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Clive77

Serial Watcher

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Sonntag, 19. Februar 2017, 00:17

Story XLIV - Des Kaisers neue Bilder

Kurz nach zwanzig Uhr verließ ich die Kneipe und machte mich auf den Weg nach Hause. Das Feierabendbier war für mich zu einer festen Tradition geworden, um nach einem langen Arbeitstag Körper und Geist herunterzufahren und abzuschalten. Zu gerne wäre ich noch länger dort geblieben und eine weitere Flasche geleert, doch wie so oft am Monatsende, war ich knapp bei Kasse und konnte es mir nicht leisten, so viel Geld in einem Lokal zu lassen.
Draußen empfing mich der stürmische Wind eines Septemberabends, wie er in Hamburg keine Seltenheit war. Besonders in der Nähe des Hafens war die Luft von einer Nässe erfüllt, die einem stetigen Nieselregen glich und den Körper bis zu den Knochen durchdrang. Wer an diese Wetterverhältnisse nicht gewohnt war, konnte sich hier im Handumdrehen eine Lungenentzündung holen, die für den einen oder anderen tödlich endete. Trotz – oder gerade wegen – ihrer rauen und kalten Art liebte ich meine Stadt.
In der Steinstraße kam mir ein Mann entgegen, dessen Gesicht mir vage bekannt vorkam. Er trug einen kostspielig aussehenden Mantel und einen gestreiften Schal, der so lang war, dass seine Enden auf der Höhe der Hosentaschen baumelten. Die schwarzen Lederhalbschuhe glänzten im Licht der Laternen. Als der Mann mich bemerkte, blieb er stehen und verzog seinen Mund zu einem Grinsen.
"Frank!", rief er meinen Namen und breitete in einer theatralischen Geste die Arme aus. "So sieht man sich wieder!"
Sobald ich seine nasale Stimme hörte, fiel mir sogleich ein, woher ich diesen Mann kannte. Ich verlangsamte die Schritte und hielt vor ihm an. "Bist du das, Paul?", fragte ich ihn.
"Wie er leibt und lebt", erwiderte er, bevor er meine Hand ergriff und sie überschwänglich schüttelte. "Wie lange ist es her?"
"Müssen inzwischen neun Jahre sein", meinte ich nach kurzer Überlegung. Endlich gelang es mir, meine Hand aus seiner Umklammerung zu befreien. "Wie schnell die Zeit vergeht", fügte ich die Floskel hinzu, die man bei solchen Gelegenheiten zu sagen pflegte.
Im Gegensatz zu ihm war ich über diese Begegnung keineswegs glücklich. Obgleich seit unserem letzten Treffen so viele Jahre vergangen waren, schlummerten meine Erinnerungen an jene Zeiten knapp unter der Oberfläche meines Gedächtnisses und tauchten nun in meinem Bewusstsein auf, so kristallklar, als wären sie erst gestern passiert.

Vor neun Jahren gingen Paul und ich in dieselbe Klasse und waren befreundet – nicht die allerbesten Freunde auf der Welt, aber gute Kumpels, die ihre Pausen zusammen verbrachten und sich an manchen Wochenenden mit Unmengen an Bier volllaufen ließen. In unserem letzten gemeinsamen Schuljahr habe ich mich nicht mit Rum bekleckert, als ich eine Affäre mit seiner Freundin begann. Selbst wir Hamburger haben in unseren jungen Jahren durchaus Augenblicke, in denen wir von unseren Hormonen um den Verstand gebracht werden und alles besteigen, was uns an sich heranlässt. In den Momenten, wenn ich nicht gerade in seiner Freundin steckte, war ich nicht stolz darauf und fühlte mich in Pauls Gegenwart zunehmend unbehaglich. Ich fragte mich, ob er etwas von unserem Verhältnis ahnte, und suchte in seinen Worten nach versteckten Anspielungen, die bestätigen würden, dass er uns entlarvt hatte. Die Affäre endete mit dem Schulabschluss; danach trennten sich unsere Wege.
Bis zum heutigen Tage wusste ich nicht, ob er uns jemals auf die Schliche gekommen war. Es war gut möglich, dass sie irgendwann ein schlechtes Gewissen bekommen – oder zu viel getrunken – und es ihm gebeichtet hatte. Diese Ungewissheit machte die ganze Angelegenheit noch unangenehmer als sie es ohnehin schon war.

