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Jay

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1

Samstag, 21. Mai 2016, 19:02

Artikel: Ghostbusters und Sexismus

Es musste ja einen zum Thema geben, also bitte:

Ghostbusters und Sexismus

Was meint ihr?
Kommende Kinofilme, auf die ich mich bis Ende Februar freue:
The Disaster Artist, God Particle, Black Panther, The Shape of Water, Die Verlegerin, Auslöschung, Tomb Raider

spätestens auf Blu-ray:
Die dunkelste Stunde, Downsizinig, Three Billboards Outside Ebbing Missouri, The Florida Project, Maze Runner 3, Der seidene Faden, Wind River, All the Money in the World, Red Sparrow, Call Me By Your Name, I Tonya, Death Wish, Molly's Game, 12 Strong, Winchester

Skylynx

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2

Samstag, 21. Mai 2016, 19:32

Danke!

Einfach nur danke, denn du sprichst hier wirklich etwas an, was mich zunehmend ankotzt.
Das ist mir auch sehr beim Trailer zu Rogue One aufgefallen, da kamen dermaßen sexistische Aussagen, dass mir alles aus dem Gesicht gefallen ist.
Eine traurige Entwicklung...
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Deathrider

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3

Samstag, 21. Mai 2016, 21:23

Stimme einem Großteil des Artikels zu. Allerdings frage ich mich, was du da für einen Trailer gesehen hast. Ich gebe zu, erst einen gesehen zu haben und den auch nur zwei mal (YT & Kino), aber ich kann mich auf Anhieb an drei geschlechtsbezogene Gags erinnern (Geist mit Möpsen, Schleim in WIRKLICH JEDER Ritze und der verunglückte Stage Dive). Ich denke da werden im Film noch mehr folgen. Das ist alles andere als geschlechterneutral und zieht den Stoff in eine Richtung, in der er nichts verloren hat. Und das bloß um dem Zuschauer den Genderswap noch mehr ins Gesicht zu drücken. Insofern ist (ohooo provokante Aussage) der Trailer(!) bereits sexistischer als der Original Film jemals war, weil er seine Komik aus einer "hihihi, das ist lustig, weil Frauen eigentlich gar nicht so sind"-Ebene bezieht. DAS finde ich nicht in Ordnung. DAS ist sexistisch. Das hat mich bereits bei der ersten Sichtung aufgeregt.

Und dann hätte ich bitte nochmal genau gewusst, was daran so schlimm ist, wenn man sagt, dass man eine gemischte Truppe lieber gesehen hätte? Warum ist praktizierter moderner Equalismus (zu dem zähle ich im Übrigen auch Aliens. Wohl ein Grund warum der eher akzeptiert wird) schlechter als vorgeschobener(!) Feminismus?

Ansonsten, guter Artikel. ;-)
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Dr Knobel

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4

Samstag, 21. Mai 2016, 23:01

Sorry Jay, aber das ist viel zu simpel,viel zu einfach viel zu bsnal, wie du das aufziehst. Man kann immer irgendwelche idiotischen Zitate, teilweise eventuell noch aus dem Zusammenhang gerissen, nehmen und daraus etwas konstruieren. Wäre es nicht sinnvoller gewesen, die berechtigte, sachlich fundierte Kritik - die in meinen Augen auch dominiert- für einen Artikel zu wählen, als irgendwelche strunzdummen Aussagen?
Das miese Feedback zum Film hat auch abseits der reinen Frauen-Thematik Gründe, und Feig ist daran alles andere als unschuldig.
Warum das nicht als Basis eines Artikels statt eine eine Diskussion im Gang zu halten, deren Basis einer Diskussion nicht wert ist? Das lenkt doch nur von den tatsächlichen Problemen der Herangehensweise und des Marketings ab.

Woodstock

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5

Samstag, 21. Mai 2016, 23:30

Zitat

Wer denkt überhaupt daran, dass die Hauptfiguren der letzten 7 GTA Spiele nicht weiblichen waren? Sicher nicht viele.

Das war übrigens Teil einer großen Diskussion, welche absolut niemanden gefallen hat und in meinen Augen ist die negative Resonanz ein düsteres Vorzeichen für jegliche gesellschaftliche Entwicklung. Es muss noch viel getan werden! Feministfrequency. Sie hat mit vielem Recht aber manchmal basiert ihre Meinung auf schlecht recherchierten Fakten. Sie hat trotzdem nicht diesen Hass verdient.

Zitat

in absolutes Grauen für den Neanderthaler-Stammesanführer, der jeden Mann als Mammutklopper und jede Frau als Brutkasten brauchte, und mit allen anderen nichts anfangen konnte.

