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61

Freitag, 16. Februar 2018, 16:38

Ach Leute. Jetzt wird hier nur über einen (von mehreren) Vergleichen gesprochen. Gonzos Einwurf ist schon nicht verkehrt, aber ich bezog mich in dem Absatz explizit auf die Sprache, auf das Derbe und Obszöne in Worten zu Humorzwecken, angereichert mit (Pop-)Kulturreferenzen, wie eben in besagtem Ehedialog. Und es ist unumstößlicher Fakt, dass Tarantino diesen Sprach-Stil/Trend zwar nicht erfunden hat, ihn aber maßgeblich revolutioniert und popularisiert hat.
"I wait. I compose myself.
My self is a thing I must now compose, as one composes a speech.
What I must present is a made thing, not something born."
- Margaret Atwood, 'The Handmaid's Tale'

tramp87

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62

Freitag, 16. Februar 2018, 16:39

Also das einzige, wo ich Ähnlichkeiten zu Tarantino sehe, ist die Schlagfertigkeit der Proatgonisten und die Ausdrucksweise. Allerdings würde ich diese ebenfalls näher an Gran Torino bzw. Eastwood sehen.
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Woodstock

Z-King Zombies

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Freue mich auf: auf den unaufhaltsam näherrückenden Wahnsinn...

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63

Freitag, 16. Februar 2018, 17:36

"Frankly my darling. I don't give a damn."

Sorry, Joel aber die Meinung teile ich auch nicht. Mein Hauptargument dafür ist das gewählte Zitat. Schlagfertige, obszöne Charaktere sollen ein Rip-off von Tarantino sein, nur weil er sie häufig benutzt?

Ich glaube so langsam, ihr gesteht dem lieben Quentin wesentlich mehr Ehre zu als ihm gebürt.
¯\_(ツ)_/¯

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64

Freitag, 16. Februar 2018, 18:20

Na herzlichen GLückwunsch, Woody. Mir ist das ehrlich gesagt ein bisschen zu blöd, einen einzigen Vergleich innerhalb einer Kritik zu erklären bzw. zu verteidigen. Wenn man diesen nicht nachvollziehen kann - schade. Kommt vor. Aber für mich sind insbesondere die Ähnlichkeiten im Jargon der Figuren ziemlich eindeutig. Und ich bin sicherlich nicht der Erste, der McDonagh mit Good ol' Quentin(*) vergleicht. Siehe z.B. hier. Mehr habe ich zu diesem Vergleich nicht zu sagen. Wobei mich fast interessieren würde, wann bzw. wo Clint Eastwood einen Dialog in einem seiner Filme hat, der auch nur in die Nähe des "you have a fantastic cock/Oscar Wilde" Austauschs zwischen Harrelson und Cornish geht. ¯\_(ツ)_/¯

(*)Der Vergleich innerhalb der Kritik diente mehr zur Illustration dessen was funktioniert bzw. nicht funktioniert, weniger dazu Quentin Tarantino zu huldigen. Wobei es wie gesagt einfach ein Fakt ist - egal wie man die Filme nun subjektiv bewerten würde - dass Tarantino einen gigantischen Einfluss fürs Independent- und Genrekino der 90er und darüber hinaus hatte.

Ach ja, außerdem heißt es "Frankly my dear, ..." :whistling:
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Butch

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65

Freitag, 16. Februar 2018, 18:29

Tarantino hat diese Art der Dialoge soweit ich weiß stark von Elmore Leonard übernommen, mir fällt außer Ihm aber niemand ein der seine Charaktere so oft so sprechen lässt wie er, das heißt aber meiner Meinung nach nicht das jeder der eine ähnliche Dialogart verwendet automatisch ein Tarantino-klon ist...Pulp Fiction ist lange her und so gut wie damals bekam er das selber kaum noch hin, wenn ich mir Death Proof angucke dann bekomm ich da eher das Gefühl eine Tarantino Kopie zusehen.

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