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Revolvermann

Goodfella

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41

Donnerstag, 5. Januar 2012, 16:21

@ Tyler
Da hast du wohl recht. hab ich jetzt gar nicht drüber nachgedacht. :sleeping:
"People die at their dinner tables. They die in their beds. They die squatting over their chamber pots. Everybody dies sooner or later. And don't worry about your death. Worry about your life. Take charge of your life for as long as it lasts." — Petyr Baelish aka the Little Finger

Valar Morghulis

Tyler Durden

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42

Samstag, 7. Januar 2012, 15:53

Wendekreis des Krebses von Henry Miller

In diesem Kultroman gibt es keine durchgehende Handlung, es sind eher Episoden über das Leben in Paris der 30er Jahre, eine Welt voller grotesker Fuguren und Situationen, Prostituirten und Künstler.

Habe das Buch zum zweiten Mal gelesen, hat mir wieder gefallen. Miller erzählt seine autobiografischen Geschichten in einem kraftvollen Schreibstill und voller Vitalität, mit schwarzem Humor, Selbstironie und einem irren Lachen. Selbst wenn er über die dreckigsten Absteigen und die biligsten Huren schreibt, sind viele seiner Sätze von einer überraschenden Schönheit. Es gibt richtig starke Passagen, aber auch den einen oder anderen Hänger.

8/10

Lese jetzt direkt "Wendekreis des Steinbocks" (auch zum zweiten Mal).

Wendtslaw

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43

Dienstag, 10. Januar 2012, 12:51

Die Landkarte der Zeit von Félix J. Palma

Zitat

Eine Reise durch Jahrhunderte. Eine Liebe ohne Grenzen. Eine Geschichte voller Phantasie. London, 1896: Andrew, ein wohlhabender Fabrikanten­sohn, reist in die Vergangenheit, um seine große Liebe wieder­zugewinnen. Die junge Claire macht eine Zeitreise aus dem viktorianischen London ins Jahr 2000 und trifft den Mann, den sie in der Zukunft lieben lernte, in ihrer Zeit wieder. Inspektor Garrett jagt einen Mörder, der seine Opfer mit ­Waffen tötet, die noch gar nicht erfunden wurden. Alle Fäden laufen bei einem dämonischen Bibliothekar ­zusammen. Nur er kennt das Geheimnis der Landkarte der Zeit. Ein Fest der Phantasie, in dem der Leser Jack the Ripper ­begegnet und H.G. Wells, den Erfinder der Zeitmaschine, in einer völlig überraschenden Rolle kennenlernt.
Hat mich doch ein wenig enttäuscht, da die Inhaltsangabe irgendwie mehr und was anderes versprochen hat, als das, was es am Ende war.
Allerdings denke ich auch, dass das notwendig ist, damit die ersten beiden Teile des Buches funktionieren.
Es teilt sich in 3 Teile und in allen 3 Teilen taucht Wells auf und im Dritten spielt er sogar die Hauptrolle.

gerade so 5 / 10 Punkten

j.@.c.K

Liza Saturday

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44

Mittwoch, 11. Januar 2012, 17:52

Die Stunde der Patrioten - Tom Clancy

Gewohnt Clancy. Übermäßig viel Patriotismus und Lobgesang auf die amerikanische Kriegsmaschinerie. Aber das ist man von ihm ja gewohnt, drum lass ich das mal nicht weiter als Schwachpunkte einfliessen. Sonst war es sehr gut.

Streckenweise sehr ruhig, aber doch interessant gehalten. Der Film hält sich auch recht nahe am Buch. Allerdings ist hier vieles, wie so oft, viel ausführlicher und detailierter ausgearbeitet. So erfährt man auch mehr über die Splittergruppe, die sich von der IRA abgesetzt hat. Und auch die Beweggründe der Terroristen und von Sean Miller sind etwas anders als im Film. Aber das war zu erwarten. Hätte man das alles so im Film übernommen, so wäre die emotionale Komponente flöten gegangen. Von dem her kann man sich damit abfinden.