"Wie geht es dir?", fragte ich ihn. "Bist du noch mit Susanne zusammen?"
Paul lachte gelassen auf. "Aber nein. Wir hatten uns schon kurz nach dem Schulabschluss getrennt, sie lebt jetzt irgendwo in Saarland."
Nach diesen Worten spürte ich, wie die Anspannung von mir wich. "Was machst du beruflich?", wollte ich von ihm wissen.
"Ich bin Maler", sagte er nicht ohne Stolz in der Stimme. "Hatte schon ein paar Ausstellungen in der Galerie drüben in Wilstorf."
Ich versuchte gar nicht erst, meine Überraschung zu verbergen. "Seit wann interessierst du dich denn für Kunst? Wolltest du damals nicht BWL studieren?"
"Das Studium habe ich nach zwei Semestern abgebrochen", entgegnete er mit einer Miene, als hätte er in eine Zitrone gebissen. "Das war überhaupt nicht mein Fall. Danach war ich ein paar Jahre lang auf der Suche nach meiner Identität, bis ich irgendwann meine künstlerische Begabung entdeckte und anfing, Bilder zu malen. Ein paar davon habe ich einer bekannten Galeristin gezeigt und sie hat mir geholfen, in der Szene Fuß zu fassen."
"Wow", meinte ich nach seinem Redeschwall, immer noch verblüfft. Wenn ich an den alten Paul dachte, der für sämtliche Kunstarten außer Technomusik nichts als Verachtung empfunden hatte, konnte ich mir beim besten Willen nicht erklären, wie aus ihm ein Künstler geworden sein sollte. "Hast du schon viele Bilder verkauft?"
"Inzwischen sind es etwa zwanzig Stück." Er zuckte mit den Achseln, als wäre diese Anzahl nicht von Bedeutung, doch sein Stolz drang ihm aus allen Poren. "Und was machst du so?", fragte er mich.
"Ich arbeite als Elektriker."
"Wieso denn das?" Sein Gesichtsausdruck schwankte zwischen Verständnislosigkeit und Mitleid.
"Weil mir dieser Job Spaß macht und ich davon leben kann", erwiderte ich.
Paul blickte mich zweifelnd an. "Okay." Als das Schweigen unangenehm wurde, sprach er weiter: "Willst du ein paar von meinen Bildern sehen? Ich wohne hier in der Nähe."
"Ich weiß nicht …"
"Komm schon, ich gebe dir einen Drink aus", beharrte er.
Ich sah auf meine Armbanduhr. "Na gut, einen Drink könnte ich noch vertragen", nahm ich seine Einladung an.

In seiner Wohnung hing ein Geruch nach Farben, den ich schon seit meiner Kindheit als angenehm empfand. Die weiße Möbelausstattung sah teuer aus, ebenso wie der dicke Webteppich, der den Großteils des Bodens im Wohnzimmer bedeckte. Aus den Augenwinkeln bemerkte ich, dass Paul meinen Gesichtsausdruck beobachtete.
"Nicht schlecht", meinte ich.
Er zuckte mit den Achseln und deutete auf eine Tür, die sich am anderen Ende des Raumes befand. "Das Atelier ist dort drüben", sagte er. "Aber warte, zuerst hole ich uns eine Flasche Wein aus der Küche."
"Hast du ein Bier für mich?"
Mit einem verächtlichen Schnauben schüttelte er den Kopf. "So etwas habe ich hier nicht. Bier ist doch ein Proleten-Gesöff."
"Ich mag Bier", sagte ich. "Aber wenn du nichts anderes hast, dann hol deinen Wein."
Als Paul mit der Flasche zurückkam, stellte er zwei Gläser auf den Tisch und schenkte uns den Wein ein. Zu meiner Verwunderung füllte er sie nur zur Hälfte, doch als Gast wollte ich nicht allzu fordernd erscheinen und nahm kommentarlos das Glas an, das er mir reichte.
"Auf unser Wiedertreffen", sagte er, bevor er mit mir anstieß.
"Genau", murmelte ich und kippte mir das Bisschen Flüssigkeit in einem Zug hinter die Binde. Aus irgendeinem Grund weiteten sich seine Augen, als er dies sah. "Schmeckt gar nicht so übel", lobte ich.
Wie ein Spatz an einer Vogeltränke nippte Paul an seinem Wein. "Das ist ein Rüdesheimer Schlossberg Riesling, Jahrgang 1989", teilte er mir mit.
"Tatsächlich?" Ich hielt ihm mein leeres Glas hin, damit er es auffüllte. "Ich hätte eher auf 1991 getippt."

