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TheGreatGonzo

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21

Montag, 9. Januar 2017, 22:31

Filme mit Singen und Tanzen waren nie meins und werden nie meins sein...trotz Globe/Oscar Hype

Da das ja doch oft recht weit verbreitet ist: Wieso?
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Envincar

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22

Montag, 9. Januar 2017, 22:46

keine Ahnung das zieht sich durch alles durch. Simpsons Folgen wo gesungen wurde, waren für mich immer schon schlimm. South Park ging stellenweise noch. Alte Disney Filme gehen noch ... die Neueren in denen rumgesungen wird wiederum grausig. Sobald in irgendeinem Film gesungen oder getanzt wird, hoffe ich, dass es sofort wieder vorbei ist. Kann nicht mal genau sagen wieso...es gefällt mir einfach nicht und wertet einen Film für mich in keinster Weise auf. Dass Musicals auch nicht meins sind, sollte niemanden mehr wundern xD

TheGreatGonzo

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23

Montag, 9. Januar 2017, 22:59

Ich frage mich nur, woher diese Haltung kommt, weil sie ja nicht gerade selten ist. Warum sind Musik und Filme für sich genommen akzeptabel, aber zusammen, im Sinne eines Musicals, nicht? Habe früher tatsächlich auch so gedacht, aber hab dann irgendwann aufgehört, weil diese Antipathie keinen Sinn gemacht hat. Inzwischen mag ich Musicals recht gerne.
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Clive77

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24

Montag, 9. Januar 2017, 23:55

Die Diskussion erinnert mich irgendwie an das hier - Musical-Folge von Supernatural und gleichzeitig die 200. Episode der Serie. War anfangs auch skeptisch, aber die "single man tear" lief auch bei mir herunter. ;(

Nachdem La La Land bei den Globes so abgesahnt hat, werde ich jedenfalls sicher mal reinschauen. :top:

McKenzie

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25

Dienstag, 10. Januar 2017, 02:18

@Gonzo
Bin auch kein großer Musicalfan, gibt aber Ausnahmen (Sweeney Todd z.B.). So als generelle Gründe für fehlende Begeisterung würden mir jetzt mal folgende einfallen -
Es gibt Musicals, wo Gesangsnummern der Handlung des Films nicht grade zuträglich sind und eher den Erzählfluss aufhalten als etwas beizutragen.
Manchmal gehen die Songs auch schlicht zu lange, und wenn es dann auch noch ein Musikstil ist, der einem nicht liegt, ist es schwer dranzubleiben (auch wenn es technisch toll gemacht sein sollte).
Allein diese 3 Faktoren können (in beliebiger Kombi) dafür sorgen, dass das Filmerlebnis als zäh empfunden wird.
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Joker1986

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26

Dienstag, 10. Januar 2017, 10:30

Ich mag dieses Gesinge in Filmen ja auch absolut nicht und werde den Film nicht anschauen.
Ich habe auch keinen dieser Disney Gesangsfilme wie König der Löwen, Dschungelbuch oder sonstigen Kinderfilme jemals gesehen. Fand ich schon als Kind zu blöd :whistling:
Im Musical war ich einmal in Tarzan, weil dir da zur Weihnachstfeier mit der Firma sind. Da war schon ok, so mal anschauen, aber ich würde dafür nie im Leben 60,00 EUR oder mehr ausgeben.

Um auf die Frage von Gonzo einzugehen:
Ich für meinen Teil mag das nicht, weil das so absolut unrealistisch ist. Kein normaler Mensch führt singend eine Unterhaltung und tanzt dabei noch rum. Das passt einfach nicht.
Ich kann sicherlich die Musikstücke einzeln anhören, aber im Film wirkt das immer so erzwungen.
Mit der Singerei alleine könnte noch klarkommen, aber am schlimmsten ist dabei die Tanzerei..
Deswegen würde ich auch keinen Grease, Black Swan, Footloose, Step-up oder ähnliches anschauen. (Der einzige Tanzfilm für den ich eine Ausnahme mache ist "Save the last Dance", der hat bei mir aber auch den Nostalgie-Bonus)

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27

Dienstag, 10. Januar 2017, 10:36


Ich habe auch keinen dieser Disney Gesangsfilme wie König der Löwen, Dschungelbuch oder sonstigen Kinderfilme jemals gesehen.


Whaaaat!?