8/10
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Wendtslaw

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45

Donnerstag, 12. Januar 2012, 09:49

Die Insel des Dr. Moreau von H.G. Wells

Etwas langes Intro, um die Charaktere und Gegebenheiten vorzustellen und es wird erst richtig interessant im letzten Drittel, aber denoch, aufgrund der immernoch aktuellen Thematik (Gentechnik etc.):
7 / 10 Tiermenschen

Vincent Vega

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46

Donnerstag, 12. Januar 2012, 13:35

Die Bibel nach Biff - Christopher Moore

Inhalt:
Im Buch der Bücher fehlen einige Kapitel: Unter den wachsamen Augen von Engel Raziel soll Biff diese Lücke füllen und alles über die Kindheit und die turbulente Jugend von Jesus Christus berichten. Biff ist der einzige glaubwürdige Zeuge dieser Zeit, schließlich ist er in all den Jahren Jesus' bester Freund gewesen und stand ihm schon zur Seite, als dieser noch versuchte, vertrocknete Eidechsen zum Leben zu erwecken ...


Das Buch hat durchgängig spaß gemacht und hatte nur wenige Abschnitte die sich gezogen haben. Biff ist ein super Charakter und zusammen mit Josh war es einfach ein super Duo welches sich dauernd ergänzt hat. Dazu kommen die lustigen Stellen in denen z. B. Biff das Maul zu weit aufreißt und komplett unpassende Kommentare bringt. Ansonsten fand ich die Geschichte auch super, da diese spannender war als ich gedacht hatte.

8/10 P

Tyler Durden

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Donnerstag, 12. Januar 2012, 14:11

Wendekreis des Steinbocks von Henry Miller

Diesmal erzählt er von seinen Jahren in Brooklyn, seinen Frauen und Jobs. Mit den üblichen surrealistischen Passagen und schrägen Charakteren.
Hat mir beim zweiten Mal seltsamerweise weniger gefallen als "Wendekreis des Krebses". In der ersten Hälfte war er mir teilweise zu nihilistisch (empfand ich beim ersten Mal nicht so), die besten Szenen sind im letzten Drittel. Gewohnt guter Schreibstil und mir gefällt die Art, wie sich Mona durch viele seiner Bücher als Femme Fatale und Muse geistert.

7/10

Wendtslaw

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48

Donnerstag, 26. Januar 2012, 10:23

Ich konnte es mir nicht verkneifen und habe ja jetzt auch Der Schatten des Windesvon Carlos Ruiz Zafón gelesen.
Und ich muss sagen, es hat mir sehr gut gefallen. Nur das Ende fand ich ganz minimal schwach, aber ich finde zum Ende hin haben viele Bücher ein Problem.
Deswegen: 9 von 10 Punkten!
:top:

Tyler Durden

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49

Donnerstag, 26. Januar 2012, 11:09

Der fünfte Berg von Paulo Coellho

Ist ein biblisch-historischer Roman über den Propheten Elia im Jahre 870 vor Christus.

War ein bisschen zu religiös für meinen Geschmack, aber kurzweilig und leicht zu lesen. Die Charakterentwicklung von Elia und auch die "Philosophie" des Buches haben mir gut gefallen.

7,5/10

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Auf den Gipfeln der Welt von Jon Krakauer

Ein Dutzend Essays über das Bergsteigen in seinen verschiedensten Formen. Man bekommt einen guten Einblick in die Bergsteiger-Szene und es gibt auch einige interessante Anekdoten. Relativ trocken geschrieben, aber nicht schlecht. "In die Wildnis" fand ich zwar besser, aber auch dieses Buch ist recht gut.

7/10

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Die Beschissenheit der Dinge von Dimitri Verhulst

Es ist ein Episodenroman über das Leben und die "Sitten" in der belgischen Provinz. Dort wuchs der junge Verhulst mit seinen Onkeln auf, wo die Reichen verachtet werden und man sich den Respekt der anderen verdient, indem man Unmengen an Alkohol aushält und schmutzige Sauflieder mitgröllt. Irvine Welsh hat für so etwas den Ausdruck "Euro Trash" benutzt (als Äquivalent zu "White Trash" in Amerika).

Der Autor überzeugt mit seinem Schreibstil und der ironischen Ausdrucksweise. Selbst die dreckigsten Momente kommen bei ihm fast schon poetisch rüber. Wenn er die gleichen Geschichten mit vollem Ernst erzählt hätte, wäre das Buch sehr wahrscheinlich deprimierend geworden, aber so ist es eher unterhaltsam, obwohl die Gesellschaftskritik erhalten bleibt. Es gab nur ein paar Episoden, die mir weniger gefallen haben, die meisten sind wirklich gut. Auch den niederländischen Dialekt, der hier in dem einen oder anderen Dialog gesprochen wird, fand ich passend eingesetzt und amüsant zu lesen.
Fand es besser als "Problemski Hotel" und will mir auch die anderen Bücher des Autors besorgen.