Endlich betraten wir sein Atelier, in dem der Farbgeruch noch intensiver war. Während mein Gastgeber immer noch seinen ersten Drink schlürfte, führte er mich zu einer Staffelei, die in der Mitte des Raumes aufgestellt war.
"Das ist mein neuestes Werk", sagte er und deutete auf die Leinwand, die vor uns stand. Sie war mit verschiedenen Farben beschmiert.
"Was soll das darstellen?", fragte ich verwirrt.
"Das soll jeder Betrachter selbst für sich herausfinden", entgegnete Paul. "Was siehst du darin?"
Ich versuchte, etwas zu erkennen, aber so sehr ich mich auch anstrengte, blieb es in meinen Augen ein einziges Durcheinander von Farben, die jemand völlig wahllos auf die Leinwand geklatscht hatte. "Ich sehe nur Chaos. Gibt es wirklich Menschen, die dafür Geld bezahlen?"
Er wirkte beleidigt. "Natürlich! Wahre Kunstkenner sammeln solche Bilder, weil sie genau wissen, dass ihr Wert mit der Zeit steigen wird. Was schätzt du, was ich dafür bekommen werde?", wollte er von mir wissen.
"Also ich würde dafür zehn Euro bezahlen, weil man die Leinwand noch für ein richtiges Bild verwenden kann."
Zunächst blickte er mich mit großen Augen an, dann lachte er auf. "Haha, sehr witzig. Nein, ich meine im Ernst, wie viel würdest du mir dafür geben, wenn du wohlhabend wärst?"
"Wenn ich wohlhabend wäre?" Ich dachte kurz nach. "Dann würde ich vielleicht zwanzig Euro dafür bezahlen."
Nun schien Paul wirklich eingeschnappt zu sein. "Du hast einfach keine Ahnung von Kunst", sagte er in einem gekränkten Tonfall. "Mit meinem bisher teuersten Bild habe ich zwölf Tausend Euro verdient." Als er meinen ungläubigen Gesichtsausdruck bemerkte, fuhr er fort. "Für einen Laien wie dich mag das unbegreiflich sein, aber wie ich schon sagte, sehen es die Kunstkenner ganz anders und mein Erfolg gibt mir recht."
"Das tut er nicht", widersprach ich. "Das Schnappi-Lied war extrem erfolgreich und stand wochenlang auf dem ersten Platz in den Charts. Das heißt aber noch lange nicht, dass es kunstvoll ist, sondern beweist höchstens den schlechten Geschmack der Zuhörer. Du hast recht, dass ich kein Kunstkenner bin, aber Schrott kann ich erkennen. Kunst erfordert Talent, was deine Bilder nicht tun. Das ist so, als würde sich jemand an ein Klavier setzen, wahllos auf die Tasten hauen und dann so tun, als hätte er gerade große Kunst erschaffen. Ich habe Respekt vor Leuten, die schöne Landschaften oder Porträts malen können, denn das schaffen nicht so viele." Ich zeigte auf sein Bild. "Aber jeder kann so etwas fabrizieren, wirklich jeder."
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(die Abstimmung wird noch eine Weile laufen - zum Tippen komme ich vermutlich erst gegen Ende Mai...)

Clive77

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Sonntag, 19. Februar 2017, 00:18

"Landschaften und Porträts sind völlig banal und primitiv; es ist kein Wunder, dass sie Leuten wie dir gefallen", erwiderte er mit unverhohlener Geringschätzung. "Aber für solche Bilder wie meine braucht man Kreativität, und das kann nun wirklich nicht jeder."
"Doch", sagte ich.
"Wollen wir wetten?"
Paul hatte schon während der Schulzeit ein Faible für Wetten an den Tag gelegt. In der achten Klasse war er eines Tages in voller Taucherausrüstung in der Schule aufgetaucht, nachdem er mit jemandem gewettet hatte, dass er zehn rohe Eier innerhalb von einer Minute essen konnte, ohne sich zu übergeben. Über das siebte Ei war er nicht hinausgekommen. Eines musste man ihm lassen – seine Wettschulden nahm er sehr ernst und drückte sich nie vor den Konsequenzen einer Niederlage.
"Was schlägst du vor?", fragte ich.
Paul überlegte kurz. "Ich wette, dass du es nicht schaffst, im nächsten Monat auch nur ein solches Bild zu malen und zu verkaufen."
"Wie hoch wäre dein Einsatz?"
"Ich dachte mir, dass der Verlierer nackt über die Reeperbahn laufen muss", meinte er.
Mit einem Kopfschütteln lehnte ich seinen Vorschlag ab. "Was hätte ich denn davon? Mir geht keiner dabei ab, wenn ich sehe, wie sich jemand blamiert."
"Okay, dann kriegst du von mir eintausend Euro, falls du tatsächlich gewinnen solltest", bot er mir als Alternative an. "Aber wenn du verlierst, dann musst du nackt über die Reeperbahn laufen. Oder nein, warte." Er verzog das Gesicht zu einem Grinsen. "Dann musst du in einem Ballerina-Kostüm darüber laufen. An einem Freitagabend."
Ich fragte mich, wie er auf solche Ideen kam. Womöglich lag er nachts schlaflos im Bett und überlegte sich, mit welchen Strafen er seine potenziellen Gegenspieler demütigen konnte.
"Einverstanden", sagte ich.

