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Batou9

of the Dead

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21

Sonntag, 13. November 2016, 13:49

@Jay

Jo, ich war auch erst abgetan von dem Clean-Look, aber jetzt mit den ganzen Details der Stadt wirkt es einfach grandios. Die übernommenen Details aus den Filmen sind enorm. 22 Jahre nach dem Anime-Meisterwerk scheint es wirklich eine die postmoderne, cyberartige und pessimistische Atmosphäre einfangende Umsetzung zu geben. Ich warte eigentlich nur noch auf den Moment, da die ersten Kommentatoren behaupten, das wirke alles stylisch wie aus Matrix kopiert. Demjenigen knall ich eine. :-) Der Originalanime aus dem Jahr 1995 war für soviele Filme, die sich an ähnlich kühle, urbane und dreckige Zukunftsutopien anlehnten, stilistisches Vorbild. Matrix wäre vom Stil her ohne diesen Anime gar nicht möglich gewesen, behaupte ich jetzt mal.

https://www.youtube.com/watch?v=qXiCzRfm9ZA

Ich hoffe die Story zieht einen schön in diese Cyberpunk-Welt hinein und nimmt zudem die philosophischen Fragen auf, die gerade im zweiten Teil für reichlich Begeisterung sorgten. Für Scarlett Johansson könnte es die Rolle überhaupt sein. Sie hat einen unglaublichen Body und einen entgeisterten Blick, der die ganze Tiefe der Seele, die in den Überresten des Majors noch stecken, zum Ausdruck bringen kann. An ihre Marvelfilme fühle ich mich überhaupt nicht erinnert. Sie passt 100% zum Animevorbild. Wenns fluppt und alleine die Action aus dem Anime umgesetzt wurde, könnten wir glatt eine Reihe von GITS-Filmen erleben und kämen damit von der Ladehemmung vor einer ordentlichen Akira-Umsetzung endlich weg. Denn das was der Anime bietet ist einfach knallhart und eben wegen der fehlenden Dauerdialoge und brachialen Perspektiven sehr eindringend.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Batou9« (13. November 2016, 14:01)


Presko

Goodfella

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22

Sonntag, 13. November 2016, 14:17

Großartiges Produktionsdesign, ansonsten naja, viel Geballer.


unterschreib ich mal so.
Zürich Filmfestival 2016
Aquarius - American Pastoral - Cameraperson - Mericorde - L'ame du tigre - El rey del once - Imperium - Clash - Einfach Leben - Vanatoare - Les Sauteurs - Avalanche - Heli - Jean of the Joneses - After Spring - Maquinaria Panamericana - Paterson - Stille Reserven - Chronic - Zoology - Madame B. histoire d'une Nord-Coréenne

Rantman

of the Dead

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23

Sonntag, 13. November 2016, 14:27

bor ich weiß nicht.
Der Ganzkörperanzug sieht seltsam aus. Enjoy the silence passt nicht. Viel mehr Wert auf Action, als notwendig. Und Scarlett zeigt mehr Emotionen, als sie sollte.
Noch bin ich skeptisch. Wünsche mir, dass der Film gut wird.
Abwasser ist ein Thema, das unbedingt geklärt werden muss.

Spor

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24

Sonntag, 13. November 2016, 15:15

Ganzkörperanzug sieht seltsam aus.

Ich gehe stark davon aus, dass das ein Kompromiss ist. Im Anime sah ihr Körper menschlich aus (ohne Schambehaarung, mit Nippel) und das kannst du im Film nicht bringen, weil dann würde sie ja quasi nackt rumlaufen.

Skylynx

Goodfella

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25

Sonntag, 13. November 2016, 15:57

Bei IGN gibt es übrigens die komplette "Making of a Cyborg" Sequenz zu sehen. Spoiler! http://www.ign.com/articles/2016/11/10/h…equence-opening
Starblight/ Bereitsgesehen BBQ Grillfest 2015 am 1. August!
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Dr Knobel

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26

Sonntag, 13. November 2016, 16:08

Es wird wohl keinen überraschen, aber das lässt mich völlig desinteressiert zurück.

