Blade Runner 2049 ~ Gosling, Ford, Wright, Leto [Kritik]

Måbruk

Dungeon Crawler
Diego de la Vega schrieb:
Nach den ersten Meldungen - die irgendwie alle Meisterwerk, bis zu besser als das Original - verkündeten, bin ich auch mehr als gespannt. Hoffe das stimmt. Montag... :bibber:
Besser als das Original... :facepalm: :facepalm: :facepalm:

Das läuft jetzt wohl so in die Richtung von TDK, bester Film aller Zeiten etc. Immerhin hat es hier dank Mega-Joker zum Klassiker gereicht.
 

Maggi

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Måbruk schrieb:
Diego de la Vega schrieb:
Nach den ersten Meldungen - die irgendwie alle Meisterwerk, bis zu besser als das Original - verkündeten, bin ich auch mehr als gespannt. Hoffe das stimmt. Montag... :bibber:
Besser als das Original... :facepalm: :facepalm: :facepalm:
Könnte meines Erachtens klappen. Natürlich wird das Original weiterhin wichtiger sein, als dieser Film und somit auch auf einer gewissen Ebene "besser". Andersherum leidet der erste Blade Runner bis heute unter einigen Problemen. Vor allem aus heutiger Film-Sichtweise betrachtet (Generation s"chneller, strafer, Wow-Effekt").
Vorweg: Es gibt schlicht und ergreifend einfach zu viele Versionen von diesem Film. Alle haben unterschiedliche Probleme, leiden aber grundsätzlich an zwei Dingen.

1. Die Story, so schön erzählt und gestaltet sie ist (vor allem meine ich damit die philosophischen Aspekte) sie ist einfach zu langatmig. Im Grunde lässt sich der Plot in einen simplen Satz fassen, der ohne geniale Wendungen oder, meiner Meinung nach, überraschenden Twists dahinplätschert. Das ist kein muss, kann aber durchaus enttäuschen - vor allem durch die vorherrschende hohe Erwartungshaltung, bedingt durch die Verehrung, die bis heute (offensichtlich) herrscht.
2. Das Passing des Films passt einfach nicht ganz. Der Film ist genial gemacht und toll gespielt, garniert mit brillanten Dialogen. Er hat aber einfach zu lange, teilweise unnötig zähe, Sequenzen, die nicht wirklich etwas zur Story beitragen. Klar ist das aus heutiger Sicht gesprochen und hat noch nie dem Geschmack aller Kinogänger entsprochen. Dennoch hätte man da einiges noch rausholen können.

Ich persönlich mag den Film gerne, weil mir aber auch gerne solche, etwas zähen, Werke ansehe. Ich glaube aber, dass der neue Film genau das sein kann, was Fans des alten Films ihren "Kindern" versprochen haben: Ein visuell beeindruckender, intelligenter, spannender Cyber Punk Krimi.
 

Måbruk

Dungeon Crawler
Maggi schrieb:
Måbruk schrieb:
Diego de la Vega schrieb:
Nach den ersten Meldungen - die irgendwie alle Meisterwerk, bis zu besser als das Original - verkündeten, bin ich auch mehr als gespannt. Hoffe das stimmt. Montag... :bibber:
Besser als das Original... :facepalm: :facepalm: :facepalm:
Könnte meines Erachtens klappen. Natürlich wird das Original weiterhin wichtiger sein, als dieser Film und somit auch auf einer gewissen Ebene "besser". Andersherum leidet der erste Blade Runner bis heute unter einigen Problemen. Vor allem aus heutiger Film-Sichtweise betrachtet (Generation s"chneller, strafer, Wow-Effekt").
Vorweg: Es gibt schlicht und ergreifend einfach zu viele Versionen von diesem Film. Alle haben unterschiedliche Probleme, leiden aber grundsätzlich an zwei Dingen.

1. Die Story, so schön erzählt und gestaltet sie ist (vor allem meine ich damit die philosophischen Aspekte) sie ist einfach zu langatmig. Im Grunde lässt sich der Plot in einen simplen Satz fassen, der ohne geniale Wendungen oder, meiner Meinung nach, überraschenden Twists dahinplätschert. Das ist kein muss, kann aber durchaus enttäuschen - vor allem durch die vorherrschende hohe Erwartungshaltung, bedingt durch die Verehrung, die bis heute (offensichtlich) herrscht.
2. Das Passing des Films passt einfach nicht ganz. Der Film ist genial gemacht und toll gespielt, garniert mit brillanten Dialogen. Er hat aber einfach zu lange, teilweise unnötig zähe, Sequenzen, die nicht wirklich etwas zur Story beitragen. Klar ist das aus heutiger Sicht gesprochen und hat noch nie dem Geschmack aller Kinogänger entsprochen. Dennoch hätte man da einiges noch rausholen können.

