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McKenzie

Unchained

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Mittwoch, 3. Mai 2017, 17:39

@Revolvermann
Ich habe nicht das Gefühl, dass man das Herz der Geschichte hier verstanden hat, aber das werden wir eh erst nach dem Film sagen können. Ich wünsche mir definitiv keine 1:1-Verfilmung, das geht nicht und die Bücher haben teils ziemliche Längen und Umwege, die man einfach wegkürzen muss. Aber die Essenz ist durchaus der große Weg des alten, verbrauchten Mannes und das Wiedererlangen seiner Menschlichkeit durch seine Gefährten, und wenn ich sehe wie hier Elba hier cool á la Jovovich oder Beckingsale herumslidet und aus Fenstern springt, hat man meines Erachtens dieses Thema bereits verfehlt. Klar kann man nur den Titel nehmen und durch einen billigen Kniff etwas komplett anderes zeigen, aber das ist dann Verpackungsschwindel.

Schließlich hielten einige... Leute... ja auch Tom Bombadil für die HdR-Verfilmung als unentbehrlich.
Von so jemandem würde ich dann gerne ein Argument hören, denn Bombadil nimmt drei Kapitel ein, und danach ist die Gemeinschaft genau an demselben Punkt wie davor, der Abzweiger hatte null Konsequenzen. Von daher war der einfach redundant. Abgesehen davon dass nie erklärt wurde, wer das überhaupt sein soll und was sein Sinn in der Story ist. Kann man also mMn nicht einfach so mit den Bedenken punkto Roland vergleichen.
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Rantman

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742

Mittwoch, 3. Mai 2017, 17:44

Was passiert eigentlich, wenn am ENde ein Film rauskommt, der wirklich richtig gut ist,, so für sich allein stehend.

Erleben wir dann einen Krieg zwischen Buchsnobs, die alles verurteilen, was anders ist und Buchlesern, die sich damit anfreunden können, etwas ähnliches aber anderes zu bekommen?


PS: Ich bezeichne niemanden hier als Buchsnob, sondern ist ne ernst gemeinte Frage. Kann man als Kenner eines Ursprungsmaterials bei der ersten (!) Verfilmung darüber hinwegsehn, wenn sich das gezeigte weit vom Material entfernt? Ist die enttäuschung dann so groß, dass man einen an sich guten Film nicht mehr genießen kann? Oder passiert das nur leuten, die das QUellmaterial vergöttern und emotional zu stark daran hängen?
Abwasser ist ein Thema, das unbedingt geklärt werden muss.

McKenzie

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743

Mittwoch, 3. Mai 2017, 17:49

@Rantman
Wenn er in sich rund ist und funktioniert, aber kaum mehr mit dem Buch gemein hat, ist es eben keine gute Buchverfilmung, aber ein guter Film. Ist ja an sich offensichtlich und mittlerweile wohl der best case, auf den zu hoffen wäre. Wie sehr einem als Buchleser das dann persönlich smypathisch ist, wird sich weisen müssen, ist doch immer so. Ich vergleiche da mal mit dem Mandarin-Twist in Iron Man 3 - Ich mochte den, weil mir die Vorlage egal ist. Comicfans die den Mandarin schon lange sehen wollten mögen vielleicht anerkennen dass es innerhalb der Story funktioniert, sich aber dennoch betrogen vorkommen.
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Shins

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744

Mittwoch, 3. Mai 2017, 17:59

Kann man als Kenner eines Ursprungsmaterials bei der ersten (!) Verfilmung darüber hinwegsehn, wenn sich das gezeigte weit vom Material entfernt?
Die Frage finde ich generell wahnsinnig spannend, weil ich mich auch wissenschaftlich viel mit Adaptions-Prozessen beschäftigt habe.

Selbst die Aussage

Wenn er in sich rund ist und funktioniert, aber kaum mehr mit dem Buch gemein hat, ist es eben keine gute Buchverfilmung, aber ein guter Film.
muss so nicht unbedingt stimmen. Denn wenn der Charakter der Vorlage gut eingefangen ist, ist es dennoch eine gute Literaturverfilmung. Es ist nur eben eine andere Art der Adaption als die (meist eher mauen) 1:1 Verfilmungen (Ja, zwischen diesen beiden Polen gibt es noch viele weitere Adaptions-Möglichkeiten!).

