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Clive77

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Donnerstag, 16. Oktober 2014, 14:52

Clive's Crazy Corner: Originalton vs. Synchronisation

Schon seit längerer Zeit wollte ich immer mal einen Artikel der Marke "OT vs. Synchro" schreiben. Jetzt ist es passiert:

Originalton vs. Synchronisation (Clive77)

Bin schon gespannt, wie das Ding ankommt. :bibber:

Ach ja, vielleicht kommen da - sofern ich Zeit finde - auch noch andere Themen an die Reihe. Ich fand schon die anderen Kolumnen von Herbst und Woodstock ganz nett und hoffe, dass bei denen vielleicht bald auch noch mehr kommt.

Und wie immer noch ein fettes Dankeschön an Jay! :top:
Nächstes Thema für Clive's Crazy Corner? Abstimmung hier.

(die Abstimmung wird noch eine Weile laufen - zum Tippen komme ich vermutlich erst gegen Ende Mai...)

Joker1986

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2

Donnerstag, 16. Oktober 2014, 15:34

Schöner Artikel Clive.
Du hast ja im Prinzip recht. Trotz allem schaue ich meistens die Synchro... Weil ich da einfach bequem bin.
Dazu kommt, dass ich behaupte, bei mir geht mehr durch fehlende Vokabeln und evtl. undeutlich gesprochenes verloren, als durch die Synchro.
Ich arbeite in einer internationalen Spedition und hab täglich mit per Mail oder Telefon mit Amis, Indern, Chinesen und sonst was zu tun. Ich bin der, der bei uns in der Firma gefragt wird, wenn einer was auf Englisch nicht versteht oder nicht weiss wie er sich korrekt ausdrücken soll. Oder als ich letztes Jahr mit einem Freund in England bei seiner Tante war, konnte ich mich quasi problemlos verständigen (und zum Teil meinem Freund mit Vokabeln aushelfen, obwohl seine Mutter von der Insel kommt). Ich behaupte mal mein Englisch ist überdurchschnittlich. Trotzdem fehlt oft was, vor allem, wenn es dann schnell gesprochen wird oder eben auch im Hintergrund was explodiert.
Dazu kommt eben oft, dass man als deutscher die Witze nicht versteht, wenn es etwas spezielles in den Staaten ist oder eben sich auf Filme oder Serien bezieht, die hier in D kein Schwein kennt.
Da macht ALF dann halt den Witz über Doktor Brinkmann, weil den in den 80ern in D quasi jeder kannte.

Manchmal bekommen Filme durch die Synchro auch eine ganz andere Grundstimmung. Während der zweite Turtles im deutschen wesentlich alberner ist, ist die Grundstimmung im englischen Original nicht ganz so "kindisch", da im deutschen tatsächlich die "Klonk" und "Boing" Geräusche dazu gemixt wurden. Soweit ich mich erinnere kommen die im Original nicht vor. Dadurch wirkt der Film (bis auf die Szene mit Vanilla Ice) ähnlich ernst wie der erste Teil.

Trotzdem hast du recht, dass die OV in jedem Fall die Beste ist. Und nichts desto trotz schaue ich Filme gern auf Englisch, auch um mein Englisch noch weiter zu verbessern.
Prinzipiell würde ich sowieso gerne einfach mal ein paar Jahre in den Staaten leben um mein Englisch (auch in Hinsicht auf Filme) zu perfektionieren.

Aber wenn ich Filme schaue, dann meistens nicht allein. Dann kommt zu meiner Bequemlichkeit dazu, dass mindestens immer einer oder eine dabei ist, für die ein Film auf Englisch unschaubar ist. Insofern erledigt sich das sowieso von selbst bei mir.

Zu der Sache mit Deutschland hat die Beste Synchro: Ich kann zumindest mal vom ersten Ghostbusters reden. Ich hab den mal spaßeshalber auf Italienisch umgestellt (hatte das mal 3 Jahre in der Schule) und das ging gar nicht. Italienisch hat ein viel schnelleres Sprechtempo als Englisch. Keine Chance, dass das auch nur annähernd Lippensynchron ist. Darfst mir aber gern einen Gegenbeispiel nennen. Das würde ich gern mal sehen.
Deutsch ist in meinen Augen die Sprache, die noch am ehesten an englisch rankommt. Weit vor Italienisch, Spanisch, Französisch oder Russisch.

Shins

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3

Donnerstag, 16. Oktober 2014, 15:37

Ich kann dir, Clive, glaube ich in allen Belangen recht geben und bin und bleibe trotzdem ein riesiger Fan der deutschen Synchronisation :D
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4

Donnerstag, 16. Oktober 2014, 15:37

Ein gut geschriebener Artikel, Clive. Aber ich sehe es anders. Du behauptest gleich am Anfang, dass jeder Film im Originalton grundsätzlich besser ist, und deine Argumente kann ich nachvollziehen, aber die Voraussetzung ist doch, dass man die Originalsprache sehr gut bis einwandfrei beherrscht. Oder siehst du dir wirklich ALLE Filme im Originalton an? Auch die asiatischen oder französchen oder skandinavischen?
Es gibt zwar die Möglichkeit, den Film mit Untertiteln zu schauen, aber während man den Text unten durchliest, verfolgt man das Geschehen auf dem Bildschirm nicht. Besonders bei dialoglastigen Filmen ist das ein großer Nachteil. Man wäre also "gezwungen", den Film nochmal zu schauen, um diesmal mehr auf das Bild, die Mimik etc. zu achten. Dafür fehlt mir die Zeit und die Geduld.
Deshalb sehe ich mir (mit wenigen Ausnahmen) alles auf Deutsch an. Im Englischen würde ich nur die Hälfte verstehen und müsste dann auf die Untertiteln zurückgreifen, was aber den besagten Nachteil mit sich bringt.