Ich persönlich mag den Film gerne, weil mir aber auch gerne solche, etwas zähen, Werke ansehe. Ich glaube aber, dass der neue Film genau das sein kann, was Fans des alten Films ihren "Kindern" versprochen haben: Ein visuell beeindruckender, intelligenter, spannender Cyber Punk Krimi.
Kann zwar nachvollziehen was Du meinst und aus Deiner Sichtweise heraus auch akzeptieren, persönlich sehe ich es jedoch ganz anders.
Der neue Blade Runner mag eher der Generation "s"chneller, strafer, Wow-Effekt" entsprechend, aber damit ist der Film lediglich moderner und nicht zwingend besser.

Die von Dir besprochene "Langatmigkeit" ist ein riesengroßer Schatz des ersten Blade Runner, etwas das heute nicht mehr von vielen geschätzt wird. Aber es ist etwas, das für mich und viele andere, Blade Runner ausmacht. Er rast eben nicht durch seine Welt, sondern legt sich quasi in sie hinein und welzt sich von links nach rechts darin. Für viele mag das unsinnig, langatmig und unspannend sein, aber die beinharten Fans lieben es einfach, in diese Welt zu versinken und ziehen daraus bereits eine immense Faszination. Genau deswegen kann der neue Blade Runner nicht so gut sein, wie das Original. Man könnte sagen, ok, dann wird er eben anders, aber deswegen ja nicht schlechter. Ja und nein, denn wenn er diese "Langatmigkeit" nicht ausreizt (die Spielfilmlänge deutet ja fast auf etwas anderes hin), dann reizt er auch eine ganze große Qualität von Blade Runner gar nicht richtig aus.
Ich behaupte einfach Mal, egal wie gut Blade Runner 2049 sein wird, er wird niemals auch nur annährend die atmosphärische Dichte des original Blade Runner erlangen können. Und alleine deswegen kann er schon nicht besser sein, als das Original.
Unnötige Szenen kenne ich keine einzige, ich könnte 1 Woche lang pausenlos in diese Welt versinken, ohne das etwas besodneres passiert.
 

TheRealNeo

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@Maggi

Finde deine Argumentation sehr wacklig. Finde es generell sehr engstirnig, wenn man eine Gruppe von Filmsehern nimmt (zugegeben eine große), die scheinbar die heutigen Sehgewohnheiten darstellen soll.

Zudem schürt die scheinbare "Verehrung" von BLADE RUNNER nicht zu Erwartungen, man könnte einen Film vielen Wendungen o.ä. erwarten. Der Film ist vor allen Dingen für seine Atmosphäre (wieder so ein unscharfer Begriff) bekannt. Diese entsteht durch den Score von Vangelus, dem Szenenbild und auch vor allen Dingen der Montage. Entweder mag man das oder nicht.

P.S.: Es ist ja schon fragwürdig, wenn man nicht "Erzähltempo" oder "Erzählgeschwindigkeit" in einem deutschen Forum schreiben möchte, aber bedenklich ist dann noch mehr, dass man aus "Pacing" " Passing" macht. :wink:
 

NewLex

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Blade Runner hat meiner Meinung nach auch einige Längen. Vor allem im Gegensatz zu anderen Über-Meisterwerken wie zBsp. Spartacus.
Selbst hab ich Blade Runner erst vor ca. 5 Jahren gesehen und somit ohne einem nostalgischen Gefühl das man bei manchen Filmen hat die man nur als Kind einmal gesehen hat.
Beim ersten mal schaun bin ich fast eingeschlafen :huh: Hab ihn aber nach ca. 1 Jahr nochmal geschaut und bin dann doch im Film versunken und hab die Qualitäten zu schätzen gelernt. Das hatte aber nur den Grund weil ich wusste was mich erwartet. Wenn ich einen Kumpel jetzt empfehle Blade Runner 1 zu schauen, bevor der 2. startet, so erklär ich auch immer auf was man sich einstellen muss und das man seine Erwartungen in Sachen Story und Spannung zurückschrauben sollte.