Aber Rantmans Frage ist ja eher, wie gut Hardcore-Fans mit Änderungen zurechtkommen. Und ich glaube, dass die Qualität des Films am Ende egal ist: Die würden ohnehin meckern. Auch wenn es ganz nah dran wäre, weil der Film dann ganz andere Probleme hätte. Und so ist es eben zu weit weg.

Die große Frage für alle anderen ist: Wird der Film gut und wird er der Vorlage gerecht?
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745

Mittwoch, 3. Mai 2017, 18:06

Aber die Essenz ist durchaus der große Weg des alten, verbrauchten Mannes und das Wiedererlangen seiner Menschlichkeit durch seine Gefährten, und wenn ich sehe wie hier Elba hier cool á la Jovovich oder Beckingsale herumslidet und aus Fenstern springt, hat man meines Erachtens dieses Thema bereits verfehlt. Klar kann man nur den Titel nehmen und durch einen billigen Kniff etwas komplett anderes zeigen, aber das ist dann Verpackungsschwindel.

Spoiler Spoiler

Roland nimmt ja schon einiges aus seiner letzten Runde :D mit. Es könnte also auch sein, dass er als Mensch verschiedene Sachen mitnimmt, weswegen der Grundsatz hier ein völlig anderer sein kann. Auch müssen hier diese "Runden" gar nicht vorkommen bzw. das Ende einer evtl. Filmreihe ganz anders ausfallen.
Das sehe ich dadurch nicht gleich als Etikettenschwindel. Die Serie Hannibal trifft total das Herz der Bücher. Weicht aber in vielen Stellen essenziell davon ab. Da stellt sich auch keine hin und führt Liste, was er alles unpassend findet. Vielleicht können die Leute in so einem Fall leichter hinnehmen, dass es sich um eine völlig andere Interpretation handelt.
Aber es kann auch durchaus sein, dass der Film die Essenz der Bücher (oder zumindest die von Buch 1, in dem Roland bis zum Besuch auf dem Berg auch noch gar nicht sooo alt ist) einfängt.
Die paar Actionszenen da bereits als Verfehlung des gesammten Machwerks einzustufen, scheint mir etwas früh. Im Buch wären sie in der Form sicher unpassend gewesen. Wie das im Film ist, das ist eine ganz andere Sache.
Und hey, ich sage nicht, dass der Film nicht scheitern kann. Das kann er unter Umständen ganz sicher.
"People die at their dinner tables. They die in their beds. They die squatting over their chamber pots. Everybody dies sooner or later. And don't worry about your death. Worry about your life. Take charge of your life for as long as it lasts." — Petyr Baelish aka the Little Finger

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746

Mittwoch, 3. Mai 2017, 18:07

Meine Vermutung: Man will in einer Zeit kurz nach Wiederaufkeimen von Rassenkonflikten in den USA das Thema nicht derart konfrontativ ins Kino bringen (da es unter Garantie die üblichen Verdächtigen missverstehen, oder missverstehen wollen). Statt dessen könnte man den Konflikt zwischen Roland und besagter Person auf das ebenfalls wichtige, aber weitaus weniger prekäre Thema des Feminismus/Equalismus ummünzen. Grade wenn zwischen der Entstehungszeit der Vorlage und der der Neuinterpretation so viel Zeit vergangen ist, halte ich diesen Vorgang für recht nachvollziehbar, da ja jedes Werk ein Produkt seiner Zeit ist, selbst wenn es "auf retro" gemacht wird (siehe Grindhouse-Filme z.B.). Klar nervt es auch mich, dass es (sollte ich richtig liegen) im Grunde genommen ein Marketingproblem ist und den Entscheidern einfach ein Thema zu heiß und ihre eigenen Klöten zu mickrig sind um es anzupacken.
Ein Vorschlag den ich auch nicht als ideal, aber prinzipiell als möglich erachte.

