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Artikel:
Flops 2011


von Christian Mester

Heiliger Vaginalkanal: Drei Twilights liefen bis dato bereits super, ob da wohl noch ein Vierter nachkommen würde?
Psst: die Dollars konnte man gar nicht schnell genug stapeln, da wollten Fans mehr: mehr glitzernde Hühnerbrüste, mehr Werwolfsixpacks, mehr Bellaschmollerei. Was also folgt, sind wahrscheinlich ein weiterer Twilight und andere erfolgreiche Nichtfavoriten des Jahres:


10 - Hereafter

Erbarmungslos muss man sagen, dass der Mann ohne Namen als Regisseur nicht nur glänzen (Million Dollar Baby, Gran Torino, Im Auftrag des Drachen) kann; der Mann aus San Fernando kann leider auch mal nur glatten Durchschnitt (Flags of our Fathers, Bloodwork, Invictus). oder, wie bei Der fremde Sohn, Rookie oder diesem Fall, mächtig enttäuschen. Für ein paar Dollar mehr wär's vielleicht ein besserer Film geworden.



9 - Unknown Identity

Liam Neeson wurde urplötzlich zum Action-Megastar, als man ihm in 96 Hours seine Tochter wegnahm und er eine Menge Leute umnietete, um sie zurückzuholen. Selbiges erhoffte man sich wohl von Jaume Collet-Serras Unknown Identity, der fast actionlos Liam Neeson das Gedächtnis entführte. In einem leider schwer langweiligen, unlogischen Plot deckte er nichts weiter Wildes auf,  was dann ähm, auch besser mal verdeckt geblieben wäre.


8 - Paul

Simon Pegg + Nick Frost, die Comedy-McChicken? Leider nicht, denn dieser völlig unlustige Road Trip mit dem durchaus gut gemachten, aber nervtötend unwitzigen Stoner-Ablachser-Abhänger-Außerirdischen ist maximal eine kalte Apfeltasche. Man merkt, dass Edgar Wright fehlt. Bitte zum "nicht mitnehmen".


7 - Green Lantern 3D

Lange hat es gedauert, dass mit Green Lantern einer der prominentesten DC Helden endlich einen anständigen Film bekommt
. Leider werden wir darauf auch noch länger warten müssen, denn in Martin Campbells kindischem Murks von 2011 funzte kaum etwas. Arme Witze, mit Lanterns CGI-Anzug die wohl sinnloseste Budgetverbratung seit dem Scorpion King aus Die Mumie 2, weiß keiner, was überhaupt der größte Fehler war. Zu glauben, Martin "Auftrag Rache" Campbell würde seine Bond-Magie aufwenden? Reynolds als Hal Jordan? Blake Lively in einer Hauptrolle? Und welcher von den Bösewichten war noch undenkbarer als verkaufbares Spielzeug für Mädchen und Jungen, der nebelartige Schädelschwaden Parallax (nom nom Universe) oder Sarsgards Inzuchtsuperbrain, der selbst von den Mutanten aus The Hills have Eyes verstoßen worden wäre? Ne, das war keine Sternstunde DCs.


6 - Sanctum 3D
Der Film, der nach Avatar groß mit dem Namen "James Cameron" beworben wurde... aber nicht von James Cameron war. Er war bloß von einem Freund von James Cameron, für den Cameron leise seine Namen hergab. Leise, denn auch Cameron wird gehofft haben, dass nicht zu viele meinen dieser bodenlose Berghöhlentieftauchfilm mit Van Helsing-Dracula Richard Roxburgh, sowie Mr Fantastic Ioan Gruffudd sei von ihm. Mit The Cave gabs einige Zeit zuvor einen vergleichbaren Grubenquatsch, nur hatte der wenigstens noch Monster. Sanctum tauchte tief runter... aber nicht mehr wieder auf.


5 - I'm Still Here
Joaquin Phoenix hängt seine Karriere an den Nagel und wird Rapkünstler. Im Fashionstil eines Obdachlosen, mit flusigem Bart und heruntergekommenen Klamotten. Produziert von P Diddy.
Klar. Das hat ihm niemand abgenommen, und als Phoenix ständig in Begleitung eines filmenden Casey Affleck gesichtet wurde, war noch lange vor Ankündigung des Films vorweg genommen, dass die beiden eine Mockumentary drehten und nichts von Phoenix' seltsamen Verhalten echt war. Mit Sacha Baron Cohen wär das trotzdem witzig geworden, aber I'm Still Here ist Zeugnis eines großen Irrtums.  


4 - Breaking Dawn: Bis(s) zum Ende der Nacht – Teil 1 (Twilight 4)

Auf gewisse Weise ist Breaking Dawn schon der unterhaltsamste der Twilight Filme... das ist der mit dem Sex und der Monsterbaby-Schwangerschaft, bei der Bellas Rückgrat per Roundhousekick des Babys gebrochen wird, und in dem sich der dauergefriendzonedte Taylor Lautner in Bellas Kind verliebt. Was Mormonin Meyers da auf die Welt los ließ, ist eine der bizarrsten Liebesgeschichten, äh, Verhütungs- und Enthaltungswerbungen die man sich vorstellen kann. Dass das als romantisches Weltepos unvorstellbaren Anklang fand, ist endlos faszinierend.


3 - Johnny English 2: Jetzt erst recht

Alle wollten einen neuen Mr Bean oder einen Blackadder Film, wenn's sein musste, also holte Rowan Atkinson zum Ärger aller ausgerechnet seine ungeliebte James Bond Parodie Johnny English zurück. Diesmal im Dienste von Gillian Anderson, rutschte die Fortsetzung des ohnehin nur schwachen Vorgängers überdreht ins unerträglich Alberne ab (und hey, ich liebe die Austin Powers Filme - an "Bond Parodie" lags nicht). Hoffentlich heißt es für diese Reihe demnach Man lebt nur zweimal.


2 - Apollo 18
Im All kann dich niemand schreien hören. Oder gähnen, denn Apollo 18 schoss sein interessantes Konzept Blair Witch Project mit Astronauten als Low Budget Müllhorror so weit weg von Unterhaltungssphären, dass man keinen Gruselempfang mehr hatte. Das war ein kleiner, kleiner Schritt für die Menschheit.. in Monsterkot. Ein Film über grausame Durchfallkrämpfe vor dem eigentlichen Flug wäre wahrscheinlich spannender gewesen.


1 - My Soul to Take 3D
Wär ich Wes Craven, würde ich täglich meinen Wikipedia Eintrag überarbeiten, um diesen schwarzen Fleck aus meiner Filmographie zu streichen.
Als Slasher vom Macher von A Nightmare on Elm Street und The Hills have Eyes und Scream zeigt My blöder Filmtitel leider beispiellos, dass auch die Großen tief fallen können. Wenn Quentin Tarantino davon spricht, lieber aufhören zu wollen bevor er mal anfängt schlechte Filme zu machen, meint er einen wie diesen.

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