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Mestizo

Got Balls of Steel

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Freitag, 12. August 2016, 19:36

@Clive
Groß was anderes sage ich ja selber nicht. Ich sehe es aktuell halt noch nicht kritisch. Die Zeit muss zeigen, was noch alles kommt.

Die Entmystifizierung hatte ich oben auch schon erwähnen wollen.

Clive77

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Freitag, 12. August 2016, 19:52

@Clive
Groß was anderes sage ich ja selber nicht. Ich sehe es aktuell halt noch nicht kritisch. Die Zeit muss zeigen, was noch alles kommt.

Mein Post war auch eher diplomatischer Natur. :D
Ich kann jedenfalls die Bedenken verstehen, die da momentan aufkommen und es kann sehr schnell passieren, dass sich plötzlich das Blatt wendet und SW von der Bildfläche verschwindet (was passiert zum Beispiel, wenn Rogue One nicht ankommt (schlechtes bzw. unerwartet niedriges Einspiel) und Episode VIII darunter "leidet"?)
Aber ja, noch bin ich da sehr zuversichtlich und stehe eher auf deinem Standpunkt. Weil halt bislang noch kein Ausfall kam - nur, die Chance dafür steigt, gerade weil man sich auf altbekanntes verlässt und die bislang angekündigten Spin-offs (wo man die Möglichkeit hätte, was wirklich Neues zu liefern) in bekannte Fußstapfen treten.

Mestizo

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463

Freitag, 12. August 2016, 20:10

Mein Posting war auch eher bestätigend gemeint, auch wenn es sich ein wenig anders lesen mag. :)

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Freitag, 12. August 2016, 20:10

Mich stört ja mehr diese nachträgliche Vergangenheits-Aufbereitung. Tat Anakin schon nicht gut, ist in den allermeisten Fällen einfach überflüssig. Siehe der Han Solo - Film. Jahrzehntelang war Hans Kessel Run einfach eine nette Anekdote, oder dass Han den Falken Lando abgeknöpft hat. Mehr musste da auch nicht an Hintergrund sein; Aber all die Prequels wollen nachträglich genau zeigen, "wie das damals war", alles entmystifizieren -


Ich bin da voll bei dir McKenzie. Ich glaube auch, dass viele Produzenten und Schreiber den Wert davon Dinge wegzulassen nicht mehr verstehen. Die Star Wars Geschichte hat bei mir als Kind gerade deswegen so eine Faszination ausgelöst, weil sie Lücken hat. Weil ich die ganzen "Anekdoten" und Anspielungen, die nie erklärt werden, selbst mit meiner eigenen Geschichte füllen konnte. Durch so etwas fühlt sich eine Welt größer an, als sie eigentlich ist. Und die offizielle Version kann nie mit den ganzen coolen Ideen mithalten, die man selbst im Kopf kreiert um diese Lücken zu füllen. Es schafft eine Welt die sich lebendig und fremd anfühlt, weil die Charaktere über Konzepte, Erinnerungen und Geschichten reden, die für sie ganz selbstverständlich und logisch sind, für den Rezipienten aber eben nicht. Die Prequel Reihe hat da Recht eindrucksvoll gezeigt wie sehr so etwas in die Hose gehen kann. Darth Vader, die Klonkriege, Midi chlorianer.. das war alles ein ganz großer Griff ins Klo. Noch nie wirkte Darth Vader so wenig bedrohlich wie heute.
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Mestizo

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465

Freitag, 12. August 2016, 20:27

Ich sehe die Problematik da ebenfalls, allein bei Alien wurde ja schon viel “zerstört“. Sehe es aktuell und bei Rogue One einfach als noch nicht so problematisch an.