Woodstock

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Freue mich auf: auf den unaufhaltsam näherrückenden Wahnsinn...

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27

Sonntag, 13. November 2016, 16:14

Bei IGN gibt es übrigens die komplette "Making of a Cyborg" Sequenz zu sehen. Spoiler! http://www.ign.com/articles/2016/11/10/h…equence-opening

Das Original ist besser.


Der Trailer selbst ist gut. Gefällt mir soweit, auch wenn ich mich mit Johanson in der Rolle noch immer nicht anfreunden kann.
¯\_(ツ)_/¯


APRIL

Argento

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28

Sonntag, 13. November 2016, 16:27

Gefällt mir ganz und gar nicht. Insbesondere deswegen, weil zur Befürchtung steht, dass Sanders zentrale Themen der Vorlage überhaupt nicht verstanden zu haben scheint. Dies wird m. E. schon daran deutlich, dass Kusanagi einen Anzug trägt.

Die Nacktheit Kusanagis ist jedoch ein alles andere als unbedeutender Punkt von GHOST IN THE SHELL (ich beziehe mich übrigens nur auf den Anime von 1995) und wahrscheinlich sogar ein Schlüssel zum Verständnis der Kernfragen des Werkes. Handelt es sich doch um keine dem Voyeurismus fröhnende Nacktheit, sondern um eine Notwendigkeit, da sie essentiell zum Verständnis der Hauptprotagonistin und stellvertretend ist für die philosophischen Fragen, die dieser verhandeln möchte.

In GHOST IN THE SHELL geht es m. E. vor allen Dingen um die Auseinandersetzung mit dem in jenem Kosmos auf die Spitze getriebenen human enhancement. An Kusanagi wurde deutlich wie sehr mit eben dieser Praxis auch eine Art der Dehumanisierung eintritt. Eine Entfremdung tritt ein. Dies wurde m. E. treffend u. a. in jenen Szenen dargestellt in denen Kusanagi sich in vielen Situationen entkleidete ohne dabei so etwas wie ein Schamgefühl oder dergleichen zu empfinden.
Batou hingegen - der im Film für das Menschliche steht - ist zu dieser Empfindung allerdings noch in der Lage, was daran deutlich wird, dass er in den Szenen, in welchen Kusanagi sich entkleidet, verschämt wegschaut und ihr sogleich einen Mantel reicht, um sie zu bedecken.

Andererseits sollte natürlich nicht außer Acht gelassen werden, dass auch schon GHOST IN THE SHELL problematisch ist, da natürlich die Frage gestellt werden kann, ob Film tatsächlich ein passendes Medium für die Verhandlung philosphischer Themen ist, wenn diese zu einem großen Teil über komplexe und dichte Dialoge erfolgt. Die Bildsprache ist in GHOST IN THE SHELL natürlich gelungen, aber vieles läuft eben auch über schnell heruntergesprochene Mono- und Dialoge.

GHOST IN THE SHELL ist ja ein unheimlich komplexer und dichter Film. Nicht zuletzt deswegen, weil er mit seinen achtzig Minuten auch noch unheimlich kurz geraten ist. Die kondensierten Dialoge, die überdies manches Mal in kurzer Folge einen komplexen Gedankengang an den nächsten koppeln, führen dazu, dass man schnell überfordert ist und die Frage aufgeworfen muss, ob man dergleichen nicht hätte anders lösen können oder müssen. Hitchcock sagte einmal, dass man in Filmen seinen Punkt zeigen muss. Erklärt man ihn nur, ist er schnell verloren. Da ist wohl was dran.

Ich habe jedenfalls so meine Zweifel daran, dass der kommende GHOST IN THE SHELL ein guter Film wird...
"Ich spiele lieber fünf Minuten eine interessante Rolle in einem schlechten Film als 90 Minuten eine banale Rolle in einem guten Film."

Michel Serrault

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Jay

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29

Sonntag, 13. November 2016, 18:32

Ich gehe stark davon aus, dass das ein Kompromiss ist. Im Anime sah ihr Körper menschlich aus (ohne Schambehaarung, mit Nippel) und das kannst du im Film nicht bringen, weil dann würde sie ja quasi nackt rumlaufen.

