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Montag, 8. Januar 2018, 18:20

Was machte denn die Oscars denn in den letzten Jahren politischer als die Globes?

Woodstock

Z-King Zombies

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Freue mich auf: auf den unaufhaltsam näherrückenden Wahnsinn...

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22

Montag, 8. Januar 2018, 18:34

Was machte denn die Oscars denn in den letzten Jahren politischer als die Globes?

Wenn ich an die schwarzen Kleider wegen metoo denke...Hast recht. Schaffen wir die Globes auch ab. :top:

Der Nobelpreis zeigt wie es geht. Ganz ruhig, ohne viel Trubel und Liveshows. Das ist viel besser. Mein voller Ernst!
¯\_(ツ)_/¯

23

Montag, 8. Januar 2018, 18:37

Was ist denn an dem Politischen, so heuchlerisch es auch teilweise sein mag, so störend?

Woodstock

Z-King Zombies

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24

Montag, 8. Januar 2018, 18:46

Was ist denn an dem Politischen, so heuchlerisch es auch teilweise sein mag, so störend?

Gegegenfrage: Was ist an Mord so schlimm, abgesehen davon das Menschen sterben?

Die Heuchelei reicht doch...
¯\_(ツ)_/¯

25

Montag, 8. Januar 2018, 18:50

Aber ganz ohne wäre es da auch einfach...langweilig, oder? Also nur aus Zuschauersicht. Dann kann man sich die Gewinner auch nur durchlesen.

Puni

Goodfella

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26

Montag, 8. Januar 2018, 19:39

Die Heuchelei haben beide wohl seit diesem Golden Globe gemein (Oprah Winfreys Rede war ja mal völlig gaga und heuchlerisch, genau so schlimm wie Helen Mirren), aber abschaffen? Klar ist das die totale Selbstbeweihräucherung, aber dennoch finde ich Preisverleihungen für Film und Serie durchaus anziehend, interessant und manchmal auch echt gelungen. Geht ja immerhin um mein liebstes Medium. :) Kann mich da nicht ganz der Strahlkraft Hollywoods und ihrer größten Vertreter entziehen.
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jimbo

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27

Montag, 8. Januar 2018, 19:41

Del Toro !
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Måbruk

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28

Montag, 8. Januar 2018, 20:41

Zitat von »Måbruk«
Ich bin ja eher Fan von den Filmfestspielen von Cannes.

Ähm...Äpfel mit Birnen? :D

Ja in der Tat, habe ich keine Ahnung von den Festival, diese Selbstbeweihreucherung geht so ziemlich an mir vorbei, vor allem in Deutschland, wo man sich eigentlich hauptsächlich in die Ecke stellen sollte, um sich zu schämen.

Aber wenn das Äpfel und Birnen sind, würden mich rein interesse halber Mal die Unterschiede interessieren?
Denn als ahnungsloser Festival Geselle ist mir schon mehrfach deutlich aufgefallen, dass die Filmauswahl in Cannes wirklich äußerst erlesen ist, was auch kein Wunder ist, wenn dort Leute wie Tarantino im Gremium sitzen und dort Filme wie die von Lars von Trier abgefeiert werden.

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29

Montag, 8. Januar 2018, 20:59

Ich bin ja eher Fan von den Filmfestspielen von Cannes.

Der Nobelpreis zeigt wie es geht. Ganz ruhig, ohne viel Trubel und Liveshows. Das ist viel besser. Mein voller Ernst!

