Deutscher Filmpreis 2022 - Die Nominierungen sind da!

TheReelGuy

The Toxic Avenger
TheRealNeo schrieb:
Ja da ist oftmals gefährlich viel Halbwissen dabei und kaum Blicke über die Tellerränder. Aber sie richten sich eben sehr an die junge Youtube-Zuschauerschaft und scheinbar will man die nicht überstrapazieren.
Ich finde vorallem deren überhebliche Haltung gegenüber dem kreativen Prozess sehr bedenklich. Wenn sie sowas ihrem Publikum einimpfen, dann ist es kein Wunder, dass heutzutage jeder Max Mustermann meint, er wüsste besser wie man Stories zu erzählen hat und wo Drehbuchautoren oder Regisseure etwas "falsch machen". Sicher haben die auch Interesse am Film und sind privat nette Leute, aber ihre generelle Art und ihr Umgang mit dem Medium sorgen einfach weiterhin dafür, dass der Diskurs enormen Schaden nimmt.​
 

TheRealNeo

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Das sowieso, keine Frage.
Robert Hoffmann hat ja zumindest mal selbst geschauspielert.
 

TheRealNeo

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Fatih Akin beschwert sich mal direkt, dass er nicht nominiert wurde. Dabei hat er doch schon den Preis...
 

Puni

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Der soll froh sein, dass man ihm rückwirkend nicht seinen alten Preis für den Handschuh wieder wegnimmt.
 

TheRealNeo

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So hier erstmal die Gewinner:

Bester Spielfilm (gold): "Gundermann" von Andreas Dresen

Bester Spielfilm (silber): "Styx" von Wolfgang Fischer

Bester Spielfilm (bronze): "Der Junge muss an die frische Luft" von Caroline Link

Bester Kinderfilm: "Rocca - Verändert die Welt" von Katja Benrath

Bester Dokumentarfilm: "Of Fathers And Sons" von Talal Derki

Beste weibliche Hauptrolle: Susanne Wolff ("Styx")

Beste männliche Hauptrolle: Alexander Scheer ("Gundermann")

Beste weibliche Nebenrolle: Luise Heyer ("Der Junge muss an die frische Luft")

Beste männliche Nebenrolle: Alexander Fehling ("Das Ende der Wahrheit")

Beste Regie: Andreas Dresen ("Gundermann")

Bestes Drehbuch: Laila Stieler ("Gundermann")

Beste Kamera/Bildgestaltung: Benedict Neuenfels ("Styx")

Bester Schnitt: Anne Fabini ("Of Fathers And Sons")

Beste Musik: Hochzeitskapelle ("Wackersdorf")

Bestes Szenenbild: Susanne Hopf ("Gundermann")

Bestes Kostümbild: Sabine Greunig ("Gundermann")

Bestes Maskenbild: Maike Heinlein, Daniel Schröder und Lisa Edelmann ("Der Goldene Handschuh")

Beste Tongestaltung: Andreas Turnwald, Uwe Dresch, André Zimmermann und Tobias Fleig ("Styx")

Besucherstärkster Film des Jahres: "Der Junge muss an die frische Luft" von Caroline Link

Ehrenpreis: Margarethe von Trotta

Bernd Eichinger Preis: Christian Becker

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Zum großen Teil keine Überraschungen dabei. Das es auf STYX und GUNDERMANN hinausläuft, zugunsten des Zweiteren, zeichnete sich doch ziemlich schnell ab. Immernoch verwunderlich aber, dass TRANSIT eigentlich völlig unterging. Auch was die Darsteller betraf.
Die Show selbst war eigentlich ganz ok. Etwas zu viel Singen, aber das Moderations-Duo war dann kompetenter und abwechslungsreicher als gedacht und die Vergaben hatten eigentlich doch ganz gute Ansprachen bzw. Ideen. Da schafft man auch eine gute Mischung aus jungen und etablierten Schauspielern, ohne dann in fachfremde Eimer wie die Oscars zu greifen.
Das hat man auch schon fremdschämiger gehabt.
Und mit Ulrich Matthes hat man glaube ich auch einen guten neuen Präsidenten für die Akademie gefunden der Ambitionen hat und das Nominierungsfeld konnte sich ja durchaus sehen lassen.