Clive77

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466

Freitag, 12. August 2016, 20:35

Ach ja, diese böse, böse Entmystifizierung. Siehe "Rise of the Planets of the Apes" (2011), "X-Men: First Class", "Star Trek" (2009), "Casino Royale" (2006), "Batman Begins" oder auch "The Hobbit". Waren natürlich allesamt Müll hoch zehn. Genau wie die Serien zu "Hannibal" oder "Bates Motel" oder "Black Sails" - diese bösen, entmystifizierenden Prequels... :rolleyes:

Ernsthaft: Erstmal schauen, wie es umgesetzt wird und dann urteilen. Klar, kann alles in die Hose gehen (dazu gibt es bestimmt auch mehr Beispiele), aber es muss halt nicht. Entmystifizierung kann auch gut sein.

McKenzie

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Freitag, 12. August 2016, 20:40

Kann man so nicht gleichsetzen. X-Men: First Class würde ich tatächlich als das einzige echte, gute Prequel nennen. Der neue Apes ist nicht das gleiche Universum wie die alten, Star Trek ist meines Wissens mehr Reboot als Prequel, Casino Royale war für mich mehr oder weniger ein normaler Bond mit kurzem Intro wie er die Lizenz bekommt, Batman Begins hatte einfach eine Origin Story wie sie fast in jedem Superheldenfilm vorkommt, und der Hobbit war tatsächlich kacke und unterstützt mein Argument bestens :)

Vor allem hat keines dieser Beispiele tatsächlich nur im selben Film-Universum "Lücken" gefüllt, die in einem Originalteil angesprochen wurden (am ehesten der Hobbit, aber siehe oben).
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Clive77

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Freitag, 12. August 2016, 20:45

Das waren natürlich nur die Beispiele, die mir spontan eingefallen sind (und vielleicht nicht immer als "Prequel" betitelt würden). Kann jeder gerne anders sehen. Aber erfolgreich waren sie, was für mich auf ein großes Zuschauer-Interesse im Allgemeinen schließen lässt - Punkt wäre halt, dass Prequels und Entmystifizierung generell nicht schlecht sein muss.

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Freitag, 12. August 2016, 20:50

Das kommt doch ganz drauf an, wie sehr die Ursprungsreihe von den Mythen und Leerstellen profitiert. Und wie hoch das Risiko ist, das zu verkacken. Bei Star Wars? Offensichtlich sehr hoch, da bereits mehrfach verkackt und jedes mal massive bleibende Schäden angerichtet.
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Jay

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Freitag, 12. August 2016, 20:54

Ich glaube auch, dass viele Produzenten und Schreiber den Wert davon Dinge wegzulassen nicht mehr verstehen.


Das ist glaube ich nicht mal das wirkliche Problem. Ich glaub gern, dass es ne Menge Produzenten und Schreiber gibt, die das so sehen, wie du sagst. In den meisten Fällen wird der Impuls aber aus der Marketingabteilung der Studios stammen. Die Überlegung: "Hmm, wie können wir den Leuten was möglichst vertrautes verkaufen - weil das sehen sie lieber als neue Sachen - ohne konkret zu remaken? Wie wärs, wenn wir auf die bisherigen offenen Fragen eingehen?"

Zweifellos finden unzählige Leute die Überlegung interessant, was Han Solo wohl vor den SW Ereignissen alles so erlebt hat. Würden sie das sehen wollen? Ja, sofort. Da kommt dann dein Gedanke ins Spiel. Die Leute wissen nicht, dass das fehlende Wissen großen Wert hat. Demnach würden die wenigsten ablehnen und offen sagen, dass sie das Unbekannte gern unbekannt behalten wollen. Okay, genau genommen fehlt den Studios und Produzenten dann derselbe Gedanke, wenn sie nicht - ihre IP schützend - eingreifen.

Bei der Prequeltrilogie wars sicher auch so, dass viele offen für ein Rise of Vader gewesen wären. Lucas hätte aber im Vorfeld wissen müssen, dass seine Darstellung als bockiges Kind und hormongesteuerter Teenie nicht gerade dazu beitragen wird, die Ikone Vader zu verfestigen.