Uff. Bei aller Freundschaft, aber diese Vergleiche sind doch kompletter Kokolores. Allem Anschein nach sollten euch die Globes und Oscars doch egal sein, aber die große Publicity macht natürlich neugierig, das kann ich verstehen. Aber wenn man sich mit diesen Filmpreisen beschäftigt, sollte man auch erfassen können und wollen, wie diese funktionieren. Die Globes werden von der Auslandspresse in Hollywood vergeben. Eine Wiki-Suche gibt zumindest einen Kurzüberblick, dass die Organisation aus knapp 100 mehr oder wenigen festen Mitgliedern besteht, die in einem Wahlverfahren über die Gewinner abstimmen. Die Oscar Academy, AMPAS genannt, ist nach aktuellem Stand bei gut 7000 Mitgliedern. Der Prozess für Nominierungen und Preisvergabe hat in den letzten Jahren einige Neuerungen durchlaufen, u.a. mit kleinen Sonderkomitees (u.a. beim Auslandsfilm) oder Sichtungspflicht bei Abstimmungswunsch. Wichtig ist, dass die Mitglieder eigentlich dauerhaft Mitglieder bleiben und andere Mitglieder zwar aus Beruf oder aus Screenings kennen, aber eigentlich subjektiv abstimmen. (Von Werbung und Geschenken, wie es Harvey Weinstein lange Zeit perfektioniert hat, mal abgesehen.)
Und das ist der wichtigste Unterschied zu einem Filmfestival wie Cannes. Dort sitzt jedes Jahr eine neue (!) Jury aus rund 10 bis 12 internationalen Filmschaffenden zusammen. Die sitzen wirklich zusammen und diskutieren, ähnlich einer amerikanischen Jury im Gericht, über die Preisvergabe. Ein Festival hat nur die relativ überschaubare Anzahl der Festivalfilme zur Auswahl, die jedes Jurymitglied verpflichtend gucken muss. Bei den Oscars gibt es diese Pflicht nur theoretisch, da die Kontrolle unmöglich ist. U.a. da theoretisch jeder innerhalb des aktiven Jahres im Kino ausgestrahlte Film für eine Nomierung/Auszeichnung in Frage kommt.(*)
Und der Nobelpreis? Ha, ja. Super sinnig. Der Nobelpreis ist nicht ohne Grund derart angesehen und hochdotiert. Die Oscars, bei all ihrer künstlerischen Wirkung und so, sind dann doch zu einem nicht unerheblichen Teil eine erweiterte Werbemaßnahme. Das ist nur diese beliebte Frage, warum Unterhaltungskünstler, Musiker oder Sportler so eine Popularität (und derartige Verdienste) generieren, während Wissenschaftler, Politiker, Wirtschafter und Ärzte ein Schattendasein fristen. Dieses Popularitätsungleichgewicht suggeriert eine verdrehte Wichtigkeit. Das darf man durchaus Problem nennen, aber die Oscars mit dem Nobelpreis zu vergleichen führt sicherlich nicht sonderlich weit. Eine der medienwirksamsten Nobel-Entscheidungen der letzten Jahre, Bob Dylan für Literatur, war eine Ausnahme und zog mehrere negative Konsequenzen nach sich. U.a. da Dylan die Sache nicht ernst nahm und die Presse plötzlich viel stärker auf die Nobel-Vorgänge blickte und im Dylan-Troubel einige andere Gewinner übersah. Ich denke nicht, dass wir die Oscars abschaffen müssen, um hier Nobelpreisträger zu würdigen. Da darf jeder erst einmal selbst anfangen und Interesse zeigen.

Und der Vorwurf mit der politischen Heuchelei ist sicherlich nicht unbegründet. Ganz frisch dieser Artikel führt ganz gut auf, welch schmaler Grat in Hollywood gerade durchschritten wird und wie auch politische Kampagnen wie "me Too" und nun "Time's Up" in einigen Fällen nur Werbung für den jeweiligen Star sind, der gerade erst mit Leuten wie Weinstein, Woody Allen, Bret Ratner, Bryan Singer oder Mel Gibson (der selbst das beste Beispiel für Hollywoods Halbherzigkeit ist) gearbeitet hat. Aber wie Oprah in ihrer Dankesrede ganz richtig anmerkt und wie auch verlinkter Artikel am Ende schließt: Es wird drüber gesprochen und das ist wichtig. Denn was ist die Alternative? Wieder Schweigen. Es ist sehr gut möglich und sogar wahrscheinlich, dass die nächsten angeklagten Triebtäter jetzt gestern mit "Time's Up" Button am Revers fotografiert wurden. Aber zu sehen bzw. hören, dass diese gepuderte Hollywood Elite (und nicht wenige mussten sich ja nun wirklich den Weg dorthin von *relativ* weit unten erarbeiten) nun zumindest versucht andere Seiten aufzuziehen und Anklägern zumindest einen Moment Aufmerksamkeit und Glaubwürdigkeit gibt, ist eine große Sache.