Es ist zwar anzunehmen das Neanderthaler ein ähnliches Sozialverhalten an den Tag gelegt haben wie Homo Sapiens aber trotzdem ist das reine Spekulation. Frauen kümmerten sich um die Kinder, Sammeln, Zubereitung, Pflege, Kunst und den größten Teil der Herstellung. Die Männer hingegen gerade mal um die Jagd. Kampf, Fleichverwertung, Waffernherstellung, Führung und die geistlichen Belange waren alles geteilte Aufgaben. Das klingt überhaupt nicht nach "Nur Brutkasten".

Zitat


Wen hat es denn jemals gestört, dass der Hauptcharakter in den Alien Filmen eine Frau ist? Macht Ripley nicht all das, was man eher Männerklischees zuordnet: Ballern, die Führung übernehmen, Monster besiegen, sich heldenhaft opfern?

Sie war eine bedeutende Zeit lang im ersten Teil halbnackt bzw. in Unterwäsche und hat damit ein Hollywoodklischee erfüllt. Die Frau kann der Held sein, muss sich aber, zumindest andeutungsweise, einmal ausziehen. Eine solche Regel gab es bei männlichen Helden kaum.

Die Sexismusdebatte bezüglich Ghostbuster ist ein Thema. Aber nicht weil der Hass auf ein reines Frauenteam sexistisch ist, sondern weil die Idee auf ein reines Männerteam ein reines Frauenteam folgen zu lassen, zwei Seiten der gleichen Medaille angehören. Gleichberechtigung bedeutet nicht, dass die Frauen zu den neuen Männern werden sollen und das dominante Geschlecht in der Gesellschaft, sondern das beide Geschlechter ebenbürtig und gleichermaßen auf Augenhöhe vertreten sind. Wenn der Film diesbezüglich eine Entwicklung hätte darstellen wollen, hätte das Team gemischt sein sollen aber ich weigere mich, zu glauben, dass dieser Klamaukfilm eine politische oder soziale Botschaft offerieren soll.

Das ich den Film auch leicht rassistisch finde, soll nicht unangesprochen bleiben.

Zum Artikel selbst darf ich sagen, dass er gut geschrieben ist aber nur an der Oberfläche kratzt.
¯\_(ツ)_/¯

Jay

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7

Sonntag, 22. Mai 2016, 00:48

@Deathrider
Gegen Gleichstellung ist wirklich nichts einzuwenden. Ich vertrete da auch nicht die Meinung, dass Frauen als wichtiger zu sehen sind.

Wäre es nicht sinnvoller gewesen, die berechtigte, sachlich fundierte Kritik - die in meinen Augen auch dominiert- für einen Artikel zu wählen,

Wenn ich denn einen Artikel über das Marketing oder das Filmmaterial, also die Arbeit des Studios, hätte schreiben wollen, ja. Die haben da eine Menge verbockt, aber das muss man keinem mehr vor Augen führen.

Hier sah ich es als wichtiger an, die teils sehr fragwürdigen Reaktionen der Kommentierenden zu beleuchten. Die Leute, die meinen, dass es mit Frauen schon aus Prinzip schlechter ist. Egal, wie es umgesetzt ist.

Was ich vielleicht noch erwähnen sollte: ich sehe mich da nicht als den Mann mit den Durchblick. Ich muss selbst sagen, in den letzten 18 Monaten einige neue Perspektiven dazugewonnen zu haben. Dinge, die ich immer für selbstverständlich und richtig gesehen habe, sehe ich heute anders. Vermutlich hätte ich vor 5-6 Jahren auch noch gegen einen reinen weiblichen Ghostbusters gewettert, naiv und dumm. Ohne darüber nachzudenken, warum eigentlich. Würde mich nicht überraschen, gäbe es in dem uralten Thread sogar genau solche Meinungen von mir zu finden.

@Hurri
Sehe ich ähnlich.

@Wood
Das mit den Neanderthalern sehe ich natürlich differenzierter. Auch da wird man mitunter andere Qualitäten zu schätzen gewusst haben. Es sollte nur bewusst banales, einfaches Beispiel sein, über eine primitive Weltansicht, die viele Menschen so leben. Also ich könnte schon aus meinem Bekanntenkreis etliche aufzählen, für die jeder, der nicht Biertrinker und Handwerker ist, kein richtiger Mann ist.
Kommende Kinofilme, auf die ich mich bis Ende Februar freue:
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8

Sonntag, 22. Mai 2016, 01:04

Alter was

An wen ging das?
Also ich könnte schon aus meinem Bekanntenkreis etliche aufzählen, für die jeder, der nicht Biertrinker und Handwerker ist, kein richtiger Mann ist.

Jedem der sowas zu mir sagt, zeige ich einfach meine gewaltigen Genitalien.