Ich würde also sagen: Im Originalton ist ein Film meistens besser, aber nur wenn man die Sprache einwandfrei beherrscht.

Joker1986

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5

Donnerstag, 16. Oktober 2014, 15:46

Ich würde also sagen: Im Originalton ist ein Film meistens besser, aber nur wenn man die Sprache einwandfrei beherrscht.


So und da denke ich, dass das wirklich nur geht, wenn man mehrere Jahre in dem Land gelebt hat.
Ansonsten fehlt als nicht "native-Speaker" immer irgendwas.

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6

Donnerstag, 16. Oktober 2014, 15:49

Ja, guter Artikel. :top:
Stimme Tyler zu, gucke auch sehr oft auf deutsch, auch wenn O-Ton stets die bessere Atmosphäre bietet. Wenn ich mal was auf Englisch schaue, dann mit Untertiteln, weil ich da sonst Gefahr laufe, den Faden zu verlieren. Vorausgesetzt, dass die deutsche Sychro kein Totalreinfall ist oder wie bei Stirb langsam einfach mal die Handlung umschreibt ("euch beide nenne ich Hans und Karl, wie die Riesen im Märchen" :plemplem: ).
Wäre ich nicht so faul und würde mal ein paar Vokabeln nachholen, wäre ich vermutlich auch ganz auf Englisch umgestiegen.
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McKenzie

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Donnerstag, 16. Oktober 2014, 15:55

Ich würde also sagen: Im Originalton ist ein Film meistens besser, aber nur wenn man die Sprache einwandfrei beherrscht.


So und da denke ich, dass das wirklich nur geht, wenn man mehrere Jahre in dem Land gelebt hat.
Ansonsten fehlt als nicht "native-Speaker" immer irgendwas.

Muss nicht sein. Es kommt natürlich ein bisschen auf den jeweiligen Akzent an (bei einem tief schottischen Film bin ich ohne Untertitel auch etwas aufgeschmissen :D ), aber im Grunde gilt eher - Je mehr man schaut, desto einfacher wird's. Ich schau mittlerweile fast nur noch (englische) Originalfassungen ohne Untertitel, außer bei Filmen wo mir die dt. Synchro am Herzen liegt oder wenn die Familie mitschaut. Angefangen hab ich damit schrittweise vor ca. 5 Jahren, und damals hatte ich anfangs durchaus noch Probleme. Hab mich aber sonst nix englischmäßig weitergebildet abgesehen davon, kam einfach von allein.


Edit:
Zu Clives Frage, warum Deutsche Synchronisation "so gut" sei. Die Qualität schwankt natürlich, das stimmt, aber das ist sicher bei den anderen Ländern auch so, daher lass ich das mal beiseite. Prizipiell hatte ich die nicht ganz ernst gemeinte Diskussion schon öfter mit meiner Chile-stämmigen Freundin, ob spanische Synchro besser sei oder deutsche, wobei jeder auf seine eigene Sprachfassung beharrt. Ihr Beispiel war dann South Park, welches auf spanisch zwar auch relativ verhunzt wird, aber nicht mal annähernd an die grauenhafte Verfälschung der deutschen Fassung rankommt. Allgemein machte aber ich eher einen Punkt (was englischsprachige Filme betrifft), weil Deutsch dem Englischen doch näher ist als Spanisch ("This is my Haus" - "Das ist mein Haus" "Esta es mi casa" z.B.). Spanische Synchros plappern im Vergleich einfach eine Spur zu aufgeregt und schnell dahin, die Lippensynchronität leidet doch etwas mehr. Ich denke bei Italienisch ist es ähnlich, und französisch klingt sowieso immer doof :ugly: Von daher kann man (wenn man wie gesagt von vorwiegend englischsprachigen OV's ausgeht) schon vorsichtig behaupten, dass deutsche Synchro einen Startvorteil hat.


Edit 2:
Wobei ich jetzt schon eine Handvoll nicht-nostalgische Beispiele hätte, wo mir der deutsche Ton besser gefällt.