Meine klare Empfehlung, und bei den 220 Seiten hat man es auch schnell durch.

8,5/10

Wendtslaw

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Dienstag, 31. Januar 2012, 09:49

Verblendung von Stieg Larsson.

Da habe ich mich in den letzten beiden Tage dazu hinreißen lassen, den ersten Teil der Millenium Trilogie zu lesen (bevor ich demnächst den Film sehen werden) und die Gefühle sind gemischt.
Es war definitiv gut geschrieben, auch wenn das erste Drittel sehr anstrengend war und ich mit den ganzen Namen der Familie Vanger teilweise ein wenig durcheinander gekommen bin.
Allerdings hatte ich relativ von Anfang an, das Gefühl, dass das mit Harriet passiert ist, was dann ja auch mit ihr passiert ist, aber am Ende ging es ja auch stark um die Geschehnisse in der Familie, von daher gibt es 7.5 / 10 Punkten

Tyler Durden

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Dienstag, 31. Januar 2012, 15:00

Das Glasperlenspiel von Hermann Hesse

Eine fiktive Biografie über Josef Knecht, einen Magister an einer "Elite-Schule", und seine Versuche, Wissenschaft und Kunst unter einen Hut zu bringen. Beim Glasperlenspiel versucht man, unterschiedlichste Fakten und Argumente zu kombinieren und sie in eine Ordnung zu bringen; eine Mischung aus Assoziazionsspiel und Rhetorik. Es wird aber nie konkret beschrieben, sondern nur abstrakt. Meine Vermutung ist, dass es eine Methapher für die Literatur (oder generell Kunst?) sein kann. Jedenfalls bleibt da viel Interpretationsraum übrig.

Es ist komplexer und langatmiger (und auch dicker) als die anderen Bücher des Autors, die ich bisher gelesen habe. Da fand ich seine Kurzromane "Siddhartha" und "Der Steppenwolf" doch besser, aber auch hier gibt es Einiges, das einen zum Nachdenken anregt. Würde ich nicht unbedingt als "Einstiegsbuch" zu Hesse empfehlen, aber lesenswert ist es allemal. Auch der Schreibstil ist wie immer richtig gut.

7/10

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Dienstag, 21. Februar 2012, 14:17

Der Übergang

Wirklich tolles Buch. Kleiner Hänger in der Mitte, was aber irgendwie stimmig wirkt, auf Grund der Zeitspanne in dem das Buch spielt.
Groß gegruselt hab ich mich nicht. Hatte kleine gruselmomente, aber mehr nicht. Dafür hat es mich umso mehr berührt...hatte das öfteren
Tränen in den Augen ;( Das hat mir sehr gefallen, ich mag solche Bücher!!
Hoffe der Herr Cronin kann das Niveau im zweiten Teil halten :D

ich geb 9/10 Punkten :top:
Rah rah ah-ah-ah!
Ro mah ro-mah-mah
Gaga oh-la-la!

Tyler Durden

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53

Dienstag, 21. Februar 2012, 16:23

Der Unbesiegbare von Stanislaw Lem

Klassische Sci-Fi von 1964. "Der Unbesiegbare" ist ein riesiges Raumschiff, mit dem eine Mannschaft zu einem fremden Planeten fliegt, um das Verschwinden seines Schwasternschiffes zu untersuchen. Auf den ersten Blick ist der Planet völlig leer und unbewohnt...

Hat mir gut gefallen. Schade nur, dass ich schon sehr früh wusste, was sich dahinter verbirgt - aus der heutigen Sicht heraus ist es sehr naheliegend. Wenn ich aber bedenke, dass Lem schon 1964 über

Spoiler Spoiler

Nano-Roboter

schreibt (ohne sie bei diesem Namen zu nennen), finde ich das schon sehr beachtlich. Wenn ich das Buch vor 50 Jahren gelesen hätte, wäre ich nie darauf gekommen.
Der Schreibstil geht in Ordnung, bei Sci-Fi finde ich ihn sowieso nicht so wichtig wie bei "normalen" Romanen. Hier geht es mir mehr um kreative Ideen und "wissenschaftliche Prophezeihungen".
Und war es nicht so, dass Lem derjenige war, der den Begriff "Roboter" als erster Verwendet hat?
Nur das Ende fand ich etwas unverständlich, muss es vielleicht noch einmal lesen.

Spoiler Spoiler

Wurde Rohan "infiziert", damit er die Nanobots an Bord des Unbesiegbaren schmuggelt und die restliche Mannschaft damit ansteckt?