Warum gehst du eigentlch nicht auf den Rest ein?
¯\_(ツ)_/¯

Deathrider

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9

Sonntag, 22. Mai 2016, 08:41

@ Woody: Heimwerker wird man nicht aus einer Männlichkeitsvorstellung heraus, sondern aus Pragmatismus... musste ich selbst überrascht feststellen. Die Alternative wäre Dogmatismus. Das ist eben das schwierige, weil auch eine Aussage gegen weibliche Ghostbuster aus derselben Quelle kommt, aber diejenigen die hingegen sachlich argumentieren in die gleiche Schublade gesteckt und mundtot gemacht werden. Das ist ein ziemlich verbreitetes modernes Phänomen ("Medienkritiker=Pegida") und ein sehr gefährliches noch dazu...

@Jay: ...Daher bitte ich dich, Jay, in evtl kommenden Artikeln dazu mehr zu differenzieren, oder es als Kolumne zu betiteln.
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10

Sonntag, 22. Mai 2016, 09:58

@ Woody: Heimwerker wird man nicht aus einer Männlichkeitsvorstellung heraus, sondern aus Pragmatismus...

Mintest du vielleicht Jay? Weil Woody hat nichts von Heim- oder Handwerkern gesagt.
Und selbst auf Jays Aussage bezogen, sehe ich den Zusammenhang nicht so wirklich. Es ist ja nicht er, der sagt, dass Mann kein Mann ist, wenn Mann nicht handwerken kann.
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11

Sonntag, 22. Mai 2016, 10:07

@ Woody: Heimwerker wird man nicht aus einer Männlichkeitsvorstellung heraus, sondern aus Pragmatismus...

Mintest du vielleicht Jay? Weil Woody hat nichts von Heim- oder Handwerkern gesagt.
Und selbst auf Jays Aussage bezogen, sehe ich den Zusammenhang nicht so wirklich. Es ist ja nicht er, der sagt, dass Mann kein Mann ist, wenn Mann nicht handwerken kann.

Ich stimmte ihm damit zu.

Gebe zu den Bogen zu meiner intendierten Aussage habe ich nicht sehr eloquent geschlagen.
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Dr Knobel

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12

Sonntag, 22. Mai 2016, 12:15



Wäre es nicht sinnvoller gewesen, die berechtigte, sachlich fundierte Kritik - die in meinen Augen auch dominiert- für einen Artikel zu wählen,


Wenn ich denn einen Artikel über das Marketing oder das Filmmaterial, also die Arbeit des Studios, hätte schreiben wollen, ja. Die haben da eine Menge verbockt, aber das muss man keinem mehr vor Augen führen.

Hier sah ich es als wichtiger an, die teils sehr fragwürdigen Reaktionen der Kommentierenden zu beleuchten. Die Leute, die meinen, dass es mit Frauen schon aus Prinzip schlechter ist. Egal, wie es umgesetzt ist.


Das kann man in meinen Augen nicht trennen, weil ein Großteil der Kritik und "Hetze" erst richtig ins Rollen kam, nachdem erste Interviews, Bilder und dann schlussendlich der Trailer kam. Wäre das alles so gelaufen, wie es hätte laufen sollen, dann wäre diese Welle in dieser Form gar nicht aufgekommen. Man hat aber schlicht und ergreifend bereits im Vorfeld und bei der Zusammenstellung der Verantwortlichen Fehler gemacht. Es geht - abseits von irgendwelchen Spinnern - nicht um die grundsätzliche Besetzung mit Frauen, sondern um McCarthy und auch um Feig. Da hatte das Projekt den ersten Schlag weg und schon da rotteten sich Zweifler (berechtigt) und Spinner zusammen. Alles, was danach folgte, machte die Sache nur schlimmer. Das grundsätzlich dazu, warum man das meiner Meinung nach nie und nimmer trennen kann.