Denn wenn der Charakter der Vorlage gut eingefangen ist, ist es dennoch eine gute Literaturverfilmung
Natürlich, aber zähle ich dann ja trotz aller Änderungen nicht als "kaum mehr mit dem Buch gemein" :) Für mich war The Beach so ein Fall einer Buchverfilmung die für sich ein ganz okayer Film ist, aber die Essenz der Vorlage nur in kosmetischer Hinsicht wiedergibt, obwohl die Story eigentlich relativ brav eingehalten wird. Aber aus dem selbstzweifelnden Engländer machte man einen Weiber aufreißenden Amerikaner, das extrem düstere Ende auf das alles hinausläuft wurde zu einem Happy End usw., der Spirit und eigentlich dunkle Witz der Vorlage war fort.

Aber Rantmans Frage ist ja eher, wie gut Hardcore-Fans mit Änderungen zurechtkommen. Und ich glaube, dass die Qualität des Films am Ende egal ist: Die würden ohnehin meckern.
Die sowieso, das sieht man ja bei Star Wars immer wieder ganz gut.
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Mittwoch, 3. Mai 2017, 18:10

Ich habe gerade mal bei Amazon gestöbert. Es gibt schon 15 Bände davon? 8| Ich dachte immer sieben...
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748

Mittwoch, 3. Mai 2017, 18:14

Ich habe gerade mal bei Amazon gestöbert. Es gibt schon 15 Bände davon? 8| Ich dachte immer sieben...


Der Hauptzyklus umfasst 7 Bände.
Dann gibt es noch "Wind" als eine art Zwischenspiel.

Vielleicht hast du auf die Comicreihe geklickt?
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749

Mittwoch, 3. Mai 2017, 18:16

... wenn der Charakter der Vorlage gut eingefangen ist, ist es dennoch eine gute Literaturverfilmung. Es ist nur eben eine andere Art der Adaption als die (meist eher mauen) 1:1 Verfilmungen (Ja, zwischen diesen beiden Polen gibt es noch viele weitere Adaptions-Möglichkeiten!).

Aber Rantmans Frage ist ja eher, wie gut Hardcore-Fans mit Änderungen zurechtkommen. Und ich glaube, dass die Qualität des Films am Ende egal ist: Die würden ohnehin meckern. Auch wenn es ganz nah dran wäre, weil der Film dann ganz andere Probleme hätte.
Sehr richtig. Ich würde mich grade deshalb nicht als Hardcore-Fan von irgendwas bezeichnen wollen, weil dies für mich synonym für jemanden steht der genau so handelt wie Du es beschreibst. Wie in meinem letzten Beitrag gesagt: Die Medien sind m.E. getrennt zu betrachten. Auch grade weil die Geschichten mit unterschiedlichen Vorzeichen/Prämissen passieren, aber auch nicht zuletzt, weil es gravierende Unterschiede dabei gibt, was in einem Film funktioniert und in einem Buch nicht, bzw. umgekehrt. Hardcore-Fans wie ich sie in diesem Zusammenhang definiere, tun sich meistens sehr schwer dabei, dies zu erkennen und/oder zu berücksichtigen. Sie wollen, meiner Erfahrung nach, ihre eigene Fantasie bestätigt sehen (Thema Hauptrollenbesetzung bleibt hier mal außenvor, da die Besetzung tatsächlich der Beschreibung im Buch widerspricht. Der Kern der Aussage bleibt jedoch erhalten). Da kann eine Umsetzung nur verlieren (egal in welche Richtung), da es ja eigentlich für jeden Leser einen eigenen Film geben müsste um alle zufriedenzustellen.