@Clive
Batman, First Class, Apes, Hobbit und Trek waren aber so gesehen keine mystischen Konzepte. Beziehungsweise, da kommts drauf an, was erklärbärt wird. Wie Bruce Wayne zu Batman wird ist keine Demontage. Stattdessen wärs eine, die Entstehung des Jokers zu zeigen.

Bonds Werdegang zu zeigen ist auch kein Problem. Was sie bei Bond störend gemacht haben, ist in Skyfall zu betonen, dass er wirklich tatsächlich James Bond heißt. Und das war ja auch keine gute Idee. Kommt immer drauf an, welchen Mythos man angeht.

Bei ANOES 6 wars blöd, die Traumdämonen zu zeigen. Die Flashbacks aber, die seine Zeit vor der Verwandlung zeigen, sind kein Problem.

Bei Rob Zombies Halloween war der Origin schlecht, aber nicht störend. Störend war es im vorherigen Halloween 6, ihn als Druidenkultfigur zu zeigen und seine Kräfte (?) damit erklären zu wollen.

:D
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Clive77

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Freitag, 12. August 2016, 21:02

Das kommt doch ganz drauf an, wie sehr die Ursprungsreihe von den Mythen und Leerstellen profitiert. Und wie hoch das Risiko ist, das zu verkacken. Bei Star Wars? Offensichtlich sehr hoch, da bereits mehrfach verkackt und jedes mal massive bleibende Schäden angerichtet.

Wie hoch war denn das Risiko, zu zeigen, wie James Bond zum Doppelnull ( :D ) - Agenten wurde oder wie Kirk zur Enterprise kam oder welchen Weg Bruce Wayne gegangen ist, um Batman zu werden? Niedrig?
Das waren bzw. sind allesamt auch große Franchises und in den Fällen hat es funktioniert. SW Episode I bis III sind natürlich etwas anders, haben vieles vermurkst - aber das war auch noch unter George Lucas und nicht alles davon war schlecht. Ob und wie da die neuen "Prequels" werden, bleibt abzuwarten. Ruhig Blut. :)

@Jay: Entstehung des Jokers hatten wir doch schon beim ersten Keaton-Batman (der ja auch eher positiv aufgenommen wurde). Und ja, es wurde auch bei den anderen viel erklärbärt - je nach Blickwinkel. Und wie gesagt, das waren nur Beispiele, die mir gerade durch den Kopf gingen und für mich mitunter auch Prequel-Charakter haben.

Edit: Außerdem verstehe ich gerade nicht so ganz, wann genau "Entmystifizierung" böse ist und wann nicht. Gibt es da eine Regel, die ich noch nicht kenne? Franchises im Allgemeinen können es nicht sein...

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »Clive77« (12. August 2016, 21:16)


serd

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Freitag, 12. August 2016, 21:47

@clive

Glaube als Faustregel kann man sehen: "bringt es Vorteile?"

Batman Beginns erklärt den Charakter und die Motivation von Bruce und vielen seiner Verbündeten, sodass wir ihre Aktionen in den nächsten Filmen verstehen können. Daher ist es willkommen.

Eine Figur wie der Joker in Dark Knightl lebt von ihrem unberechenbaren und dem, dass man wenig weiß und daher viel reininterpretieren kann. Hätte Nolan in einem Rückblick gezeigt, wie klein Joker einen Fahrrad Unfall mit folgendem Gehirnproblem hatte, hätte es die Sache erklärt und gleichzeitig uninteressanter gemacht. Es hätte es Demystifiziert.


@Prequels

Eine Sache, die mich bei vielen Prequels unglaublich stört, ist die Ansicht, man müsse alles erklären, damit der Film problemlos vor dem Vorgänger laufen kann. Beispiel TCM:The Beginning. Hier wird wirklich jede Sache aus dem ersten Teil erklärt, jedes noch zu kleine Detail. Warum? Warum kann ein prequel nicht eine Geschichte aus der Zeit davor sein, ohne etwas oder alles zu erklären. :wacko:

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Freitag, 12. August 2016, 21:49

Das kommt doch ganz drauf an, wie sehr die Ursprungsreihe von den Mythen und Leerstellen profitiert. Und wie hoch das Risiko ist, das zu verkacken. Bei Star Wars? Offensichtlich sehr hoch, da bereits mehrfach verkackt und jedes mal massive bleibende Schäden angerichtet.