Dann zu dieser launigen Frauen-Diskussion an sich: Nochmal, es gibt Spinner. Und die faseln immer Unfug. Das hast du überall. Die darf man einfach nicht ernst nehmen und eine immer wieder am Leben erhaltene Diskussion gibt denen mehr Raum, als sie es verdienen.
Im Fall GB schmeißt man aber auch Leute, die keineswegs dummes Zeug erzählen oder grundsätzlich nichts gegen Frauen haben, mit diesen Spinnern in einen Topf. Ich weiß auch gar nicht, was es daran nicht zu verstehen gibt. Der neue Film ist einfach nur ein Produkt, ein zwar fehlgeleitetes, kurzsichtig gedachtes Produkt, aber nicht mehr als das. Es geht nicht um ein Reebot, um ein älteres Franchise neu zum Leben zu erwecken. Es geht nur darum, ein Franchise mit einem bekannten Namen einem Publikumssegment schmackhaft zu machen, das bislang nicht zur ersten Zielgruppe gehörten. Mit der Verpflichtung von McCarthy und Feig zeigte man klipp und klar, dass man die Comedy-Fraktion von Filmen wie "Taffe Mädels" zusätzlich gewinnen will. Das ist der einzige Grund für diese Neuausrichtung mit Frauen: Eine kühl bilanzierte Markterweiterung. Und bevor jetzt wieder das Gegenargument kommt: Natürlich gibt es auch Frauen, denen die alten GB-Filme gefielen und natürlich gibt es auch Männer, die "Taffe Mädels" mochten. Aber wir sind uns doch bitteschön einig, dass anno 1984 eine Besetzung mit Aykroyd und Murray, deren größte Erfolge Sachen wie "Blues Brothers" oder "Ich glaub´ mich tritt ein Pferd" waren, ebenso eher auf ein männlicheres Publikum zugeschnitten waren, wie Feigs bisherige Sachen, eher auf ein feminines.

Das ist der Grund für ein Reebot mit Frauen. Und das spüren die Leute. Dass Feig sich dazu in Interviews äußerst ungeschickt verhält und das Marketing eine Katastrophe ist, lässt Widerstand wachsen. Dass man Aykroyd und Co. - Stand meines Wissens jetzt - nur in Cameos ohne Bezug auf die früheren Filme auftreten lässt, ist ein weiteres Unding. Hier macht man alles falsch, was man nur falsch machen kann.
"Star Wars" hat es vorgemacht: Ein Franchise muss man respektvoll und mit Einbezug der früheren Figuren übergeben. Das hier ist mit der Brechstange, ohne Respekt, ohne das Gefühl, was das einstige Stammpublikum will. Dabei ist die Besetzung mit den Frauen nur die Spitze des Eisberges, auf die sich jetzt viel fokussiert, wobei es doch überwiegend McCarthy ist, die es abbekommt. Es geht doch nicht um die grundsätzliche Besetzung mit Frauen in allen Fragen, sondern nur in diesem Fall. Es geht darum, wie es besetzt wird und warum man es so macht, wie man es macht. Legt man so etwas neu auf, muss man wissen, dass man die Erwartungshaltung eines Publikums befriedigen muss/sollte, und die wird hier konsequent ignoriert. Das hat bei den "normalen" kritischen Stimmen auch nichts mit frauenfeindlich zu tun, aber es gibt einfach keinen Grund, es nun so umzusetzen. Legt man "Tomb Raider" mit einem Mann neu auf, wird es Kritik geben, lege ich "Das Schweigen der Lämmer" statt mit einer Frau mit einem Mann neu auf, wird es Kritik geben. Ist man dann männerfeindlich? Quatsch, es besteht einfach keine Notwendigkeit, solche radikalen Änderungen vorzunehmen. Wozu? Würde es irgendetwas bringen, könnte man da irgendetwas positives aus den Trailern, Interviews oder so ziehen, hätte man das alles mal anders angepackt und kommuniziert, sähe das ganz anders aus. Doch es macht einfach den Eindruck, dass man das halt nun mit Frauen neu macht, weil es ja sein könnte, damit auch mehr Frauen in die Kinos zu locken. Und das stinkt. Das macht in etwa so viel Sinn, wie "Transporter" neu aufzulegen, dafür Woody Allen als Regisseur und Adam Sandler für die Hauptrolle zu verpflichten. Man wird da einfach derzeit dem Franchise untreu, das ist das Problem. An der Besetzung mit den Frauen macht sich das nur alles fest, leider zieht das auch Idioten an.

Dr Knobel

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13

Sonntag, 22. Mai 2016, 12:27

Sorry für Doppelpost, aber das hier trifft es in vielen Dingen ganz gut:

http://cinemassacre.com/2016/05/17/ghost…eview-i-refuse/

Jay

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Sonntag, 22. Mai 2016, 13:37

Das war übrigens Teil einer großen Diskussion, welche absolut niemanden gefallen hat und in meinen Augen ist die negative Resonanz ein düsteres Vorzeichen für jegliche gesellschaftliche Entwicklung. Es muss noch viel getan werden! Feministfrequency. Sie hat mit vielem Recht aber manchmal basiert ihre Meinung auf schlecht recherchierten Fakten.