Diese ganze Filmpreisphase zwischen November und März soll uns als Filmkonsumenten Spaß machen und vielleicht Interesse an neuen Film kreieren. Man sollte die ganze Sache aber auch nicht zu ernst nehmen. Gerade wenn man sich, wie erwähnt, anschaut wie die Oscars funktionieren. Diese alljährliche Konfusion warum die Academy X besser fand als Y ist doch eigentlich nicht nötig. Es macht Spaß, sich mit Freunden auszutauschen und über vermeintliche "Fehlentscheidungen" aufzuregen, aber wir sollten dieser Entscheidung des "besten Films" nicht zu viel Wert beimessen. (Denn wer erinnert sich noch an "Argo" oder "The Artist"? :ugly: ) Wie wir Filme finden ist uns überlassen. Wir brauchen die Bestätigung oder Ablehnung durch Oscars und Co. nicht, um mit unserer eigenen Meinung zufrieden zu sein. Aber - und das ist wichtig - diese rund 40 Awards die zwischen November und Märzt in den USA vergeben werden, haben nicht selten ganze Filme produziert bzw. gerettet und damit ähnliche Produktionen ermöglicht. Nicht wenige dieser Filme sind wirklich lohnenswert. Gerade im Zeitalter dieser zunehmenden Blockbustermacht, in der Kino fast nur noch aus hochgeschraubten Monsterprojekten besteht, halten nicht zuletzt die Oscars die kleineren und persönlicheren Filme am Leben. Das ist der eigentliche Wert der Oscars.

Und natürlich sind die Oscars besser als die Globes. :P U.a. weil dort nicht lange spekuliert wird, ob "Get Out", "I Tonya" und "Three Billboards" Komödien oder Dramen sind. :clap: :D

(*)Auch hier sind die besten Auslandsfilme wieder eine Ausnahme, da das jeweilige Land nur einen Film offiziell als Repräsentanten einreichen kann. Dennoch kann auch ein nicht offiziell als Repräsentant ausgewählter internationaler Film für alle übrigen Kategorien (außer Auslandsfilm und natürlich Kurz-, Animations- oder Dokumentarfilm, je nach dem,) nominiert werden, so geschehen u.a. bei Verhoevens "Elle", wenn mich nicht alles täuscht. In der Vergangenheit hatte das mal zur Folge, dass ein Film in einem Jahr für reguläre Oscars nominiert wird und ein Jahr zuvor oder danach für den besten fremdsprachigen Film. "Die Regenschirme von Cherbourg" ist so ein Fall.
"I wait. I compose myself.
My self is a thing I must now compose, as one composes a speech.
What I must present is a made thing, not something born."
- Margaret Atwood, 'The Handmaid's Tale'

jimbo

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30

Montag, 8. Januar 2018, 22:22

Achso "In the Fade" !
Ze Germans !
Hört mehr Dead Sara !
Entschuldigung, sollte mein Posting nerven.
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Mag ;) -, :rolleyes:- und :whistling: Smileys nicht
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Mag nur sehr gutes CGI
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Måbruk

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31

Montag, 8. Januar 2018, 23:47

@Joel: Danke für den tollen Einblick! :thumbup:

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