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Interview mit Clive Owen
Clive Owen hat sich im Laufe
der letzten Jahre zu
einem der bekanntesten
Stars Hollywood
entwickelt.
Mit großartigen Rollen
in Closer, Shoot Em Up,
Sin City und Inside Man
etablierte er sich als
einer der
charismatischsten und
talentiertesten Akteuren
seiner Altersklasse.
Das
Interview wurde uns mit
freundlicher
Unterstützung von
Sony Pictures zur
Verfügung gestellt.

"The International"
Ab 12. Februar im Kino
Q: The International
zeigt, was hinter der
Fassade einer der
größten Banken
geschieht. Glauben Sie,
dass man durch den Film
ein wenig paranoid
werden könnte?
Clive Owen: Das kann gut
sein! Ich war von dem
Script von THE
INTERNATIONAL sofort
begeistert, weil es an
diese paranoiden
Polit-Thriller der 70er
Jahre erinnert, wie zum
Beispiel “Die
Unbestechlichen” – ich
habe viele dieser Filme
gesehen. Das ist die
grundlegende Stimmung
dieses Films. THE
INTERNATIONAL ist die
gelungene Version eines
intellektuellen
Polit-Thrillers. Er hat
alles: die Spannung, die
Action, die Geheimnisse,
die aufgedeckt werden
müssen, und eine Menge
unerwarteter Wendungen.
Q: Ist es Zufall, dass
der Film einige der
wichtigsten Themen
dieser Zeit aufgreift?
Clive Owen:
Verblüffenderweise, ja!
Wir haben den Film vor
einem Jahr gedreht, und
durch einen traurigen
Zufall ist er sehr
treffend. Ich bin mir
sicher, dass alle denken
werden, der Film wäre
aufgrund der aktuellen
Ereignisse entstanden,
aber dem ist nicht so.
Er ist nur sehr, sehr
zeitgemäß.
Q: Glauben Sie, dass die
Menschen sich zurzeit
mehr Sorgen um ihr Geld
machen?
Clive Owen: Ja, ganz
sicher, vor allem
während des letzten
Jahres. Bis zu einem
gewissen Punkt neigen
die Menschen dazu, ihr
Geld auf die Bank zu
bringen und darauf zu
vertrauen, dass es
sinnvoll genutzt wird,
und dass ihr Geld dort
relativ sicher ist. Die
Geschehnisse des letzen
Jahres haben die
Menschen aufgeweckt und
sie darüber nachdenken
lassen, wo genau dieses
Geld ist, was damit
passiert und wer es
nutzt.

Louis im Einsatz
Q:
Wie wurden Sie in ihrem
Leben von Banken
behandelt – vor allem zu
Beginn Ihrer Karriere,
als sie noch nicht so
viel Geld hatten?
Clive Owen: Damals habe
ich noch nicht viel mit
Banken zu tun gehabt.
Aber ich glaube, Banken
behandeln dich immer
gut, wenn du Geld hast,
das ist wahr.
Q:
Wie viele der Stunts in
The International haben
Sie selbst gemacht?
Clive Owen: Das war ein
sehr dynamischer Film
mit viel Körpereinsatz.
Die Sequenz im
Guggenheim Museum zum
Beispiel ist eine harte
Actionszene mit viel
Schießerei, Rennerei und
Blut. Aber ich handele
immer gleich, wenn es um
Stunts geht: Ich mache
soviel ich kann. Wenn es
zu einem gewissen Punkt
kommt, bin ich sehr
glücklich, den Typ zu
haben, der aussieht wie
ich und den Rest
erledigt.
Q: In The International
muss Naomi Watts sich
wegen ihrer Familie
zurücknehmen, als es zu
bedrohlich wird. Wie
sieht es bei Ihnen aus –
hat Ihre Familie Sie
jemals von
Karriere-Entscheidungen
abgehalten?
Barnes:
Erstaunlicherweise
nicht. Und das verdanke
ich ganz und gar meiner
Frau Sarah-Jane. Sie hat
mich in beruflicher
Hinsicht immer alles tun
lassen, was ich wollte.
Sie ist so cool und gibt
mir viel Freiraum. Es
ist immer sehr schwer
für mich, für sie und
natürlich auch für die
Kinder, wenn ich
beruflich auf Reisen
bin. Aber wir versuchen,
eine Balance zu finden
und uns so oft wie
möglich zu sehen. Sie
hat höchstens ein Mal
während meiner ganzen
Karriere angerufen und
gesagt „du musst
aufhören und dir eine
Auszeit nehmen“. Sie ist
diejenige, die die
Familie zusammen hält,
die mich unterstützt und
mir Freiheit lässt, und
dafür bin ich unendlich
dankbar.
Die Redaktion bedankt
sich für die freundliche
Unterstützung und
wünscht weiterhin viel
Erfolg.
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