Das hatte ich im Artikel schon leicht andeuten wollen, aber leider wurden die meisten der Diskussionen darüber ja mit idiotisch "sachlichen" Diskussionen niedergeschmettert, dass es ja bzgl der im Kontext stehenden Zoe Quinn nur darum ging, das Reviewer nicht bestechlich sein sollten und das vermeintlich vertuscht wurde blabla (schnarch). Auch da wurde das eigentlich wichtigere ANDERE Thema an der Sache immer wieder übergangen. Das Fass wollte ich eigentlich nicht aufmachen.

diejenigen die hingegen sachlich argumentieren in die gleiche Schublade gesteckt und mundtot gemacht werden. Das ist ein ziemlich verbreitetes modernes Phänomen ("Medienkritiker=Pegida") und ein sehr gefährliches noch dazu...

Ja, dieses Verhalten hat sich gerade in den letzten zwei, drei Jahren stärker denn je entwickelt. Du hast aber nicht das Gefühl, das ich das hier gemacht habe, oder? 8| Ich will hier niemanden verurteilen, nur Denkanstöße geben.

Im Fall GB schmeißt man aber auch Leute, die keineswegs dummes Zeug erzählen oder grundsätzlich nichts gegen Frauen haben, mit diesen Spinnern in einen Topf.

"In einen Topf schmeißen" ist eine unpassende Formulierung, ein Extrem. Ich stelle die einen nicht mit den anderen auf eine Stufe.

Ja, dann ist Ghostbusters halt ein kühl bilanziertes Projekt für ein anderes Publikumssegment. Was ist denn aber das größere Problem daran? Dass es ein vermutlich wenig kreatives Projekt ist, oder dass es vermeintlich für ein anderes Publikumssegment ist. Irgendwie überwiegt da oft die Meinung "mir gefällt das nicht, weil das für die anderen ist" ... anstelle des angebrachteren "mir gefällt das nicht, weil mir solche Filme nicht gefallen".
Ach ja, ich schreibe "vermeintlich", weil ich bisher immer noch nicht verstanden habe, wieso Ghostbusters mit Frauen in den Hauptrollen weniger für Männer geeignet sein soll. Kannst du mir das erklären?

Tomb Raider mit einem Mann. Komischer Gedanke, jetzt kommts: wäre ich aber offen für. Es gibt Figuren, bei denen das Geschlecht eine wichtige Rolle spielt - bspw bei James Bond - bei den Ghostbusters sehe ich aber keine Wichtigkeit. Nur weil Figuren einmal auf eine ganz bestimmte Art etabliert worden sind, heißt das nicht, dass man krampfhaft für immer daran festhalten muss. Bestes Beispiel: der Joker. Oder was ist mit John Carpenters Ignoranz gegenüber des THE THING Originals?

Um das weiterzuspinnen, kann man argumentieren "ja, wenn man offen für Änderungen sein soll, dann lasst uns doch ALLES ändern und dann ist Tomb Raider jetzt ein Orangenmusical, das auf dem Mars spielt und von der Kolonialzeit Indiens handelt. Das ist dann wieder ein blödes Extrem. Tomb Raider mit singenden Orangen ist albern. Tomb Raider mit nem Mann nicht. Ghostbusters mit Frauen noch weniger.

Du hast SW als Beispiel erwähnt. Ich brauch mir nur den Filmkalender der nächsten Jahre anzusehen um daran erinnert zu werden, dass "Kohle machen" Disney nicht weniger wichtig ist als die Leidenschaft daran. Und wenn ich mir Kate McKinnons Figur in den Promomaterialien oder das Design der Geister ansehe, weiß ich auf der anderen Seite, dass Feig auch nicht gelangweilt nur das nötigste runtergekurbelt hat.

Übrigens las ich zu SW auch jede Menge Gefasel, dass es blöd sei, dass 1. von den drei Hauptfiguren die wichtigste eine Frau ist und 2. diese *unlogisch* mit Leichtigkeit gegen einen männlichen Supersith besteht. Genau so wie Leute vor Fury Road gemault haben, dass Furiosa ja eventuell mehr Screentime bekommen könnte als Max, und dass das nicht gut ist. Da war die selbe Denke: vorher waren immer Männer die Hauptfiguren, wieso muss man das ändern. Änderung ist schlecht. Weil... das Festhalten an Traditionen wichtig ist.

Den Cinemassacre Beitrag hatte ich in meinem Artikel übrigens erst verlinkt. Seine Meinung ist völlig in Ordnung. Viele der Antworten darunter aber nicht, zb die erste: "they’re making this an excuse to shoehorn an all female cast." --- > und? where's the problem bro

Man wird da einfach derzeit dem Franchise untreu, das ist das Problem

Nein, das stimmt nicht. Man ist dem Franchise treu. Der Film ist prinzipiell sehr, sehr nah dran am Original. Näher als die Remakes von Robocop und Total Recall.

Da kommt kein guter Film, das ist das Problem.

