung hingehen könnte?
Uwe Boll: Wir wollen
nach Amerika ins 18 Jh.
! So ein bisschen Gangs
of New York mit
Vampiren.
BG: Wie sieht es mit
Altersbeschränkungen
aus? Werden Alone in the
Dark und Bloodrayne
möglicherweise FSK 18er
Titel ?
Uwe Boll: Hoffentlich
bekommt er [Alone in the
Dark] ein FSK 16.
Bloodrayne wird ab 18
Jh.
BG: Gerüchten zufolge
soll man Kristanna Loken
in Bloodrayne sehr
freizügig sehen, stimmt
das?
Uwe Boll: Allerdings -
Sie ist nicht so eine
prüde Zicke wie die
meisten Amis.
BG: Die nächsten 3
Projekte auf ihrer Liste
sind Far Cry, Hunter:
The Reckoning und
Hitman, sowie ein
mögliches Bloodrayne Sequel. Fangen wir mit Far Cry an. Das
überaus erfolgreiche
Tropenaction-Adenture
zeichnet sich
insbesondere durch seine sonnigen Locations und den vielen
Vehikeln aus. In wie
weit wird der Film dem
Spiel ähneln ?
Uwe Boll: Wir nehmen die
Original Film Story.
Bisher habe ich nur
Filme nachts in kalten
Gegenden gedreht - nun
mal was in
der Sonne in den
Bahamas. Wäre super.
BG: Gibt es schon nähere
Kandidaten für Jack
Carver? Falls nicht, wen
hätten Sie gern?
Uwe Boll: The Rock, Vin
Diesel, Bruce Willis.

BG: Hitman geht mit
Blood Money demnächst in
die vierte Runde. Die
Attentätersaga im
epischen Stile schreit eigentlich gerade zu nach einer Verfilmung.
Was uns interessieren
würde, ist die Frage,
wen der Zuschauer
hierbei verfolgen würde.
Wäre der Hitman der
Villain der Story, aka
Bruce Willis in Der
Schakal, oder ist er der
Anti-Held? Wird der Film auch einer der Storylines der 3
Spiele (zb die der
Klonreihe) nachgehen?
Uwe Boll: Er soll der
Antiheld sein - wie
Leon, der Profi. Die
beste Story w�re zu
zeigen, wie ihn die
eigene Regierung loswerden will.
BG: Auch hier die Frage
- gibt es schon mögliche
Darsteller für den
eiskalten Tobias Rieper,
Codename 47?
Uwe Boll: Jason Statham
wäre super. Hat schon in
The Transporter so
ähnlich gespielt.
BG: Hunter: The
Reckoning sieht aus wie
ein blutiger
Horroractionthiller ala
House of the Dead, wie
wird der Film dazu aussehen?
Uwe Boll: Ein bisschen
wie X-Men trifft Texas
Chainsaw. Das Skript ist
sehr gut. Wir haben
Skinriders, Poltergeist,
Ghouls und Carpenters gegen die
Hunter.
BG: Natürlich werden
einige der Titel Sequels
nach sich ziehen, doch
haben Sie abgesehen von
den genannten Projekten
auch schon Interesse an anderen Spieletiteln?
Uwe Boll: Halo,
Warcraft, Baldurs Gate
und The Suffering.
BG: Mit Ihren
Produktionen folgen Sie
eher dem US Filmmarkt
als dem deutschen Film.
Liegt das am allgemeinen
deutschen Produktions-Desinteresse an den Genres?
Uwe Boll: Absolut. In
den USA spielt die
Musik. Die Amis gehen
pro Jahr pro Person bis
zu 12 Mal ins Kino. Die
Deutschen zwei Mal.

BG: Was halten Sie
eigentlich allgemein vom
deutschen Film?
Uwe Boll: Pro Jahr gibt
es immer einige sehr
gute Filme. Faith Akin
mit Solino und Gegen die
Wand ist gut - und
stimmungsvoll.
Mit Arthouse kann ich
nix anfangen, aber Filme
wie Bennys Video oder
Funny Games von Haneke
waren extrem gut, auch Das Experiment war
bis auf die letzten 10
Minuten super.
BG: Wieso ist es in
Deutschland so schwer,
einen vernünftigen
Action- oder Horrorfilm
auf die Beine zu
stellen?
Uwe Boll: Weil man keine
Förderung und TV
bekommt, die dahinter
stehen.
BG: Glauben Sie, das der
deutsche Horrorfilm eine
Chance hat?
Uwe Boll: Nein. Super
Talente wie Jörg
Buttgereit oder Olaf
Ittenbach kriegen hier
doch keine Chance,
obwohl sie talentierter
sind tausende mit
Preisen hochgejubelte
[andere].
BG: Wie kommt es, das
sie sich auf
Videogameverfilmungen
spezialisiert haben?
Uwe Boll: Weil da ein
weltweiter Markt für
vorhanden ist.
BG: Was würden Sie
jungen deutschen
Regie-Talenten
empfehlen, um sich im
Filmgeschehen [gerade
Bereich Horror] behaupten zu können?

Uwe Boll: ...auswandern!
Die Redaktion bedankt
sich für die freundliche
Unterstützung und
wünscht weiterhin viel
Erfolg.
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