Die große Frage für alle anderen ist: Wird der Film gut und wird er der Vorlage gerecht?
Wieder richtig. Meine bessere Hälfte ist ein Nichtkenner der Reihe und nachdem ich ihr den Trailer gezeigt hatte meinte sie (sehr treffend) "Sieht schön aus. Wie ein modernes Märchen."... Zumindest der Trailer scheint also zu funktionieren, denn genau das ist ja "Der dunkle Turm" auch.
"Und wer jetz noch fragen hat, der soll die fiese Schnauze ja halten." (Picard, SiW)

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Deathrider« (3. Mai 2017, 18:32)


Shins

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750

Mittwoch, 3. Mai 2017, 18:25

Vielleicht hast du auf die Comicreihe geklickt?
Ja, da lag das Problem. Nicht genau hingeschaut. Sorry :)

da es ja eigentlich für jeden Leser einen eigenen Film geben müsste um alle zufriedenzustellen.

Absolut. Aber da reflektieren viele Zuschauer nicht oder zumindest nicht genug. Es wird als Unverschämtheit angesehen, was anders als in der individuellen Fantasie ist.

Mir fällt aber gerade auf, dass ich sehr lapidar den Begriff "Hardcore-Fans" in den Raum geschmissen habe und hoffe, ich habe damit niemandem auf den Schlips getreten habe. Tatsächlich habe ich damit die Art von Rezipienten gemeint, die Deathrider beschreibt.

Absolut!
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Mittwoch, 3. Mai 2017, 18:34

Naja was so persönlichen Bias betrifft, den sogenannte Hardcorefans punkto z.B. optischer Umsetzung haben, ich bin eigentlich meist sogar generell froh über alles neue visuelle was ein Film mitbringt, weil ich nicht der fantasievollste Leser in der Hinsicht bin ^^

Ich würde mich aber ohnehin bei kaum etwas als Hardcorefan titulieren. Vielleicht bei den Herr der Ringe - Filmen, aber andererseits haben die auch Flaws die ich anerkenne, und was es da in Wahrheit für wirklich wilde Fans gibt, da bin ich mit meinem einmal jährlichem Triple Feature eigentlich auch maximal Mittelklasse.
Wenn ich etwas wie den Turm (oder The Beach) aufgrund von gesehenem Material sorgenvoll kritisiere, geht das nicht von persönlichen Wünschen aus, sondern in erster Line von meiner Betrachtungsweise und Einschätzung des zugrundeliegenden Ursprungsmaterials. Dass es auch hier selten ein objektives "richtig" gibt, sollte kaum erwähnenswert sein.
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Tyler Durden

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Mittwoch, 3. Mai 2017, 18:34

Zum Thema "Buchsnobs": Es wird ja so getan, als würden die Leser jede Abweichung von Buch grundsätzlich schlecht finden. Was aber totaler Unsinn ist. Es gibt diverse Filme und Serien, die von ihren Vorlagen abweichen und trotzdem (sowohl von den Lesern als auch von den Nichtlesern) gemocht werden. Das Ende von "Der Nebel" war ganz anders als im Buch, trotzdem finden es fast alle sehr gut, oft sogar besser als das Buchende. "Under the Dome" wird hingegen von den meisten nicht gemocht, weil die Abweichungen/Änderungen die Geschichte verschlechtert haben.
Natürlich gibt es auch militante Buchsnobs, die wirklich jede Abweichung hassen, aber hier bei BG sind mir noch keine aufgefallen.
Jedes Mal, wenn eine größere Buchverfilmung ansteht und die Fans der Vorlage irgendwas am Trailer oder der Besetzung auszusetzen haben, werden ihre Argumente abgetan, indem behauptet wird, dass sie sowieso alles schlecht finden, nur weil es anders als im Buch ist.
Warum ist das so? :S

Jay

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Mittwoch, 3. Mai 2017, 18:40

Da wird eher mal testweise was zusammengemischt, und sollte es wider Erwarten doch seinen Markt finden und genug Geld einspielen, kann man sich ja immer noch irgendwas aus den Fingern zutzeln um eine Fortsetzung zu schreiben, bzw. noch mehr Elemente aus verschiedenen Bänden zusammenstückeln. Muss nicht so sein, aber macht halt diesen Eindruck auf mich.