7-7,5/10

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Wilde Hunde von Markus Zusak

Besteht aus 2 Teilen, die separat und mit einigem Zeitabstand veröffentlicht wurden. Im ersten Teil "Fighting Ruben Wolfe" (dt. Titel "Der Vorstadt-Fighter") geht es um die Brüder Ruben und Cameron Wolfe, die aus einfachen Verhältnissen stammen und bei illegalen Boxkämpfen mitmachen, um Geld zu verdienen. Im zweiten "When dogs cry" geht es darum, wie der jüngere Cameron mnit der Ex des älteren zusammen kommt.

Hmm, hat mir nicht wirklich gefallen, Teil 1 war noch relativ gut, wegen des Boxen-Teils, aber Teil 2 hat eine noch dünnere Handlung. Ich fands einfach zu banal und kitschig. Dazu ist es auch nicht sonderlich gut geschrieben. Der Erzähler (Cameron Wolfe) versank mir zu sehr in Selbstmitleid und nervte mit seinen Minderwertigkeitskomplexen. Man stelle sich den Jungen aus Kick-Ass vor, nur ohne Selbstironie oder irgendeine andere Art von Humor.
Aber nun gut, ist im Grunde ein Jugendbuch. Vielleicht waren meine Erwartungen einfach zu groß, weil ich "Die Bücherdiebin" und "Der Joker" so gut fand.

5/10

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Der Mond ging unter von John Steinbeck

Es geht um ein Dorf, das von einer feindlichen Armee besetzt wird.

Hat mir gut gefallen, sowohl vom Schreibstil her als auch inhaltlich. Interessante Figuren und gute Dialoge, war sehr kurzweilig und angenehm zu lesen.

7,5/10

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Unser Mann in Havanna von Graham Greene

Eine Spionage-Satire, die im Kalten Krieg auf Kuba spielt. Ein Staubsauger-Verkäufer wird als Geheimagent angeworben und erfindet Berichte und Unteragenten, um Geld zu kassieren. Das läuft nicht lange gut.

Sehr unterhaltsam und gut geschrieben, interessante Figuren und Charaktere. Weniger ernst als die anderen Sachen von Greene, die ich bisher gelesen habe (Der dritte Mann, Die Stunde der Komödianten, der zehnte Mann).

7,5/10

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Ecstasy von Irvine Welsh

Drei Episoden über Sex, Drugs & Rave. Solche klassischen Themen wie Fussball und Hooligans kommen auch vor, stehen aber nicht im Vordergrund. Wie in den meisten Büchern von Welsh, wird auch hier aus verschiedenen Perspektiven erzählt. Und einn paar bekannte Figuren aus anderen Büchern tauchen auch am Rande auf (z.B. Spud).
Die erste Episode ist noch relativ harmlos, die zweite ist schon etwas härter, aber nicht so hart wie die dritte. Die hat mir auch am besten gefallen, aber nicht wegen ihrer Härte, sondern weil ich sie sehr originell und schwarzhumorig fand. Eine Autorin von Liebesromanen kommt hinter das dunkle Geheimnis ihres Gatten und rächt sich dafür auf ihre eigene Weise.
Ist aber nichts für Zartbesaitete.
Ich fand das Buch nicht so toll wie "Trainspotting", "Acid House" und "Drecksau", aber es war insgesamt solide.

7/10

j.@.c.K

Liza Saturday

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Donnerstag, 23. Februar 2012, 11:29

Dead or Alive - Tom Clancy

Gutes, wenn auch teilweise unnötig langes und zähes Stück.

Zu Anfang tut man sich schwer. Es werden viele verschiedene Personen eingeführt und auch dementsprechend viele verschiedene und, zunächst, zusammenhanglose Geschichten erzählt, die sich erst sehr spät als ein gesamtes Ganzes zu erkennen geben und dementsprechend muss man seinen Kopf doch sehr auf Trapp halten und dann später die vorangegangenen Geschichten wieder aufgreifen zu können. Folgedessen würde ich diesen über 1000 Seiten Wälzer keinen Gelegenheitslesern ans Herz legen.

Aber alles in allem ist es lesenswert. Für Clancy Fans sowieso. Es tauchen sehr viele alte Figuren auf und es wird auch erstaunlich oft auf vorangegangene Geschichten Bezug genommen. Das hat mich, als alten Hasen, besonders gefreut.