- Planet Terror. Der Film feiert den Schund, und mit der deutschen Synchro kommen die Dialoge und Sprüche im Film noch flacher rüber, was den Spaßfaktor erhöht.
- 300 (bzw. alle im alten Griechenland oder Rom angesiedelten Filme). "Herkules! Zeus! Maximus Decimus! Leonidas!" klingt alles irgendwie deutlich besser als "Hörkalis, Suhs, Mäximus Desimous & Lionaidas". Knackt einfach mehr.
- Herr der Ringe. Yup. Hier kommt natürlich stark der Nostalgiefaktor ins Spiel, aber es ist auch so eine Vorzeigesynchro, und was für die Griechen gilt, gilt auch für den Ringkrieg. Auf deutsch rollen die vielen "R"'s bei den bösen Namen noch besser.
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Clive77

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Donnerstag, 16. Oktober 2014, 18:40

@Joker: Spricht ja auch nichts gegen Bequemlichkeit und das Argument mit dem Bekanntenkreis kann ich nachvollziehen - da geht es mir auch nicht anders. Was englische Filme (und natürlich Serien :D ) angeht, hatte ich irgendwann keine Lust mehr, auf die deutsche Veröffentlichung zu warten (was bestimmt vor gut 15-20 Jahren der Fall war als Star Trek: Voyager und Stargate SG-1 seit ein paar Staffeln liefen).
Zu Ghostbusters: Gut, ob eine Sprache besser als Lippensynchro funktioniert als eine andere, ist natürlich ein nicht unwichtiger Aspekt. Aber das ist nur ein Merkmal. Ich kann da auch keine Beispiele nennen. Der einzige Film, von dem ich bislang zwei Synchros gesehen habe, ist Terminator 2 (einmal auf deutsch und kurz darauf auf französisch beim Schüleraustausch), aber da könnte ich nicht mehr sagen, wie gut die französische Version gewesen ist. Mir ging es bei dem Punkt hauptsächlich darum, dass eben auch viele andere Länder Synchros anfertigen und wenn man deutsche Synchros als allgemein "sehr gut" ansieht (ein Argument, was wirklich oft auftaucht), frage ich mich dann immer "ja sehr gut - aber im Vergleich zu was?" - klar, wenn in "Abu Dhabi" nur ein Sprecher alle Rollen spricht, kann das nur schlecht(er) sein. Aber in Frankreich oder Italien (das waren die Beispiele, die mir sofort eingefallen sind) wird auch seit Jahren synchronisiert und wenn man sich dort zum Thema Synchros umhört (wozu ich die Gelegenheit hatte), meinen auch alle, dass ihre Synchros sehr gut wären. :ugly:
Dabei auch zu Kenzies Punkt: South Park ist vielleicht nicht das beste Beispiel, da wird ja schon bei der englischen Produktion "synchronisiert". ;) Aber vielleicht kommt Dir das auch nur so vor, weil Du die deutsche Sprache (oder eine Abart davon :ugly: ) gewohnt bist. Deine Freundin ist spanisch gewohnt, ergo findet sie die spanische Synchro passender. Und so weiter. Wenn man genau auf die Lippen schaut, passt bestimmt beides nicht dazu. Aber wie gesagt, das ist ja nur ein Punkt. Relevanter finde ich eigentlich, ob es auch passend übersetzt wird und die Sprecher mit Elan dabei sind.


Oder siehst du dir wirklich ALLE Filme im Originalton an? Auch die asiatischen oder französchen oder skandinavischen?

Genau das mache ich. :D
Schuld daran ist das Fantasy-Filmfest, das ich jahrelang besucht habe (bis ich das Land verließ) und grundsätzlich alle Filme in der Originalsprache zeigt. Was dort nicht deutsch oder englisch ist, bekommt dann englische Untertitel. Auf die Art habe ich erst gemerkt, was mir auch bei nicht-englischsprachigen Filmen durch die Lappen geht, wenn ich sie auf deutsch (oder englisch) sehe. Zumal die Synchronisation bei asiatischen Filmen auch meist nicht so dolle ist - bei kleineren Filmen sind das oft Fließband-Synchros mit gelangweilten Sprechern (war jedenfalls bisher mein Eindruck).
Die Untertitel sind sicher etwas, woran man sich gewöhnen muss. Anfangs lenkt das in der Tat sehr ab und es ist auch viel anstrengender, dabei gleichzeitig den Bildern zu folgen. Aber das ist wirklich eine Frage der Gewohnheit. Man sollte da vielleicht nicht gerade mit dialogreichen Dramen anfangen. Aber mit etwas Übung geht auch das.
Auf deutsch schaue ich (anderssprachige) Filme eigentlich nur noch, wenn mir das Kino oder der Bekanntenkreis keine andere Wahl lässt - da geht es mir ähnlich wie Joker.

Ich würde also sagen: Im Originalton ist ein Film meistens besser, aber nur wenn man die Sprache einwandfrei beherrscht.

So und da denke ich, dass das wirklich nur geht, wenn man mehrere Jahre in dem Land gelebt hat.
Ansonsten fehlt als nicht "native-Speaker" immer irgendwas.

Jein. Wobei ich jetzt mal nur vom Englischen ausgehe. Kenzie hat da schon recht: Je mehr man schaut, desto einfacher wird's. Das ist auch meine Erfahrung und nicht unähnlich der Untertitel-Geschichte. Und es nützt auch nichts, wenn man Jahre lang in - sagen wir - Texas wohnt und sich anschließend einen britischen Film ansieht. Das tolle am Englischen ist ja, dass die Sprache vergleichsweise einfach ist und ohnehin in der Schule drankommt. Gewisse Grundlagen sind also meistens vorhanden. Ich habe da übrigens auch keine Zusatzkurse oder sowas belegt, sondern auf "learning by watching" zurückgegriffen.