Aber ja, ich bin trotzdem ein großer Blade Runner Fan geworden. Auch wegen diesem grandiosen Finale (siehe meine Signatur). Inszenatorisch, atmosphärisch und musikalisch eine der schönsten Momente in der Filmgeschichte :top:
 

Maggi

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TheRealNeo schrieb:
@Maggi

Finde deine Argumentation sehr wacklig. Finde es generell sehr engstirnig, wenn man eine Gruppe von Filmsehern nimmt (zugegeben eine große), die scheinbar die heutigen Sehgewohnheiten darstellen soll.

Zudem schürt die scheinbare "Verehrung" von BLADE RUNNER nicht zu Erwartungen, man könnte einen Film vielen Wendungen o.ä. erwarten. Der Film ist vor allen Dingen für seine Atmosphäre (wieder so ein unscharfer Begriff) bekannt. Diese entsteht durch den Score von Vangelus, dem Szenenbild und auch vor allen Dingen der Montage. Entweder mag man das oder nicht.

P.S.: Es ist ja schon fragwürdig, wenn man nicht "Erzähltempo" oder "Erzählgeschwindigkeit" in einem deutschen Forum schreiben möchte, aber bedenklich ist dann noch mehr, dass man aus "Pacing" " Passing" macht. :wink:
Erstmal Danke fürs genaue lesen. :smile:
Es lässt sich sogar nachweisen, dass das heutige Publikum andere Sehgewohnheiten hat, als das von früher. Das ist ein Teil der Erwartungshaltung eines Publikums und wenn der Film dazu nicht passt, dann wird man schlicht und ergreifend enttäuscht.
Bzgl Atmosphäre:
Ja, da stimme ich dir ja zu. Und wie gesagt, ich mag den Film sehr gerne. Genau wegen diesen Qualitäten. Aber wie du schon selbst gesagt hast: Entweder mag man das oder nicht. Und wie gesagt, es geht nicht darum, ob BR2049 deiner oder meiner Meinung nach besser wird als der erste Teil. Es geht darum, was die breite Allgemeinheit (die, mit den anderen Sehgewohnheiten) denken wird. Und da glaube ich eben, dass der Film wesentlich besser abschneiden wird.

Und natürlich hat das auch was mit der Verehrung eines Films zu tun. Wenn der Vater zu seinem Sohn sagt: "Junge schau dir den Film an, dass ist der beste SciFi Film aller Zeiten", dann wird eine gewisse Erwartungshaltung geschaffen. Und im Grunde ist das bei allen Klassikern und sogenannten "besten Filmen aller Zeiten" nichts anderes.

Bzgl Pacing: Entschuldigung, da hat das Handy wohl Autokorrigiert. Allerdings ist Pacing nicht das Erzähltempo oder Geschwindigkeit (beides kann daraus resultieren). Es geht dabei um die Montage. Aber bevor wir uns hier in i-welche Begriffsdikussionen werfen, lassen wir das.
 

TheRealNeo

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NewLex schrieb:
Blade Runner hat meiner Meinung nach auch einige Längen. Vor allem im Gegensatz zu anderen Über-Meisterwerken wie zBsp. Spartacus.
Selbst hab ich Blade Runner erst vor ca. 5 Jahren gesehen und somit ohne einem nostalgischen Gefühl das man bei manchen Filmen hat die man nur als Kind einmal gesehen hat.
Beim ersten mal schaun bin ich fast eingeschlafen :huh: Hab ihn aber nach ca. 1 Jahr nochmal geschaut und bin dann doch im Film versunken und hab die Qualitäten zu schätzen gelernt. Das hatte aber nur den Grund weil ich wusste was mich erwartet. Wenn ich einen Kumpel jetzt empfehle Blade Runner 1 zu schauen, bevor der 2. startet, so erklär ich auch immer auf was man sich einstellen muss und das man seine Erwartungen in Sachen Story und Spannung zurückschrauben sollte.

Aber ja, ich bin trotzdem ein großer Blade Runner Fan geworden. Auch wegen diesem grandiosen Finale (siehe meine Signatur). Inszenatorisch, atmosphärisch und musikalisch eine der schönsten Momente in der Filmgeschichte :top:

Wie kannst du dem Film Qualitäten in Story und Spannung absrechen, aber dann die Inzenierung loben? Widerspricht sich das nicht? Und haben etwa Filme "von heute" eine bessere Spannung und Story? :wink: Das bezweifle ich bei einem Großteil doch sehr.