Meine anfänglichen Zweifel nach Sichtung des Workprintttrailers bestätigen sich hier leider. Ja, du hast das schon recht passend getroffen. Es sieht ganz oberflächlich nach Der dunkle Turm aus, aber glatt geschmirgelt und mit einem kleinen Best Of Ansatz. Dass es keine direkte Verfilmung geworden ist macht es ja kreativ interessant, aber ich bin da deiner Meinung. Zumindest der Trailer erweckt ganz stark den Eindruck, ein ganz gewöhnlicher Himmel verfinstert sich und das Böse muss ballernd aufgehalten werden Actionblockbuster zu werden. Mag ja als solcher ganz okay sein, aber Der dunkle Turm, die Romanreihe? Die ist still. Verrückt. Hart. Unerbittlich. Ungewöhnlich, ja ungewöhnlich vor allem. Ein passender Der dunkle Turm Trailer hätte also die konträre Message "Schaut mal, das ist eine ganz ungewohnte Geschichte" tragen müssen.

Ich kenne die Bücher leider nicht.
Kann ich dir sehr empfehlen. :) Schon allein, weil es so anders ist.

Puh, da gabs im Filthread schon lange Diskussionen

Schön erklärt. Ergänzen kann man vielleicht noch, dass Elba als schwarzer Gunslinger ein wandelnder Konfliktherd ist, so wie Will Smith in Wild Wild West, wenn wirs bitter nehmen. Die meisten Wildweststädte hätten einen schwarzen Kopfgeldjäger nicht in Ruhe im Saloon trinken lassen. Und Roland Deschain soll ja nicht deswegen auf Konflikte stoßen, sondern weil er zum einen Pech hat (und diese Begegnungen erleiden muss) und weil er insgeheim ein Held ist (gegen seinen Willen sein soll), der Böses aufhalten und provozieren muss. Nicht, weil er in einer rassistischen Zeit die problematische Hautfarbe hat.

Jetzt kommt noch die übercoole Resident Evil Action dazu.

Ja, musste die hier sein? Ich mag RE ja, aber diese Actionstilisierung ist hier so unangebracht wie in Erbarmungslos.

Man will in einer Zeit kurz nach Wiederaufkeimen von Rassenkonflikten in den USA das Thema nicht derart konfrontativ ins Kino bringen

Gut möglich.

ann man als Kenner eines Ursprungsmaterials bei der ersten (!) Verfilmung darüber hinwegsehn, wenn sich das gezeigte weit vom Material entfernt?

Dann ist es aber kaum noch eine Verfilmung oder? Dann kann man sagen, dass es womöglich ein guter Film ist, aber eine gelungene Adaption? Ich bin auch keiner von denen, die eine existierende Geschichte, sei es Buch, Game oder vorherigen Film 1a im anderen Medium nachzitiert sehen wollen, aber was das hier betrifft, seh ich im Promotionmaterial Feigheit und Lieblosigkeit. Von King wurde bislang fast alles verfilmt, aber der Turm aus gutem Grund nicht. Weil er als Stoff wesentlich unkommerzieller und teurer ist als viele andere Sachen. Ihn aber auf diese Art zu bewerben, geht völlig an dem vorbei, was man in den Büchern vorfindet. Das ist so, als würde man 2 Fast 2 Furious so bewerben, als ginge es primär um ihre aufregende Beziehung zu einem kriminellen Rennfahrer - ohne jegliche Rennszenen zu zeigen. Indirekt argumentieren einem die Produzenten des Films hier entgegen, dass - sorry - eine nähere Adaption halt nicht kommerziell genug wäre. Aber ähnliches ließe sich, um den Bogen zu schließen, über das Konzept Logan sagen. Und ja, den Stil und Ton von Logan hätte der Turm gut gebrauchen können. Vielleicht fahren sie damit auf Nummer Sicher und der Film spielt 100-200 Mio als generischer Actioner ein (was ich bei der Konkurrenz dies Jahr bezweifle), aber man verliert, etwas Besonderes sein zu können.

