Alien Genesis

odem

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Teil 4:

Doch das Wissen, das Quinn erlangt hatte und die Eier waren mehr als genug, um den Omnitech Konzern zufrieden zu stellen wie ihm nun klar wurde.
Dann brach die Hölle über uns los.
Die Wand hinter uns begann zu beben und bevor ein etwa 7 Meter große Öffnung daraus heraus brach sprangen aus zwei kleineren Öffnungen diese Bestien und rasten auf uns zu. Ich riss meine Waffe hoch und feuerte die letzten paar Kugeln auf die Viecher. In der Hektik hatte ich keinen Treffer gelandet und eines der Biester spannte sich wieder zum Sprung um mich endgültig zu erledigen. Im Flug schnellte dann eine Hand aus der Finsternis der Öffnung und packte die Kreatur um sie halb zerquetsch in Richtung Ausgang zu schleudern. Dabei war der Aufprall des Wesens so hart, dass sich nun ein kleiner Spalt in dem Tor zeigte, der wohl groß genug für mich war.
Hinter mir hörte ich, wie Quinn einem Gebet gleich um die Erlösung durch den Todesengel flehte. Ein erstickter Schrei war das letzte, was Quinn von sich gab.
Als ich mich wieder umsah, stand mit einem furcht erregenden Fauchen eine riesige Version dieser Biester vor mir und zerquetschte mit einer beiläufigen Bewegung ein unter seiner Hand begrabenen Xenomorph.
Ich zögerte nicht, warf mein Gewehr beiseite und rannte schnell durch das Lager auf den Ausgang zu. Im Rennen packte ich einen Granatengürtel aus einer Kiste und sprang in einem Satz durch die Spalte.
Hinter der Spalte rannte ich weiter und machte dabei die erste Granate scharf.
Wie ich befürchtet hatte, konnte die beschädigte Tür das Riesenmonster nicht aufhalten.
Ich schleuderte ihm die Granaten entgegen was es aufzuhalten schien. Doch nun erbebte der Tunnel und große Stücke vielen aus der Decke und verfehlten mich nur knapp.
Das hatte aber den Vorteil, dass ich den Vorsprung zu dem Wesen vergrößern konnte. Ich schaffte es bis zur Pilotenkanzel der Jimini als das Wesen aus dem zusammenbrechenden Gang brach. Schnell betätigte ich die Schalter für den Notstart um mich außer Gefahr zu bringen.
Während ich in den Pilotensessel gedrückt wurde erkannte ich, wie die Instrumente einen gewaltigen Energieausstoß registrierten, die wohl auf den Kollaps des Reaktors schließen ließen. Unter mir sah ich, wie die Ruinen zusammenstürzten. Der Riesen-Xenomorph setzte gerade zum Sprung an, als es von einer Erdspalte verschlungen wurde.
Ich hatte schon eine gute Höhe erreicht als der weise Blitz einer Nuklearexplosion mich in der Jimini erfasste und durchschüttelte. Offenbar war ein Kollaps der Fusionsreaktion bei dieser Technologie wohl doch etwas kritischer, als bei unserer Technologie. Die Wucht schleuderte mich zwar in den Orbit, jedoch wurden die Systeme des Landungsboots so stark beschädigt, dass eine Navigation nicht möglich war.
Ich erkenne nun unter mir, wie der Planet langsam auseinander bricht. Es grenzt an ein Wunder, dass ich schnell genug von dort entkommen konnte. Eine seltsame Ruhe ergreift mich gerade bei dem Anblick, wie sich langsam rote Linien über die Kugel ziehen.
Immerhin werde ich eine einmalige Aussicht auf ein Spektakel erhalten, was in dieser Form wohl noch nie beobachtet wurde.
Auch wenn ich genau weis, dass die Trümmerstücke des explodierenden Planeten mich vom Himmel blasen werden, so ist es mir doch eine Genugtuung, dass mit diesem finalen, gewaltigen Akt die letzten Erben der Malaka von Antlitz des Universums getilgt werden.


Sgt. Catalina Dosantos
Fr.. 26.Jun. 2180 / 11:13


Mit etwa 46000 Zeichen sicherlich zu lang, aber ich hatte schon an einigen Stellen gekürzt. Aber das war schon immer mein Problem.. ich kann mich nicht kurz fassen. :wink:
 

Jay

hauptsache bereits gesehen
Teammitglied
odem, ich hab mir deine Story vorhin bei nem guten Tee durchgelesen und fand sie wirklich gut. Klar, ist so natürlich viel zu lang für den Wettbewerb, aber ich seh jetzt auch nicht, wie man das auf die Hälfte runterkürzen könnte. Manche Schreibereien passen halt nur in gewisse Formate (es bietet sich ja auch nicht jede Kurzgeschichte an, in Romanlänge zu wachsen).

Gesabbel beiseite, tolle Story, vor allem gut geschrieben und sehr detailreich. Inhaltlich hats mir ziemlich gut gefallen. Und mit dem nicht kurz fassen können bist du nicht der einzige. Einer meiner besten Freunde hat auch ein episches Problem damit (ich würds ihm aber niemals ankreiden, da jede Kürzung schade wäre), also nicht als Problem sehen sondern halt dementsprechend ausleben. :super: Wenns dann mal wieder KURZgeschichte heißt, einfach vornehmen, eine Logline zu schreiben. Dann passt es :biggrin:
 

odem

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Hab ich mir auch schon gedacht.
Bei der ankündigung des Wettbewerbs hätte ich aber auch genau hinsehen sollen...
Aus 9-10 Seiten hatte ich irgendwie 19 gemacht, ohne über die mögliche Zeichenzahl zu denken.
Bei der Vorlage waren es zuletzt 14 Seiten womit ich dann zu frieden war.
Erst nach dem abschicken der Mail habe ich dann die Teilnahmenbedingungen nochmal gelesen ... *doing*

Tja... wer lesen kann, ist klar im Vorteil. :wink:

Aber beim nächsten Wettbewerb will ich mal sehen, ob ich was beisteuern kann.
 
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