Drei Tage später bekam ich meinen Lohn und kaufte mir nach der Arbeit vier Leinwände sowie Ölfarben und verschiedene Malutensilien. Dafür musste ich so viel Geld hinblättern, dass ich mir keine Kneipenbesuche für den Monat leisten konnte. Es fiel mir schwer, auf mein traditionelles Feierabendbier zu verzichten, doch ich stellte mir vor, wie ich die Wette gewinnen und einen Tausender kassieren würde.
Da ich keine Staffelei besaß, breitete ich ein großes Stück Abdeckfolie auf dem Boden aus, bevor ich eine Leinwand flach darauf legte. Mit einem breiten Pinsel trug ich zunächst etwas rote Farbe an die Ränder meines ersten Bildes auf, dann kippte ich eine ordentliche Portion Gelb in die Mitte und verteilte es gleichmäßig in einem großen Kreis. Das Ergebnis sah so scheußlich aus, dass es als abstrakte Kunst durchgehen musste. Nachdem ich es mit dem Titel 'Sonnenanbeter' versehen hatte, ließ ich es trocknen und ging schlafen.
Wegen meines Jobs hatte ich nur wenig freie Zeit, in der ich mich der Malerei widmen konnte. Da ich mich um die Einkäufe kümmern, das Essen kochen und gelegentlich in meiner Wohnung aufräumen musste, fehlten mir abends oft die Zeit und der Antrieb, um ein Bild zu fabrizieren. Nach einer Woche hatte ich immer noch kein zweites angefangen, aber ich wollte auch nicht das erste allein den Betreibern von Galerien und Kunsthändlern anbieten. Meine Befürchtung war, dass sie voreingenommen gegenüber meinen weiteren Bildern sein würden, wenn ihnen das erste nicht gefallen sollte. Um meine Erfolgschancen zu erhöhen, beschloss ich, dass ich mich erst dann auf die Suche nach einem Abnehmer begeben würde, wenn ich mehrere Gemälde zusammen hatte.

Bei meinem zweiten Bild verwendete ich eine Farbspritzpistole, mit der ich viel Blau und Grün über die Leinwand verteilte. Dafür benötigte ich nur halb so viel Zeit wie ich für die Arbeit mit dem Pinsel gebraucht hatte. Das neue Bild gefiel mir deutlich besser als das erste. Vielleicht lag es nur an den giftigen Dämpfen, aber als ich das psychedelische Ergebnis betrachtete, fühlte ich mich euphorisch und siegessicher. Nach langer Überlegung betitelte ich es als 'Feuerwerk'.
Zwei Tage später befestigte ich ein großes Stück Folie an der Wand meines Wohnzimmers, bevor ich die dritte Leinwand nahm und sie aufrecht dagegen lehnte. Ich holte zwei leere Gurkengläser aus der Küche, füllte eines davon mit roter Farbe und das andere mit schwarzer, dann stellte ich sie übereinander vor der Leinwand auf. Aus der Abstellkammer, wo ich mein Werkzeug aufbewahrte, nahm ich eine Rolle Panzerband und den schwersten Hammer, den ich besaß. Nachdem ich die der Leinwand abgewandte Seite der Gläser mit Panzerband überklebt hatte, um die Farbspritzer in eine Richtung zu lenken, legte ich ein zwei Zentimeter starkes Brett oben drüber. Ich stellte mich vor meiner Konstruktion auf, holte mit dem Hammer aus und ließ ihn mit voller Wucht auf das Brett und die darunter stehenden Gläser niedersausen.
Obwohl ein Teil der Farbe auf der Folie und auf meiner Kleidung landete, kam genug auf der Leinwand an, um ein Bild entstehen zu lassen. Die Farbspritzer ergaben ein willkürliches Muster aus Schwarz und Rot, das mich an eine verformte Sanduhr erinnerte. Deswegen nannte ich dieses dritte Bild 'Die Zeit läuft ab'.
Nachdem ich mit einer Pinzette die Glasscherben von dem Gemälde entfernte hatte, ließ ich es trocknen.

