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Clive77

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Freitag, 12. Mai 2017, 19:52

Supernatural S12E21 - There's Something About Mary

In der Folge "There's Something About Mary" der US-Serie Supernatural erlebt nicht nur Crowley eine unangenehme Überraschung. Auch die Winchesters, die davon erfahren, dass verschiedene Jäger in den letzten Wochen starben, machen eine Entdeckung, die unerträglicher kaum sein könnte.

Vorwort
Normalerweise vermeide ich die „Ich-Form“ in meinen Texten. Selbst dann, wenn mir eine Folge weniger zusagt, versuche ich, die Ich-Perspektive zu vermeiden und damit meine persönlichen Ansichten zur Episode etwas allgemeiner und weniger subjektiv klingen zu lassen. Das ist diese Woche aber nicht möglich. Zu frustrierend waren die Ereignisse, die mir Supernatural in "There's Something About Mary" gezeigt hat. Das hat verschiedene Gründe und die werden auch gleich angeführt. Vorab aber eine kleine Entschuldigung an alle, die die Folge ganz in Ordnung oder gar gut fanden. Was gleich kommt, ist natürlich nur meine Ansicht und die ist nicht allgemein gültig - geht ja auch gar nicht.

Eileen
Schon der Anfang mit dem Tod von Eileen (Shoshannah Stern) ließ mir den Hut hochgehen. Das hatte was von einem Fall der Woche, wo irgendein einmaliger Gastdarsteller Bekanntschaft mit einem Monster macht, das Treffen nicht überlebt und damit ein neues Abenteuer für Sam (Jared Padalecki) und Dean (Jensen Ackles) auslöst. Gut, das sollte hier wohl auch der Fall sein. Allerdings wissen die Winchesters zu dem Zeitpunkt schon, dass Mary (Samantha Smith) etwas entdeckt hat, so dass es bereits einen Aufhänger für diese Episode gab.
Viel schlimmer ist aber, dass Eileen eben keiner der Charaktere ist, die so einen blöden Intro-Tod verdient haben. Sie brachte mit ihrem ersten Auftritt in "Into the Mystic" (11x11) frischen Wind in Sachen weibliche, wiederkehrende Gastfiguren in die Serie und bekam erst kürzlich in "The British Invasion" (12x17) ein tolles Zusammenspiel mit den Winchesters, insbesondere mit Sam. Sie hier so schnell abzufertigen, ist einfach falsch und komplett unverdient für die Figur. Klar, wir sollen sehen, wie böse die Briten sind und dass die keinen Halt machen. Aber einen so lieblosen Abgang hat bislang noch keine wiederkehrende Gastfigur bekommen.
Obendrein befehligt Arthur Ketch (David Haydn-Jones) noch einen Höllenhund, was mich gleich zum nächsten Thema bringt und die Frage aufwirft, wie sowas überhaupt möglich ist. Denn ich dachte bislang, dass die Zusammenarbeit mit Monstern jedweder Art ein absolutes No-Go bei den Briten ist.