Tatsächlich betrifft das sogar nicht nur ihren Tarnanzug, auch ihre Grundkonstruktion kommt - wie man zum Schluss in dem von Sky verlinkten Video sieht - ohne Nippel aus. Ja, bestimmt, weil sie sonst zu menschlich nackt aussehen und damit drüben ein R-Rating erfordern würde. Könnte mir auch vorstellen, dass Dauernippel in China Probleme geben könnte.

Ich geb Argento allerdings Recht.

In GHOST IN THE SHELL geht es m. E. vor allen Dingen um die Auseinandersetzung mit dem in jenem Kosmos auf die Spitze getriebenen human enhancement. An Kusanagi wurde deutlich wie sehr mit eben dieser Praxis auch eine Art der Dehumanisierung eintritt. Eine Entfremdung tritt ein. Dies wurde m. E. treffend u. a. in jenen Szenen dargestellt in denen Kusanagi sich in vielen Situationen entkleidete ohne dabei so etwas wie ein Schamgefühl oder dergleichen zu empfinden.


Ja, für die eigentliche Story ist das ein essentieller Aspekt. Wir sehen Major regelmäßig nackt, obwohl sie eigentlich nur eine Maschine ist, bzw ein digitaler Verstand in einem robotischen Körper. Wir werden ständig gefordert, ob wir sie als neues, künstliches Lebewesen oder als eine einen Menschen imitierende Maschine empfinden sollen. Dein Beispiel war super. Batou wendet sich ab, aus Respekt und weil seine Instinkt ihm sagt, dass Majors nackte Form zur Fortpflanzung gedacht ist. Ein Urinstinkt, dem der Verstand sagen muss, dass sie "bloß" so aussieht und nicht aus Fleisch und Blut besteht, obwohl sie vermutlich warm ist, vermeintlich atmet, riecht und sich gänzlich echt anfühlt. Dazu muss sie eine möglichst menschliche Form haben, da sie gleichermaßen als Symbol auftritt, des Menschen der eine Schöpfung nach seinem eigenen Abbild schafft.

Argento, dafür aber, dass es eine 100 Mio+ Blockbuster Verfilmung ist und kein "Nischenwerk" wie z.B. Arrival, sieht das doch nicht schlecht aus. Das hätte so viel plumper, billiger, simplifizierter ausfallen können.

Anime Originalsequenz


Bei IGN gibt es übrigens die komplette "Making of a Cyborg" Sequenz zu sehen. Spoiler! http://www.ign.com/articles/2016/11/10/h…equence-opening

Westworld schluckt und rückt sich den Kragen zurecht.

Es wird wohl keinen überraschen, aber das lässt mich völlig desinteressiert zurück.

Hast du das Original mal gesehen? So ein großartiger Film. Keine Schulmädchen, keine Tentakel, keine quietschig-bunten Comic Reliefs, dafür grandiose Optik, Atmosphäre und Vielschichtigkeit, verpackt in einem Film für Erwachsene.
Just when you thought it was safe to go back on Joel's nerves...

Woodstock

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Sonntag, 13. November 2016, 20:09

Sind wir doch mal ehrlich. Sie ist doch nur nicht nackt weil die Amis prüde sind. Regiesseur und so weiter hätte sicher nichts gegen eine nackte Hauptdarstellerin gehabt.
¯\_(ツ)_/¯


APRIL

blacksun

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Sonntag, 13. November 2016, 20:36

Nix für mich.

Der gleiche ernste Gesichtsausdruck wie bei den Avengers.
Geistlicher:"Er starb für unsere Sünden"
Viktor Kruger:"Das war aber nicht sehr klug von ihm"
Als Alexander Graham Bell zum ersten mal sein Telefon benutzte, stellte er fest, dass er zwei Anrufe von Chuck Norris verpasst hat.

Irrational Man; 7-8/10
Zoolander2: 4/10
Hail,Cesar: 5-6/10
Batman v Superman 6-7/10
Der Spion und sein Bruder 5/10
Don't Breathe 7/10
Marvel’s Dr Strange 6/10
Rogue One 7-8/10

Rantman

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Sonntag, 13. November 2016, 20:40

Nix für mich.