Schön das Alexander Fehling einen Preis für die beste Nebenrolle in DAS ENDE DER WAHRHEIT bekommen hat. So bekommt der Film, der nächste Woche in die Kinos kommt, noch ein wenig Aufmerksamkeit. Konnte ihn ja schon bei der Berlinale sehen und empfehle ihn nur wärmstens weiter.
Etwas überraschend das JIM KNOPF UND LUKAS DER LOKOMOTIVFÜHRER nicht nur an den Kinokassen hinter den Erwartungen blieb, die Fortsetzung wird aber gerade trotzdem gedreht, sondern auch hier bei den technischen Kategorien erst gar nicht auftauchte. Ähnlich auch bei BALLON. Komplett leer bzw. fast nicht präsent ging auch WERK OHNE AUTOR aus. Komisch, dass man ihn dann für den Oscar auswählte. Weiß aber nicht genau, welche Gremien da genau mitentschieden haben.
Mit GUNDERMANN als großen Sieger kann ich gut leben, auch weil STYX mich persönlich nicht komplett überzeugen konnte. Insgesamt aber ein sehr ausgewogenes Nominierungsfeld, was die Filme betrifft. Auch bei der Diversität ist man in Deutschland eigentlich schon ganz gut aufgestellt, auch wenn man das einmal dann nochmal ironisch reflektierte, was ok war.
 

TheRealNeo

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Heute dann ab 22:15Uhr im Ersten. Live. Ohne Publikum.

Bin mal gespannt, was man sich so ausgedacht hat.
 

TheRealNeo

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Via FredCarpet die Gewinner...zur Verleihung selber schreibe ich nächste Woche hier noch was.
Sonst noch jemand geschaut?

Deutscher Filmpreis 2020: Die Preisträger
Bester Spielfim
BERLIN ALEXANDERPLATZ | Leif Alexis, Jochen Laube, Fabian Maubach | Lola in Silber
ES GILT DAS GESPROCHENE WORT | Ingo Fliess | Lola in Bronze

LARA | Marcos Kantis, Martin Lehwald, Michel Pokorny
LINDENBERG! MACH DEIN DING | Michael Lehmann, Günther Russ, Johannes Pollmann
SYSTEMSPRENGER | Peter Hartwig, Jonas Weydemann, Jakob D. Weidemann | Lola in Gold
UNDINE | Florian Körner von Gustorf, Michael Weber, Margaret Menegoz

Bester Dokumentarfilm
BORN IN EVIN | Alex Tondowski, Ira Tondowski
HEIMAT IST EIN RAUM AUS ZEIT | Heino Deckert
SCHLINGENSIEF – IN DAS SCHWEIGEN HINEINSCHREIEN | Frieder Schlaich, Irene von Alberti

Bester Kinderfilm
ALS HITLER DAS ROSA KANINCHEN STAHL | Jochen Laube, Fabian Maubach, Clementina Hegewisch
FRITZI – EINE WENDEWUNDERGESCHICHTE | Ralf Kukula, Richard Lutterbeck

Beste Regie
BERLIN ALEXANDERPLATZ | Burhan Qurbani
ES GILT DAS GESPROCHENE WORT | Ilker Çatak
SYSTEMSPRENGER | Nora Fingscheidt

Bestes Drehbuch
BERLIN ALEXANDERPLATZ | Martin Behnke, Burhan Qurbani
ES GILT DAS GESPROCHENE WORT | Nils Mohl, Ilker Çatak
SYSTEMSPRENGER | Nora Fingscheidt

Beste weibliche Hauptrolle
Anne Ratte-Polle | ES GILT DAS GESPROCHENE WORT
Alina Serban | GIPSY QUEEN
Helena Zengel | SYSTEMSPRENGER

Beste männliche Hauptrolle
Welket Bungué | BERLIN ALEXANDERPLATZ
Jan Bülow | LINDENBERG! MACH DEIN DING
Albrecht Schuch | SYSTEMSPRENGER

Beste weibliche Nebenrolle
Jella Haase | BERLIN ALEXANDERPLATZ
Gabriela Maria Schmeide | SYSTEMSPRENGER
Lisa Hagmeister | SYSTEMSPRENGER