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Joker1986

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28

Dienstag, 10. Januar 2017, 11:05

Joa, ich weiß auch nicht. Schon die Trailer dazu haben mich nicht wirklich angesprochen. Glaub der einzige dieser Filme, den ich als Kind gesehen habe, war Aladdin. Da fand ich die Serie um einiges besser... Dschinni ist so unfassbar witzig. Und in der Serie gibt es die Singerei nicht :thumbsup:
Ich war schon als 4 oder 5 jähriger eher der, der Batman, Superman, Saber Rider, Turtles und so geschaut hat...

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Dienstag, 10. Januar 2017, 11:13

Ich für meinen Teil mag das nicht, weil das so absolut unrealistisch ist. Kein normaler Mensch führt singend eine Unterhaltung und tanzt dabei noch rum. Das passt einfach nicht.
Ich kann sicherlich die Musikstücke einzeln anhören, aber im Film wirkt das immer so erzwungen.
Das würde ja voraussetzen, dass Film im allgemeinen und Musical im speziellen einen Anspruch daran hat, möglichst realistisch zu sein. Aber bei einem Musical geht es ja um die Musik, es ist ein Ausdruck des Stils und des Genres und das ist in sich schon ziemlich unrealistisch, aber halt auch nicht unrealistischer wie die Tatsache überhaupt Filmmusik im Hintergrund zu haben. Das gibts im echten Leben ja auch nicht. Nicht, dass man Musicals nicht unbedingt mögen muss, um Gottes willen, aber ich glaube, viele mögen es eher aus Prinzip nicht und wissen gar nicht so richtig warum. McKenzies Argument macht aber schon Sinn.
Fand ich schon als Kind zu blöd :whistling:
Ja, wie gesagt, ging mir ähnlich. Musste dann aber irgendwann einsehen, dass ich als Kind halt keine Ahnung hatte (Nicht nur auf Musicals bezogen).
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Dienstag, 10. Januar 2017, 11:33

Das würde ja voraussetzen, dass Film im allgemeinen und Musical im speziellen einen Anspruch daran hat, möglichst realistisch zu sein.

Diese Antwort hatte ich befürchtet. Stimmt schon, ist ja mit Fantasy oder Science Fiction nicht anders. Das ist ja auch größtenteils völlig unrealistisch. Aber daher würde ich sagen, dass man das genau so anprangern kann, wie Unrealismus bei Science Fiction Filmen.
Mir passt das einfach als Genre nicht. Ist ähnlich wie bei den Fembusters. Ghostbusters in von Grund auf "unrealistisch", aber ich tu mir mit weiblichen Ghostbusters schwerer, da ich das persönlich immer mit der Feuerwehr gleich setzte und ich einfach mehr Feuerwehrmänner als Feuerwehrfrauen kennen. Genauso sind für mich Dialoge gesprochen und nicht gesungen. Es gibt ja in den Filmen auch keinen Grund zu singen, außer der Inszenierung.

Nicht, dass man Musicals nicht unbedingt mögen muss, um Gottes willen, aber ich glaube, viele mögen es eher aus Prinzip nicht und wissen gar nicht so richtig warum.

Ich denke, das ist halt auch Geschmackssache. Siehe auch was Kenzie geschrieben hat, bezüglich Musikstil.
Wobei ich da persönlich kein Problem mit habe. Ich kann mir Circle of Live oder Can you feel the love tonight als Song gut anhören. Im Film brauch ich das aber nicht sehen. Das ist dann wie bei HdR wo man hofft, dass die Hobbit-Stellen bald vorbei sind :whistling:

Ja, wie gesagt, ging mir ähnlich. Musste dann aber irgendwann einsehen, dass ich als Kind halt keine Ahnung hatte (Nicht nur auf Musicals bezogen).

Joa, wie gesagt, ich habe mir ein Musical angesehen, war ok, aber begeistern konnte es mich nicht. Kann man sich schon anschauen und hat seine Momente - aber das trifft auch auf Episode II zu :ugly:

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Dienstag, 10. Januar 2017, 11:44

Episode II wäre sicher besser gewesen, wenn die weniger geredet und mehr gesungen hätten. :D
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Envincar

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Dienstag, 10. Januar 2017, 12:07