Ich würde Tylers Einschränkung dahingehend abändern, dass das beste "Erlebnis" stattfindet, wenn man die Sprache einwandfrei (oder gut genug) beherrscht. Das nächstbeste ist der Film im O-Ton mit Untertiteln und erst danach kommt bei mir die Synchro.
Ich kann auch garnicht genau beschreiben, woran es liegt, dass mir OmU besser gefällt als die deutsche Version. Atmosphäre? Flair? Exotik? - festnageln könnte ich da nix...
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Donnerstag, 16. Oktober 2014, 19:06

Kommt das Ding also doch noch! ^^
War super zu lesen und sehr interessant.

Insgesammt möchte ich dir auch gar nicht so recht widersprechen. Allerdings gefällt mir, wie Tyler, das "immer besser" nicht so recht. Denn es gibt meiner Meinung nach ein paar Argumente die du nicht genannt hast und die sich auch nicht so recht in einem Satz formulieren lassen.

Hast du schonmal einen Film in der deutschen Fassung gesehen und dazu den deutschen Untertitel laufen lassen? Man merkt es bei englischen O-Ton und deutschen Untertiteln auf DVD/BD schon oft. Teilweise steht dort der bescheuertste Kram. Absolut dilettantische Übersetzungen. Bei Serien ist es noch schlimmer als bei Filmen. Es ist nicht immer so und auch nicht immer gleich schlimm aber ich habe es schon oft bemerkt.
Schaut man nun einen japanischen, russischen oder französischen Film, hauptsache in einer Sprache die man so gut wie gar nicht kann, würde ich eher die Synchro empfehlen als den O-Ton mit Untertiteln. Vielleicht liegt das daran das irgendein Mitarbeiter im stillen Kämmerlein für die Untertitel mal eben das Dialogbuch Übersetzt und bei einer Synchro mit mehr Leuten, mehr wert auf die Arbeit gelegt wird. Keine Ahnung warum.Aber es ist so.

Der 2. Punkt ist die deutsche Sprache an sich und die Tatsache das es meine Muttersprache ist.
Es ist die Sprache die ich jeden Tag spreche und die mein Gehirn ziemlich perfekt aufnimmt. Ich nehme meine Mitmenschen und ihre Emotionen seit Kindertagen in dieser Sprache wahr. Ich finde manchmal, so kann man sich besser emotional auf einen Film einlassen weil die Sprache einfach so "nebenbei" durchs Hirn läuft. Schwer zu erklären. Nicht umsonst fühlen sich Menschen gleicher Sprache weltweit zugehörig.
Man kann ja ein top Englisch-Versteher sein aber es kommt in einer total dramatischen Szene nur ein einziges Wort vor das man nicht kennt. Selbst wenn man es sich (wie so oft) aus dem Zusammenhang zusammenreimen kann, ist doch ein kleiner Teil deines Verstandes mit diesem Fremdwort beschäftigt.
Es ist wie mit einem Buch in einer Fremdsprache bei dem man jedes zweite Wort nachschlagen muss, nur in viel kleinerem Ausmaß. Das Harry Potter Finale würde in einem solchen Buch sicher auch spannend und dramatisch sein. Aber es wäre wahrscheinlich nicht damit vergleichbar es in der Muttersprache, in tiefer Konzentration, unter der Bettdecke, in wahnsinns Geschwindigkeit zu verschlingen.

Ein weiterer wichtiger Teil, den du aber bereits kurz angesprochen hast, ist die Gewöhnung. Jemand der 550 Folgen Simpsons auf deutsch gesehen hat wird nicht auf Anhieb die englische Fassung besser finden. Vielleicht sagt er das aber der Bezug ist nicht der Selbe. Ganz einfach weil man die Figuren mit der Stimme verbindet. Ich habe "Breaking Bad" komplett auf deutsch gesehen und Monate später nochmal auf Englisch. Das war eine ganz, ganz lange Zeit sehr komisch. Ich hatte einen Bezug zu Charakteren und Szenen aufgebaut die mir auf einmal völlig fremd vorkamen.

Es stand übrigens im vorletzten Rolling Stone ein schöner Artikel warum der Autor die deutsche Synchronfassung von "Boardwalk Empire " besser findet als das Original. Ich habe den Artikel Online leider nicht gefunden. Jedenfalls findet er die deutsche Stimmen sehr schön einprägsam und den Charakteren entsprechend.
Eine Stimme kann nämlich in der Synchro direkt der Figur entsprechend besetzt werden. Ein Schauspieler natürlich ebenso. Aber bei der Besetzung einer Rolle geht es eben nicht nur um die Stimme.


Das soll jetzt aber keinen flaschen Eindruck erwecken. Ich bin ein Freund der Originalversion. Alleine schon weil ich die englische Sprache gerne höre und mich dort ständig verbesser.
Aber eben auch wegen den Argumenten in deinem Text die ich, wie gesagt, ja nicht bestreite. Nur das "immer besser" könnte ich so nicht ganz unterschreiben.