Beste männliche Nebenrolle
Albrecht Schuch | BERLIN ALEXANDERPLATZ
Godehard Giese | ES GILT DAS GESPROCHENE WORT
Pasquale Aleardi | ICH WAR NOCH NIEMALS IN NEW YORK

Beste Kamera | Bildgestaltung
BERLIN ALEXANDERPLATZ | Yoshi Heimrath
DEUTSCHSTUNDE | Frank Lamm
O BEAUTIFUL NIGHT | Jieun Yi

Bester Schnitt
MEIN ENDE. DEIN ANFANG. | Andreas Menn
PELIKANBLUT | Heike Gnida
SCHLINGENSIEF – IN DAS SCHWEIGEN HINEINSCHREIEN | Bettina Böhler
SYSTEMSPRENGER | Stephan Bechinger, Julia Kovalenko

Beste Tongestaltung
BERLIN ALEXANDERPLATZ | Simone Galavazi, Michel Schöpping
SYSTEMSPRENGER | Corinna Zink, Jonathan Schorr, Dominik Leube, Oscar Stieblitz, Gregor Bonse
UNDINE | Andreas Mücke-Niesytka, Martin Steyer, Dominik Schleier, Benjamin Hörbe, Bettina Böhler

Beste Filmmusik
BERLIN ALEXANDERPLATZ | Dascha Dauenhauer
DEUTSCHSTUNDE | Lorenz Dangel
SYSTEMSPRENGER | John Gürtler

Bestes Szenenbild
BERLIN ALEXANDERPLATZ | Silke Buhr
FREIES LAND | Tim Tanke
ICH WAR NOCH NIEMALS IN NEW YORK | Matthias Müsse
NARZISS UND GOLDMUND | Sebastian Soukup

Bestes Kostümbild
FREIES LAND | Ingken Benesch
ICH WAR NOCH NIEMALS IN NEW YORK | Thomas Oláh, Nora Bates
LINDENBERG! MACH DEIN DING | Sabine Böbbis

Bestes Maskenbild
ICH WAR NOCH NIEMALS IN NEW YORK | Gerhard Zeiss
LINDENBERG! MACH DEIN DING | Astrid Weber, Hannah Fischleder
NARZISS UND GOLDMUND | Helene Lang

Beste visuelle Effekte und Animation
BERLIN ALEXANDERPLATZ | Frank Kaminski
ICH WAR NOCH NIEMALS IN NEW YORK | Sven Martin
DIE KÄNGURU-CHRONIKEN | Jan Stoltz, Claudius Urban

Besucherstärkster Film
DAS PERFEKTE GEHEIMNIS | Bora Dağtekin

Ehrenpreis
Edgar Reitz
 

TheRealNeo

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Also die Show ohne Zuschauer war wirklich okay. Was will man da auch groß machen, als eben Leute zuzuschalten. Edin Hasanovic hat das größtenteils dann auch souverän über die Bühne gebracht.
Das SYSTEMSPRENGER der große Gewinner des Abends sein wird hat sich dann auch schnell abgezeichnet. Etwas schade für BERLIN ALEXANDERPLATZ, der ja wie UNDINE durch die Verschiebungen nun leider vorab nicht mehr zu sehen war, außer auf der Berlinale. LARA, der neue Film von Jan Ole Gerster (OH BOY) ging auch sehr unter.
Aber ansonsten waren es nur eine Handvoll nominierter Filme, aber auch wenn ich nicht alle kenne, war das schon eine gute Auswahl.
 

TheReelGuy

The Toxic Avenger
Die Quoten kann man vielleicht mit der Uhrzeit - wer macht denn so eine Show um 22 Uhr und nicht im Hauptprogramm? - und dem allgemeinen Desinteressse am deutschen Film begründen. Ich habe "Systemsprenger" die Daumen gedrückt, aber eigentlich auch nur, weil ich die anderen Filme noch nicht gesehen habe / sehen konnte.
 

TheRealNeo

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Die Verleihung wurde aber in den letzten Jahren schon immer erst so spät ausgestrahlt, leider.
Es war ja sonst auch nicht live, da es mit Publikum im Saal natürlich erst nicht um 22Uhr los geht. Aber schade, dass die ARD scheinbar nicht um 20.15Uhr den Platz freiräumen kann/will.
 

