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Artikel:
Flops 2015


von Christian Mester

Kaum zu glauben, aber auch 2015 liefen enttäuschende Filme an. Filme, die so viel besser hätten sein können, die nichts aus ihren Ideen machten oder schlichtweg gar keine hatten
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10 - Hitman: Agent 47

Zweiter Versuch, zweite Niederlage. Im zweiten Hitman Film geht es um einen genetisch modifizierten Klon, der zum weltbesten Attentäter geworden ist. Ein anderes Unternehmen will seine Daten zur Herstellung weiterer Kopien - so weit, so gut. Es macht nur überhaupt keinen Sinn und ist auch vollkommen gamefremd, dass er von einer Art T-1000 gejagt wird, der ihm in jeder Beziehung überlegen ist. Zachary Quinto und Rupert Friend sind beide in Ordnung, ihr Konflikt und die trashige Umsetzung des ganzen allerdings nicht.


9 - The Last Witch Hunter
Er kann nicht immer gevinnen. Als bärtiger Hexenjäger schlägt sich Vin Diesel zwar wacker, aber wackelnd durch ein dürftiges Drehbuch, das kein Platz für Diesels Charisma lässt. Was in den Furious, Riddick und XXX Filmen funktioniert, fehlt hier. Diesel, der Produzent war und viel mitzuentscheiden hatte, betonte xmal, dass er großer D&D Fan sei. Dann hätte ihm auffallen müssen, dass der Film keinerlei D&D Qualitäten hat, insbesondere keine Atmosphäre.


8 - Fantastic Four

Ansatzweise hat die neue Version der Fantastic Four gar unerwartet taugliche Ideen. Nach einem lebhaften Einstieg baut sich eine ansteigende Neugier auf, wo es kreativ wohl hingehen mag. Der Verzicht auf Späße und Farben sorgt zwar nicht unbedingt für Unterhaltungswerte, lässt Josh Tranks Film aber bisweilen erfrischend anders aussehen. Leider führt die zweite Filmhälfte schließlich ziellos ins Nichts, mit einem Dr Doom, der viel zu spät in Erscheinung tritt, fehlender Familiendynamik und einem abgedroschenem 0815 Ende.


7 - Die Bestimmung 2: Insurgent

Nach dem weitestgehend unspektakulären Hunger Games und Maze Runner Nachahmer Divergent versprachen die Insurgent Trailer vor allem wildere Bilder und mehr Action für Shailene Woodley. Weit gefehlt. Nach Schema F inszenierter 0815-Kappes, den Naomi Watts und Kate Winslet beide tunlichst aus dem Gedächtnis streichen wollen werden.


6 - Entourage: Der Film

Staffellang machten die Ereignisse rund um Schauspieler Vincent Chase, seinem trotteligen Bruder und dem unvergleichlichen Egomanen-Agenten Ari Gold Laune, auch in schwächeren Folgen. Der Film aber hat nichts mehr von dem kunterbunten Hollywood-Insider-Esprit der Serie, erzählt sie nicht wirklich weiter und ruht sich bloß darauf aus, dass Turtle von Rhonda Rousey umgehauen wird. Das langt nicht.


5 - The Transporter: Refueled
Siehe Ed Skreins Gesichtsausdruck auf dem Bild.



4 - Into the Woods
Ja, Johnny Depp spielte in einem Märchenmusical den großen bösen Wolf. Nein, der Krumenspur folgte man besser nicht.



3 - Mortdecai: Der Teilzeitgauner

Johnny Depp (leider erneut) als verschrobener, ulkiger Superdieb mit Cartoonbart? In den 80ern wäre das eventuell, in anderen Händen, ein brauchbares Projekt für Peter Sellers gewesen, doch unter der Regie von David Koepp verrennen sich Depp und Gwyneth Paltrow in höchst affektierte Gags in Wiederholung, die oft seltsam, manchmal geschmacklos, immerzu unlustig sind.


2 - The Gunman
Man caste
Sean Penn als badass Ex-Söldner und Umweltschützer namens Terrier, der einen letzten Fall lösen und dabei eine Geliebte beschützen muss, produziert vom Studio der 96 Hours Filme. So wurde der Gunman, übrigens eine Romanverfilmung, damals verkauft, als 96 Hours mit Sean Penn. 96 Hours mit Sean Penn wäre vermutlich ebenfalls gut geworden, doch Ton und Mängel des Gunmans halten sich an einem anderen Vorbild fest: dem lahmen George Clooney Film The American.


1 - The Pyramid: Grab des Grauens

Found Footage Horror in einer Pyramide? Klingt prinzipiell gut, zumal es seit Jahrzehnten keinen spannenden Mumienfilm mehr gab, ergab aber leider ähnlichen Quark wie Chernobyl Diaries und wie die ganzen Blair Witch / Paranormal Activity Mullbindenrollen alle hießen. Amateurdarsteller, die in fast gänzlich dunklen Räumen vor einem miserabel umgesetzten Mumiengottmonster davonlaufen mögen für ein Fun-Youtubeprojekt genügen, im Kino hat das aber nichts zu suchen.


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