:) alles gut.
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Sonntag, 22. Mai 2016, 14:47

diejenigen die hingegen sachlich argumentieren in die gleiche Schublade gesteckt und mundtot gemacht werden. Das ist ein ziemlich verbreitetes modernes Phänomen ("Medienkritiker=Pegida") und ein sehr gefährliches noch dazu...

Ja, dieses Verhalten hat sich gerade in den letzten zwei, drei Jahren stärker denn je entwickelt. Du hast aber nicht das Gefühl, das ich das hier gemacht habe, oder? 8| Ich will hier niemanden verurteilen, nur Denkanstöße geben.

Nein. Ich glaube dich mittlerweile gut genug zu kennen, um mir sicher zu sein dass das keineswegs dein Vorhaben war. Wenn dem nicht so wäre, wäre ich allerdings zumindest irritiert und ja, vielleicht würde ich das sogar so verstehen. Mit Bestimmtheit kann ich das jetzt jedoch nicht sagen.

Ich finde es durchaus angebracht Denkanstöße zu geben, schließlich führen wir hier grade eine nicht uninteressante und sachliche Diskussion.

Allerdings möchte ich darauf hinweisen, dass es sich lohnt zu bedenken wem man mit welcher Aussage in einem Artikel vielleicht in die Hände spielt. Gut, dafür ist diese Diskussion bereits (in ihrer Gesamtheit, nicht in diesem Thread) zu lange am Laufen und fast schon wieder old news... Aber der Apell zur Achtsamkeit muss sich ja nicht nur auf das gegenwärtige Thema beschränken und ist auch nicht ausschließlich an dich gerichtet.

Ach ja, ich schreibe "vermeintlich", weil ich bisher immer noch nicht verstanden habe, wieso Ghostbusters mit Frauen in den Hauptrollen weniger für Männer geeignet sein soll. Kannst du mir das erklären?
Wenn ich mich da mal einklinken darf... Das ist, wie ich oben bereits geschrieben habe, nicht der Punkt. Es ist, meines Erachtens kein generelles Problem, sondern eines speziell dieses Films. Eine rein weibliche Truppe könnte völlig in Ordnung gehen, wenn die Gags nicht tendenziell so extrem auf den Fakt "Es ist jetzt eine Frauentruppe" zugeschnitten wären. Geschlechterneutralität würde in diesem Zusammenhang bedeuten, dass man mit dem selben Film einen weiteren Genderswap durchführen könnte und die Sache trotzdem funktioniert. Das wäre beim Original der Fall. Hier nicht. Eins zu eins der selbe Film nur mit Männern in den Frauenrollen würde nicht funktionieren. Nicht nur weil es seltsam wäre, wenn sich Winston drüber beschweren würde beim Stagediven nicht gefangen zu werden, weil er ein Kerl sei. Nein, diese geschlechtsspezifischen Witze zielen genau darauf ab, dass eher Frauen darüber lachen, weil sie sich als Frauen mit diesen Situationen identifizieren (hier konkret auf Grund von Objektivierung, Anatomie, Sexismus). Beim Original können aber potenziell beide Geschlechter gleichermaßen über die Jokes lachen, weil sie universeller sind und sich nicht auf das Geschlecht der Protagonisten beziehen.
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Sonntag, 22. Mai 2016, 15:11


Das hatte ich im Artikel schon leicht andeuten wollen, aber leider wurden die meisten der Diskussionen darüber ja mit idiotisch "sachlichen" Diskussionen niedergeschmettert, dass es ja bzgl der im Kontext stehenden Zoe Quinn nur darum ging, das Reviewer nicht bestechlich sein sollten und das vermeintlich vertuscht wurde blabla (schnarch). Auch da wurde das eigentlich wichtigere ANDERE Thema an der Sache immer wieder übergangen. Das Fass wollte ich eigentlich nicht aufmachen.

Das meinte ich nicht mal. Ich habe mir ihre Videos angesehen und sie generalisiert zum Teil sehr stark oder beruft sich auf Fakten, welche schlichtweg keine sind. Auf diese Art steht jede Argumentation auf wackligen Beinen und untergräbt ihre eigentlich richtige Agenda. Da hat sie ein wenig Mist gebaut und war teilweise aber auch selbst Schuld. Trotzdem steht das in keiner Relation zum dem Shitstorm den sie ertragen musste. Aber ja, lassen wir das Fass zu.

Tomb Raider mit einem Mann. Komischer Gedanke, jetzt kommts: wäre ich aber offen für. Es gibt Figuren, bei denen das Geschlecht eine wichtige Rolle spielt - bspw bei James Bond - bei den Ghostbusters sehe ich aber keine Wichtigkeit. Nur weil Figuren einmal auf eine ganz bestimmte Art etabliert worden sind, heißt das nicht, dass man krampfhaft für immer daran festhalten muss. Bestes Beispiel: der Joker. Oder was ist mit John Carpenters Ignoranz gegenüber des THE THING Originals?

