"Der König der Löwen" bekommt ein Sequel - vom "Moonlight" - Regisseur

TheRealNeo

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Bricht nun eine neue Ära bei Disney an? Die Ära der Sequels zu den Realverfilmungen?

Überraschend wurde heute bekannt, dass Disney einen zweiten Teil von DER KÖNIG DER LÖWEN (2019), dem CGI-Remake von Jon Favreau, grünes Licht gegeben hat. Geschrieben wird das Ganze von Jeff Nathanson, der auch schon die Vorlage schon erstem Teil schrieb und schon einen ersten Entwurf für die Fortsetzung fertig haben soll. Bisher ist noch nicht bekannt, ob es irgendein Zusammenhang mit dem Sequel geben wird, das einst zum Zeichentrickfilm erschien, wobei laut Deadline die Mythologie der Charaktere und Herkunft von Mufasa, Simbas Vater, eine Rolle spielen sollen, was schon mehr nach einem Prequel im Sequel klingt.

Noch überraschender als die Ankündigung des Films ansich, dürfte aber die Wahl des Regisseurs sein. Barry Jenkins soll das Ganze nämlich inszenieren. Jenkins gewann für MOONLIGHT, seinem erst zweiten Spielfilm, 2017 einen Oscar für das beste adaptierte Drehbuch, während der Film auch gleichzeitig als Bester Film ausgezeichnet wurde. Doch danach lieferte er mit BEALE STREET (2019) eine weitere anspruchsvolle Litetarturverfilmung an, anstatt sich größeren Projekten zu widmen. Jetzt scheint man ihn bei Disney scheinbar überzeugt zu haben, bei einem Film, der auf die Stimmen von Darsteller*Innen setzt und auf die Arbeit des Effektdepartments.
Bereit sein aktuelles Projekt ist mehr oder weniger unter dem Dach von Disney entstanden. Ein Biopic über den berühmtem Choreographer Alvin Ailey insteht derzeit beim nun ebenfalls unter Disney laufen (Fox) Searchlight.

deadline.com

Irgendein Interesse an der Fortsetzung? Gerade wegen der Regiewahl?
Das Zeichentricksequel mal gesehen?
 

Puni

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Was zur Hölle? Würde er jetzt auch noch das Drehbuch schreiben, okay, meinetwegen, das klänge noch ansatzweise interessant. Aber nur Regie bei einem fertigen Skript mit CGI-Charakteren? Ich seh da irgendwie den Nutzen nicht.

Achja, und dass Moonlight ein Meisterwerk ist, ich von Beale Street aber ziemlich ernüchtert war, sollte hier auch nicht fehlen. :pinch: Ach ja, und das Zeichentrick-Sequel fand ich damals ganz.. in Ordnung, auch wenn das mittlerweile ca. 10 Jahre her sein muss.
 

Joel.Barish

dank AF
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Dafuq?

Wäre es um irgendein neues Disney/Marvel Projekt gegangen, hätte ich mir schon irritiert den Kopf gerieben, dass ausgerechnet Barry Jenkins auf so was Lust hat. Das hätte ich aber - je nach Projekt - halbwegs verstehen können. Aber ausgerechnet "König der Löwen"? Ausgerechnet die Fortsetzung zu DEM "König der Löwen", der aussah, wie er nun einmal aussah? Auch mit dem "Geld" Argument nur schwer nachvollziehbar. #Just2020Things

Edit:
Okay, Lulu Wang (The Farewell) ist bekanntlich mit Barry Jenkins liiert. Und dieser Tweet war die Sache zumindest halbwegs wert. Oder anders formuliert: der Tweet hat den ersten Schock dieser News abgemildert...
 
