Deutsche Politik in der Diskussion

Raphiw

Guybrush Feelgood
Ich meine, dass sie mit Söder bessere Chancen hätten.

Das ist gut möglich, aber ich hätte ihn nicht gewählt. Mir ging seine in jedem Interview "Wir in Bayern"-10-mal-sagen-Politik auf den Nerv. Das hatte schon separatistische Züge und geht in meinem Verständnis gegen das wofür der Bund deutscher Bundesländer steht. Damit wäre er für mich unwählbar.
Es gibt derzeit keinen Politiker der mir so zusagt das ich Merkel gerne durch ihn oder sie ersetzen würde.
 

MamoChan

Well-Known Member
Meiner Ansicht nach, hat sich die CDU eh selbst ins Bein geschossen. Hin und wieder hatte ich den Gedanken, ob es absichtlich so inszeniert war, aus welchem Grund auch immer, denn die ganze Sache kam mir so unwirklich vor. Ja, ich denke, dass Frau Baerbock gar nicht mal so schlechte Chancen hat, besonders nach den letzten Wochen. Ich für meinen Teil bin mit keinem der Kandidaten und Kandidatin wirklich glücklich und wüsste wirklich nicht, was ich wählen sollte. Scholz hatte ich bei den ganzen Überlegungen übrigens so gar nicht auf dem Zettel, und vermute mal, dass es nicht mir allein so ging.
Letzte Woche dachte ich auch daran, dass es alles von Söder so inszeniert wurde, damit er sich in vier Jahren als großer Erlöser darstellen kann, der dann CDU/CSU wieder auf die Beine bringt.

Schauen wir mal, was im Herbst auf uns zukommt. Aber ich kann mir sehr gut vorstellen, dass die Karten diesmal völlig neu gemischt werden. Meiner Vermutung nach könnte Baerbock gute Chancen haben. Ob sie den Job auch wirklich packen würde, vermag ich nicht zu beurteilen.
 

Rantman

Formerly known as Wurzelgnom
Alle reden immer über die K Frage. Viel spannender ist jedoch, wie soll eine Regierungskoalition aussehen?

Grün schwarz halte ich für politisch ausgeschlossen. Und jede andere konstellation erfordert mindestens 3 Parteien und ist ebenfalls undenkbar. Die fronten sind dafür zu hart.
Kriegen wir also zum ersten mal eine Minderheitsregierung? Oder macht sich die politik noch lächerlicher mit neuwahlen und ewiger zielloser diskussion?

Ich persönlich befürchte, egal wer am Ende mehr Stimmen haben wird, dass wir über Jahre eine handlungs unfähige Politik haben werden.
 

Puni

Well-Known Member
Warum ist Schwarz-Grün undenkbar? Letzte Bundestagswahl wollten die Grünen doch sogar mit FDP und CDU eine Koalition bilden, was dann aber an Lindner gescheitert ist.

Das ist auch der Punkt warum ich bewusst nicht grün wählen würde. Die CDU muss raus.
 

Rantman

Formerly known as Wurzelgnom
Nicht Grün wählen, weil CDU weg muss? Das klingt sehr kontraproduktiv. Grün steht aktuell für alles, was CDU seit Jahren ignoriert. Klimapolitik, Digitalisierung und Wissenschaft. Wenn man möchte, dass es in Deutschland einen echten Wechsel gibt, hat man aktuell gar keine andere Chance als darauf zu hoffen, dass die Grünen stärkste Partei werden. Das Ziel müsste sein, dass Grün so viele Stimmen kriegt, dass sie ohne CDU Regierungsfähig werden. Welche alternative gibt es denn? Egal welche andere Partei zu wählst. SPD, Linke, FDP... keine von denen wird in der Lage sein eine Regierung zu bilden, ohne mit CDU oder Grünen zusammen zu arbeiten.

Warum ist Schwarz Grün undenkbar? Wenn Grün stärkste Partei werden würde, glaubst du wirklich, dass sich die CDU/CSU dahinter einordnet? Dass Laschet freiwillig das Kanzleramt abgibt?
Und wie soll es hier thematische Kompromisse geben?

Wenn Schwarz stärkste Partei wäre, glaubst du wirklich, dass sich die Grünen in die Position bringen lassen wollen, in der Rot aktuell ist? Als zweite Partei in einer Koalition mit der CDU würden die Grünen in den nächsten Jahren massiv an Glaubwürdigkeit und Stimmen verlieren. Wenn sie ihren aktuellen Trend retten wollen, müssen sie sich von der Politik der CDU distanzieren und nicht gemeinsame Sache machen. Die Grünen müssen solange kontra geben, bis der Umschwung in Deutschland groß genug geworden ist, dass sie stärkste Partei werden.

Vereinfacht gesagt, gibt es dieses Jahr nur 2 Möglichkeiten bei der Wahl. Entweder man stimmt so, dass die CDU an der Macht bleibt oder so, dass es eine Chance gibt, die CDU abzuwählen. Und die beste Chance dafür hat man nun mal mit Grün.
 

