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Clive77

Serial Watcher

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Mittwoch, 30. Oktober 2013, 22:16

Supernatural S09E04 - Slumber Party

In der Folge „Slumber Party“ der US-Serie Supernatural schaut eine Bekannte bei den Winchesters vorbei. Durch ein kleines Missgeschick sehen sich die Winchesters plötzlich einer bösen Hexe gegenüber, die einem bekannten Kinderbuch entsprungen ist.

Supernatural goes Oz
Es offenbart sich recht schnell in „Slumber Party“, woher die Gefahr in dieser Episode kommt: Nach der Entdeckung eines sehr alten Computers, mit dessen Hilfe sich möglicherweise die Aufenthaltsorte von Engeln bestimmen lassen, passiert Dean (Jensen Ackles) ein kleines Missgeschick, was neben Dorothy (Tiio Horn) auch die böse Hexe (Maya Massar) aus deren gemeinsamen Gefängnis befreit. Im weiteren Verlauf gilt es einen Weg zu finden, die Hexe zu stoppen und nebenbei erfahren wir die „wahre“ Geschichte hinter L. Frank Baums Kinderbuch „The Wonderful Wizard of Oz“.
Normalerweise ist es immer ein Riesenspaß, wenn sich die Macher von Supernatural ein sehr bekanntes Werk vornehmen und daraus ihre eigene Geschichte spinnen. An sich sind auch alle Zutaten vorhanden, um in den Räumlichkeiten des Bunkers ein schönes Katz- und Mausspiel zwischen unseren Helden und der bösen Hexe zu kreieren. Die Verweise auf das Buch und die Änderungen passen auch gut ins Bild, ebenso wie Dorothy, die sich gleich zu Beginn als Jägerin entpuppt oder die bekannten Kreaturen und Gegenstände aus der Geschichte, die auch hier eine Rolle spielen. Aber: Das Manko liegt leider bei der bösen Hexe, die viel unheimlicher und bedrohlicher hätte sein müssen, um dem Zuschauer eine Gänsehaut zu entlocken. Maya Massar versucht zwar ihr bestes, aber sprechfreie Rollen (der Hexe wurde die Zunge entfernt) sind ohnehin schwierig und die Make-up Abteilung hätte sich definitiv mehr Mühe geben können, was das Aussehen der Hexe angeht. Es ist jedenfalls schade, dass der Gegner nicht so gut funktioniert, zumal der Rest recht gut ins Bild passt und auch die Special-Effects Abteilung - abgesehen vielleicht von den fliegenden Affen - gute Arbeit abliefert.

Zeke
Was ebenfalls etwas schade ist: Der „Cliffhanger“ der letzten Folge wurde nur indirekt aufgelöst. Castiel (Misha Collins) ist bereits weiter gezogen und hat offensichtlich einen eigenen Grund dafür bei Sam (Jared Padalecki) vorgegeben: Obwohl der Bunker einer der bestgesicherten Orte ist, will er die Brüder nicht durch seine Anwesenheit in Gefahr bringen. Sam sucht daher nach einer Möglichkeit, Engel ausfindig zu machen. Nicht zuletzt, um Castiel zu warnen, falls der sich in „geflügeltes Gebiet“ begibt.
Mal angenommen, der Engelsdetektor funktioniert: Würde der dann auch Sams inneren Mitbewohner anzeigen? Sollte Dean sich nicht einen Grund überlegen, das Vorhaben auf Eis zu legen? Es besteht immerhin die Gefahr, dass Ezekiel mit diesem System ausfindig gemacht wird.
Dass Sam möglicherweise bald dahinter kommt, weshalb er überhaupt wieder auf den Beinen ist, wird abermals thematisiert und während der Episode bekommt der Zuschauer die unweigerliche Vorahnung, dass Deans Geheimnis wohl bald ans Licht kommt. Wäre es bereits diese Woche der Fall gewesen, träfe einen Teil der Schuld auch Ezekiel: Statt Sams Gedächtnis von den Spuren seiner Anwesenheit zu löschen, kann dieser sich im Anschluss an Ezekiels Auftritt noch daran erinnern, dass Dean ihn mit „Zeke“ angesprochen hat.
Ein weiterer Aspekt, der ins Auge fällt: Ezekiel gibt vor, dass seine Kräfte limitiert sind und jede Anstrengung seinerseits zu einem längeren Aufenthalt in Sams Körper führt. Nachdem es in „I’m No Angel“ schon verwunderlich war, dass Zeke nicht in der Nähe von Castiel sein möchte, schürt diese Aussage natürlich die Theorien, dass Sams Begleiter vielleicht nicht nur Gutes im Schilde führt. Aber es lässt sich auch in die andere Richtung spekulieren, denn die Worte klingen auch irgendwie einleuchtend.