Ich persönlich bevorzuge da eine gute Mischung. Denn auch die deutsche Sprache ist schön.
Ich schaue gerne in Gesellschaft und unter meinen Freunden, Geschwistern, Eltern oder sonstigen Bekannten gibt es nur eine einzige Person mit der ich Sachen auf Englisch schauen kann. Die anderen verstehen es nicht oder weigern sich strikt. Somit schaue ich viele Sachen auf deutsch und wenn ich alleine bin auch das ein oder andere auf Englisch.
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Donnerstag, 16. Oktober 2014, 22:18

Dabei auch zu Kenzies Punkt: South Park ist vielleicht nicht das beste Beispiel, da wird ja schon bei der englischen Produktion "synchronisiert". ;) Aber vielleicht kommt Dir das auch nur so vor, weil Du die deutsche Sprache (oder eine Abart davon :ugly: ) gewohnt bist. Deine Freundin ist spanisch gewohnt, ergo findet sie die spanische Synchro passender. Und so weiter.

Nö, South Park ist ein eigener Fall. Ich finde es das schlimmste Negativbeispiel von Synchronisation das ich kenne, weil die ganze Grundstimmung kaputt gemacht wird. Der Witz ist, dass die Jungs Kinder sind, und auch "unschuldig" kindlich klingen, auch wenn sie mit derbsten Schimpfwörtern rumwerfen. In der deutschen Fassung hat man nichtmal versucht etwas ähnliches zu machen, sondern lässt sie klingen wie Proll-Jugendliche im Stimmbruch - Von denen erwarte ich, dass sie so reden, daher ist dieser Widerspruch dahin, der eigentlich so viel ausmacht. Außerdem fühlt sich auch die generelle Redeweise stumpfer und dumbed-down an, als würde man auf mehr auf eine Haha-Zielgruppe abzielen denn auf einen Hehe-Zielgruppe (Sorry, diesen Vergleich hat Brad Pitt mal in nem Interview zu Snatch gebracht, und ich mag ihn :ugly: ). Ich weiß dass viele das anders sehen, aber für mich wie gesagt unanschaubar. Die spanische Synchro hingegen imitiert das Original relativ brav, hat aber natürlich keinen Matt Stone oder Trey Parker zur Hand, so dass dann doch etwas fehlt.
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Donnerstag, 16. Oktober 2014, 22:37

Allerdings gefällt mir, wie Tyler, das "immer besser" nicht so recht.

Oh, das war durchaus beabsichtigt. ^^
Eine Provokation im ersten Absatz ist doch immer ein guter Start, der zur Diskussion einlädt. Und gegen Ende wird das ja auch ein wenig relativiert...

Hast du schonmal einen Film in der deutschen Fassung gesehen und dazu den deutschen Untertitel laufen lassen? Man merkt es bei englischen O-Ton und deutschen Untertiteln auf DVD/BD schon oft. Teilweise steht dort der bescheuertste Kram. Absolut dilettantische Übersetzungen. Bei Serien ist es noch schlimmer als bei Filmen. Es ist nicht immer so und auch nicht immer gleich schlimm aber ich habe es schon oft bemerkt.
Schaut man nun einen japanischen, russischen oder französischen Film, hauptsache in einer Sprache die man so gut wie gar nicht kann, würde ich eher die Synchro empfehlen als den O-Ton mit Untertiteln. Vielleicht liegt das daran das irgendein Mitarbeiter im stillen Kämmerlein für die Untertitel mal eben das Dialogbuch Übersetzt und bei einer Synchro mit mehr Leuten, mehr wert auf die Arbeit gelegt wird. Keine Ahnung warum.Aber es ist so.

Ja, das ist mir auch schon öfter aufgefallen. In erster Linie aber bei den deutschen Untertiteln, bei englischen (die ich damals oft bei englischen Filmen laufen ließ) weniger - letztere bevorzuge ich übrigens auch, wenn ich einen fremdsprachigen Film schaue.
Bei der Synchronisation läuft das übrigens so, dass zunächst jemand die Texte übersetzt und eine Rohfassung auf deutsch liefert. Diese Rohfassung wird anschließend vom Synchronautor überarbeitet und auf die Lippenbewegungen, etc. angepasst. Damit gibt es schonmal zwei (unterschiedliche) Übersetzungen für das gleiche Drehbuch und ich habe keine Ahnung, welche davon (oder ob überhaupt eine davon) für die Untertitel im Heimkino verwendet wird.
In beiden Fällen (Untertitel oder Synchro) hast Du aber das gleiche Problem: Die Übersetzung. Deshalb ist der O-Ton grundsätzlich immer besser. :D
Die Diskrepanzen bestehen so oder so, ob die Untertitel schlechter übersetzt sind als die Synchro oder andersrum. Wenn ich die Sprache nicht verstehe, kann ich nicht beurteilen, wie akkurat die Übersetzung ist. Ich habe also die Wahl, mich entweder auf die Arbeit des Synchronstudios zu verlassen oder auf die Güte der Untertitel und dabei den Film im O-Ton zu sehen. Ich bevorzuge letzteres.

Der 2. Punkt ist die deutsche Sprache an sich und die Tatsache das es meine Muttersprache ist.
Es ist die Sprache die ich jeden Tag spreche und die mein Gehirn ziemlich perfekt aufnimmt. Ich nehme meine Mitmenschen und ihre Emotionen seit Kindertagen in dieser Sprache wahr. Ich finde manchmal, so kann man sich besser emotional auf einen Film einlassen weil die Sprache einfach so "nebenbei" durchs Hirn läuft. Schwer zu erklären. Nicht umsonst fühlen sich Menschen gleicher Sprache weltweit zugehörig.
Man kann ja ein top Englisch-Versteher sein aber es kommt in einer total dramatischen Szene nur ein einziges Wort vor das man nicht kennt. Selbst wenn man es sich (wie so oft) aus dem Zusammenhang zusammenreimen kann, ist doch ein kleiner Teil deines Verstandes mit diesem Fremdwort beschäftigt.