Und alles andere ist gewohnt Clancy. Sehr viel Patriotismus und Lobgesang auf den amerikanischen Kriegsapparat. Amerika=gut, alles andere, besonders Osteuropa oder Asien=böse. Ziemliche simple Schwarz/Weiss Zeichnerei aber bei Clancy stört mich das schon lange nicht mehr.

Jeder der Clancy mag und mit viel amerikanischem Lobgesang klar kommt, kann gerne mal einen Blick riskieren.

8/10
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Tyler Durden

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Dienstag, 28. Februar 2012, 18:10

Der Archipel Gulag von Alexander Solschenizyn

Das Mammutwerk über die Arbeitslager, Massenvernichtungen und das gesamte kommunistische/sozialistische System in der ehemaligen Sowjetunion. Der Autor schildert nicht nur die Lebensbedingungen in verschiedenen Lagern und die Behörden-Willkür, die "Säuberungen", den Machtmissbrauch und das totalitäre System, sondern auch die Geschichte der Lager, die eigenen Erlebnisse (er saß 8 Jahre und wurde verbannt) und die Geschichten anderer Insassen.

Das Buch hat bei mir einen schweren Eindruck hinterlassen. Es war etwas anstrengend, 2000 Seiten lang über das Elend zu lesen. Zum Glück blieb der Autor nicht bei einer trockenen Erzählweise, sondern schrieb mit viel bitterer Ironie und feinem Spott über Stalin und sein Gefolge. Wobei sein Stalin-Kapitel in "Im ersten Kreis der Hölle" unübertroffen bleibt. Der Schreibstil hat mir gut gefallen (trotz des eines oder anderen überlangen Satzes). Zu dem Inhalt kann ich nur sagen, dass die Zustände erschreckender und grausamer waren (sind?), als ich gedacht habe. Da stehen einem oft die Haare zu Berge. Viel härter als zum Beispiel das System in Orwells "1984", und umso schrecklicher (oder besser gesagt verstörender) ist es. Solschenizyn hat 10 Jahre daran gearbeitet (an der ersten Fassung; später hat er das Buch durch weitere Berichte vervollständigt) und offenbar sehr gründlich recherchiert. Er stützt sich auf historische Fakten und redet nicht nur aus eigener Erfahrung. Er nennt konkrete Fälle mit Zeitpunkten, Orten und Namen (sowohl der Opfer als auch der Täter, soweit bekannt). So bleibt sich der Leser jederzeit darüber im Klaren, dass es real ist und von echten Menschen handelt. Sonst würde man es vielleicht als Fiktion empfinden, so unglaublich wie es ist. Ich kann verstehen, weshalb es damals für so viel Aufsehen und Entsetzen gesorgt hat.
Sollte aber jeder mal gelesen haben (okay, der Umfang wird viele abschrecken ... Obwohl, die deutsche Übersetzung scheint um 2/3 kürzer zu sein).

9/10

Manny

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Montag, 19. März 2012, 20:00

Bin gerade dabei Die nackte Sonne von Isaac Asimov zu lesen.
Nachdem mir Die Stahlhöhlen sehr gut gefallen hat, bin ich guter Dinge, dass dies mir ebenfalls gefallen wird.
Mannys aktuelle Serien: American Horror Story, Designated Survivor, Riverdale, Die Nanny, Banshee, The Shannara Chronicles, The Walking Dead, The Good Fight, Marvels The Punisher, The Sinner & Eleventh Hour

Tyler Durden

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Montag, 19. März 2012, 22:32

Sämtliche Erzählungen von Franz Kafka

Kannte die meisten Geschichten schon, habe das Buch aber trotzdem gern gelesen. Wobei mir einige Geschichten nicht gefallen. Am besten fand ich "Die Verwandlung" und "In der Strafkolonie", "Betrachtungen eines Hundes" ist auch gut. Ich mag vor allem seine surrealen Sachen und seinen Schreibstil, obwohl manche Sätze zu lang sind.
Will demnächst noch "Der Prozess" zum zweiten und "Der Verschollene" zum ersten Mal lesen. Aber den Anfang kenne ich schon, ist ja als Erzählung "Der Heizer" erschienen. War recht gut.

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Die Perle von John Steinbeck

Eine Novelle, die in Mexiko spielt und auf einer alten Legende basiert. Ein armer Fischer findet eine große Perle und bekommt dadurch Probleme, bis er ums Überleben kämpfen muss. Es ist eine Parabel über Familie, Überlebenskampf und den Versuch, mit alten Traditionen zu brechen und das Glück in die eigene Hand zu nehmen.

