Doctor Who

Mr.Anderson

Kleriker
BBC hat nun die ersten zwei Episoden von "The war between the land and the sea" veröffentlicht. Overnight haben die erste Episode 2,8 Mio und die zweite 2,1 Mio Briten gesehen. Es wird sogar von der BBC gefeiert, dass die erste Episode bessere Quoten hat als jede einzelne Episode der Gatwa Ära. Ist das nicht ein Trauerspiel? Kann sich noch jemand an die glorreichen Zeiten erinnern, als die Serie 8 Mio Zuschauer hatte? Von der ersten zur zweiten Episode hat man schon 25 Prozent der Zuschauer verloren. Ich lehne mich mal aus dem Fenster und vermute die letzte Episode wird unter 1 Mio bleiben.
 

Mr.Anderson

Kleriker
Ich erinnere nur an Torchwoods Fünfteiler "Children of Earth", der so beeindruckend war, dass mir gerade nach 16 Jahren(!) sofort der Titel eingefallen ist, der so beeindruckend war, dass er von den Kritikern als eines der besten Stücke TV des damaligen Jahrzehnts bezeichnet wurde. Der so beeindruckend war, dass es einem die Luft raubte. Der Shit hier ist nichts im Vergleich dazu!
 

Andi83

Well-Known Member
Ich fand die gesamte Serie Torchwood sehr mystisch. Hat mir gar nicht gefallen und würde ich auch kein zweites Mal sichten. Kinder der Erde war etwas besser gemacht als die ersten beiden Staffeln, aber da bewegt mich nichts zum wiederholten anschauen. Doctor Who sehe ich mir immer wieder gerne an. Zumindest bis zu der Stelle wo der weibliche Doktor kommt.
 

Clive77

Serial Watcher
Der Punkt ist einfach, dass Torchwood aus der Mutterserie entstanden ist und damals ein großer Erfolg war, weil Torchwood unabhängig vom Doctor bestehen konnte. "Children of Earth" war und ist ein Meisterwerk, fraglos. Ebenso wie die Figur von Cpt. Jack Harkness, der die Serie mitgetragen hat. Das ist Geschichte und mitunter auch der Grund, weshalb Russell T. Davies bei seiner Rückkehr zu "Doctor Who" so gefeiert wurde. Schließlich war er es, der 2005 "Doctor Who" neu erfunden hat und mitunter auch eine neue Fangemeinde aufbauen konnte, ohne die alten Staffeln außer Acht zu lassen.
Traurig ist tatsächlich, dass die Quoten nicht mitspielen und das Interesse an der Serie damit sinkt. Dabei hat die Serie mit all ihren Möglichkeiten die besten Chancen, auch in diesem Jahrzehnt und darüber hinaus zu bestehen. Die Idee ist einfach (damals wie heute) einzigartig und stellt alle Möglichkeiten offen - Raum und Zeit - warum lässt sich damit nichts anfangen?
Und ernsthaft, ich fand die letzten Folgen nicht so schlecht, wie sie sonst ankamen. Aber ich stelle mir auch immer wieder die Frage: "Hätte es nicht besser sein können?" - und ja, hätte es und dafür hätte es nicht Russell T. Davies gebraucht. Das hätte auch ein Chris Chibnall machen können oder sonstwer. Und nein, von beiden waren die Stories nicht unbedingt schlecht, aber es fehlt halt jemand, der die Serie so ernst nimmt, dass er oder sie mit jeder Folge einen WTF-Moment raushaut. Ja, so hoch sind die Ansprüche und darunter geht offenbar nichts.
Wir leben einfach in einer Zeit, in der der Anspruch unglaublich hoch ist und "mehr" nicht gleich "mehr" ist. "Mehr" heißt, mit jeder Episode zu überzeugen. Aber wer kann das?
Ganz ehrlich, da gibt es sicher zig Millionen Leute, die das könnten. Wir brauchen nur einen davon. Einen, der sich auf Sci-Fi und "Doctor Who" eingelassen hat. Einen, der die Serie versteht, alles mitgenommen hat, was bis dato abgeliefert wurde und einen, der genau weiß, was er mit unserem Doctor anfangen würde. Also bitte, liebe BBC, wählt uns diesen einen Showrunner aus und lasst ihn dann einfach mal machen. Der Rest wird sich von selbst ergeben. :thumbup:
 

Mr.Anderson

Kleriker
Gerade bei so langlebigen Serien (Filmreihen) wie Dr. Who, Star Trek oder Star Wars ist man über lange Zeit gewohnt mit guter bis überdurchschnittlich guter Unterhaltung verwöhnt zu werden. Offenbar hat man das heute einfach verlernt, da man offenbar nicht mehr im Sinne der Zuschauer agiert, sondern im Sinne schneller Contenterstellung und auch leider sehr oft im Sinne der eigenen politischen Einstellung. Letzteres gehört da nicht rein.
 
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