Wenn ich einen Film sehe möchte ich gute Dialoge ...gesprochen. Wenn ich Gesang haben möchte, schaue ich ein Musical oder eine Oper oder höre Spotify. Daher sind Gesangsparts in Filmen oftmals ein Störelement für mich. Wie auch schon gesagt wurde, gehen diese auch oftmals viel zu lang. Klar wenn ich mir Step up angucke (was ich nicht tue), dann beschwer ich mich nicht darüber, dass getanzt wird. Ich kann einfach solche Szenen nicht ab, wo zwei Personen spazieren gehen und plötzlich anfangen wild zu tanzen und zu singen und alles klingt auch noch so als wärs im Studio und woher die Instrumente dann kommen weiß auch keiner. In einem realem Film kann man dies durchaus als unrealistisches Element bezeichnen. Am schlimmsten ist es für mich, wenn man dann auch noch anfängt normale Gespräche zu singen. Habe ich in auch schon bei Disney angemängelt, dass die Songs damals halt wirklich Songs wahren. Bei Frozen bspw. unterhalten sich zwei Personen und die Unterhaltung wird plötzlich gesungen und betanzt. Das ist für mich als würd ich hier im Jobcenter n Kunden gegenübersitzen und Anfangen auf dem Tisch singend und tanzend ihm seinen Leistungsanspruch erklären.

Bspw. How i met your mother...die Songs waren okay...aber gingen teils auch zu lang und man merkte, dass man hier Neil Patrick Harris entgegen gekommen ist. Aber ich dachte die ganze Zeit ... man die fünf Minuten Gesang hätte man auch mit nem witzigen Dialog füllen können.

Shins

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Dienstag, 10. Januar 2017, 12:25

Ich habe bei einigen eurer Antworten das Gefühl, ihr rezipiert Filme, als seien es Dokus. Wenn euch nicht das Gefühl des "echten Lebens" gegeben wird, dann ist der Film doof. Ich kann sogar nachvollziehen, warum viele diese Haltung entwickeln. Das TV und Kino der vergangenen Jahrzehnte hat seinen Anspruch darin, möglichst echt zu wirken. Raumschiffe, Orks und extra-diegetische Filmmusik werden von euch akzeptiert, weil das narrative und dramaturgische Muster sind, mit denen trotz allem nie gebrochen wurde. Fantasy, Sci-Fi, Superhelden, das ist unter bestimmten Voraussetzungen vollkommen ok. Die Art, wie gesprochen wird, soll nur eben das Gefühl echter Dialoge, echter lebender Menschen vermitteln.

Ein Musical-Film - gerade in der Gegenwart - spielt aber immer in erster Linie mit der Form und der Künstlichkeit des Mediums an sich. Ja, es soll im besten Falle mit den Charakteren mitgefiebert werden, die Handlung soll im besten Falle spannend sein. Vor allem aber geht es um die Lust an der Künstlichkeit des dramaturgischen Konstrukts. Gleichzeit ist es dann auch ein Rückverweis auf die goldenen Zeiten Hollywoods. Ein Musical-Film soll nicht das Bewusstsein vom Fiktionalen des Gezeigten weg lenken, sondern es im Gegenteil gerade darauf lenken.

Meine Vermutung: In Zeiten, in denen wir vollkommen eintauchen wollen in fremde Welten, uns täglich dafür immer mehr Möglichkeiten gegeben werden und in denen unsere Lieblings-Film- und Fernsehcharaktere so etwas wie beste Freunde für uns sind, haben viele vollkommen verlernt, Spaß an dem Spiel mit der Künstlichkeit des Mediums Film zu haben. Das ist ein No-Go, ein unverlangter epischer Effekt, der einen Keil zwischen fiktionalen Freunden und mir als Betrachter treibt. Daher sind vermutlich auch die Musical-Folgen einer Lieblingsserie für viele Zuschauer eine totale Beleidigung, weil da etwas als bewusst fiktional gekennzeichnet wird, was hundert Folgen lang real wirkte. Viele mögen es nicht, daran erinnert zu werden, dass die Bilder im TV und auf der Leinwand eigentlich nur ein Spiel sind.

Ach ja: Ich freu mich wahnsinnig auf La La Land ;)
Meine Kurzfilme, Musikclips und andere Videoprojekte: https://www.youtube.com/channel/UCfq8sD3GrgPEqoIvBZeQAsA

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Dienstag, 10. Januar 2017, 13:01

Gut gesagt, Shins. Daran liegt es sicher auch, dass alte Filme beim Durchschnittspublikum oft nicht mehr gut ankommen. Weil sie viel artifizieller sind, oft offensichtlich in Sets aufgenommen, während heute sogar Superhelden so "grounded" und realistisch wie möglich sein müssen.

Ich mag Musicals, so wie ich mir auch gute Musikvideos immer wieder anschauen kann, weil es eben doch nochmal was eigenes ist, ein Lied auf Spotify zu hören, oder es innerhalb einer gelungenen visuellen Interpretation zu hören.
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Dienstag, 10. Januar 2017, 13:37


Nicht, dass man Musicals nicht unbedingt mögen muss, um Gottes willen, aber ich glaube, viele mögen es eher aus Prinzip nicht und wissen gar nicht so richtig warum.