Crowley V Lucifer
Hier gab es ein paar Szenen, die recht gut aussahen. Wenn Lucifer (Mark Pellegrino) seine Flügel ausbreitet, sieht das einfach nur cool aus. Wenn er Crowley (Mark Sheppard) als Marionette benutzt und ihn Gesten und Mimiken machen lässt, die seine Worte lächerlich wirken lassen, dann muss auch ich grinsen. Wenn er ihn später durch die Gegend schleudert, hat das auch was. Unterm Strich bleibt es aber eine dumme Wendung, die da diese Woche stattfand.
Erstmal will mir nicht in den Kopf, wie Crowley Lucifer so unterschätzen konnte. In "Somewhere Between Heaven and Hell" (12x15) durfte er endlich mal wieder was von seiner alten Stärke zeigen und war vorbereitet auf scheinbar jede Eventualität. Und diese Woche merkt er nicht, dass seine Kontrolle schwindet? Es fällt ihm nicht einmal auf, dass einer seiner Dämonen hinter der Tür steht? Ich hatte ehrlich gesagt die ganze Zeit darauf gewartet, dass Crowley sich wieder aufrichtet, ein wenig den Staub von seinem Anzug klopft und zum Gegenschlag ansetzt - eine Sicherheitsvorkehrung aktiviert (wie auch immer die ausgehen hätte) und das Blatt erneut wendet - wie er es früher in alten Staffeln stets vermochte. Stattdessen kommt bloß ein kläglicher Versuch mit Worten, um den eigenen Tod abzuwenden. Und der zieht natürlich nicht.
Zum anderen gefällt mir nicht, wie lange dieses Hin und Her mit den beiden Figuren schon läuft. Ich bin ein großer Fan von Crowley (in seiner alten Form) und Mark Pellegrinos Lucifer ist natürlich auch immer gerne gesehen - bester Teufel seit Peter Stormare in Constantine (2005). Aber dieser andauernde Konflikt zwischen den beiden mit wechselnder Oberhand ist langsam ermüdend und frustrierend. Crowley darf diese Woche als Ratte entkommen und seinem Körper (der ganz ohne das übliche Feuerwerk draufging, was aber niemanden der Anwesenden verwundert) hinterherjagen - also erneut eine Fortsetzung, erneut muss er versuchen, wieder die Oberhand zu gewinnen, etc.
Wann werden da endlich mal Nägel mit Köpfen gemacht? Oder wenigstens etwas frischer Wind ins Geschehen gebracht? Entweder raufen sich die beiden zusammen, was bestimmt ein gutes Team-up wäre und das Gegnerlevel gehörig steigen ließe - so ein Vorschlag wurde von Crowley diese Woche sogar gemacht oder zumindest die Richtung angedeutet. Oder aber, die Macher müssen halt in den sauren Apfel beißen und einen der Fan-Lieblinge in die ewigen Jagdgründe schicken - ohne Schlupfloch und endgültig. Und natürlich mit einem entsprechenden Abgang, der dem Verlierer gehörig Tribut zollt. Ich wäre mir sicher, dass ich das als Fan der beiden verkraften könnte und zwar unabhängig davon, wer am Ende übrigbleibt.
Noch ein kurzes Wort zur Schlussszene mit Lucy: Da kam bei mir nichts an. Hätte auch ein Werbespot für Lederjacken sein können.

British Men of Disappointments
Nächstes Thema: Crowley verleiht also seine Höllenhunde an die Briten und hat auch mit Dr. Hess (Gillian Barber) mehrere Deals am Laufen? Nee, passt nicht. Wobei das nur die Spitze des Eisbergs ist (mehr dazu gleich). Weshalb sollte er seine Hündchen den Briten zur Verfügung stellen? Die werden ihn doch kaum unter Druck setzen können und die Tierchen haben ihren eigenen Zweck für abgelaufene Dämonendeals. Wäre doch fatal, wenn das Geschäft da geschädigt wird, weil er einen Hundeverleih betreibt. Zudem war das Gejammer groß, als vor wenigen Wochen Ramsey entkam. (Und Ketch hätte sicher auch anders Eileen umbringen können. Hat er zuvor bereits mit anderen Figuren getan und hätte keinen Höllenhund gebraucht, um die Spuren zu verwischen…)
Es würde zwar irgendwie zu Crowley passen, mit den Briten Geschäfte zu machen. Aber Dr. Hess ist da schon sehr bestimmend und das ist etwas, was der Crossroad-Dämon nicht zulassen würde. Der alte Crowley wäre auf seinen eigenen Vorteil aus und würde jede Kooperation beenden, wenn sie in die falsche Richtung geht. Macht er hier nicht. Stattdessen lügt er die Winchesters an und deckt damit die Briten. Einfach falsch.
Aus der Sicht der Briten liegt hier aber auch einiges im Argen. Wie war das noch gleich? Alle Monster ausrotten und so. Sind Dämonen etwa keine Monster, dass man dort noch Verhandlungen betreibt und sich obendrein noch andere Monster von ihnen ausleiht? Da hat man die Mittel, um den Teufel zurück in seinen Käfig zu stecken, ist aber trotzdem darauf angewiesen, jemanden wie Crowley zufriedenzustellen? Passt nicht. Gut und schön, dass die Organisation nicht so sauber ist, wie es zunächst aussah und sich mit bösen Buben (auf höherem Level) einlässt. Aber das unterminiert den „tollen“ Kodex gewaltig, wenngleich es eine kleine Erklärung dafür ist, woher die Briten ihr Wissen haben.
Der Knüller war diese Woche aber die Gehirnwäsche bei Mary. Da weiß ich gar nicht, wo ich anfangen soll. Die Briten haben also die Mittel, um jede Person derartig umzuprogrammieren, dass eine Mutter die Waffe gegen die eigenen Söhne richtet? Warum dann nicht alle US-Jäger einfangen und für die eigenen Ziele anpassen? Oder Mick (Adam Fergus), nachdem er die eigenen Ziele hinterfragte? Toni (Elizabeth Blackmore) hat das Verfahren enorm beschleunigen können und ist sichtlich stolz darauf. Wäre doch leicht, neben Mary noch andere auf den „richtigen Weg“ zu lenken. Und wäre es nicht viel effektiver, die anderen Jäger nicht zu töten, sondern anzupassen? Weshalb ist Mary so besonders? Das ergibt alles keinen Sinn.
Aber bleiben wir bei Mary. Sie hat keinerlei Anzeichen dafür gegeben, dass sie beim Kampf im Bunker (der übrigens sehr nett war) auch nur einen Hauch für ihre Söhne empfunden hat. Ein kleiner Moment der Unsicherheit wäre genau das gewesen, was ich mir da gewünscht hätte. Den gab es aber nicht (oder ich habe ihn verpasst).
Was mich aber auch noch wurmt, sind die Kontakte von Mary, die sich die Briten diese Woche zunutze machen. Da tötet sie einen Jäger, der ihr offenbar vertraut ist. Ähm, wie lange weilt Mary noch gleich wieder unter den Lebenden? Kann sie überhaupt wieder ein Netzwerk aufgebaut haben und über viele Kontakte verfügen? Mit Blick darauf, dass sie erst vor Kurzem wieder aktiv wurde und noch dazu sehr viel jünger aussieht, als sie ist, scheint es fraglich, ob ihre alten Kontakte überhaupt noch existieren. Aber die Briten benutzen sie jetzt, um diverse US-Jäger auszuschalten. Passt auch wieder nicht.