Der gleiche ernste Gesichtsausdruck wie bei den Avengers.


Du kennst scheinbar die Vorlage nicht. Sie muss emotionslos aussehen. Für meinen Geschmack zeigt sie im Trailer schon zu viele Emotionen.
Abwasser ist ein Thema, das unbedingt geklärt werden muss.

Batou9

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33

Sonntag, 13. November 2016, 20:46

@Argento: Zustimmung, die Nackheit des Majors ist eine ganz wichtige Komponente gewesen. Betrachten wir den Film aber bitte dahingehend als einen Kompromis, da er ansonsten niemals zustande gekommen wäre. Das ließe sich nicht vermarkten, wäre nur mit sehr viel niedrigerem Budget machbar gewesen. Und ich meine der gelungenen Cyberpunktoptik seit dem Trailer entnehmen zu können, dass sie es ernst meinen. Es bleibt abzuwarten, wie ihre Leere und funktionelle Körperwahrnehmung im Film vermittelt wird. Aufgrund der Tatsache, dass die Originale hervorragende Kurzdialoge bieten, ist die Hoffnung zumindest groß, dass man es andersweitig vermitteln wird. Und wenn nicht, dann bietet nach dem Kinofilm der Verzehr des Anime eine hervorragende Ergänzung, um sich tiefer mit den philosophischen Fragen auseinanderzusetzen. Ich bin einfach froh, dass der Film bisher nicht billig, sondern ernst wirkt. Ich hatte fürchterliches erwartet. Es wäre eine Katastrophe, wenn das gezeichnete Meisterwerk durch einen 08/15 Hinklatsch bespuckt wird.

Wahrscheinlich wird man mich und meine Einheit stärker nutzen, um den Kontrast ihrer Psyche (?) zu steigern. Denn so wie es nach den Interviews ausschaut habe ich auch ruhige Szenen im Film, in denen ich vielleicht den Major durch meine Art irritiere. Würde mich nicht wundern, denn Batou ist spätestens seit dem zweiten Anime der Dreh- und Angelpunkt, die unerschütterliche Konstante, die ihrer Irritation in gegenüber steht.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Batou9« (13. November 2016, 20:53)


blacksun

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Sonntag, 13. November 2016, 21:23

@rantman: dann passt es ja. nix für mich. :sleeping:
;)
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Viktor Kruger:"Das war aber nicht sehr klug von ihm"
Als Alexander Graham Bell zum ersten mal sein Telefon benutzte, stellte er fest, dass er zwei Anrufe von Chuck Norris verpasst hat.

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Joel.Barish

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Sonntag, 13. November 2016, 23:02

Hm ... Einerseits besser als befürchtet, aber andererseits doch schon ziemlich genau wie befürchtet. Inklusive der Erschaffungssequenz ist es zu sehr Kopie. Respekt für die Vorlage gut und schön, aber manchmal zeigt man den größten Respekt dann, wenn man die Vorlage Vorlage sein lässt, sich inspiriert fühlt und eigene Wege geht. Aber die einzigen Wege, die man hier neu geht, sind wirklich die verstärkten Actionszenen. Die von Gonzo angesprochene Ballerei stört mich jetzt schon. Und so nett und so erfreulich wild und unsauber das Stadtbild auch aussieht, originell ist daran nicht viel.
Und dann Scarlett. Ich fürchte, das ist für sie wie eine lauwarme Wiederholung von all dem, was sie in "Under the Skin" so perfekt rübergebracht hat. Ist mir auch darin zu ähnlich und ist für Johansson nach "Her", UTS und "Lucy" zu sehr in dem Bereich, den sie außerhalb des MCU zuletzt regelmäßig besucht hat. Nicht, dass das schlecht wäre, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass ihr hier sonderlich viele neue Facetten abverlangt werden.