Tomb Raider als Mann ginge für mich nicht. Ebenso wie Indiana Jones oder James Bond als Frau. Das Geschlecht ist einfach in zu vielen Teilen der jeweiligen Serien definiert. Ich sehe keinen Sinn darin das zu ändern. Hätte Lara Croft einen Sohn oder Indiana Jones eine Tochter und die würden weitermachen, wäre das was anderes. Bleibt einfach den Figuren treu und führt sie logisch weiter. Das finde ich respektvoll gegenüber den alten und den neuen Fans.
Ähnlich wie bei Dr.Who. Warum war er nie eine Frau? Gegenfrage, warum sollte er es sein? In den neuen Staffeln wurde der Master weiblich und zur Mistress. Ich habe nicht ganz verstanden, warum er überhaupt noch am Leben war aber das war eigentlich zweitrangig. Ich mochte Missy aber sie war für mich nicht mehr der Master. Besonders da ich keinen wirklichen Sinn hinter der Wandlung verstanden habe. Es gab schon weibliche Timelords die man wieder hätte einführen können und deren Auferstehung ähnlich viel Sinn ergeben hätte, wie die Rückkehr des Masters. Eine komplett neue Figur hätte ich sogar interessanter gefunden, anstatt die erneute Wiedererwähnung der vermeidlichen Nemesis des Doktors und deren Dynamik damit fast komplett zu verändern aber dann doch wieder zum Alten zurückzukehren. Ich habe es als künstlerische Entscheidung nicht verstanden, nicht weil ich was gegen den Genderbender hatte.


Um das weiterzuspinnen, kann man argumentieren "ja, wenn man offen für Änderungen sein soll, dann lasst uns doch ALLES ändern und dann ist Tomb Raider jetzt ein Orangenmusical, das auf dem Mars spielt und von der Kolonialzeit Indiens handelt. Das ist dann wieder ein blödes Extrem. Tomb Raider mit singenden Orangen ist albern. Tomb Raider mit nem Mann nicht. Ghostbusters mit Frauen noch weniger.

Ich halte ja das Koloniale Indien auf dem Mars für albener als die Orangen aber da bin ich wohl Oldschool. Ghostbusters mit Frauen ist eigentlich voll und ganz okay, solange es nicht die gleichen Figuren sein sollen. Ich will nur das man den Figuren treu bleibt. Wäre Kristen Wigg sogar die Tochter von Egon oder sowas, wäre ich beinahe ein wenig begeistert. Dann hätte man sich dabei sogar ein wenig Gedanken gemacht. Aber nein, ich sehe das wie Jay. Alles geschieht aus den falschen Gründen und bringt uns wohl keinen guten Film in die Kinos.

Du hast SW als Beispiel erwähnt. Ich brauch mir nur den Filmkalender der nächsten Jahre anzusehen um daran erinnert zu werden, dass "Kohle machen" Disney nicht weniger wichtig ist als die Leidenschaft daran. Und wenn ich mir Kate McKinnons Figur in den Promomaterialien oder das Design der Geister ansehe, weiß ich auf der anderen Seite, dass Feig auch nicht gelangweilt nur das nötigste runtergekurbelt hat.

Also bei Star Wars war die Hälfte gelangweilt runtergekurbelt. Tod eines Mentors und die Zerstörung eines Todessterns. Alles wiederholt sich. Jeder Plotpoint gab es in der Star Wars Reihe mittlerweile dreimal, es geht kaum lahmer.

Übrigens las ich zu SW auch jede Menge Gefasel, dass es blöd sei, dass 1. von den drei Hauptfiguren die wichtigste eine Frau ist und 2. diese *unlogisch* mit Leichtigkeit gegen einen männlichen Supersith besteht. Genau so wie Leute vor Fury Road gemault haben, dass Furiosa ja eventuell mehr Screentime bekommen könnte als Max, und dass das nicht gut ist. Da war die selbe Denke: vorher waren immer Männer die Hauptfiguren, wieso muss man das ändern. Änderung ist schlecht. Weil... das Festhalten an Traditionen wichtig ist.