Wie hoch war denn das Risiko, zu zeigen, wie James Bond zum Doppelnull ( :D ) - Agenten wurde oder wie Kirk zur Enterprise kam oder welchen Weg Bruce Wayne gegangen ist, um Batman zu werden? Niedrig?
Das waren bzw. sind allesamt auch große Franchises und in den Fällen hat es funktioniert. SW Episode I bis III sind natürlich etwas anders, haben vieles vermurkst - aber das war auch noch unter George Lucas und nicht alles davon war schlecht. Ob und wie da die neuen "Prequels" werden, bleibt abzuwarten. Ruhig Blut. :)


Also ich weiß nicht - James Bond, Kirk, Bruce Wayne. Haben die wirklich so mystische Entstehungsgeschichten? Also ernsthaft. Batmans Geschichte beginnt doch fast immer bei seiner Entstehungsgeschichte, der Mord an den Eltern, die Fledermausgeschichte. James Bond? Irgendwie zum Agenten geworden, jetzt ein toller Agent. Ist das so super relevant? Hat mich zumindest nie besonders gefesselt. Dafür ist die Reihe viel zu expansiv und lang. Kirk? Auch hier. Wahrscheinlich eine recht normale Sternenflotte Karriere, wo er als guter Problemlöser aufgefallen ist. Auch hier fehlt für mich die Mystik hinter dem ganzen.

Das sieht aber bei Darth Vader oder auch den berühmten Aliens deutlich anders aus. Das sind verwirrende Figuren, für die man keine einfachen Erklärungen findet. Das ist der große unterschied. Sie sind fremd. Alles an ihnen wirkt falsch, nicht so wie wir Figuren kennen. Darth Vader, dieser vernarbte Veteran der Klonkriege, der die Macht kontrolliert, einer seltsamen Religion angehört und ein Cyborg in einer Rüstung ist Das ist super schräg und wirft von Beginn an unzählige Fragen auf, von denen nur einige gelüftet werden. Der Rest, der nicht Story relevant ist, bleibt verhüllt. Man kann sich Erklärungen überlegen, aber man ist wahrscheinlich noch weit davon entfernt, sich so eine wahrscheinliche Geschichte zu überlegen, wie es bei Kirk und Bond der Fall ist. Oder es einfach nachlesen zu können, oder gezeigt zu bekommen, wie es bei Batman der Fall ist. Wir kennen dort den Ursprung der Geschichte und können uns den Verlauf zusammenreimen.

Bei Hannibal, den du oben anführst, ist es sehr ähnlich. Ja, wir wissen nicht, wieso und wie er genau so geworden ist, wie er in Schweigen der Lämmer ist. ABER wir können es recht zutreffend aus den darin erwähnten Rahmendaten und Taten zusammenreimen. Wir müssen dafür keine neuen Konzepte erfinden, die Welt erweitern und wirklich über die Logik dieser so fremden Welt nachdenken.

@Jay: Ja, da hast du schon recht. Da tue ich den Schreibern und Produzenten vielleicht ein wenig unrecht, so frei sind sie ja definitiv nicht. Trotzdem fällt in neueren Filmen der Drang auf, alles zu erklären. Alles präzise darzustellen und auf diese interessanten Leerstellen zu verzichten. Und wenn dem wirklich so wäre, dass sich Filmemacher dem späteren vermarktbaren Potential dieses Weglassens bewusst wären, dann würde es doch mehr praktiziert werden? So nutzt man zwar die geschaffenen Mysterien aus der Vergangenheit aus, traut sich aber nur wenig daran, neue zu kreieren. Mir fallen da zumindest nur wenige ein. Mad Max ist glaube ich eine der wenigen Filme, bei dem das noch recht konsequent als Worldbuilding Konzept betrieben wurde.
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Clive77