Maggi schrieb:
Erstmal Danke fürs genaue lesen. :smile:
Es lässt sich sogar nachweisen, dass das heutige Publikum andere Sehgewohnheiten hat, als das von früher. Das ist ein Teil der Erwartungshaltung eines Publikums und wenn der Film dazu nicht passt, dann wird man schlicht und ergreifend enttäuscht.

Das "heutige Publikum" schaut aber nicht nur gern die schnellen Popcorn-Blockbuster, darum geht es mir. :smile:
Man kann das heutige Publikum nicht über einen Kamm scheren und sagen, dass jeder diesselben Sehgewohnheiten hat.

Maggi schrieb:
Bzgl Pacing: Entschuldigung, da hat das Handy wohl Autokorrigiert. Allerdings ist Pacing nicht das Erzähltempo oder Geschwindigkeit (beides kann daraus resultieren). Es geht dabei um die Montage. Aber bevor wir uns hier in i-welche Begriffsdikussionen werfen, lassen wir das.

Ja aber die Montage sorgt ja dafür, wie schnell oder langsam man etwas empfinden kann
 

NewLex

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TheRealNeo schrieb:
Wie kannst du dem Film Qualitäten in Story und Spannung absrechen, aber dann die Inzenierung loben?

Weil Story und Spannung nichts mit der Inszenierung zu tun hat. Man kann eine unglaublich Spannende Story langweilig inszenieren oder eine lahme Story durch die Inszenierung unglaublich aufpeppen. Für mich sind das Unterschiedliche Bewertungs-Punkte.
 

Maggi

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TheRealNeo schrieb:
Wie kannst du dem Film Qualitäten in Story und Spannung absrechen, aber dann die Inzenierung loben? Widerspricht sich das nicht? Und haben etwa Filme "von heute" eine bessere Spannung und Story? Das bezweifle ich bei einem Großteil doch sehr.
Story und Spannung KANN was mit Inszenierung zu tun haben. Muss aber nicht. Siehe Kommentar von NewLex.

Und nein, "bessere" Spannung und Story haben sie wahrscheinlich nicht. Hat aber auch niemand behauptet


TheRealNeo schrieb:
Das "heutige Publikum" schaut aber nicht nur gern die schnellen Popcorn-Blockbuster, darum geht es mir.
Man kann das heutige Publikum nicht über einen Kamm scheren und sagen, dass jeder diesselben Sehgewohnheiten hat.
Das Publikum hat schon immer gerne "Popcorn Blockbuster" gesehen. In einer Retrospektive sieht es vielleicht aus als wären NUR Klassiker erschienen, stimmt aber nicht. Es gab schon immer viel Müll im Kino und Fernsehen. Das ändert die Zeit nicht.

Und das ist nicht das was ich mit Sehgewohnheiten meine. Sehgewohnheiten haben sich mit und durch den Film Diskurs entwickelt und über die Jahre verändert. Ein Beispiel: Man erinnert sich vielleicht noch an die Debatten vor allem in den 90er und Anfang 2000er über die Schnittgeschwindigkeit (va bei Actionfilmen). Man sich beschwert, dass es in Actionszenen häufig zu viele Schnitte gibt und dass man da ja gar nicht mehr mitkommt. Und was ist passiert? Die Zuschauer haben sich daran gewohnt und es ist zu einem etablierten Standart geworden. Die Sehgewohnheit hat sich geändert. Und jetzt fällt den Leuten auf, sobald eine Actionszene mal nicht komplett zerschnitten wird sondern an einem Stück abläuft.
 

TheRealNeo

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Nun gut, wir reden wohl aneinander vorbei. Aber nicht so schlimm. :smile: Mir wird da einfach etwas zu viel pauschalisiert und Dinge durcheinander geworfen.
 

TheGreatGonzo

Not interested in Naval Policy
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Im Gegensatz zu den meisten modernen Blockbustern ist Blade Runner eigentlich ein Musterbeispiel für einen knappen und effektiven Erzählstil. Blade Runner ist langsam, aber mit seiner knappen Laufzeit unter zwei Stunden ist er weit weniger langatmig als der, zum Beispiel, durchschnittliche Marvelfilm (aber gefühlt auch jeder andere große Studiofilm der letzten Jahre), die zwar sicher alle actionreicher und temporeicher, aber dafür meistens auch inhaltlich unnötig aufgeblasen und überlang sind. Mal schauen wie sich der knapp dreistündige neue Blade Runner da einreiht.
 

