
News aus Hollywood
von Christian Mester
Das hatte sich Edward Norton vor ein paar Tagen noch anders vorgestellt. Der Hauptdarsteller des letzten Hulks “Der unglaubliche Hulk” stand bis vor kurzem noch im Gespräch, Bruce Banner / den Hulk im kommenden “Avengers – Die Rächer” Zusammentreffen vieler Marvel-Comichelden zu spielen. Norton hatte sich erst vor wenigen Wochen mit “Avengers” Regisseur Joss Whedon getroffen und sich über den für 2012 geplanten Film unterhalten. Die beiden waren gut miteinander ausgekommen und so ging es guter Dinge in die nächste Runde; die der Vertragsmodalitäten. Eines Morgens durfte er wie der Rest Hollywoods eine Pressemeldung Marvels lesen, in der bekannt gegeben wurde, dass Norton nicht mehr länger Teil der Planungen sei. Nicht nur das; anstatt der typischen Trennungsmeldung aufgrund kreativer Differenzen ging Feige ins Detail und schrieb Folgendes /via hitfix.com:
“Wir haben die Entscheidung getroffen, Edward Norton für die Titelrolle des Bruce Banner für “Avengers” nicht zurückzubringen. Unsere Entscheidung hat definitiv nichts mit geldlichen Faktoren zu tun, stattdessen beruht sie auf dem Bedarf eines Schauspielers, der die Kreativität und den Willen gemeinsamer Zusammenarbeit unserer anderer talentierten Darsteller verkörpert. “Avengers” benötigen Spieler, die darin aufgehen, Teil eines Teams zu sein, wie Robert (Downey Jr., Iron Man), Chris (Hemsworth, Thor), Chris (Evans, Captain America), Scarlett (Johansson, Black Widow) und alle anderen talentierten Darsteller bewiesen. Wir haben vor einen namhaften Schauspieler in zwei Wochen anzukündigen, der diese Anforderungen erfüllt und mit Leidenschaft an dieser Rolle arbeitet.“
Nortons Agent meldete sich daraufhin und veröffentlichte folgende Antwort:
“Diese offensive Meldung von Kevin Feige von Marvel ist ein gezielt täuschender, unangebrachter Versuch, unseren Klienten in schlechtes Licht zu stellen. Hier sind die Fakten: vor zwei Monaten rief mich Kevin (Feige) an und sagte mir, er wolle, dass Edward die Rolle des Bruce Banner noch einmal übernimmt. Er sagte mir, es wäre seine Traumvorstellung,Edward mit dem Rest der Besetzung auf der San Diego Comic Con vorzustellen und es zum Event der Convention zu machen. Als ich ihm sagte, dass Edward offen dafür wäre, war Kevin überaus begeistert und wir machten ab, dass Edward Joss Whedon treffen sollte um über das Projekt zu reden.
Edward und Joss hatten ein gutes Treffen (das von Feige bestätigt wurde), bei dem Edward sagte, sich sehr über seine kommende Zusammenarbeit mit den anderen zu freuen. Marvel machte ihm ein finanzielles Angebot und beide Seiten begangen, in guter Hinsicht miteinander zu verhandeln. Diesen Mittwoch, nach zahlreichen (…) Diskussionen, rief ein Marvel Repräsentant an und sagte uns, man wolle in eine andere Richtung gehen. Es hörte sich nach einer finanziellen Entscheidung an, aber was es auch gewesen sein mag, wir akzeptierten die Entscheidung und nahmen es hin. Wir wissen, dass viele Fans ihre Enttäuschung verkündeten, aber das ist keine Entschuldigung für Feiges bösartige, anschuldigende Kommentare. Im Gegenteil zu dem was Kevin hier impliziert, freute sich Edward auf die Gelegenheit mit Joss und den anderen Darstellern zusammenzuarbeiten, viele von ihnen sind bereits seine persönlichen Freunde. Feiges Meldung ist unprofessionell, verleumdend und defamierend. Mr. Nortons Talent, ruhelose Arbeitseinstellung und professionelle Integrität verdienen mehr Respekt, ebenso die Marvel Fans.”
Es war ein erneuter Ärger, da es bereits vor Veröffentlichung des ersten Hulks mit Norton Konflikte gab. Norton hatte vor, dem Film Anspruch zu verleihen und die Traurig- und Einsamkeit der Bill Bixby Fernsehserie zuvermitteln, weswegen er sich auch am Drehbuch beteiligte. Während und nach des Drehs mischte Marvel sich jedoch ein, änderte und strich Szenen, um “den unglaublichen Hulk” kürzer, kurzweiliger und zugänglicher zu machen. Als der Film dann nicht die erwünschten 500 Mio. + einspielte, die Marvel sich erhofft hatten, war man sich einig, dass es Nortons Schuld gewesen sei. Norton hingegen war der Meinung, der Film hätte größeres Interesse geweckt, hätte man seine Vision beibehalten und unterstützt.
CHUD.com berichtet indes, dass es bereits einen neuen Favoriten für die Rolle gäbe: Joaquin Phoenix. Der Oscar-Gewinner für “Walk the Line” war nach seinem letzten Film “Two Lovers” vor zwei Jahren abgetaucht. Wie er sagte, wolle er von nun an Gangster-Rapper werden. Phoenix ließ sich einen langen Bart wachsen, versuchte ein Album mit P Diddy aufzunehmen und bestätigte immer wieder, die Schauspielerei an den Nagel gehängt zu haben. Jetzt will er wieder zurück, bot eine Dokumentation über seine Rapper-Karriere als Pseudokumentation ala “Brüno” zum Verkauf an.