Zwei Wochen vor dem Ablauf der vereinbarten Frist fotografierte ich meine drei Bilder und ließ sie in einem Fotoatelier in guter Qualität drucken. Gewiss hätte ich sie auch mit meinem Smartphone aufnehmen können, doch das Display war zu klein für die Präsentation meiner Bilder. Die Fotos steckte ich in eine schicke Mappe, die ich eigens dafür gekauft hatte, obwohl meine Ausgaben für diese Wette inzwischen höher waren als ich es eingeplant hatte. Ich wusste nicht genau, wie die Künstler-Branche funktionierte, aber meiner Einschätzung nach war es vor allem wichtig, einen guten ersten Eindruck zu machen.
Im Internet informierte ich mich über die Kunstgalerien, die es momentan in Hamburg gab. Wenn es bei den beiden Galerien, die ich dabei fand, nicht klappen sollte, so nahm ich mir vor, mein Glück in anderen Städten zu versuchen. Gekleidet in meinen besten Anzug, klemmte ich mir die Mappe unter den Arm und machte mich auf den Weg in die Stadt.
Zuerst besuchte ich diejenige, die nicht weit entfernt von meiner Wohnung gelegen war. Zu meiner Überraschung stellte ich fest, dass sie in einem renovierungsbedürftigen Gebäude untergebracht war, dessen Fassade abbröckelte. Ich vergewisserte mich, dass ich bei der richtigen Adresse angelangt war, bevor ich die Klingel betätigte. Kurze Zeit später ging die Tür auf.
"Wie kann ich Ihnen helfen?", fragte mich der Mann, der im Türrahmen stand. Er trug eine braun-weiß karierte Hose und ein gelbes Jackett mit aufgenähten roten Herzen.
"Ich habe ein paar Bilder, die ich Ihnen anbieten möchte", sagte ich und reichte ihm die Mappe.
Nachdem er mit einem missbilligenden Blick meinen Anzug gemustert hatte, nahm er die Mappe an und schlug sie auf. Er sah sich flüchtig die Bilder an und gab sie mir zurück. "Kein Interesse. Und wenn ich Ihnen einen Tipp für die Zukunft geben darf, ziehen Sie sich beim nächsten Mal etwas Geschmackvolleres an", fügte er hinzu und verschloss die Tür.
Ich blickte an meinem Anzug hinunter, konnte jedoch nichts Geschmackloses daran erkennen. Dennoch fühlte ich meine Hoffnung schwinden, als ich mich auf den Weg zu der zweiten Galerie machte.

Dort wurde ich von einer Frau mittleren Alters an der Tür empfangen.
"Ich habe hier ein paar Gemälde, an denen Sie interessiert sein könnten", sagte ich, nachdem ich mich vorgestellt hatte.
Sie nahm die Mappe entgegen und betrachtete mit einem konzentrierten Gesichtsausdruck die Bilder. Während ich gespannt auf ihr Urteil wartete, hielt ich unwillkürlich die Luft an. "Die ersten beiden sind zu leer, sie lassen mich kalt. Aber das dritte hat etwas. Wie groß ist es?"
"Sechzig mal achtzig", erwiderte ich.
Sie schlug die Mappe zu und sah mich an. "Ich werde es meiner Partnerin zeigen und mich mit ihr beraten", sagte sie. "Kommen Sie herein und warten Sie in der Galerie, bis wir eine Entscheidung getroffen haben."
Darüber empfand ich soviel Freude, dass ich beinah gelächelt hätte. "Okay", meinte ich und folgte ihr ins Haus.
Die Galerie bestand aus mehreren Räumen, in denen die Gemälde an weißen Wänden hingen. Manche von ihnen waren so klein, dass man sie in einem Taschenbuch hinausschmuggeln könnte, wobei ich nicht wüsste, weshalb jemand ein solches Risiko eingehen sollte, um diese kindischen Kritzeleien zu stehlen.
Ich begegnete einem älteren Pärchen, das wahrscheinlich keine andere Gelegenheit gefunden hatte, um ihre Zeit totzuschlagen. In einem anderen Zimmer kam mir ein anderer Besucher entgegen, dessen Outfit mich für einen Moment aus der Fassung brachte. Er trug einen Rollkragenpullover, einen langen gestreiften Schal und – so wahr mir Gott helfe – eine Baskenmütze. Der Mann sah aus, als wäre er einer Karikatur entsprungen; ein wandelndes Klischee. Mit einer grüblerischen Miene platzierte er sich vor einem Gemälde, auf dem ein schwarzer Strich auf einem gelben Untergrund zu sehen war.
Als die Galeristin zurückkam, verspürte ich große Erleichterung. "Meine Partnerin und ich sind uns einig, dass Ihr Gemälde 'Die Zeit läuft ab' in unser Programm passt", verkündete sie. "Sie können Ihr Bild zu uns bringen, sobald Sie dazu kommen."
Meine Begeisterung kannte keine Grenzen. "Das ist toll", sagte ich.