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Freitag, 12. August 2016, 22:32

Also ich weiß nicht - James Bond, Kirk, Bruce Wayne. Haben die wirklich so mystische Entstehungsgeschichten? Also ernsthaft. Batmans Geschichte beginnt doch fast immer bei seiner Entstehungsgeschichte, der Mord an den Eltern, die Fledermausgeschichte. James Bond? Irgendwie zum Agenten geworden, jetzt ein toller Agent. Ist das so super relevant? Hat mich zumindest nie besonders gefesselt. Dafür ist die Reihe viel zu expansiv und lang. Kirk? Auch hier. Wahrscheinlich eine recht normale Sternenflotte Karriere, wo er als guter Problemlöser aufgefallen ist. Auch hier fehlt für mich die Mystik hinter dem ganzen.

Das sieht aber bei Darth Vader oder auch den berühmten Aliens deutlich anders aus. Das sind verwirrende Figuren, für die man keine einfachen Erklärungen findet. Das ist der große unterschied. Sie sind fremd. Alles an ihnen wirkt falsch, nicht so wie wir Figuren kennen. Darth Vader, dieser vernarbte Veteran der Klonkriege, der die Macht kontrolliert, einer seltsamen Religion angehört und ein Cyborg in einer Rüstung ist Das ist super schräg und wirft von Beginn an unzählige Fragen auf, von denen nur einige gelüftet werden. Der Rest, der nicht Story relevant ist, bleibt verhüllt. Man kann sich Erklärungen überlegen, aber man ist wahrscheinlich noch weit davon entfernt, sich so eine wahrscheinliche Geschichte zu überlegen, wie es bei Kirk und Bond der Fall ist. Oder es einfach nachlesen zu können, oder gezeigt zu bekommen, wie es bei Batman der Fall ist. Wir kennen dort den Ursprung der Geschichte und können uns den Verlauf zusammenreimen.

Und du siehst da bei den obigen Figuren wirklich so drastische Unterschiede, dass SW-Prequels unnötig erscheinen? Deinen unteren Absatz könnte man sehr leicht auf den obigen bringen oder andersum. Ja, es geht in allen genannten Fällen um Entstehungsgeschichten und ja, die kann man sich auch persönlich zurecht reimen. Aber ich sehe beim besten Willen nicht, weshalb ein Darth Vader da jetzt herausragen sollte (oder ein Han Solo oder irgendwer anders). Klar, in jedem Fall weiß man, wo sie landen werden (deshalb ja Prequel). Bruce Wayne wird zu Batman, James Tiberius Kirk wird Captain der Enterprise, James Bond wird Doppelnull-Agent, Anakin Skywalker wird Darth Vader, Norman Bates wird der Psycho, etc. - man weiß doch in JEDEM FALL, worauf es hinausläuft. Und vor jedem Prequel wusste man weniger über den Werdegang der Figur. Insofern ist doch bei allen oben genannten Fällen eine Entmystifizierung gegeben, weil man zu sehen bekommt, wie die Figuren dort landeten, wo sie letztendlich sind. Schräg oder nicht, das Prinzip ist stets das gleiche.

Klar, das kann hier und dort mystischer wirken - aber ist es das wirklich? Man weiß aus Episode IV-VI bereits, dass Darth Vader irgendwann irgendwie böse wurde und zur dunklen Seite der Macht überlief. Genau wie die anderen Figuren dort landeten, wo sie sind. Warum also ist Darth Vader jetzt so besonders und sollte nicht entmystifiziert werden? Weil es da mehr Möglichkeiten gibt und die gezeigte nicht gefällt? Ist doch Quatsch. Man kann sich zu jeder beliebigen Figur eine tolle Origin überlegen und btw, Bruce Wayne in der League of Assassins zu sehen oder Kirk, wie er quasi aus der Sternenflotte gekickt wird oder Bond, dem es eigentlich scheißegal ist, Agent zu sein, sind da nicht minder drastische Ansätze wie ein Anakin Skywalker, der durch seine Mutter (hieß die eigentlich Martha? :hae: ) zur dunklen Seite der Macht überlief.