Das würde ich zur Rubrik "Gewohnheit" bzw. "bequem und einfach" zählen. Klar, bei der Muttersprache muss man sich nicht großartig konzentrieren, da läuft alles automatisch. Jedenfalls so lange, bis Fachbegriffe, Fremdwörter oder für Dich ungewöhnliche Dialekte/Akzente auftauchen. Oder man sich fragt, wer dieser Dr. Brinkmann ist, von dem der Joker da redet. :D
Aber je mehr Filme ich auf englisch sehe, umso weniger habe ich das Problem, mir Zusammenhänge zusammenreimen zu müssen, Vokabeln nicht zu verstehen, etc. Am Ende ist die Sprache dann so vertraut, dass es kaum noch einen Unterschied macht, ob man auf Deutsch oder Englisch dem Geschehen folgt. Das fängt mit kleineren, oft verwendeten Redewendungen an und nimmt zu, je öfter man "übt". Und ich "übe" viel. Genauso wie es mir hier bei den italienischen Kollegen manchmal passiert, dass mir ein Satz auf deutsch rausrutscht, kommt es auch vor, dass mir zu Hause ein "Fuck", "Wait a minute..." oder "Are you kidding me?" über die Lippen kommt. (zugegeben, beides passiert nicht oft)

Ein weiterer wichtiger Teil, den du aber bereits kurz angesprochen hast, ist die Gewöhnung. Jemand der 550 Folgen Simpsons auf deutsch gesehen hat wird nicht auf Anhieb die englische Fassung besser finden. Vielleicht sagt er das aber der Bezug ist nicht der Selbe. Ganz einfach weil man die Figuren mit der Stimme verbindet. Ich habe "Breaking Bad" komplett auf deutsch gesehen und Monate später nochmal auf Englisch. Das war eine ganz, ganz lange Zeit sehr komisch. Ich hatte einen Bezug zu Charakteren und Szenen aufgebaut die mir auf einmal völlig fremd vorkamen.

Das gilt aber auch andersrum: Wenn ich einen Film oder eine Serie auf englisch gesehen habe und dann mit der Familie nochmal auf deutsch sehe (witzigerweise letztes Jahr Weihnachten mit Breaking Bad passiert, das ich meiner Schwester gezeigt habe :D ), ist das auch erstmal komisch.

Es stand übrigens im vorletzten Rolling Stone ein schöner Artikel warum der Autor die deutsche Synchronfassung von "Boardwalk Empire " besser findet als das Original. Ich habe den Artikel Online leider nicht gefunden. Jedenfalls findet er die deutsche Stimmen sehr schön einprägsam und den Charakteren entsprechend.

Falls Du den noch findest, würde mich das interessieren. Ich glaube aber erstmal nicht, dass ich das ähnlich wie der Autor sehen würde. Steve Buscemi ist z.B. ein Schauspieler, mit dem ich die Originalstimme verbinde - klingt der anders, passt da was nicht.

Eine Stimme kann nämlich in der Synchro direkt der Figur entsprechend besetzt werden. Ein Schauspieler natürlich ebenso. Aber bei der Besetzung einer Rolle geht es eben nicht nur um die Stimme.

Ich habe auch nicht geschrieben, dass nur die Stimme zählt. Es kann auch gut sein, dass eine Synchronstimme besser zur Figur passt (natürlich mit der gerade angesprochenen Einschränkung, dass es komisch wirkt, wenn man den Darsteller bereits vorher im Original gehört hat). Die anderen Probleme (Übersetzung, etc.) bleiben aber trotzdem bestehen.

Das soll jetzt aber keinen flaschen Eindruck erwecken. Ich bin ein Freund der Originalversion. Alleine schon weil ich die englische Sprache gerne höre und mich dort ständig verbesser.

That's what I wanna hear! :thumbsup:

@Kenzie: Achso, ich merke gerade, dass ich Deinen ersten Text vorhin nicht richtig gelesen habe. :facepalm: Sorry.
Du liegst natürlich richtig und beschreibst gerade ganz gut, was bei der Synchro verloren gehen kann.

@topic: Freut mich übrigens sehr, dass es einiges an Resonanz gibt. :)
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Donnerstag, 16. Oktober 2014, 23:13

Ich bevorzuge letzteres.

Das hört sich doch schon anders an als "ist immer besser". :cursing: :D
Nein, Nein. Ich weiß schon warum du einen provokanten Anfang gewählt hast. Bist ja auch sonst keiner der stur auf einem Standpunkt beharrt.

Aber je mehr Filme ich auf englisch sehe, umso weniger habe ich das Problem, mir Zusammenhänge zusammenreimen zu müssen, Vokabeln nicht zu verstehen, etc. Am Ende ist die Sprache dann so vertraut, dass es kaum noch einen Unterschied macht, ob man auf Deutsch oder Englisch dem Geschehen folgt.