Måbruk

Dungeon Crawler
Maggi schrieb:
Und wie gesagt, es geht nicht darum, ob BR2049 deiner oder meiner Meinung nach besser wird als der erste Teil. Es geht darum, was die breite Allgemeinheit (die, mit den anderen Sehgewohnheiten) denken wird. Und da glaube ich eben, dass der Film wesentlich besser abschneiden wird.
Das sind ja jetzt zwei verschiedene Aussagen.
Ursprünglich war die Aussage ja, BR2049 wird besser als das Original.
Nun heisst es, BR2049 wird besser abschneiden.

Die erste Aussage halte ich für völligen Unsinn, BR2049 kann niemals besser sein!
Die zweite Aussage ist dagegen zwar richtig, aber da könnte man auch sagen, dass auf den Tag die Nacht folgt (außer es ist Mittsommernacht in Schweden).
Denn das BR Original war ja in den Kinos ein Flopp, ist also quasi bei der Masse nicht angekommen, genau aus den Gründen die hier - wohl leider immer noch - als Kritik reingeworfen werden. Weil er für einige zu "langatmig" ist.
Es ist also absolut richtig und auch überhaupt keine Überraschung, dass BR2049 deutlich besser an den Kassen abschneiden wird, als sein Vorgänger.
Besser wird er aber niemals sein können, denn die Trademarks die BR ausmachen, sind heute gar nicht mehr en-vogue und werden daher bei BR2049 auch sicher nicht in den Vordergrund gerückt.
Und nur weil unsere Großelter etwas klasse fanden, ist heute nicht zwingend schlechter, als die moderne Sicht. Nur weil die technischen Effekte heute besser sind, waren sie früher trotzdem nicht unbedingt schlechter. Man schaue sich nur die Aliens in den Alien Filmen an - früher in den Kostümen haben sie mir besser gefallen.
 

Maggi

New Member
@TheRealNeo

Stimme dir zu! Hätte man vlt mehr konkretisieren sollen. Wir reden allerdings über Stoff für das andere ein ganzes Studium durchlebt und haufeinweise Bücher geschrieben haben.

@Mabruk:

Das sind ja jetzt zwei verschiedene Aussagen.
Ursprünglich war die Aussage ja, BR2049 wird besser als das Original.
Nun heisst es, BR2049 wird besser abschneiden.

-> Wer bestimmt den, was besser ist? Und jetzt komm mir nicht mit objektiv. Nur weil es die "breite" Maße ist, heißt das ja nicht, dass die Leute keine Ahnung von Filmen haben. Ja ok, manchmal werden Filme missverstanden und dadurch falsch/schlecht bewertet. Wenn aber Kritiker einen Film zerfetzen, die "breite" Maße den Film dennoch gut findet, muss er ja eine Gewisse Qualität besitzen, die nicht erkannt wurde. Ergo, keines der beiden Lager bzw. niemand kann die volle Wahrheit für sich pachten.

Die erste Aussage halte ich für völligen Unsinn, BR2049 kann niemals besser sein!

-> Warum? Um ehrlich zu sein halte ich genau diese Aussage für "völligen Unsinn". Also generell, nicht weil sie von dir kommt. :smile:

Denn das BR Original war ja in den Kinos ein Flopp, ist also quasi bei der Masse nicht angekommen, genau aus den Gründen die hier - wohl leider immer noch - als Kritik reingeworfen werden. Weil er für einige zu "langatmig" ist.

-> Warum darf das nicht als Kritik reingeworfen werden? Hab ich die Regeln des Bereitsgesehen-Clubs überlesen? Auch wenn der Film, deiner Meinung nach, davon profitiert, heißt das ja nicht, dass das auch für mich gelten muss. Auch wenn dir da, zum teil zustimme. Für mich hat der Film halt andere, extreme Stärken, die ihn gut machen.

Und nur weil unsere Großelter etwas klasse fanden, ist heute nicht zwingend schlechter, als die moderne Sicht. Nur weil die technischen Effekte heute besser sind, waren sie früher trotzdem nicht unbedingt schlechter. Man schaue sich nur die Aliens in den Alien Filmen an - früher in den Kostümen haben sie mir besser gefallen.

-> Hat niemand behauptet. Das hat nichts oder gar wenig mit der Technik zu tun - wir sind ja nicht die einzigen denen Aufgefallen ist, dass filme wie Jurassic Park heute schlechter aussehen als vor 25 Jahren. Das Argument mit den Großeltern ist in sofern gedacht, dass diese eine Empfehlung aussprechen, die ihr versprechen nicht halten kann.
 

