Heut flatterte das Drehbuch von M Night Shyamalan's neuem Film in unseren Briefkasten. Nach Signs, Unbreakable, The Village und The Sixth Sense war M Night ein gefragter Name in Hollywood, aber sein letzter Film DAS MÄDCHEN AUS DEM WASSER war ein ziemlicher Reinfall.
Ob The Happening das im nächsten Jahr wieder drehen könnte, erfahrt ihr in der folgenden Kritik des Drehbuches. Das Script ist auf Januar 2007 datiert und kann selbstverständlich im Endprodukt etliche Änderungen vorweisen.
#
[url]http://img239.imageshack.us/img239/1056/mnightbf2.jpg[/URL]
Der Film fängt damit an, dass zwei Frauen in der Stadt im Park sitzen und erstaunt zuschauen, wie plötzlich eine Menge Menschen heran gerannt kommen und sich selbst verletzen. Während die eine noch staunt, steht die andere plötzlich auf, zieht eine Haarnadel von ihrem Kopf und rammt sie sich in den Hals.
Zwei Bauarbeiter beobachten, wie sich ihre Kollegen freiwillig von einem Gerüst stürzen.
Eine Familie steht im Stau und sieht einen Passanten, der sich ihnen nähert und dann seinen Kopf in ihre Windschutzscheibe schlägt.
Bei einem Konzert nimmt ein junger Violinenspieler seinen Bogen und schiebt ihn sich in den Hals. Bei jeder dieser Szenen wird betont, das Wind durch die Gegend weht.
In der Schule wird der Lehrer Elliot Moore zusammen mit den anderen Fachkräften zum Direktor gerufen, der ihnen eine haarsträubende Geschichte erzählt. Es soll einen globalen (!) Terroranschlag gegeben haben, bei dem ein Nervengift in jeder großen Stadt in Parks freigesetzt wurde. Man verfolgt dann, wie Moore zusammen mit seiner Frau Alma und seinem besten Freund Julian und dessen Familie versucht aufs Land zu fliehen.
Die wahre Ursache hinter dem Wahnsinn:
Es ist ein lahmer Mix aus Krieg der Welten und 28 Tage später.
Knapp 106 Seiten lang (=106 min Filmlänge) ist das Script so nahe an den beiden genannten Filmen, das man M Night wirklich nicht zusprechen kann, besonders originell zu sein. Genau wie bei den anderen beiden bricht zu Anfang des Films eine Katastrophe aus,dann folgt man einer kleinen Familie und trifft unterwegs mal wieder auf die gleichen Militärs wie sonst auch.
Der Ansatz "Natur rächt sich" ist sehr interessant, wird hier aber nicht vernünftig ausgenutzt. Wer meint, bei der Thematik würden Bäume zuschlagen, Gräser scharf wie Klingen werden oder ähnliche durchgeknallte Sachen passieren, der kann weiterträumen, denn das gibts hier nicht. Der Film könnte auch 28 Tage später 2 heißen, denn das einzige Sympton des Ausfalls ist Wahnsinn.
[url]http://img239.imageshack.us/img239/6015/treesincambridgecommonzm7.jpg[/URL]
Dies sind die wichtigsten Figuren:
#####
Elliot Moore ist Anfang 30, Physiklehrer und träumt davon, mal ein berühmter Musiker zu sein. Er ist ziemlich clever und kommt dahinter, was wohl die Ursache für das Chaos ist. Eine Art Jeff Goldblum in Independence Day.
Julian ist auch Lehrer, und ein Kollege von Elliot. Er will unbedingt seine Frau wiederfinden und zieht später alleine los.
Alma Elliots Frau, sie ist etwas jünger und Psychiaterin. Sie hatte eine Affäre mit einem Arbeitskollegen und wollte sich von Elliot trennen - durch die Katastrophe aber merkt sie, dass sie ihn noch immer liebt.
Jess die kleine Tochter von Julian, sie wird später Alma anvertraut.
Sarge ein typischer 0815 Sarge, der sich später von Elliot beraten lässt
Mrs Jones eine christliche Fanatikerin, die das Leben der anderen bedroht
##########
Schlecht sind die Rollen nicht geschrieben, aber ausgelutscht. Die Liebesgeschichte im Film ist etwa so tiefsinnig wie die in Roland Emmerich's Godzilla, und der Held Elliot Moore hat weder den Witz und Charme eines Jeff Goldblum, noch die Führungsqualitäten eines Dennis Quaid in The Day after Tomorrow. An einer Stelle im Drehbuch spricht er sogar zu einer Pflanze, in der Hoffnung, mit ihr verhandeln zu können (!).
Unentwegt versucht Shyalaman, das Geschehen als fesselnd und flott zu gestalten, aber so klappen will das alles nicht. Eine der dramatischsten Szenen besteht zB. darin, dass die Helden vor einer Windböe weglaufen. Woanders finden sie Bauern, die sich an Kuhfladen zu Tode gegessen haben. Gärtner, die sich mit Wasserschläuchen erhängt haben. Genau wie in KdW quartieren sie sich dann auch noch bei einem Verrückten ein, der für alle eine Gefahr darstellt.
All diese Szenen wirken sehr platt, so banal, dass sie schon fast wieder lustig sind. Insgesamt hinterlässt das ganze den Eindruck, als habe Green Peace hier seine Version von Krieg der Welten nachgemacht.
Wenn M Night dann auch noch, wie es Gerüchten zufolge heißt, die Hauptrolle übernimmt, kann The Happening (dt. Das Ereignis) nur ein weiterer Sargnagel in der Karriere des ehemals als nächsten Spielberg beschriebenen Inders werden.