Woodstock

Z-King Zombies
Grün, rot, rot wird wohl passieren. Gibt es eigentlich keine Möglichkeit drum rum. Die SPD fügt sich sowieso immer bei allen und die Linke wird sich die Chance nicht nehmen in der Regierung zu sein.
 

Jay

hauptsache bereits gesehen
Teammitglied
Ich denk eins der Hauptprobleme unseres Landes ists, dass vieles so ausgelegt ist, als würden alle Haushalte monatlich locker netto 5000 Euro oder weit mehr einfahren.

Von dem Traum eines eigenen Hauses verabschiede ich mich so langsam. :pinch: Es ist. einfach. zu. teuer. Obwohl ich und Frau beide 8h arbeiten und wir nicht gerad in der Frankfurter Innenstadt leben, reicht es einfach nicht, und das kanns in einem so modernen und wirtschaftlich starken Land einfach nicht sein.

Oder dass wir bis 67 arbeiten sollen. Reicht 60 nicht? Was soll man denn mit 66 noch arbeiten? Welcher Arbeitgeber stellt so alte Leute ein? Hat mans nach 30 Jahren aktiver Beteiligung am Markt nicht verdient, umsorgt zu werden? Achso, dann einfach jeden Monat 2000 Euro für später zur Seite legen, 30 Jahre lang? Na klar, reicht ja wenn man bis dahin von Tütensuppe lebt.

Na klar ist das logische Hauptargument Kapitalismus/Globalisierung, aber gerade da sollte ein vernünftiger Staat eingreifen und die offensichtlichen schlechten Konditionen dieser Entwicklung eindämmen oder verhindern.
 

McKenzie

Unchained
Ich denk eins der Hauptprobleme unseres Landes ists, dass vieles so ausgelegt ist, als würden alle Haushalte monatlich locker netto 5000 Euro oder weit mehr einfahren.

Von dem Traum eines eigenen Hauses verabschiede ich mich so langsam. :pinch: Es ist. einfach. zu. teuer. Obwohl ich und Frau beide 8h arbeiten und wir nicht gerad in der Frankfurter Innenstadt leben, reicht es einfach nicht, und das kanns in einem so modernen und wirtschaftlich starken Land einfach nicht sein.

Oder dass wir bis 67 arbeiten sollen. Reicht 60 nicht? Was soll man denn mit 66 noch arbeiten? Welcher Arbeitgeber stellt so alte Leute ein? Hat mans nach 30 Jahren aktiver Beteiligung am Markt nicht verdient, umsorgt zu werden? Achso, dann einfach jeden Monat 2000 Euro für später zur Seite legen, 30 Jahre lang? Na klar, reicht ja wenn man bis dahin von Tütensuppe lebt.

Na klar ist das logische Hauptargument Kapitalismus/Globalisierung, aber gerade da sollte ein vernünftiger Staat eingreifen und die offensichtlichen schlechten Konditionen dieser Entwicklung eindämmen oder verhindern.
:attention:
 

CPL386

Well-Known Member
Ich will endlich meine Minderheitenregierung!
Sollen sich die Politiker ruhig kloppen und Regierungsunfähig werden ohne, dass was Neues gewählt werden muss.
Wir haben so um 2018 doch gesehen, dass es dadurch nicht schlimmer wird.
Ggf. haben die Beamten die jahrelang den Job machen dann endlich mal Zeit und Möglichkeiten das wirklich wichtige Durchzusetzen und nicht nur den Kram den sich jemand ausgedacht hat. Dann muss man nichts mehr umbenennen und Adressenändern, neue Gebäude mieten und umziehen. Dann können die vielleicht auch mal Arbeiten und modernisieren.
 

Noermel

Well-Known Member
Ich denk eins der Hauptprobleme unseres Landes ists, dass vieles so ausgelegt ist, als würden alle Haushalte monatlich locker netto 5000 Euro oder weit mehr einfahren.

Von dem Traum eines eigenen Hauses verabschiede ich mich so langsam. :pinch: Es ist. einfach. zu. teuer. Obwohl ich und Frau beide 8h arbeiten und wir nicht gerad in der Frankfurter Innenstadt leben, reicht es einfach nicht, und das kanns in einem so modernen und wirtschaftlich starken Land einfach nicht sein.

Oder dass wir bis 67 arbeiten sollen. Reicht 60 nicht? Was soll man denn mit 66 noch arbeiten? Welcher Arbeitgeber stellt so alte Leute ein? Hat mans nach 30 Jahren aktiver Beteiligung am Markt nicht verdient, umsorgt zu werden? Achso, dann einfach jeden Monat 2000 Euro für später zur Seite legen, 30 Jahre lang? Na klar, reicht ja wenn man bis dahin von Tütensuppe lebt.

Na klar ist das logische Hauptargument Kapitalismus/Globalisierung, aber gerade da sollte ein vernünftiger Staat eingreifen und die offensichtlichen schlechten Konditionen dieser Entwicklung eindämmen oder verhindern.
Alles perfekt auf den Punkt gebracht.