Noch am gleichen Abend lieferte ich das Bild ab. Die Betreiberin, deren Partnerin ich noch nicht zu Gesicht bekommen hatte, nannte sich Cordula.
"Wie hoch soll der Preis sein, falls sich ein Käufer findet?", fragte sie mich.
"Ich weiß nicht … was würden Sie denn empfehlen?"
Cordula dachte kurz nach. "Ich würde ihn zwischen fünfhundert und eintausend Euro ansetzen."
"Dann nehmen wir neunhundert", entschied ich.
"Wir werden uns bei Ihnen melden, sobald wir einen Interessenten haben."
"Vielen Dank."
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Clive77

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3

Sonntag, 19. Februar 2017, 00:18

Am Samstag darauf ging ich noch einmal in die Galerie und sah mir mein Werk an, das nun zwischen den anderen Gemälden hing. Diesmal schlenderten mehr Besucher durch die Räume und begutachteten die Bilder. Ein Mann, dessen Ziegenbart zu einem Zopf geflochten war, stand mit einem nachdenklichen Gesichtsausdruck vor 'Die Zeit läuft ab' und schien über etwas zu sinnieren.
Nach kurzem Zögern stellte ich mich neben ihn. "Was halten Sie davon?", wollte ich von ihm wissen.
Er bedachte mich mit einem kurzen Blick, bevor er sich wieder dem Bild zuwendete. "Es ist sehr dynamisch", meinte er. "Man kann die Leidenschaft förmlich spüren, die den Künstler beim Malen erfüllte. Und es ist offensichtlich, dass es hier um die Unterdrückung der Frau durch eine patriarchale Gesellschaft geht. Das Schwarze schwebt bedrohlich über dem Roten und hält es davon ab, nach oben zu steigen. Der Titel ist dabei sehr treffend gewählt, denn wenn dieser Zustand sich nicht bald ändert, werden die Männer diese Welt zugrunde richten. Wie sehen Sie das?", fragte er mich.
Ich nickte. "So ähnlich habe ich es mir auch schon gedacht. Sie sehen eine ganze Menge."
"Beschäftige mich ja auch schon seit vielen Jahren mit der Kunst", erwiderte er und ging zum nächsten Gemälde über.
"Ihr Bild kommt gut bei den Besuchern an", meinte Cordula, als sie mich in dem Raum antraf. "Haben Sie noch weitere Werke? Arbeiten Sie an etwas Neuem?"
"Ich bin noch in der Ideen-Phase."
"Viele Künstler arbeiten intuitiv, aber Sie gestalten Ihre Gemälde sehr überlegt und überlassen nichts dem Zufall, habe ich recht?", wollte sie wissen.
"Natürlich", behauptete ich. "Die Planung ist das A und O, das habe ich schon immer gesagt."

Eine Woche vor Ablauf der Frist beschloss ich, ein weiteres Bild zu erstellen. Dazu nahm ich ein großes Kupferblech und befestigte an den entgegengesetzten Ecken zwei Klemmen, die ich mit dem Plus- und dem Minuspol einer starken Batterie verband. Mit einer Feile raspelte ich an einer Metallstange, bis ich genug feinen Staub hatte, den ich dann in den Behälter mit der blauen Farbe mischte. Ich kippte seinen Inhalt in die Mitte des Blechs und wartete, bis die dickflüssige Farbe zu einem großen Kreis geworden war. Nachdem ich mich vergewissert hatte, dass alles korrekt angeschlossen war, schaltete ich die Batterie ein.
Die elektromagnetischen Felder zogen die metallhaltige Farbe zu den beiden Ecken, so dass zwei Segmente mit konzentrischen Viertelkreisen entstanden. Als die Polarisierung beendet war, schaltete ich die Batterie ab und entfernte die Klemmen von dem Blech. Ich nahm eine leere Leinwand und drückte sie vorsichtig auf das Blech, bis genug Farbe aufgenommen worden war. Das Resultat konnte sich tatsächlich sehen lassen mit den verschiedenen Blautönen, die von den Ecken zur Mitte hin an Helligkeit zunahmen. Wegen des enthaltenen Metallstaubs war ein zusätzlicher Effekt entstanden, mit dem ich gar nicht gerechnet hatte – ein dezentes Glitzern. Ich ertappte mich bei dem Gedanken, dass es mir inzwischen Spaß machte, solche unsinnigen Bilder zu fabrizieren. Noch seltsamer war allerdings die Tatsache, dass ich inzwischen kein Verlangen mehr nach meinem Feierabendbier verspürte.