Ich denke, das ist halt auch Geschmackssache. Siehe auch was Kenzie geschrieben hat, bezüglich Musikstil.
Wobei ich da persönlich kein Problem mit habe. Ich kann mir Circle of Live oder Can you feel the love tonight als Song gut anhören. Im Film brauch ich das aber nicht sehen.


Sehe ich genau andersrum. Ja, das sind keine schlechten Songs und ich schalt nicht weg, wenn es zufällig im Radio kommt, aber aktiv hören? Nope, brauch ich nicht. Aber Circle of Life in verbindung mit der Eröffnungsszene in König der Löwen? Gänsehaut! Wenn ich das hören will, nur in Verbindung mit der jw. Szene.

2017:
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Dienstag, 10. Januar 2017, 13:41

Ein Musical-Film - gerade in der Gegenwart - spielt aber immer in erster Linie mit der Form und der Künstlichkeit des Mediums an sich. Ja, es soll im besten Falle mit den Charakteren mitgefiebert werden, die Handlung soll im besten Falle spannend sein. Vor allem aber geht es um die Lust an der Künstlichkeit des dramaturgischen Konstrukts. Gleichzeit ist es dann auch ein Rückverweis auf die goldenen Zeiten Hollywoods. Ein Musical-Film soll nicht das Bewusstsein vom Fiktionalen des Gezeigten weg lenken, sondern es im Gegenteil gerade darauf lenken.

:top: Was in der Art wollt ich gestern auch noch anfügen, mir fehlten so spät Abends dann aber die Worte dafür ^^ Muss aber sagen, diesen Aspekt zähle ich für mich persönlich eher zu den positiven. Allerdings hat man darauf halt dann auch nicht immer Lust, weil man sich eben weniger in die Geschichte an sich fallen lassen kann. Ich denk halt, dass durch diese Künstlichkeits-Distanz die da geschaffen wird Musicals einen schneller als "normale" Filme entweder begeistern können (wenn der richtige Nerv getroffen wird), oder das Interesse verlieren lassen oder gar nerven.

Aber nochmal zum Thema "Handlung aufhalten" - Ein Musicalfilm den ich als zäh empfand war Blues Brothers. Die meisten Songs kommen unvermittelt, tragen weder zu Charakterisierung noch zur Story viel bei und treffen auch nicht wirklich meinen Geschmack. Finde da hat sogar der Tenacious D - Film die Lieder sinnvoller eingebunden :D
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Dienstag, 10. Januar 2017, 14:23

Finde da hat sogar der Tenacious D - Film die Lieder sinnvoller eingebunden :D

"Deactivated lasers - with my dick!" :D



Ich kann ebenfalls behaupten, dass ich als Kind und auch als Teenager überhaupt kein Fan von filmischen Musicals war. Das hat sich aber total gewandelt.
Ich finde es auch auch nicht schlimm wenn ein Song den Erzählrhythmus "stört". Im Gegenteil. Gerade diese "Störung" lockert die Geschichte ungemein auf und gibt dem Ganzen eine einzigartige Leichtigkeit.
Wenn man nun die dargebotene Musik absolut nicht mag, ist das noch ein wenig was anderes. Wobei ich auch sagen muss, dass es mir da eher so geht wie Schneebauer mit seinem König der Löwen Vergleich oder Gonzo mit Musikvideos. Ich kann mich innerhalb einer bestimmten, visuellen Atmosphäre viel besser auch auf ungewohntes, musikalisches Terrain einlassen als mit der reinen Musik.
Ich höre viel lieber Aladdins oriantalisch angehauchten Pop innherhalb des Märchens als außerhalb. Und das nicht nur innherhalb eines Films. Ein virtuoser, spanischer Gitarrenspieler und ein alter Mann, der singt, sind auf einem spanischen Dorfplatz um 1 Uhr Nachts, mit zierpenden Grillen im Hintergrund und einem kühlen Getränk in der Hand genau das Richtige. Montagmorgen auf dem Weg zur Arbeit eher nicht.