Allerdings wird zb auch bei mir in der Stadt gebaut ohne Ende und ich frag mich immer wo haben die Leute alle das Geld her. Kann ja nicht jeder Anwalt , Arzt oder Ingenieur sein. Kommt mir auch so vor als entwickeln wir uns immer mehr zu eine Japan oder China wo eben nur die aller besten die bestbezahltesten Jobs bekommen. Sprich du musst bereit sein alles zu geben (Ellenbogen und so) ohne wenn und aber ( erinnert mich etwas an die Serie Bad Banks) auf die Art Erfolg ist alles was zählt.
 

CPL386

Well-Known Member
Es baut ja auch nicht jeder. Aber manche können sich einfach ein paar Häuser leisten.
Corona verdeutlicht und beschleunigt nur diese Entwicklung, die eigentlich schon länger abläuft.
Nur wer Geld hat und rücksichtslos einen Erfolg durchzusetzen wird am Ende belohnt.
Raubtierkapitalismus vom feinsten. Diese "Soziale-Markt-Wirtschaft" ist ein Märchen, dass den Kindern in öffentlichen Schulen eingeredet wird, damit die Still sind, wenn jemand anderes an ihnen Vorbeizieht und sie als Schuhabstreifer nutzt.
Ich möchte dies aber nicht als "sinnloses bashing gegen "die Eliten"" angesehen haben.
Es gibt genügend Personen, die besser gestellt sind und u.A. auf Privatschulen, usw. gingen, die auch in Ethik und Sozialkunde aufgepasst haben und dem einfach nicht folgen wollen.
Aber "die Wirtschaft", die Lobbyisten, usw. hat, wird von denen nicht gestellt, das sind die anderen.

Das schöne ist, dass es denen teilweise gar nicht auffällt, weil es in ihren Umkreis einfach nicht anders existiert.
Selbst wenn jemand in deren Umfeld keinen Job hat, bleiben die nicht lange ohne einen Vorstandsplatz, usw. oder leben von Harz4.
Das sieht dann schon eher so aus.

 

Lunas

Well-Known Member
Ich denk eins der Hauptprobleme unseres Landes ists, dass vieles so ausgelegt ist, als würden alle Haushalte monatlich locker netto 5000 Euro oder weit mehr einfahren.

Von dem Traum eines eigenen Hauses verabschiede ich mich so langsam. :pinch: Es ist. einfach. zu. teuer. Obwohl ich und Frau beide 8h arbeiten und wir nicht gerad in der Frankfurter Innenstadt leben, reicht es einfach nicht, und das kanns in einem so modernen und wirtschaftlich starken Land einfach nicht sein.

Welcome to the real World.
Leider ist das so, und dagegen kannst du nicht viel machen. Günstiger wirds halt nur wenn du aufs Land ziehst. Was aber nicht immer und bei jedem möglich ist bzw. gewollt ist.
 

HurriMcDurr

Well-Known Member
Ich bezweifle ehrlich gesagt, dass mangelnde Bildung bzgl. statistischer Kennwerte irgendetwas mit der politischen Marschrichtung zu tun hat. O:
 

vampireMiyu

Well-Known Member
Ich glaube, dass es eine Mischung ist. Einige verstehen Statistik nicht richtig und lassen es sich, vllt mit Absicht, falsch von den Kollegen erklären. Andere wissen es ganz genau und es ist ihnen schlichtweg egal, weil sie in erster Linie an ihre eigene Agenda denken.
Und dazwischen sind ganz wenige, die wirklich verstehen und auch wollen, aber gar nicht auf den großen Spielplatz dürfen, weil dann müssten die anderen ja zugeben, dass sie ihren Job vllt scheiße machen.
 

Raphiw

Guybrush Feelgood
Ich finde schlimm das diese Einstellung dann natürlich auch in den Betrieben wiederspiegelt. Jeder muss eine eierlegende Wollmilchsau mit lückenlosem Lebenslauf sein und selbst wenn man das dann leistet, versucht man zu sparen und zu sparen und zu sparen, bis jegliche Motivation flöten gegangen ist. Universitäten sind überlaufen und jeder der zu meinen Abschlusszeiten eine vernünftige Lehre gemacht hätte, würde in der heutigen Zeit eine akademische Laufbahn anstreben und auch schaffen. Das schmälert nicht nur das Niveau der Unis und Hochschulen, sondern treibt auch Betriebe in den Ruin, die dringend neue Gesellen suchen. Eine Bildungsschere.
Ich kann mich noch erinnern als es damals hieß man bräuchte eine mittlere Reife für eine Ausbildung und viele waren verärgert. Dann hieß es man braucht Abi für eine Lehre und jetzt will keiner mit Abi mehr in die Lehre, weil es wird einem vermittelt das man mit Hochschulabschluss später dickes Geld verdient, was (meistens) gar nicht so ist.
 
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