Wobei ich noch einmal anmerken möchte, dass ich Episode I-III nicht als Meisterwerke ansehe - andere (oben genannte) Prequels aber vom Level her recht weit oben anordnen würde.

@serd: Und die Motivation von Darth Vader wurde uns auch erklärt - genau wie die von Bruce Wayne. Beim einen sieht man Vorteile, beim anderen nicht. Wo Rogue One oder das Han Solo Prequel stehen werden, weiß man erst, wenn man den jeweiligen Film gesehen hat. Das ist so ziemlich der Punkt, auf den ich hinaus will.

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Goodfella

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Freitag, 12. August 2016, 23:03

Bei den Prequels erfährt man nicht nur ein bisschen sondern einfach zu viel und es werden unnütze Verbindungen geschaffen.

Die Familie von Anakin
Obi Wan zusammen mit Anakin
Wer die Eltern von Luke und Leia sind und sogar Leias Adoptivvater
Die Klonkriege
Yoda als Superkämpfer
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Anakin als Erbauer von C3PO
Danke Gimli für die Boxoffice-news und danke an alle anderen die News beitragen oder weiter das Forum bevölkern.

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McKenzie

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Freitag, 12. August 2016, 23:29

Wie hoch war denn das Risiko, zu zeigen, wie James Bond zum Doppelnull ( :D ) - Agenten wurde
Da war doch nur die eine Szene in schwarzweiß, und selbst da hatte er die Lizenz in Wahrheit bereits, daher ja auch die zwei Toten vor der TItelmusik ;) Sprich er war bereits Doppelnull-Agent, ehe Casino Royale anfing. Anders sähe es aus, wenn man seine Kindheit gezeigt hätte, seine Ausbildung, Probleme mit seinen jugendlichen Trainingskollegen...und ja, da sehe ich durchaus gewisse Demystifizierungsprobleme.
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VoiVoD

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Samstag, 13. August 2016, 01:53

Wie hoch war denn das Risiko, zu zeigen, wie James Bond zum Doppelnull ( :D ) - Agenten wurde
Da war doch nur die eine Szene in schwarzweiß, und selbst da hatte er die Lizenz in Wahrheit bereits, daher ja auch die zwei Toten vor der TItelmusik ;) Sprich er war bereits Doppelnull-Agent, ehe Casino Royale anfing. Anders sähe es aus, wenn man seine Kindheit gezeigt hätte, seine Ausbildung, Probleme mit seinen jugendlichen Trainingskollegen...und ja, da sehe ich durchaus gewisse Demystifizierungsprobleme.

Sein Doppel-Null-Zeug im Blut!

Das war doch der Story-Killer neben der Jungfrauen-Geburt in EP1! JarJar und sein Volk sollten halt neue Merch.-Jagdgründe eroffnen. Dann noch Robotor-Armee zum Töten statt Menschen: Ab 6 statt ab 12 (KLING KLING!).

Was jetzt mit den neuen Neben-Filmen kommt, ist auch brutales Marketing, aber nicht so plump und blöd. Disney läßt etwas um die alten Filme schneidern, was zumindest bis zu diesem Trailer die alte Story erweitert aber nicht deren Grundideen zerstört.