Was ich aber auch in meinem Umfeld feststelle ist, dass wenn ein Charakter in einem Film plötzlich anfängt zu singen, sich manche Leute fast perönlich beleidigt fühlen. So ein unvermittelter Ausbruch von Extrovertiertheit, treibt einer Menge Leuten die Schamesröte ins Gesicht. Warum auch immer.
"People die at their dinner tables. They die in their beds. They die squatting over their chamber pots. Everybody dies sooner or later. And don't worry about your death. Worry about your life. Take charge of your life for as long as it lasts." — Petyr Baelish aka the Little Finger

Valar Morghulis

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Revolvermann« (10. Januar 2017, 16:16)


Schneebauer

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Dienstag, 10. Januar 2017, 15:41

Um mal wieder die Brücke zwischen der allg. Musical Diskussion zurück zu La La Land zu schlagen: Ich glaube, dass La La Land durch den Awardbuzz und die positive Kritik ziemlich viele Leute ins Kino locken kann (oder zumindest später auf DVD/BR) und so 'ne Lanze für das Genre brechen kann. Vielleicht kann so dieser genrellen "Berührungsangst" vor Musicals etwas entgegen gewirkt werden.

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Dienstag, 10. Januar 2017, 16:44

Um mal wieder die Brücke zwischen der allg. Musical Diskussion zurück zu La La Land zu schlagen: Ich glaube, dass La La Land durch den Awardbuzz und die positive Kritik ziemlich viele Leute ins Kino locken kann (oder zumindest später auf DVD/BR) und so 'ne Lanze für das Genre brechen kann. Vielleicht kann so dieser genrellen "Berührungsangst" vor Musicals etwas entgegen gewirkt werden.

Na das hoffe ich doch. Der Film bekommt den Buzz, den er letztendlich auch verdient hat. Ich bin jetzt auch nicht unbedingt DER Freund von Musicals, aber La La Land ist klasse!

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Dienstag, 10. Januar 2017, 18:17

Musicals sind KEIN GENRE!

Oder sind "Singing in the Rain", "Die Regenschirme von Cherbourg", "Rocky Horror Picture Show", "Dancer in the Dark", "Team America" und besagte Disney Filme alle dasselbe Genre? Ein Musical ist, wie auch Animationsfilme oder Found Footage, eine Erzählform in der theoretisch sämtliche Genres durchgespielt werden können.

Wirklich objektiv kann ich bei dieser Diskussion nicht sein, da ich (Film-)Musicals liebe(!!!), aber ich würde mich Shins und Gonzo anschließen und noch hinzufügen, dass ich eine grundsätzliche mangelnde Flexibilität des Zuschauers vermute. Eine mangelnde Flexibilität entweder bzgl. abweichender Filmformen oder diverser Musikstile. Ich befürchte, das hat auch häufig mit Image Fragen zu tun. Insbesondere klassische Hollywood Musicals der 40er, 50er und 60er bieten ja logischerweise musikalisch nichts für Freunde moderner Musikarten wie Rock, Rap oder Metal. Noch dazu sind alte Hollywood Musicals in 8 von 10 Fällen Romanzen in ihrer Musik entsprechend emotional gefärbt. So wie regelmäßig gegen Romantik-Plots in Superheldenfilmen gewettert wird, hat auch diese "altmodische" Musik mit den "rührseligen" und/oder "kitschigen" Liedinhalten einen schweren Stand bei vielen Leuten.
Ich finde das sehr bedauerlich, denn nicht nur lässt man sich so viele tolle Filme entgehen, diese anti-romantische Haltung aus Image-Gründen macht sich auch außerhalb von Filmen oder vom allgemeinen Medienkonsum bemerkbar. Film und Musik sind die ultimativen Emotionstrigger, aber genau das wird recht häufig ausgeblendet oder verweigert. Nicht ohne Grund ist ja u.a. im englischen Sprachraum seit ein paar Jahren der Ausdruck "(right in) the feels" im Umlauf. Indem wir einen Ausdruck benutzen, der unsere emotionale Regung beschreibt, distanzieren wir uns von den tatsächlich gefühlten Emotionen. Das klingt vielleicht wie Off Topic und Abschweifung, aber ich sehe definitiv einen Zusammenhang zwischen der Ablehnung von Film-Musicals und der forcierten Entemotionalisierung im Sozialen. :huh:

So ein unvermittelter Ausbruch von Extrovertiertheit

Wobei ein nicht unerheblicher Teil der klassischen Musical-Szenen ja genau das Gegenteil beschreibt. Der Gesang (und Tanz) ist Ausdruck des Ungesagten, der Introvertierheit, wie ein "Aside" im Theater, wenn die Charaktere im irrealen Raum, ungehört von den Figuren ihrer Welt, ihre verborgenen Gefühle preisgeben.
"Get your shit together. Get it aaall together and put it in a backpack.
All your shit. So it’s together.
And if you gotta take it somewhere – TAKE IT somewhere, you know?
Take it to the shit store and sell it. Or put it in a shit museum.
I don’t care what you do. You just gotta get it together.
Get your shit together."
- Morty

[literal][/literal]
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