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Tops 2006


von Christian Mester

Anbei die Liste meiner Kino-Jahresfavoriten 2006, von Händchen haltenden Cowboys bis hin zu Geheimagenten und radioaktiv verunstalteten Mutanten alles dabei:


10 - Brokeback Mountain

Verliebte Cowboys vom Hulk Regisseur? Wer hätte gedacht, dass dies die berührendste Liebesgeschichte des Jahres würde? Der sehr einfühlig inszenierte Brokeback Mountain sieht nicht nur in seiner Bildersprache fantastisch aus, er weiß durch beeindruckende Darsteller und pointierte Dialoge zu berühren. Wer den Film aus falschem Stolz meidet, verpasst einen der besten des Jahres.


9 - The Hills have Eyes (Remake)

Ohne Frage der beste Horrorfilm des Jahres und einer der besten aller Zeiten. Nachdem Alexandre Aja sich bei High Tension noch unsicher einspielte, geht sein originelles Hills-Remake nicht nur ins Blut, sondern bis in die Eingeweide. Beklemmende Terror-Atmosphäre, richtig garstige Bösewichte und eine packende Regie machen ihn zu einem Pflichttitel für jeden Horrorfan.


8 - Hard Candy

Würde Alfred Hitchcock heute noch Filme machen, wäre Hard Candy vielleicht von ihm. Der Film ist genau nach seinem und meinem Geschmack: fesselnd, dramatisch, glaubhaft und überaus spannend. Sein mutiges Konzept hätte in unsensiblen Händen falsch ausfallen oder zu einem unnötigen Revenge-Thriller werden können, doch Candy macht alles richtig. Tolle Vorstellung von Neuling Ellen Page.


7 - Departed: Unter Feinden (Remake)

Martys neuer Oscarjäger Departed erreicht zwar nicht die Hollywoodsche Größe seines Aviators, stellt sich aber als grandioses neues Meisterwerk in den Raum. Das Remake des asiatischen Originals Infernal Affairs respektiert seine Vorlage und beweist einmal mehr, dass Leonardo Di Caprio zu den besten seines Faches gehört. Ebenfalls stark ist Jack Nicholson in seiner vielleicht letzten großen Hollywoodrolle.


6 - Brick

Das spartanische Drama Brick ist eine kleine Überraschung, die mit einem genialen shakespeareshen Drehbuch und großartigen Schauspielern als gewaltiger Indie-Tipp auf sich aufmerksam macht. Alle Augen sind nun auf Rian Johnson gerichtet, der mit einem Start wie diesem eine große Zukunft vor sich haben wird.


5 - Lord of War: Händler des Todes

Lord of War ist eine bitterböse Actionsatire vom Gattaca Autor, in der Nicolas Cage zur Hochform aufläuft und seinen ebenfalls 2006er Titel Wicker Man fast entschädigt. Erstklassiges Drehbuch, flotte Regie und viel zum Nachdenken machen Lord zu einem meiner Favoriten für 2006. Schon allein die Eröffnungsszene gehört mit zu den einfallsreichsten der letzten Jahre.


4 - Walk the Line

Wer hätte gedacht, dass Joaquin Phoenix als Johnny Cash so überzeugend sein könnte? Dass Reese Witherspoon noch etwas anderes als ein nerviges Blondchen spielen könnte? Filmisch einer der besten des Jahres, ist Walk the Line nicht nur eine beeindruckende Biographie und würdige Wertschätzung des legendären Man in Black, sondern auch einer der besten Filme des Jahres.


3 - James Bond: Casino Royale

Das große Bond-Comeback: auf der einen Seite Action vom Allerfeinsten, realistisch, hart und packend, auf der anderen eine spannende und ungeahnt tiefgehende Charaktergeschichte. Casino Royale geht etwas zu lang und verliert etwas in seiner letzten Sequenz, ist aber eine großartige Mischung aus Unterhaltungs- und Charakterfilm und bereits Martin Campbells zweite gelungene Wiederbelebung des Bond Mythos.


2 - Flug 93

Flug 93 im Kino zu erleben war ein unvergessliches Ereignis. Der Film wirkt so authentisch mit seiner ungehübschten Mittendrin-Atmosphäre, das die schrecklichen Ereignisse an Bord der 93 hautnah und unausweichlich wirken. Man ist mittendrin, bangt und ängstigt sich mit ihnen, bis zum gnadenlosen Ende. Eine erschreckend packende Achterbahn die nur bergab geht.


1 - Jarhead - Willkommen im Dreck
Kein Film blieb mir dieses Jahr so sehr im Kopf wie Sam Mendes' Soldatensinnessuche in der Wüste. Jarhead erzählt seine vermeintlich handlungsarme Geschichte perfekt, die Darsteller hätten nicht besser besetzt sein können. Spannung, Dramatik und Humor vom Feinsten, und der Soundtrack gibt sein übriges. Mein Favorit des Jahres.

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