Dan Brown Sammelthread (Da Vinci, Illuminati, Symbol, Inferno, Origin)

Revolvermann

Well-Known Member
Den hab ich mir letztens auch gegönnt.


Jay schrieb:
Mit Langdon 5 fällt auf, dass Brown seine Figur Langdon in einem festgefahrenen Muster festhält. Insbesondere die Struktur der Handlung ist nahezu identisch mit den anderen, mit vielen ähnlichen Abläufen und Elementen (jüngere Partnerin, Handlanger für den Bösewicht, versteckte Hinweise in Bildern und Büchern, viel Sightseeing, etwas Hightech), nur halt an anderen Orten, mit neuen Figuren und mit anderen historischen Bezügen.
Vor allem fällt das auch im Bezug auf seine Figur auf. Er ist ja nicht nur die Hauptfigur sondern so ziemlich die einzige Figur, die in allen Bücher vorkommt. Mir fällt grade keine Nebenfigur ein, die in mehr als einem Buch vorkommt.
Jedenfalls macht Langdon auch überhaupt keine Entwicklung durch. Er hat nun doch schon so einiges erlebt und große Veränderungen begleietet. Außer in kurzen Sätzen wird aber nicht darauf eingegangen. Er ist auch komplett derselbe. Nichts hat ihn geprägt, verändert oder seine Figur irgendwie entwickelt.
Er bleibt ein recht eindimensionaler Held. Selbst Indiana Jones entwickelt sich in seinem Filmen mehr und ist im Endeffekt viel organischer, glaubhafter.

Auch sonst kann ich Jay eigentlich zustimmen. Brown schreibt keine gute Prosa und auch keine guten Charaktere.
Interessante Schnitzeljagden aufbauen und diese mit bekannter Kunst und Achitektur verbinden, sowie ganz nebenbei noch verschlungene Weltstädte erkunden - das kann er.
Das ist auch hier wieder unterhaltsam.
Die kleinen Twists sind, genau wie der Clou am Ende, ok. Interessante Denkansätze findet man auch aber eben nur kurz und zweckdienlich angeschlagen.
Wer angesprochene Poesie, wissenschaftliche, religiöse oder Anti-religiöse Zitate und Textzeilen ansprechend findet, sollte sich direkt den jeweiligen Werken in ihrer Gesammtheit zuwenden.

"Origin" ist typisch Brown.
 
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