Charlie
Wen ruft man bei Computerproblemen? Richtig, Charlie Bradbury (Felicia Day). Die IT-Spezialistin und begeisterte (Live-) Rollenspielerin hat einen weiteren Auftritt in der Serie und gesteht den Winchestern, dass sie mittlerweile selbst schon als Jägerin aktiv war. Mit ihrer Suche nach magischen Momenten hat sie in „Slumber Party“ auch Erfolg (abgesehen von einem kleinen Rückschlag, der ihr kurz das Leben kostet) und reist gegen Ende zusammen mit Dorothy nach Oz. Wiedersehen nicht ausgeschlossen.
Charlie fügt sich dabei sehr gut in die Handlung ein und darf gegen Ende auch die böse Hexe aus dem Weg räumen und damit Dorothy und die (zu der Zeit besessenen) Winchesters retten. Als sie zuvor von der Hexe getötet wurde (und damit Dean das Leben gerettet hat), machte sich kurz die Ahnung breit, dass eine weitere weibliche Gastfigur aus der Serie geschrieben wurde. Im nächsten Moment erinnert sich der Zuschauer aber gleich wieder an den Ezekiel-Joker, der auch schnell zum Einsatz kommt. Hoffentlich wird der nun nicht ständig eingesetzt. Einerseits ist es zwar nett, eine „Zurück von den Toten“-Karte in der Hinterhand zu haben, andererseits wurde die Karte bereits letzte Woche ausgespielt und reizt sich damit langsam aber sicher aus.
Nett war auch Dorothys Bemerkung, dass ein Jäger erst dann ein Jäger ist, nachdem er einmal von den Toten zurückkehrte (Sam und Dean können mittlerweile ein Lied davon singen). Charlie nehmen diese Worte natürlich mit und als sie von Dean eine Erklärung für ihre Auferstehung verlangt, droht abermals die Existenz von Ezekiel aufzufliegen. Gut für Dean, dass Charlie vorläufig nicht auf einer Erklärung besteht.

Sonstiges
Während Kevin (Osric Chau) diese Woche wieder fehlt (zumindest bekommen wir eine kurze Erklärung dazu), hat Crowley (Mark Sheppard) einige kurze Auftritte, die durchaus witzig anzusehen sind („What’s the matter? Cowardly Lion got your tongue?“) - leider gibt es weiterhin keine Anzeichen dafür, ob er sich nun (aufgrund des Rituals im letzten Staffelfinale) verändert hat. Er bekommt zwar dank seiner Verhandlungsfähigkeiten kurz die Möglichkeit, die Beine zu strecken, aber darf sonst nicht viel unternehmen. Da heißt es abwarten, wie es mit dem King of Hell weitergeht.
Gut gelungen waren die Rückblicke ins Jahr 1935, die in schwarzweiß gehalten wurden und damit ein wenig an die Folge „Monster Movie“ (4x05) erinnerten. Die Anfänge der Men of Letters zu sehen und damit die Hintergründe zur aktuellen Folge aufzuzeigen, war eine hübsche Idee und wurde auch schnitttechnisch ausgenutzt - zumal wir uns diese Woche ausschließlich im Bunker befinden.
Apropos Bunker, die neuen Räumlichkeiten, die uns diesmal präsentiert wurden, können sich durchaus sehen lassen. Vor allem die Garage wusste zu gefallen und es wurde auch Zeit, dass der Impala einen würdigen Abstellplatz bekommt. Der Rezensent hätte übrigens noch gerne Deans Blick beim erstmaligen Betreten der Garage gesehen.
Zu den Winchesters gibt es noch zu sagen, dass sich ein weiteres Thema zwischen den beiden um den Begriff „Zuhause“ drehte. Während Dean bereits den Bunker als solches ansieht, lässt Sam vermerken, dass er nicht wirklich weiß, was ein Zuhause ist. Kunststück, alle Versuche, sich dauerhaft in einer festen Bleibe niederzulassen, sind gescheitert. Am Ende heißt es zwar „There’s no place like home.“ - aber für wie lange? Ansonsten ist zwischen den beiden alles wie gehabt: Dean kann vorerst Ezekiels Anwesenheit verheimlichen, auch wenn Sam langsam aber sicher Verdacht schöpft.

Fazit: Den Zauberer von Oz als Vorlage zu nehmen, war eine gute Idee und wurde auch recht gelungen mit der Staffelhandlung und dem Gastauftritt von Charlie verwoben. Trotzdem bleibt „Slumber Party“ hinter den Möglichkeiten zurück, die sich geboten hätten.

6,5/10 Wicked Witches
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2

Donnerstag, 31. Oktober 2013, 00:08

So ein dummer Plot aber sowas von gut umgesetzt! :D

Aber der Einsatz von Zeek war mal wieder abzusehen, ich hoffe sie klären Sam bald auf.
¯\_(ツ)_/¯

Clive77

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3

Donnerstag, 31. Oktober 2013, 09:32

Das hoffe ich auch. Bin auch schon gespannt, was das dann für Folgen hat - Carver hatte sich da in einem Interview schon zu geäußert und mysteriöse Andeutungen gemacht.

Beste Bemerkung von Charlie: "Is that your Batman-voice?" :D
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Sesqua

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Donnerstag, 31. Oktober 2013, 09:49

Ka aber ich find a) man hätte mehr aus OZ machen können und b) gab es bei SN schon bessere füll Episoden
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Donnerstag, 7. November 2013, 17:29

Die Folge war ja mal eine der schlechtesten Folgen ever.. die ganze Oz Sache passte vorne und hinten nicht ins SN Universum, wenns ne Meta Folge gewesen wäre, hätte ich das ganze vllt irgendwie noch akzeptieren können, aber so nicht :thumbdown:
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Freitag, 8. November 2013, 12:08

Wieso sollte das nicht passen? Die haben die ganze Zeit andere Universen und haben schon Lovecraft reingebracht. Im SN Universum existiert eigentlich alles, wahrscheinlich sogar Peter Pan.
¯\_(ツ)_/¯

Sesqua

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Freitag, 8. November 2013, 13:57

Ne Peter Pan is schon der böse bei Once upon a time :nedu:
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