Clive77

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Freitag, 12. Mai 2017, 19:52

Zurück zu den Briten: Ketch wartet im Bunker auf die Winchesters, die gerade Toni in ihre Gewalt gebracht haben. Warum? Wie hat er davon erfahren, dass Sam und Dean seine Konkurrenz in ihrer Gewalt haben? Keine Ahnung. Er ist einfach da, wartet auf sie und hat zudem noch eine Falle gestellt. Stand wohl so im Drehbuch.
Aber der Hammer ist, dass Arthur keinen kurzen Prozess mit allen Beteiligten macht. Wie einfach wäre es gewesen, Sam, Dean und Toni mit einer Kugel zu töten? Falls Mary tatsächlich vollends umprogrammiert wurde, wäre es doch sehr einfach gewesen, die ganze Angelegenheit zu beenden. Stattdessen macht er hier einen auf Bond-Bösewicht, erklärt seine Pläne, lässt die drei in einer Falle zurück und reibt sich die Hände, weil er (scheinbar) gewonnen hat. So ein billiges Klischee und so ein unprofessionelles Vorgehen. Stöhn. Das macht den sehr schön inszenierten Kampf von Sam und Dean gegen die Eindringlinge wieder wett und hinterlässt einen sehr bitteren Beigeschmack.
Meine Hoffnung ist jedenfalls, dass das britische Kapitel im Staffelfinale in die ewigen Jagdgründe geschickt wird. Aber ich bin mir nicht sicher, ob das wirklich abgehandelt wird.

Fazit: Uff, nein. Nein, nein und nochmals nein. So geht das einfach nicht. Ein paar Szenen waren ganz nett und die Spannung auf das Finale ist zwar vorhanden, aber unterm Strich dominiert die Frustration gleich an mehreren entscheidenden Stellen. In meinen Augen eine der schlechtesten Folgen ever. Hoffentlich liefert wenigstens das zweistündige Finale was Gutes ab.

2/10

Woodstock

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Freue mich auf: auf den unaufhaltsam näherrückenden Wahnsinn...

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3

Sonntag, 14. Mai 2017, 02:18

Ja dat war nix.

So richtige gekünstelt fürs Finale aufgebaut.

Wie immer töten sie die Frauen, was mich wirklich schon sehr nervt. Der Handlungsstrang mit Crowley und Luzifer ist wirklich langweilig (Luzifer gehört rausgenommen, er stört nur noch), Marry ist plötzlich böse (wtf?!) und das Endbild war komplett willkürlich.

Was sollte das mit den Fesseln? Wie faul und lächerlich war das von den Autoren? Was soll das mit Marry? Ich fasse es einfach nicht.

Wenigstens die blonde Woman of Letters könnten sie vielleicht behalten. Das würde den Haufen mal auffrischen. Mir reicht es, dass in dem Bunker immer nur Sam und Dean leben. Man könnte so viel draus machen aber am Ende verlieren sie den wohl auch noch und leben dann wieder nur im Auto. :facepalm:
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Sesqua

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Freitag, 19. Mai 2017, 14:44

Eigentlich wollte ich mir das Finale ansehen aber nach der Folge hab ich jetzt auf Blacklist umgeswitched.
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