Vor allem ist es ein wenig beschämend, wenn Es ein großer Erfolg werden sollte. Es ist eigentlich Teil der Turmwelt, und wenn es eine wirklich gut umgesetzte Jugendgeschichte mit einem grausigabscheulichen Monstrum ist, schwebt sie locker über den Blockbusterversuch des Turms hinweg.

Ich habe gerade mal bei Amazon gestöbert. Es gibt schon 15 Bände davon? 8| Ich dachte immer sieben...

Es gibt nur 7 Teile.

Schwarz
Drei (super oder, dass Teil 2 Drei heißt?)
Tot
Glas
Wolfsmond
Susannah Barish
Der dunkle Turm

und dann gabs nachträglich noch Wind (noch nicht gelesen), der inhaltlich zwischen Glas und Wolfsmond eingeschoben wurde, aber nicht sonderlich relevant ist. Ein Dankeschön an Fans im Grunde.

Ich hab keine Ahnung, wie die Comics sind.

Tipp: Hol dir mal erstmal nur Schwarz und sieh es als abgeschlossene eigene Geschichte. Wenn sie dich fasziniert, verlierst du dich im Rest. 2 ist völlig anders, 3 ist Postapokalyptik, 4 ist ein langer Fantasyflashback, 5 ist seltsam und der schwächste, 6 ist schräg und Actionreich und 7 ist naja, das Ende. Oder der Anfang? Finds heraus :D

(@Tyler - ich muss die auch noch alle mal wieder lesen. Zumindest 1, 2, 3 und 7.)
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Mittwoch, 3. Mai 2017, 18:43

edes Mal, wenn eine größere Buchverfilmung ansteht und die Fans der Vorlage irgendwas am Trailer oder der Besetzung auszusetzen haben, werden ihre Argumente abgetan, indem behauptet wird, dass sie sowieso alles schlecht finden, nur weil es anders als im Buch ist.
Warum ist das so? :S

Ich muss da aus persönlicher Erfahrung sagen: Weil die Fans der Vorlage oftmals ebenfalls alle Argumente abtun, blos weil es nicht der Vorlage entspricht.
Ich habe da schon zahlreiche Diskussionen gehabt. Ein guter Bekannter von mir hasst z.B. die Herr der Ringe Filme und zählt mir dann jedes Mal auf, was alles geändert wurde.
Wirklich vom aller Kleinsten bis zu größeren Änderungen. All das filmisch Tolle, all die Emotionen scheint er gar nicht wahrzunehmen.
So nach dem Motto: "War denn an der Stelle nicht ein winzig kleiner Kloß in deinem Hals? Wirklich ein winziger?" "Aber sie sind an der Stelle in keinem Wald und er trägt keine Schuhe!". Jetzt nicht im Wortlaut aber in der Richtung.

Wobei man das glaube ich nicht einfach in Buchleser oder Buchsnobs und "normale" Konsumenten unterteilen lässt. Ich glaube es gibt einfach solche und solche. Ich selbst lese ja sehr gerne und finde Änderungen gar nicht schlimm.
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Mittwoch, 3. Mai 2017, 18:44

Zum Thema "Buchsnobs": Es wird ja so getan, als würden die Leser jede Abweichung von Buch grundsätzlich schlecht finden. Was aber totaler Unsinn ist. Es gibt diverse Filme und Serien, die von ihren Vorlagen abweichen und trotzdem (sowohl von den Lesern als auch von den Nichtlesern) gemocht werden. Das Ende von "Der Nebel" war ganz anders als im Buch, trotzdem finden es fast alle sehr gut, oft sogar besser als das Buchende. "Under the Dome" wird hingegen von den meisten nicht gemocht, weil die Abweichungen/Änderungen die Geschichte verschlechtert haben.
Natürlich gibt es auch militante Buchsnobs, die wirklich jede Abweichung hassen, aber hier bei BG sind mir noch keine aufgefallen.
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Warum ist das so? :S