Hat mir noch etwas besser als "Der Mond ging unter" gefallen, sehr guter Schreibstil und ein überraschend hartes Ende. Sehr kurz und an keiner Stelle langweilig.

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Die Cocka Hola Company von Matias Faldbakken

Das Buch hatte ein paar gute Einfälle und die eine oder andere interessante Nebenfigur, war aber insgesamt zu platt und sinnlos. Die meisten Charaktere waren mir unsympathisch oder gleichgültig und der Fäkalhumor, der hin und wieder auftauchte, gefiel mir auch nicht so Recht. Die Handlung fand ich passabel, aber auch nicht besonders aufregend. Unterhaltsame Stellen gab es auch, als ganz so schlecht ist es auch nicht.
Es ist ordentlich geschrieben, konnte mich aber insgesamt nicht überzeugen.

Ist "Macht und Rebell" besser?

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Betörende Südsee von Somerset Maugham

Erzählungen, die auf den Südsee-Inseln Angfang des 20. Jahrhunderts spielen. Es geht meistens um die Verhältnisse zwischen den Eingeborenen und den europäischen Einwanderern.

Guter Schreibstil, interessante Charaktere und Geschichten. Etwas melancholisch und teilweise deprimierend (ein paar Stories enden mit Selbstmord), ansonsten aber überzeugend. Die Konflikte zwischen den Kulturen sind authentisch dargestellt, auch was die Ausdrucksweise in den Dialogen angeht. Das heißt, manche Weißen gebrauchen unschmeichelhafte Wörter in Bezug auf die Eingeborenen.

Wendtslaw

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Mittwoch, 21. März 2012, 14:06

Verdammnis und Vergebung von Stieg Larsson
Fand die beiden etwas schwächer als Verblendung trotzdem 6.5-7 / 10 Punkte, auch für alle 3 zusammen als Trilogie.

Bonsai von Chuck Palahniuk
War zwar schwer zu lesen, hat mir aber im großen und ganzen gut gefallen.
6.5 / 10

Der kleine Hobbit
von J.R.R. Tolkien
Um die Geschichte diesmal gelesen zu haben, bevor der erste Teil ins Kino kommt.
Ich hab da jetzt riesige Erwartungen und hoffe das beide Teile auch mindestens eine Laufzeit von 2 Stunden haben werden.
8 / 10

Der Herr der Ringe - Die Gefährten
und Der Herr der Ringe - Die zwei Türme von J.R.R. Tolkien
Zum ersten Mal die Bücher gelesen und hat mir sehr gut gefallen. Auch nochmal um zu sehen, wie nah die Filme am Buch jetzt dran waren.
9 / 10

Aktuell les ich noch Die Rückkehr des Königs, welches bisher aber klar das Nivau hält.

Tyler Durden

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59

Samstag, 24. März 2012, 17:11

Wenn der Fluß voll Whisky wär von T.C. Boyle

Eine weitere Kurzgeschichtensammlung von Boyle, die mir gefallen hat. Am besten fand ich "Der Fliegenmensch", einige anderen Storys sind auch sehr gut. Der Schreibstil und die ausgefallenen Ideen sind die großen Pluspunkte seiner Erzählungen, sie sind deutlich besser als seine Romane.

60

Samstag, 24. März 2012, 17:39

The Warded Man - Demon Trilogy Teil 1 - Peter V. Brett


Das Buch war definitiv eines der besten Fantasie Bücher, die ich die letzen Jahre über gelesen habe. Mit meinen ganz großen Favoriten wie "A song of ice and fire" und "The Name of the Wind" kann es natürlich nicht mit halten, hat aber dennoch seine großen Stärken.
Toll am Buch ist in erster Linie einmal das setting, also die Welt in der die Buchreihe spielt. Dämonen die Nachts aus der Erde aufsteigen und die Menschen in Angst und Terror versetzen, sodass die wenigen noch lebenden Menschen sich nacht hinter Schutzsymbolen verstecken müssen? Top!
Die Charaktere sind recht interessant und einigermaßen glaubwürdig geschrieben, allerdings auch nicht weltbewegend. Der eigentliche Charakter des "warded man" gefällt mir später nicht mehr so gut. Da konnte man sich in der ersten Hälfte noch besser hinein versetzen.
Das Buch nimmt aber definitiv die richtige Richtung und der zweite Teil - Desert Spear - wartet schon auf meinem Kindle und wird jetzt angefangen.
Ich gebe mal 8/10 Punkten.
The reward for our work ist not what we get,
but what we become.

[literal][/literal]
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