Zwei Tage später brachte ich das neue Gemälde zu der Galerie, gespannt auf die Meinung der beiden Betreiberinnen.
"Gut, dass Sie kommen", sagte Cordula. Ihre Partnerin schien sich überwiegend im Hintergrund zu halten, denn ihr war ich immer noch nicht von Gesicht zu Gesicht begegnet. "Wir haben einen Interessenten für Ihr Gemälde gefunden, aber er will nur siebenhundert Euro zahlen. Wären Sie damit einverstanden?" Dann erst bemerkte sie die eingewickelte Leinwand, die ich neben die Tür gestellt hatte. "Was haben Sie da?"
"Mein neues Bild", erwiderte ich und nahm das Packpapier herunter.
Sie sah das Gemälde mit großen Augen an. "Wow", sagte sie nach einigen Sekunden. "Wie haben Sie das denn gemacht?"
"Das möchte ich lieber für mich behalten."
"Ist ihr gutes Recht", meinte Cordula, als hätte sie mit keiner anderen Antwort gerechnet. "Das muss ich sofort meiner Partnerin zeigen, aber ich bin mir sicher, dass es ihr gefallen wird. Ich bin gleich wieder zurück." Sie nahm das Bild und wollte schon ins Büro gehen, dann hielt sie an und drehte sich zu mir um. "Ach ja, wie lautet ihre Entscheidung wegen 'Die Zeit läuft ab'? Wollen Sie es zu dem Preis verkaufen?"
Ich tat so, als würde ich darüber nachdenken, doch in Wirklichkeit hatte ich den Entschluss schon längst gefasst. "Bei meinem ersten Bild kann ich nicht so wählerisch sein", sagte ich. "Siebenhundert Euro sind okay."
Und natürlich kamen noch die Tausend hinzu, die Paul mir schuldete. Von dem Geld würde ich mir noch mehr Leinwände und Farben kaufen.
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Sonntag, 19. Februar 2017, 12:58

Das ist die erste Geschichte, die ich in dieser Runde gelesen habe, und sie gefällt mir ganz gut. Bei der Beschreibung Hamburgs fühlt eich mich gleich heimisch. :ugly: Kurz zur Geschichte, die Handlung liest sich flüssig, bietet dem Leser gleich mehrere Möglichkeiten für den weiteren Verlauf. Gerade am Anfang bekommt der Leser viele Informationen, die jedoch für den weiteren Verlauf der Handlung an bedeutung verlieren. Mir gefiel die Beschreibung des Protagonisten, und insbesondere die "Wein-Szene" war herrlich amüsant, auch weil hier der Charakter von Frank wunderbar gezeigt wurde ohne zu plakativ zu werden. :top: Auch der leicht sarkastische Seitenhieb auf die Kunstszene allgemein war für mich sehr amüsant zu lesen. :)

Zwar ist deutlich, wohin diese Geschichte führen soll, aber ich hätte mir gewünscht, dass man den Bogen zu Paul und der eigentlichen Wette nochmal deutlicher schlägt. Am Ende wurde zwar nochmal kurz drauf eingegangen, aber gerade dort hätte ich mir einen oder zwei Sätze mehr gewünscht.
Der Text las sich anfangs etwas hölzern. Der Autor war wohl um eine eloquente Ausdrucksweise bemüht, wodurch der Text aber wie gesagt etwas steif und unnatürlich wirkt. Das allerdings wurde zum Ende hin besser.
"Ich habe selten einen Film gesehen, der so konsequent auf alles scheißt, was einen Film langweilig macht."