Måbruk

Dungeon Crawler
-> Wer bestimmt den, was besser ist? Und jetzt komm mir nicht mit objektiv. Nur weil es die "breite" Maße ist, heißt das ja nicht, dass die Leute keine Ahnung von Filmen haben. Ja ok, manchmal werden Filme missverstanden und dadurch falsch/schlecht bewertet. Wenn aber Kritiker einen Film zerfetzen, die "breite" Maße den Film dennoch gut findet, muss er ja eine Gewisse Qualität besitzen, die nicht erkannt wurde. Ergo, keines der beiden Lager bzw. niemand kann die volle Wahrheit für sich pachten.
Ich bezweifel stark, dass die Masse irgendeine Qualität erkennt, welche ernsthafte Kritiker nicht erkennen.
Von einer einzigen vielleicht abgesehen, der Qualität der Massenkompatibilität, zumindest wenn man hier von einer Qualität sprechen kann.

Wenn ich etwas genau wissen will, dann wende ich mich immer an die Personen, die davon am meisten Ahnung haben - unabhängig davon wer das jetzt sein mag. Aber ein reines Blade Runner Forum wäre da sicher eine gute Quelle.

-> Warum? Um ehrlich zu sein halte ich genau diese Aussage für "völligen Unsinn". Also generell, nicht weil sie von dir kommt. :smile:
Na ja, erwähnt habe ich das ja schon. Weil Blade Runner eine Qualität ausmacht, die heute nicht mehr so gefragt ist, zumindest nicht in "modernen" Filmen. Bei anderen Filmen mag die moderne Herangehensweise klasse sein, nicht aber bei Blade Runner.
Und halten wir uns auch mal vor Augen, für viele ist Blader Runner der beste Film aller Zeiten (auch für mich).
Es wäre doch ziemlich vermessen und auch völlig überzogen, das von dem Nachfolger zu erwarten. Der kann dann ja quasi nur noch enttäuschen. Ich denke man sollte die Erwartungshaltung hier etwas runterschrauben.

-> Warum darf das nicht als Kritik reingeworfen werden? Hab ich die Regeln des Bereitsgesehen-Clubs überlesen? Auch wenn der Film, deiner Meinung nach, davon profitiert, heißt das ja nicht, dass das auch für mich gelten muss. Auch wenn dir da, zum teil zustimme. Für mich hat der Film halt andere, extreme Stärken, die ihn gut machen.
Reinwerfen darf jeder alles, so meinte ich das nicht. :wink:
Aber der Film ist gefloppt, weil ihn die Leute damals nicht verstanden haben und die Argumente waren damals die Gleichen wie heute (so scheint es mir). Letztlich haben die Fans, die den Film so gesehen haben, wie er sein wollte, zu einem Klassiker gemacht.
Das man den Film, oder die angebliche "Langatmigkeit" heute immer noch verteidigen muss, finde ich sonderbar.

-> Hat niemand behauptet. Das hat nichts oder gar wenig mit der Technik zu tun - wir sind ja nicht die einzigen denen Aufgefallen ist, dass filme wie Jurassic Park heute schlechter aussehen als vor 25 Jahren. Das Argument mit den Großeltern ist in sofern gedacht, dass diese eine Empfehlung aussprechen, die ihr versprechen nicht halten kann.
Ja, dass mit den Empfehlungen der Großeltern, da gebe ich Dir recht.
Die sollten da schon das nötige Fingespritzengefühl haben und auch vermitteln, wieso sie den Film so empfehlen. Wenn da jemand ein neues Star Wars Opus erwartet, der wird natürlich enttäuscht.
 

Måbruk

Dungeon Crawler
Ist das so? Ich finde die meisten ernsthaften Kritiker (die ihren Job also wirklich ernst nehmen), haben ein gutes Gespür für die Qualität der Filme.
U.a. deswegen lese ich auch niemals Kritiken, bevor ich einen Film nicht gesehen habe, den ich ohnehin sehen möchte. Aus den Kritiken kann man so viel rauslesen, dass der Film keinerlei Überraschungen mehr für einen übrig hält.

Natürlich erwarte ich nicht, dass der Spiegel-Online Kritiker den neusten Indie-Trash-Grinder vernünftig bespricht, aber in der Regel wildern die ja auch in dem Metier, in dem Sie sie sich auch auskennen. Das macht für mich auch einen guten Kritiker aus, nicht über Fime zu urteilen, die man nicht beurteilen kann. Wenn ich selbst bspw. ein Review über Bollywood Filme schreiben würde, dann schreibe ich das direkt für den Mülleimer.
 
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