TheRealNeo

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Eigentlich sind ja die Öffentlich-Rechtlichen nicht unbedingt quotengesteuert, aber irgendwas muss schon dazu geführt haben, dass es seit sieben Jahren keine Ausstrahlung mehr vor 22Uhr mehr gab.
 

TheRealNeo

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Die Nominierungen für den diesjährigen Deutschen Filmpreis sind da!
Die Verleihung findet am 01. Oktober statt.


Bester Spielfilm

Curveball - Wir machen die Wahrheit (Bronze)
Fabian oder der Gang vor die Hunde (Silber)
Ich bin dein Mensch
Je suis Karl
Schachnovelle
Und morgen die ganze Welt

Bester Dokumentarfilm

Herr Bachmann und seine Klasse
Space Dogs
Walchensee Forever

Bester Kinderfilm

Die Adern der Welt
Jim Knopf und die Wilde 13

Beste Regie

Dominik Graf (Fabian oder der Gang vor die Hunde)
Maria Speth (Herr Bachmann und seine Klasse)
Maria Schrader (Ich bin dein Mensch)

Bestes Drehbuch

Oliver Keidel, Johannes Naber (Curveball - Wir machen die Wahrheit)
Constantin Lieb, Dominik Graf (Fabian oder der Gang vor die Hunde)
Jan Schomburg, Maria Schrader (Ich bin dein Mensch)

Beste weibliche Hauptrolle

Saskia Rosendahl (Fabian oder der Gang vor die Hunde)
Maren Eggert (Ich bin dein Mensch)
Luna Wedler (Je Suis Karl)

Beste männliche Hauptrolle

Oliver Masucci (Enfant terrible)
Dan Stevens (Ich bin dein Mensch)
Jannis Niewöhner (Je Suis Karl)

Beste weibliche Nebenrolle

Meret Becker (Fabian oder der Gang vor die Hunde)
Lorna Ishema (Ivie wie Ivie)
Birgit Minichmayr (Schachnovelle)

Beste männliche Nebenrolle

Thorsten Merten (Curveball - Wir machen die Wahrheit)
Hary Prinz (Enfant terrible)
Milan Peschel (Je Suis Karl)

Beste Kamera/Bildgestaltung

Hanno Lentz (Fabian oder Der Gang vor die Hunde)
Frank Griebe (Home)
Michael Kotschi (One of these Days)

Bester Schnitt

Andrew Bird (A Symphony of Noise)
Claudia Wolscht (Fabian oder Der Gang vor die Hunde)
Anja Pohl (Walchensee Forever)

Beste Tongestaltung

Pascal Capitolin, Richard Borowski (A Symphony of Noise)
Andreas Wölki, Hubertus Rarth, Kai Tebbel (Enfant terrible)
Roland Winke, Lars Ginzel, Noemi Hampel, Dominik Schleier (Nebenan)
Gunnar Voigt, Jan Petzold, Martin Steyer (Schachnovelle)
Jonathan Schorr, Simon Peter, Tobias Adam (Space Dogs)
Lars Ginzel, Frank Kruse, Markus Stemler (Tides)

Beste Filmmusik

Martin Todsharow (Enfant terrible)
Ralf Wengenmayr, Marvin Miller (Jim Knopf und die Wilde 13)
Lorenz Dangel (Tides)

Bestes Szenenbild

Claus Jürgen Pfeiffer (Fabian oder Der Gang vor die Hunde)
Matthias Müsse (Schachnovelle)
Julian R. Wagner (Tides)

Bestes Kostümbild

Barbara Grupp (Fabian oder Der Gang vor die Hunde)
Anke Winckler (Jim Knopf und die Wilde 13)
Tanja Hausner (Schachnovelle)
Leonie Zykan (Tides)

Bestes Maskenbild

Nannie Gebhardt-Seele, Anna Freund (Fabian oder Der Gang vor die Hunde)
Daniela Skala (Schachnovelle)
Sabine Schumann (Tides)

Beste visuelle Effekte

Frank Schlegel (Jim Knopf und die Wilde 13)
Michael Wortmann (Schachnovelle)
Denis Behnke (Tides)

Besucherstärkste Film

Nightlife

Ehrenpreis

Senta Berger
 
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