Deshalb schaue ich unter anderem auch oft Englisch. Machmal entscheide ich mich aus den aufgeführten Gründen aber eben auch bewusst dagegen.


Das gilt aber auch andersrum: Wenn ich einen Film oder eine Serie auf englisch gesehen habe und dann mit der Familie nochmal auf deutsch sehe (witzigerweise letztes Jahr Weihnachten mit Breaking Bad passiert, das ich meiner Schwester gezeigt habe :D ), ist das auch erstmal komisch.

Das stimmt natürlich. Reine Gewohnheit. Das trifft andersrum selbstverständlich auch zu.


Die anderen Probleme (Übersetzung, etc.) bleiben aber trotzdem bestehen.

Sicher. Deswegen auch nur mein Augenmerk in dem Punkt auf Stimme und Figur.


Wenn du demnächst weitere interessante Themen erkunden willst, wäre ich dem zugetan. :)
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Freitag, 17. Oktober 2014, 00:06

Allerdings gefällt mir, wie Tyler, das "immer besser" nicht so recht.

Oh, das war durchaus beabsichtigt. ^^
Eine Provokation im ersten Absatz ist doch immer ein guter Start, der zur Diskussion einlädt. Und gegen Ende wird das ja auch ein wenig relativiert...


Und das war genau der Punkt, an dem ich zunächst aufgehört hatte zu lesen. :D Aber am Abend habe ich dann doch nochmal den Artikel gelesen, und kann in einigen Punkten durchaus zustimmen, aber nicht immer.

Ich selbst schaue Filme/Serien sowohl im O-Ton als auch synchronisiert. Es wurden auch bereits so ziemlich alle Punkte besprochen. Dass bei der Übersetzung viel verloren gehen kann, ist nicht von der Hand zu weisen. Auf der anderen Seite bin ich froh, wenn ich es überhaupt am WOchenende mal schaffe einen FIlm zu schauen, und wenn, dann gemeinsam mit meiner Frau. Sie schaut außer Doctor Who und Outlander grundsätzlich alles auf deutsch, und bei der wenigen Zeit, die man hat, will ich mich nicht auch noch in ein anderes Zimmer zurückziehen um dann meine Sendungen im O-Ton schauen zu können. Ja, es ist schade, dass Lady Vastra auf deutsch ihren herrlichen britischen Akzent verliert, aber ich will auch ganz ehrlich sein: Generell finde ich den Mehrgewinn durch die Originalfassung nun nicht so groß, dass ich deswegen nur noch Originalfassungen schauen würde. Ich kann beides schauen,bevorzuge aber die deutsche Synchro. WObei das auch nicht ganz richtig ist... britische Serien mag ich gerne im O-Ton schauen. Couping ist im Original echt toll, Doctor Who sollte man auch mal im O-Ton schauen, aber Misfits habe ich gleich in der ersten Folge wieder auf deutsch umgestellt. Von Kelly habe ich nicht ein Wort verstanden. Ok, viel besser war es auf deutsch allerdings auch nicht. :ugly:
Amerikanische Serien und Filme schaue ich lieber in der Synchro. Ich mag viele Amis nicht sprechen hören. Es klingt für mich komisch. Animes hingegeb bevorzuge ich im O-Ton mit Untertiteln. Die deutsche Synchro ist in vielen Fällen einfach ncht zu ertragen. Ach, ich mag japanische FIlme eh gerne im O-Ton schauen. Ich verstehe zwar kein einziges Wort, aber Hong Kong-Filme wiederrum mag ich so gar nicht im O-Ton.

Was ich auch noch gar nicht angesprochen habe: Ich finde, O-Ton klingt meist eh scheiße. Dabe ist es mir völlig egal, ob es ein US-FIlm oder ein deutscher Film ist. Ich mag den originalen Ton einfach nicht und würde es vorziehen, wenn jeder Film synchronisiert wird. Auch deutsche Filme. O-Ton klingt für mich oft einfach nach "Heimvideo", und genau das mag ich nicht.
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Freitag, 17. Oktober 2014, 00:16

Clive, sorry aber an manchen Punkten hast nicht ganz recht. Die Synchronstimme kann besser sein als das Original. Ich habe es erst kürzlich wieder bei Star Trek Voyager bemerkt. Die Orignalstimme Janeway klingt so kratzig und kaputt, dass ich ihr ungern zuhöre aber die deutsche Stimme passt wesentlich besser zum Charakter. Wenn wir bei Star Trek bleiben, Sisko aus DS9 hat im Original und in der Synchro gute und passende Stimmen, die sich gegenseitig nichts geben.

Bei asiatischen Filmen bevorzuge ich jedoch manchmal die Untertitelversion. Zwar sind die Filme so lange, das Untertitel mit der Zeit anstrengend werden. Besonder wenn es englische Untertitel sind und diese auch noch Fehler enthalten (Alles schon gesehen) aber die deutsche Synchro ist meist mit so vielen Füllwörtern versetzt, das es jegliche Spannung nimmt.