:flop:
Wertung:
3 / 10
Ob The Happening das im nächsten Jahr wieder drehen könnte, erfahrt ihr in der folgenden Kritik des Drehbuches. Das Script ist auf Januar 2007 datiert und kann selbstverständlich im Endprodukt etliche Änderungen vorweisen.
#
[url]http://img239.imageshack.us/img239/1056/mnightbf2.jpg[/URL]
Der Film fängt damit an, dass zwei Frauen in der Stadt im Park sitzen und erstaunt zuschauen, wie plötzlich eine Menge Menschen heran gerannt kommen und sich selbst verletzen. Während die eine noch staunt, steht die andere plötzlich auf, zieht eine Haarnadel von ihrem Kopf und rammt sie sich in den Hals.
Zwei Bauarbeiter beobachten, wie sich ihre Kollegen freiwillig von einem Gerüst stürzen.
Eine Familie steht im Stau und sieht einen Passanten, der sich ihnen nähert und dann seinen Kopf in ihre Windschutzscheibe schlägt.
Bei einem Konzert nimmt ein junger Violinenspieler seinen Bogen und schiebt ihn sich in den Hals. Bei jeder dieser Szenen wird betont, das Wind durch die Gegend weht.
In der Schule wird der Lehrer Elliot Moore zusammen mit den anderen Fachkräften zum Direktor gerufen, der ihnen eine haarsträubende Geschichte erzählt. Es soll einen globalen (!) Terroranschlag gegeben haben, bei dem ein Nervengift in jeder großen Stadt in Parks freigesetzt wurde. Man verfolgt dann, wie Moore zusammen mit seiner Frau Alma und seinem besten Freund Julian und dessen Familie versucht aufs Land zu fliehen.
Die wahre Ursache hinter dem Wahnsinn:
Pflanzen lösen ein spezielles Nervengift aus, um die Menschheit aus dem Ökosystem zu vertreiben. Es sollen soviele sterben, bis das System wieder im Gleichgewicht ist.
Es ist ein lahmer Mix aus Krieg der Welten und 28 Tage später.
Knapp 106 Seiten lang (=106 min Filmlänge) ist das Script so nahe an den beiden genannten Filmen, das man M Night wirklich nicht zusprechen kann, besonders originell zu sein. Genau wie bei den anderen beiden bricht zu Anfang des Films eine Katastrophe aus,dann folgt man einer kleinen Familie und trifft unterwegs mal wieder auf die gleichen Militärs wie sonst auch.
Der Ansatz "Natur rächt sich" ist sehr interessant, wird hier aber nicht vernünftig ausgenutzt. Wer meint, bei der Thematik würden Bäume zuschlagen, Gräser scharf wie Klingen werden oder ähnliche durchgeknallte Sachen passieren, der kann weiterträumen, denn das gibts hier nicht. Der Film könnte auch 28 Tage später 2 heißen, denn das einzige Sympton des Ausfalls ist Wahnsinn.
[url]http://img239.imageshack.us/img239/6015/treesincambridgecommonzm7.jpg[/URL]
Dies sind die wichtigsten Figuren:
#####
Elliot Moore ist Anfang 30, Physiklehrer und träumt davon, mal ein berühmter Musiker zu sein. Er ist ziemlich clever und kommt dahinter, was wohl die Ursache für das Chaos ist. Eine Art Jeff Goldblum in Independence Day.
Julian ist auch Lehrer, und ein Kollege von Elliot. Er will unbedingt seine Frau wiederfinden und zieht später alleine los.
Alma Elliots Frau, sie ist etwas jünger und Psychiaterin. Sie hatte eine Affäre mit einem Arbeitskollegen und wollte sich von Elliot trennen - durch die Katastrophe aber merkt sie, dass sie ihn noch immer liebt.
Jess die kleine Tochter von Julian, sie wird später Alma anvertraut.
Sarge ein typischer 0815 Sarge, der sich später von Elliot beraten lässt
Mrs Jones eine christliche Fanatikerin, die das Leben der anderen bedroht
##########
Schlecht sind die Rollen nicht geschrieben, aber ausgelutscht. Die Liebesgeschichte im Film ist etwa so tiefsinnig wie die in Roland Emmerich's Godzilla, und der Held Elliot Moore hat weder den Witz und Charme eines Jeff Goldblum, noch die Führungsqualitäten eines Dennis Quaid in The Day after Tomorrow. An einer Stelle im Drehbuch spricht er sogar zu einer Pflanze, in der Hoffnung, mit ihr verhandeln zu können (!).
Unentwegt versucht Shyalaman, das Geschehen als fesselnd und flott zu gestalten, aber so klappen will das alles nicht. Eine der dramatischsten Szenen besteht zB. darin, dass die Helden vor einer Windböe weglaufen. Woanders finden sie Bauern, die sich an Kuhfladen zu Tode gegessen haben. Gärtner, die sich mit Wasserschläuchen erhängt haben. Genau wie in KdW quartieren sie sich dann auch noch bei einem Verrückten ein, der für alle eine Gefahr darstellt.
All diese Szenen wirken sehr platt, so banal, dass sie schon fast wieder lustig sind. Insgesamt hinterlässt das ganze den Eindruck, als habe Green Peace hier seine Version von Krieg der Welten nachgemacht.
Wenn M Night dann auch noch, wie es Gerüchten zufolge heißt, die Hauptrolle übernimmt, kann The Happening (dt. Das Ereignis) nur ein weiterer Sargnagel in der Karriere des ehemals als nächsten Spielberg beschriebenen Inders werden.
:flop:
Wertung:
3 / 10
'
Meiner Meinung nach zeichnet es einen guten Regisseur sogar aus aus einem schlechten bis mittelmäßigen Drehbuch einen passablen oder gar guten Film zu machen.