Trigger. Man ist wohl schon zu vielen Idioten im Netz über den Weg gelaufen. Es wurde allerdings mWn hier niemandes Argumente "abgetan". Es wurden - im Gegenteil - sogar alle Kritikpunkte bisher als valide angenommen. Der Unterschied ist wie sehr man jeweils ein Drama daraus macht, oder gar den Untergang des Abendlandes prophezeit. Wer damit locker umzugehen weiß und seine Meinung nicht bereits vor dem Trailer unumstößlich in Stein gemeißelt hat, kann sich doch einfach freuen, nicht zu einer bemitleidenswerten Sorte Mensch zu zählen.
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Dieser Beitrag wurde bereits 4 mal editiert, zuletzt von »Deathrider« (3. Mai 2017, 19:05)


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Mittwoch, 3. Mai 2017, 18:46

Es wird ja so getan, als würden die Leser jede Abweichung von Buch grundsätzlich schlecht finden.
Nein. Eigentlich nicht. Wir haben in den letzten Beiträgen ja ganz ausdrücklich nur von den von dir als "militante Buchsnobs" beschriebenen Leuten gesprochen :)

Jedes Mal, wenn eine größere Buchverfilmung ansteht und die Fans der Vorlage irgendwas am Trailer oder der Besetzung auszusetzen haben, werden ihre Argumente abgetan, indem behauptet wird, dass sie sowieso alles schlecht finden, nur weil es anders als im Buch ist.

Das habe ich - zumindest in diesem Thread - so jetzt nicht wahrgenommen.

Zumindest der Trailer erweckt ganz stark den Eindruck, ein ganz gewöhnlicher Himmel verfinstert sich und das Böse muss ballernd aufgehalten werden Actionblockbuster zu werden.

Für mich als Nichtkenner der Vorlage wirkt es leider tatsächlich so :(

Kann ich dir sehr empfehlen. :) Schon allein, weil es so anders ist.

Will ich auf jeden Fall mal lesen. Ich sehe nur gerade überhaupt kein Zeitfenster dafür :(
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Mittwoch, 3. Mai 2017, 18:49

All das filmisch Tolle, all die Emotionen scheint er gar nicht wahrzunehmen.
So nach dem Motto: "War denn an der Stelle nicht ein winzig kleiner Kloß in deinem Hals? Wirklich ein winziger?" "Aber sie sind an der Stelle in keinem Wald und er trägt keine Schuhe!". Jetzt nicht im Wortlaut aber in der Richtung.


Yep, solchs Volks kenne ich auch.

Genau so schlimm wie die Realismusapostel, für die ein Film sofort gnadenlos alles verliert, sobald irgendwas physikalisch unrealistisch ist oder es zu sehr nach Zufall wirkt.
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Mittwoch, 3. Mai 2017, 18:49

Genau so schlimm wie die Realismusapostel, für die ein Film sofort gnadenlos alles verliert, sobald irgendwas physisch unrealistisch ist oder es zu sehr nach Zufall wirkt.
oje, ganz ganz schlimm! :|
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Mittwoch, 3. Mai 2017, 18:50

Am besten ists, wenn solche Leute überhaupt die Zeit und Mühe auf sich nehmen, Filme wie Fast & Furious Teil 8 zu kommentieren.

:D
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Mittwoch, 3. Mai 2017, 18:51

Drei (super oder, dass Teil 2 Drei heißt?)
Das hat mich damals in der Bücherei durchaus verwirrt :D

Hol dir mal erstmal nur Schwarz und sieh es als abgeschlossene eigene Geschichte. Wenn sie dich fasziniert, verlierst du dich im Rest. 2 ist völlig anders, 3 ist Postapokalyptik, 4 ist ein langer Fantasyflashback, 5 ist seltsam und der schwächste, 6 ist schräg und Actionreich und 7 ist naja, das Ende
Whoa..5 der schwächste? Das ist eine Romanversion von 7 Samurai, das kann rein technisch schon nicht der schwächste sein ;( ...Mit vielen Umwegen und Gewarte und Zeitgeschinde, okay. :hae: Trotzdem, war eigentlich einer meiner Favorites, nach Teil 3 und 2.
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If a lot of people luv each other, the world would be a better place to live. - Johnny, The Room
Witness meeeee! - Morsov, Mad Max: Fury Road

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