Zum Rest äußere ich mich wann anders.
¯\_(ツ)_/¯

Clive77

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15

Freitag, 17. Oktober 2014, 09:44

Ich finde, O-Ton klingt meist eh scheiße. Dabe ist es mir völlig egal, ob es ein US-FIlm oder ein deutscher Film ist. Ich mag den originalen Ton einfach nicht und würde es vorziehen, wenn jeder Film synchronisiert wird. Auch deutsche Filme. O-Ton klingt für mich oft einfach nach "Heimvideo", und genau das mag ich nicht.

Das nenne ich mal einen extremen Standpunkt. Vor allem, weil Du vorher noch von "herrlichen britischen Akzenten" sprichst und auch gerne einiges in der OV schaust. Bei mir tritt der "Heimvideo"-Effekt eigentlich nur bei deutschen Soaps auf.
Ich kann auch irgendwo nachvollziehen, wenn man eine Sprache (oder einen Akzent) nicht mag und deshalb bewusst auf eine Synchro zurückgreift, weil der O-Ton als nervig empfunden wird. Aber alles synchronisieren, auch deutsche Filme? 8| Heftige Einstellung. Mir ist da in jedem Fall der O-Ton lieber, auch bei Sprachen, die sich "komisch" anhören.

Die Synchronstimme kann besser sein als das Original.

Hatte ich oben weiter im Gespräch mit Revolvermann schon eingesehen. ;) Würde ich generell aber als Ausnahme betrachten und hängt stark davon ab, ob man die Stimme des Darstellers bereits kennt oder nicht.
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Joker1986

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Freitag, 17. Oktober 2014, 10:10

Aber in Frankreich oder Italien (das waren die Beispiele, die mir sofort eingefallen sind) wird auch seit Jahren synchronisiert und wenn man sich dort zum Thema Synchros umhört (wozu ich die Gelegenheit hatte), meinen auch alle, dass ihre Synchros sehr gut wären.

Nur weil die die deutsche Synchro nicht kennen :nedu:

Jein. Wobei ich jetzt mal nur vom Englischen ausgehe. Kenzie hat da schon recht: Je mehr man schaut, desto einfacher wird's. Das ist auch meine Erfahrung und nicht unähnlich der Untertitel-Geschichte. Und es nützt auch nichts, wenn man Jahre lang in - sagen wir - Texas wohnt und sich anschließend einen britischen Film ansieht. Das tolle am Englischen ist ja, dass die Sprache vergleichsweise einfach ist und ohnehin in der Schule drankommt. Gewisse Grundlagen sind also meistens vorhanden. Ich habe da übrigens auch keine Zusatzkurse oder sowas belegt, sondern auf "learning by watching" zurückgegriffen.

Und trotzdem behaupte ich, wird es nie so Gut, wie die Muttersprache. Außer man lebt eben mehrere Jahre in dem Land und spricht quasi nur noch Englisch.

Ja, das ist mir auch schon öfter aufgefallen. In erster Linie aber bei den deutschen Untertiteln, bei englischen (die ich damals oft bei englischen Filmen laufen ließ) weniger - letztere bevorzuge ich übrigens auch, wenn ich einen fremdsprachigen Film schaue.

Ich denke, das hängt auch damit zusammen, dass du nie so viel Text auf den Bildschirm geschrieben bekommst, wie zum Teil gesprochen wird. Da muss man manchmal auch kürzen.

Oder man sich fragt, wer dieser Dr. Brinkmann ist, von dem der Joker da redet.

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Clive, sorry aber an manchen Punkten hast nicht ganz recht. Die Synchronstimme kann besser sein als das Original. Ich habe es erst kürzlich wieder bei Star Trek Voyager bemerkt. Die Orignalstimme Janeway klingt so kratzig und kaputt, dass ich ihr ungern zuhöre aber die deutsche Stimme passt wesentlich besser zum Charakter. Wenn wir bei Star Trek bleiben, Sisko aus DS9 hat im Original und in der Synchro gute und passende Stimmen, die sich gegenseitig nichts geben.

Ähnlich dann wie bei Marge von den Simpsons im Original. Da war die deutsche Stimme (vor Anke Engelke) auch besser.
Andererseits finde ich das zb in TNG Picard vollkommen verfälscht wurde. Ich habe ihn immer als den väterlichen, freundlichen Captain gesehen. Bis ich das mal auf Englisch geschaut habe und er eigentlich ein strenger autoritärer Captain ist.

Clive77

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17

Freitag, 17. Oktober 2014, 10:45

Ich bin da gerade übrigens über diesen Artikel gestolpert, der gut zum Thema passt. Dort wird beschrieben, unter welchen Bedingungen momentan die deutschen Synchros zu "The Walking Dead" entstehen (die bereits einen Tag nach der US-Premiere ausgestrahlt werden). Schon krass.
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18

Freitag, 17. Oktober 2014, 10:55

Gab ja schon mal nen Thread dazu. Könnte man eventuell zusammenkleben. => OT vs. Synchro

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Clive77

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19

Freitag, 17. Oktober 2014, 11:01

Gab ja schon mal nen Thread dazu. Könnte man eventuell zusammenkleben. => OT vs. Synchro

Bloß nicht!
Dieser Thread ist für die Kolumne und den Artikel gedacht. Den Thread (und anderes) habe ich vorher schon durchforstet, um die Argumente zu finden.
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20

Freitag, 17. Oktober 2014, 11:10

Ok. Bin ja schon still! :whistling: :ugly:

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