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Interview mit
Uwe Boll, Nr 4
Zum Start seines Kriegsfilms "1968
Tunnel Rats"
trafen wir zum
mittlerweile vierten Mal
auf den
beliebt-berüchtigten
Filmemacher aus
Deutschland, der auch in
diesem Jahr wieder für
Aufsehen und allerlei
News sorgen konnte.
"1968" ist ein
klaustrophobischer,
harter und unüblicher
Kriegsfilm, in dem es um
die blutigen
Tunnelkämpfe in den
Bergen Vietnams geht.
Der Film läuft ab 13.
November in den
deutschen Kinos an.
Das
Interview führte
Christian Mester exklusiv für
bereitsgesehen.de.

Uwe Boll Facts:
- leidenschaftler
Hundefan und Jogger
- hat in 8 Jahren 13
Filme realisiert, mit
einem Gesamtbudget von
über 100 Millionen
Dollar
- all das ohne große
Studiohilfe
- hat bereits die Genres
Western, Action, Sci-Fi,
Horror, Drama, Comedy,
Thriller und Fantasy
verarbeitet
- einer der wenigen
weltweit mit US-Crews
arbeitenden deutschen
Regisseure
- seine
DVD-Audiokommentare sind
weltweit Kult
- kein anderer
Filmemacher macht
persönlich derart viel
Promotion für seine
Filme
- langjähriger Boxer
- hat bisher 7
Videogames verfilmt,
mehr als jeder andere
BG: 1968 Tunnel Rats
kommt als nächstes in
die Kinos - wie würdest
du deinen Kriegsfilm in
wenigen Worten
beschreiben?
Uwe Boll: [1968 Tunnel
Rats ist] ein bitterer,
brutaler Kriegsfilm, der
zum ersten Mal ganz
konkret zeigt, warum die
Amerikaner den
Vietnamkrieg verloren
haben.
BG: Waren die
Dreharbeiten zu Tunnel
Rats schwierig? Die Sets
sehen ja sehr gut aus,
geben dieser
klaustrophobische
Geschichte starke
Bilder.
Boll: Die Tunnel haben
wir im Studio gebaut.
darin war es 50 Grad
Celsius -also hart für
die Schauspieler. Im
Dschungel haben wir bei
Durban gedreht, wo auch
[der DiCaprio Thriller]
Blood Diamond gedreht
wurde.
BG: Stimmt es, dass es
keine Dialoge gab und
die Darsteller alles
improvisierten? Falls
ja, wie gefiel dir
dieses Experiment und
würdest du es wieder
anwenden?
Boll: Wenn die
Darsteller wirklich
Method Acting betreiben
- ist es besser, sie
sagen was sie fühlen und
sie lernen keine Sätze
auswendig. Das geht bei
intensiven Filmen wie
1968 Tunnel Rats, Stoic
oder bald Janjaweed sehr
gut.
BG: Wird dein
Gefängnisfilm Stoic eher
ein Drama oder ein
Thriller?
Boll: Es basiert auf dem
Fall in Siegburg und ist
ein Drama... sehr hart
und verstörend.

BG: Wie war es, mit dem
ehemaligen John Connor
Ed Furlong zu arbeiten?
Boll: Furlong brauchte
am längsten um in die
Rolle reinzufinden, doch
dann war er am Schluss
mit der Beste. Er ist
ein super Schauspieler,
der sehr schwierige
Zeiten mit Drogen und
Knast hinter sich hat.
Die Darsteller mussten
ja alle im Gefängnis
schlafen,
dementsprechend war es
ein sehr unbequemer Film
für sie.
BG: Obama oder McCain -
wer würde deine Stimme
kriegen und wieso gerade
der?
Boll: Obama...
McCain ist zu alt und in
Bush's Partei.
BG: 2008 ist ja fast um,
welchen Film fandest du
ganz besonders gut? Und
welchen ganz besonders
schlecht?
Boll: The Dark
Knight war klasse ...
There will be Blood der
beste Film... und sehr
viele waren sch...
BG: Dein nächster Film
wird ja "Schmeling" mit
Henry Maske sein, wird
das eher ein
Charakterstück wie Rocky
1 oder eher ein sehr
kampflastiger Boxfilm
wie etwa Rocky 3?
Boll: [Schmeling wird]
ein Kriegsdrama mit
spektakulären Boxszenen!
BG: Was machst du als
nächstes?
Boll: Ich drehe ab 26.
November "Der Sturm",
ein Film über das Ende
der Welt.
BG: Letzte Frage: würde
man dir heute 200
Millionen Dollar und
freie Wahl geben,
welches Game würdest du
damit verfilmen?
Boll: World of WarCraft.

Die Redaktion bedankt
sich für die freundliche
Unterstützung und
wünscht weiterhin viel
Erfolg.
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