Zuletzt bearbeitet:

Lunas

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Ich glaube das in Zeiten wie diesen sich der eine oder andere Regisseur/in oder Darsteller/in bei Projekten wieder findet wo man nicht damit gerechnet hätte. Und aus der Sicht von Disney ist es natürlich einfach einen reinen CGI Film zu drehen als einen mit Darsteller dank Covid.
Teil zwei hab ich nie gesehen und wenn ich mich daran zurück erinnere waren die zweiten Teile von Disney Klassikern meistens nicht so toll.
Aber jetzt kommts, auch ich fand die "real" Verfilmung nicht so schlecht. Wenn also der zweite kommen sollte, warum nicht :smile:
 

TheRealNeo

Well-Known Member
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Hm ich glaube nicht, dass es was mit Corona zu tun hat.
Barry Jenkins hat ja gerade noch ein anderes Projekt am Laufen und wird nun bestimmt nicht aus Geldnot Disney zugesagt haben.
Außerdem wird der Film ja nicht so schnell gedreht werden, dass er eine Phase überbrücken soll, in der wenig neue Filme bereit stehen.
Es werden ja auch aktuell wieder Dreharbeiten durchgeführt normal. Auch von großen Filmen.
 

El Duderino

Well-Known Member
Jenkins hat ja schon einen kleinen Kommentar zu seiner Einstellung gegeben, was seine Beweggründe vielleichet(neben dem offensichtlichen) leichter verständlich macht:
"Helping my sister raise two young boys during the ’90s, I grew up with these characters. Having the opportunity to work with Disney on expanding this magnificent tale of friendship, love and legacy while furthering my work chronicling the lives and souls of folk within the African diaspora is a dream come true.”
 
Zuletzt bearbeitet:

Jay

hauptsache bereits gesehen
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Ich glaub kein Regisseur würd sowas je ausschlagen, maximal ein Typ wie Lynch oder Herzog, die nichts auf Geld und Connections geben. Ich finds trotzdem absurd, dass man den überhaupt haben will. Seine Filme und der Favreau KDL könnten doch nicht weiter auseinander liegen. Da will man nur mit "Oscar-Gewinner bla" werben und interessiert sich null für seine Vision oder Regie.

Wobei der Film immerhin in einer Hinsicht mehr Daseinsberechtigung hat als das seelenlose Remake: es ist eine gänzlich neue Geschichte.
 

TheRealNeo

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Aber ähnlich (!) war doch auch die Irritiation als Kenneth Branagh als THOR-Regisseur vorgestellt wurde.
 

Joel.Barish

dank AF
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Wie gesagt, ich kann theoretisch durchaus verstehen, wenn ein Regisseur im großen Big Budget Tentpole-Sandkasten spielen möchte. Ist ne Herausforderung, die sich lohnen wird. Aber dass es ausgerechnet dieses Projekt ist? Die Fortsetzung eines Remakes in einem ungewöhnlichen Inszenierungsstil? Ausgerechnet? Ich kann Barry Jenkins als Regisseur noch immer nicht damit in Einklang bringen. Ginge es um "Lilo & Stitch" oder "Night on Bald Mountain", da wäre ich nur halb so irritiert. Aber natürlich hat meine Irritation auch damit zu tun, dass ich das KdL Remake fürchterlich fand und den stilistischen Ansatz für unrettbar falsch halte. Offenbar sieht Jenkins das anders.

Haben wir eigentlich schon über das hier gesprochen?

Ich glaub kein Regisseur würd sowas je ausschlagen, maximal ein Typ wie Lynch oder Herzog, die nichts auf Geld und Connections geben.
Tendenziell richtig, aber Lynch zu erwähnen ist interessant, da er ja zumindest konkret angesprochen wurde, "Return of the Jedi" zu inszenieren und dann nicht zuletzt "Dune" machte, um vielleicht auch zu testen, was für eine Filmkarriere er angehen will bzw. welche Art von Filmemacher er sein will. Der Flop von "Dune" hatte dann unmittelbar zu "Blue Velvet", "Wild at Heart" und "Twin Peaks" geführt. (Hier übrigens ein kleines Interview, in dem Lynch schildert, wie der Kontakt mit George Lucas damals ablief.)
 
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