Ich warte eigentlich nur noch auf den Moment, da die ersten Kommentatoren behaupten, das wirke alles stylisch wie aus Matrix kopiert. Demjenigen knall ich eine. :-) Der Originalanime aus dem Jahr 1995 war für soviele Filme, die sich an ähnlich kühle, urbane und dreckige Zukunftsutopien anlehnten, stilistisches Vorbild. Matrix wäre vom Stil her ohne diesen Anime gar nicht möglich gewesen, behaupte ich jetzt mal.
Vollkommen richtig. Aber selbst wenn man das weiß, ist diese mentale Assoziation manchmal unvermeidbar. Bei "John Carter" wussten wir auch, dass die Vorlage der Grundstein für diverse Geschichten war und dennoch war es nahezu unmöglich so zu tun, als sei irgendwas an "John Carter" frisch, neu und eigenständig.

In GHOST IN THE SHELL geht es m. E. vor allen Dingen um die Auseinandersetzung mit dem in jenem Kosmos auf die Spitze getriebenen human enhancement. An Kusanagi wurde deutlich wie sehr mit eben dieser Praxis auch eine Art der Dehumanisierung eintritt. Eine Entfremdung tritt ein. Dies wurde m. E. treffend u. a. in jenen Szenen dargestellt in denen Kusanagi sich in vielen Situationen entkleidete ohne dabei so etwas wie ein Schamgefühl oder dergleichen zu empfinden.
Auch richtig, aber unterm Strich ist es auch "nur" klug integrierter Fan-Service, oder?
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Butch

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Sonntag, 13. November 2016, 23:09

Ja gefällt mir. Man darf sich vielleicht nicht zu sehr an die Vorlage klammern aber selbst mit dem Anime im Hinterkopf ist der Trailer denke ich immer noch sehr akzeptabel, fängt den Ton des Orininals schon ganz gut ein, meine ich, wird mal wieder Zeit den Anime Klassiker aufzufrischen...
Into the Silence ist mein einziger kritikpunkt eines ansonsten sehr gelungenen Trailers.

Woodstock

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Sonntag, 13. November 2016, 23:36

Live Premiere des neuen Themes.

Das neue Theme hat was, keine Frage aber mir gefällt das Alte trotzdem besser. Es wirkt ausgeglichener und stimmungsvoller. Das hier schreit geradezu nach BAMM BAMM BOOM Hollywood. :S
¯\_(ツ)_/¯


APRIL

Woodstock

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Sonntag, 13. November 2016, 23:50

Hm ... Einerseits besser als befürchtet, aber andererseits doch schon ziemlich genau wie befürchtet. Inklusive der Erschaffungssequenz ist es zu sehr Kopie. Respekt für die Vorlage gut und schön, aber manchmal zeigt man den größten Respekt dann, wenn man die Vorlage Vorlage sein lässt, sich inspiriert fühlt und eigene Wege geht.
Aber die einzigen Wege, die man hier neu geht, sind wirklich die verstärkten Actionszenen. Die von Gonzo angesprochene Ballerei stört mich jetzt schon. Und so nett und so erfreulich wild und unsauber das Stadtbild auch aussieht, originell ist daran nicht viel.

Nein, da kann ich dir nicht zustimmen. Einerseits regten sich viele auf, dass man die Vorlage zu sehr verändert und jetzt regt man sich auf, dass es zu sehr Kopie ist. Genau diesen Vorwurf habe ich kommen sehen und kann ich ihn nicht teilen. Warum? Weil wir den fertigen Film noch nicht gesehen haben. Ghost in the Shell ist einigen ein Begriff aber vielen anderen nicht. Der Film ist von 1995. Das darf man nicht vergessen! Der Film, und besonders der Trailer, gehen auf einem schmalen Grad. Einerseits darf man sich nicht zu sehr von der Materie entfernen und die Fans vergraulen und andererseits, darf man den Film nicht exakt kopieren, sonst vergrault man ebenfalls die Fans. Zudem muss man noch neue Zuschauer gewinnen und da hilft nun mal Action. Das Studio ist hier sichtlich den Mittelweg gegangen. Möglichst viele bekannte Szenen aus dem Anime, um den Fans zu gefallen und möglichst viel Action, um dem Rest zu gefallen. Das ist ein erste Trailer und diese repräsentieren selten exakt das fertige Werk wieder. Wie das Pacing, die Action, die Handlung und Stimmung am Ende ist, sehen wir, wenn wir es sehen.