Rhodoss

of the Dead

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Freue mich auf: Weihnachten

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5

Montag, 20. Februar 2017, 07:21

Flüssig zu lesende Story. Ich mag Frank, auch wenn er kurz davor ist ein einziges Klischee zu sein. Die Sprüche sind echt witzig.
Ein witziger Fehler der mir aufgefallen: mit Rum bekleckert, statt mir Ruhm. Fande ich lustig.
Leider fehlt mir ein rundes Ende. Dieses da siehste mal, jeder kann das, face to face standoff mit seinem wettgegner. Alles in allem solide story
FÜR DARKSEID

Joker1986

Prometheus Bordmitglied

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Freue mich auf: Suicide Squad, ID4 2, TMNT 2, X-Men Apocalypse, Star Wars: Rogue One

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6

Montag, 27. Februar 2017, 16:45

Wie Rhodoss schon im Punktethread geschrieben hat:
mir gefällt die Kritik an moderner Kunst.
Ich muss an die Anekdote aus meinem Kunstunterricht denken, als wir aus einer Streichholzschachtel und den darin enthaltenen Streichhölzern etwas basteln sollten und man dem Objekt dann einen Namen geben sollte, ich aber mal wieder keinen Plan und keine Lust hatte was zu machen.
5 Minuten bevor die Stunde anfing, in der wir abgeben sollten, hatte ich immer noch nichts.
Ich habe dann die Streichholzschachtel halb aufgemacht und ein einzelnes Streichholz rein gelegt, so dass es halb raus schaut. Ein Freund meinte dann nur: "nenn es EINSAM".
Gesagt getan. Am Ende sprang eine 1 raus...
Andere haben sich Mühe ohne Ende gegeben und echt tolle Sachen gemacht und eine weit schlechtere Note bekommen. Verstehen muss ich das nicht. :plemplem:

Miss K.

Remake-Gucker

Beiträge: 22

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7

Montag, 27. Februar 2017, 22:27

Eine sehr inspirierende Geschichte und ich habe mich stark an meinen alten Kunst LK erinnert gefühlt :D
Solcherlei Beschreibungen von Werken sind tatsächlich an der Tagesordnung und wie oft hab ich mir auch schon dabei gedacht: "Der Künstler hat sich dabei vermutlich 0,garnichts dabei gedacht, sondern hatte einfach Lust darauf."
Auch besonders schön das subtile Motiv von angehendem Alkoholismus, das sich durch die Geschichte webt. Gefällt mir gut :)
Arbeitet im Kino und weiß, für welch Schindluder ihr euer Geld ausgebt ( ͡° ͜ʖ ͡°)

Sittich

Reservoir Dog

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Freue mich auf: richtig

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Mittwoch, 1. März 2017, 13:26

Da kann ich nicht viel ergänzen. Mir hat die Geschichte auch gefallen. Etwas klischeehaft, aber gemäß meinen Vorredner wohl nicht realitätsfern. Die kreativen Arten der Bilderstellung haben mir gut gefallen, genauso die Umsetzung des Themas Wette als treibende Kraft der Geschichte.

Clive77

Serial Watcher

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9

Samstag, 25. März 2017, 11:00

Das, was Sittich schreibt. :)
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Tyler Durden

Weltraumaffe

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Dienstag, 28. März 2017, 21:02

Diese ist von mir. Vielen Dank für das Lesen, das Feedback und die Punkte.
Mit dem Ende bin ich auch nicht zufrieden, lag größtenteils am Zeitmangel und am Zeichenlimit. Anfangs sah die Wette so aus, dass die Hauptfigur diese abstrakten Bilder malt, während Paul Landschaftsbilder versucht. Wer in einem Monat mehr Bilder verkauft, hätte gewonnen. Mittendrin merkte ich, dass ich die Story niemals in 25.000 Zeichen packen kann, wenn ich auch Pauls Fortschritte zeige. Deswegen musste ich es vereinfachen und das kam dabei heraus.
Ein witziger Fehler der mir aufgefallen: mit Rum bekleckert, statt mir Ruhm. Fande ich lustig.
Ich finde es auch lustig :D
Ich muss an die Anekdote aus meinem Kunstunterricht denken, als wir aus einer Streichholzschachtel und den darin enthaltenen Streichhölzern etwas basteln sollten und man dem Objekt dann einen Namen geben sollte, ich aber mal wieder keinen Plan und keine Lust hatte was zu machen.
5 Minuten bevor die Stunde anfing, in der wir abgeben sollten, hatte ich immer noch nichts.
Ich habe dann die Streichholzschachtel halb aufgemacht und ein einzelnes Streichholz rein gelegt, so dass es halb raus schaut. Ein Freund meinte dann nur: "nenn es EINSAM".
Gesagt getan. Am Ende sprang eine 1 raus...
Andere haben sich Mühe ohne Ende gegeben und echt tolle Sachen gemacht und eine weit schlechtere Note bekommen. Verstehen muss ich das nicht. :plemplem:
Super Anekdote, genau das meine ich :top:

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