TheReelGuy

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Freue mich auf: "Rogue One" + das Schreiben von Top-10-Listen ;-)

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Samstag, 13. August 2016, 11:03

Also meiner Meinung nach, bringt die "Rogue One"-Story schon Vorteile, wenn man sie vernünftig erzählt. Wir erleben die Welt durch die Augen einer Rebellen-Gruppe, die schon fast null Plot-Armor haben und deshalb entbehrlich sind. Im Gegensatz zu Luke, Han und Leia können wir nicht wirklich davon ausgehen, dass sie es ans Ende schaffen, weil keine große Saga um sie gestrickt wird. Ich kriege Gänsehaut, wenn ich an die Möglichkeit denke, dass man nach 2 Stunden Krieg, Zerstörung und Tod mit der Anfangssequenz von "A New Hope" endet! Wir hätten bis dahin nur erlebt, wie einfache Soldaten einen Teil für die Heldentaten der "echten" Protagonisten geleistet haben. Das finde ich deutlich spannender für's World Building, als die Erklärung von Anakin's Herkunft usw. Speziell, wenn Vader, wie gemunkelt wird, eher mit Horror-Elementen verbunden wird, wenn er sich den Rebellen gegenüberstellt.

Zum Trailer:
WOW! Das ist einfach so faszinierend und als Riesen-Fan vom 2014-"Godzilla" und "Monsters" einfach eine Bestätigung, dass Edwards ein Auge für Bilder hat! Der eigenwillige Winkel, in dem der Todesstern über dem Planeten gefilmt wird, die Szenen auf Jeddha, die Cockpit- und Flug-Sequenzen und und und - bester Kommentar, den ich bisher gelesen habe, war: "Terence Malick's Star Wars" - leichte Übertreibung, aber doch irgendwie passend. Eigentlich habe ich gedacht, dass "Rogue One" nur Methadon zwischen Ep.7 und 8 wird, aber mittlerweile bin ich vollkommen überzeugt, dass das eigenständiger und besser werden könnte, als erwartet.
+++ Witness Me!" +++

Clive77

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Sonntag, 14. August 2016, 00:47

Wie hoch war denn das Risiko, zu zeigen, wie James Bond zum Doppelnull ( :D ) - Agenten wurde
Da war doch nur die eine Szene in schwarzweiß, und selbst da hatte er die Lizenz in Wahrheit bereits, daher ja auch die zwei Toten vor der TItelmusik ;) Sprich er war bereits Doppelnull-Agent, ehe Casino Royale anfing. Anders sähe es aus, wenn man seine Kindheit gezeigt hätte, seine Ausbildung, Probleme mit seinen jugendlichen Trainingskollegen...und ja, da sehe ich durchaus gewisse Demystifizierungsprobleme.

Gab es nicht irgendwann einmal die Abenteuer des jungen James Bond? :ugly:
Nein, so meinte ich das auch nicht. Der Punkt war vielmehr, dass Casino Royale (egal, ob nun Remake, Reboot oder Prequel) die Anfänge des Doppelnull-Agenten zeigt und damit natürlich entmystifiziert. Ja, es dauert nicht lange bis er seine Lizenz zum Töten bekommt (war aber auch nicht der Punkt). Der Punkt wäre halt, dass er in dem Film nicht der Überagent ist, kein Frauenheld und sich nicht darum kümmert, ob der Martini geschüttelt oder gerührt wird. Da werden schon diverse Tabus gebrochen, die in der eigentlichen Reihe längst etabliert waren - aber da hat niemand (oder nur wenige) Anstoß dran genommen.
Genau wie es bei X-Men: First Class auch nicht kritisiert wurde, dass man zuschauen konnte, wie Professor X im Rollstuhl landete. Die Situation war ein Teil der Handlung, gut umgesetzt und Punkt. Kann bei anderen Filmen halt auch funktionieren, wenn es entsprechend angegangen wird. Darum geht es mir. ;)

McKenzie

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Freitag, 16. September 2016, 06:50

News

Durch die Nachdrehs kam es auch beim Scoring zu Verschiebungen, weshalb Alexandre Desplat nun nicht mehr für die Musik zur Verfügung steht. Statt ihm wird nun Michael Giacchino übernehmen.

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