Ich persönlich finde es schade, dass Johanson nicht öfters nackt ist, nicht aus den regulären, perversen Gründen, sondern weil es relevant für die Geschichte ist. Ich mag es aber auch nicht, dass die, ansonsten sehr weitläufige und im Anime stark repräsentierte, Stadt, zwar hier ebenfalls stark in den Fokus rückt aber nicht so weitläufig wirkt. Im Anime war sie wie ein eigener Charakter, in welchem sich die Hauptfigur bewegte und eine Verbindung, ein Zuhause suchte. Das wurde im Trailer kurz genannt aber gerade diese weite Leere und Einsamkeit, die der Anime vermittelt, sehe ich hier noch nicht. Die engen Sets und eindeutigen Greenscreeneinsätze, täuschen die Weite der Stadt nur vor und das drückt mir gewaltig auf die Stimmung. Das ist etwas das der Anime für immer besser machen wird aber vielleicht schaffen es die Macher, die fehlende Scham und Menschlichkeit und die gefühlte Einsam- und Rastlosigkeit der Hauptfigur anders zu übermitteln. Da hätten wir dann eine deutliche aber vielleicht nicht weniger gute, Neuinterpretation des Ausgangsmaterials. Also, Tee trinken und abwarten!


Und dann Scarlett. Ich fürchte, das ist für sie wie eine lauwarme Wiederholung von all dem, was sie in "Under the Skin" so perfekt rübergebracht hat. Ist mir auch darin zu ähnlich und ist für Johansson nach "Her", UTS und "Lucy" zu sehr in dem Bereich, den sie außerhalb des MCU zuletzt regelmäßig besucht hat. Nicht, dass das schlecht wäre, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass ihr hier sonderlich viele neue Facetten abverlangt werden.

Sie ist zu omnipräsent in Hollywood. Zu bekannt und vorbelastet mir ähnlichen Rollen. Darum, und weil sie keine Asiatin ist, wollte ich nicht Johanson in diesem Film.

EDIT:
Sieht trotzdem besser aus als Luc Besons Valium.
¯\_(ツ)_/¯


APRIL

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Woodstock« (14. November 2016, 02:54)


Batou9

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Montag, 14. November 2016, 00:11

@Woodstock: Wenn der Film mit dieser Neuauflage des Themes anfängt .......... 8o

IMAX-Pflichtbesuch, Lautsprecher auf Maximum! hatte gar nicht mitbekommen, dass die den Soundtrack des Animes neu auflegen für den Film. Stark!

Argento

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Montag, 14. November 2016, 00:16

@Joel:
Auf was genau beziehst du dich? Bist du der Auffassung, dass das Nacktsein ein Fanservice war?

Falls ja, so sehe ich dies anders. Wie ich bereits erläuterte, ist eben jenes ein essentieller Teil der Bildsprache, welche dem Zuschauer etwas über die Welt an sich des dortigen Kosmos und insbesondere über Kusanagi verrät sowie überdies geradezu sinnbildlich ist für die Dinge, welche in GHOST IN THE SHELL u. a. verhandelt werden. Stichwort Körper, Verkörperung, Körperlichkeit.

Es erfüllt im Gesamtwerk eine wichtige Funktion. Ist logische Konsequenz aus den durch den präsentierten Kosmos vorgegebenen Parametern und sagt uns viel über den "enhanceten" Menschen. Überdies stellt es auch den besten Einfall in Sachen Bildsprache des gesamten Films dar. Ich hätte mir dergleichen mehr gewünscht, da - wie an anderer Stelle oben bereits erwähnt - die erklärenden Passagen des Films nicht unproblematisch sind. Dies nun aber als Fanservice zu diskreditieren, empfände ich als eine arg böswillige Interpretation. Fanservice zielt doch auf Gefälligkeiten ab, welche den "Fans" zur Schnellbefriedigung ihrer "Nerdwünsche" offeriert werden, aber zur eigentlichen Entwicklung der Handlung nichts beitragen können. Dies trifft nun auf das Nacktsein, mit welchem man in GHOST IN THE SHELL konfrontiert wird, überhaupt nicht zu.
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