Hahahaha Kylo Ren ist kein Supersith. Der ist höchtens ein Supersittich. Das mit Mad Max ist ein Thema für sich. Mad Max bllieb männlich aber hatte kaum sehr viel mit Gibsons Max gemein aber da regt sich keiner auf. Furiosa alleine wäre auch nicht so gut angekommen. Beide zusammen fand ich großartig. Wer da meckert, hat einfach keine Ahnung und sollte grundsätzlich ignoriert werden.
¯\_(ツ)_/¯

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Woodstock« (22. Mai 2016, 19:18)


dank420

unregistriert

17

Sonntag, 22. Mai 2016, 15:25

Jetzt habe ich mich tatsächlich hier angemeldet, um auch meinen Senf dazu abzugeben, da mich die Debatte gleichzeitig extrem nervt und fasziniert (Ich lese aber bereits seit Jahren die Kritiken auf bereitsgesehen.de, habe aber grundsätzlich kein Interesse an Foren)
Hier ist mein Problem mit dem Film bzw. dem Vorgehen des Studios/der Macher:

> Ghostbusters ist eine Marke, die jeder kennt und aus der man immer noch Geld saugen kann
> Feminismus/Diversity/Social Justice ist momentan ein angesagtes Thema, nicht nur in Hollywood
> wir holen uns den männlichen Feministen Paul Feig und einen weiblichen Cast
> scheiß auf einen guten Film und Originalität wir machen immerhin einen "progressiven" Film (was auch nur bedingt stimmt, da einige in den Trailern schon "Rassismus" entdecken konnten)

Für mich ist es einfach ein Cash-in, von dem die Macher gemeint haben, er könne allein durch seine Casting-Entscheidungen bestehen. Wäre es jetzt ein originelles Projekt, das vielleicht an Ghostbusters angelehnt ist , aber nicht mit diesen Hintergedanken entstanden ist, wäre die Resonanz eine ganz andere.

Batou9

of the Dead

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Sonntag, 22. Mai 2016, 19:06

Was sollen nur solche Artikel, in denen die Gedanken der Mehrheit über einen Film (siehe Daumen runter) als etwas schädliches (Gefahr Gefahr!) umdeklariert wird? Alles was man bisher vom Film zu sehen bekam sah schlecht aus. Und es nervt so sehr, dass man so provokant die ausgelutschte Emanzennummer wieder auskotzt (d.h. indem man alles umdreht), dass die Mehrheit der Ghostbusterfans verärgert ist. Der Filmversprüht keinen Sexismus, sondern durch die ganzen krampfhaften Anspielungen einen Ekel. Selbst Schwulen wird mit diesem vor Schwulheit überzeichneten Hampelmann im Film vor den Kopf geschixxen. Das nervt die Menschen. Dumme Witze, schlecht gewolltes Lustig sein, Tätschel Tätschel, checkende HippieBabes, und fehlender Respekt vor den Originalen. Sie hätten J J Abrams für sowas verpflichten sollen. Er hat gezeigt wie man ein Franchise in die Zukunft erhebt. Mit glaubwürdigen Frauen, mit einer Mischung die jedem identifikationen bietet, trotzdessen, dass ein Maincharakter weiblich ist. Hätte niemanden gejuckt, wenn der neue Film 3 Damen und einen als Ghostbuster ernstzunehmenden Mann gehabt hätte. Der Film wird floppen, weil sich weder die Damen, noch die Herren mit sowas anfreunden werden.

Die Daumen runter sind ein klares und ernstzunehmendes Signal.
hellooooooOOOOOOOOOOOOooooooooooooo

Dieser Beitrag wurde bereits 4 mal editiert, zuletzt von »Batou9« (22. Mai 2016, 19:16)


Manny

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19

Sonntag, 22. Mai 2016, 19:24

Oder was ist mit John Carpenters Ignoranz gegenüber des THE THING Originals?

Öh....beides sind Verfilmungen einer Kurzgeschichte von John W. Campbell und Carpenters Film ist deutlich näher am Original. Von Ignoranz kann man da schwerlich reden.

Und Tomb Raider mit einem Mann? Warum dann nicht einfach eine Grabräubergeschichte mit einem Mann und eigenem Titel? Dazu muss das Ding nicht Tomb Raider heißen.
Mannys aktuelle Serien: Philip K. Dicks Electric Dreams, Manhunt: Unabomber, The West Wing, Die Nanny, Chuck, Vikings, Star Trek Discovery & Riverdale

Clive77

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20

Sonntag, 22. Mai 2016, 19:29

Und Tomb Raider mit einem Mann? Warum dann nicht einfach eine Grabräubergeschichte mit einem Mann und eigenem Titel? Dazu muss das Ding nicht Tomb Raider heißen.

Eben. Da gab es doch diese Reihe (die schon vor Tomb Raider in Filmform da war), die sich Indiana Jones nannte. :ugly:
Nächstes Thema für Clive's Crazy Corner? Abstimmung hier.

(die Abstimmung wird noch eine Weile laufen - zum Tippen komme ich vermutlich erst gegen Ende Mai...)

[literal][/literal]
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