Dune - Der Wüstenplanet (remake) ~ Denis Villeneuve

Jay

hauptsache bereits gesehen
Teammitglied
Ich muss ja mal sagen, dass Dune als Konzept und Ideensammlung echt klasse ist, und ich mag auch die Games, aber das Buch... meine Güte ist das ein sandig zähes Ding. Hab erst versucht, es so zu lesen und bin dann auf das echt tolle Audiobook mit Jürgen Prochnow umgestiegen.

Aber beim fucking Fremen, es ist so langweilig. Es passiert fast nichts, 90 % sind nur Besprechungen von Plänen, zum Teil politisch, zum teil prophetisch. Die Allegorien zu unserer Welt sind erkennbar, aber bei weitem nicht fesselnd. Wenns wenigstens eine mitreißende Romanze oder coole Freundschaft gäb, aber Paul Atreides ist so ein John Cena.

Manche meinen ja, Lynchs Film sei öde, aber im Vergleich zum Roman ist das Bay.

Ich bin mir sicher, dass Villeneuve vieles mit großartigen Bildern und Atmosphäre aufwerten wird.
 

Tyler Durden

Weltraumaffe
Teammitglied
Ich sehe es ganz anders, das Buch hat mich sehr beeindruckt und mitgerissen. Zum Glück gab es keine Romanze, die daraus sentimentalen Kitsch gemacht hätte :biggrin:
 

brawl 56

Verflucht guter Hut!
Ich stehe da zwischen euch beiden.
Jays Eindrücke kann ich verstehen, teile sie aber nicht so sehr. Da tendiere ich eher zu Tyler. Es ist gleichzeitig beeindruckend, was da in welchem Ausmaß geschieht, welche Auswirkungen alles hat und worauf diese eigentlich basieren.

Liegt alles vielleicht daran, dass ich vorher nur den Lynch Film gekannt habe und habe daher etwas anderes erwartet, etwas wie Jay schon sagte, mit mehr Pepp dahinter.


Übrigens, das Logo zum Film:
 
Zuletzt bearbeitet:

Revolvermann

Well-Known Member
Gerade in der Literatur kann man ja 10 mal große, spektakuläre Science Fiction kaufen und 10 mal etwas komplett unterschiedliches haben. Also nicht nur im Bezug auf Action und Plot sondern auch im Bezug auf Erzählweise, Aufbau oder Poesie. Das ist ja das Schöne, dass hier meistens eine Vision ohne Kompromisse erzählt werden kann und man kein Millionenbudget wieder einspielen muss.
Ich habe Dune weder gelesen noch irgendeine Version gesehen. Ein Kumpel ist aber großer Fan und erzählte mir vor Jahren davon. Auf die Frage ob ich es mir vorstellen könnte wie Star Wars, antwortete er, es sei zum Glück überhaupt nicht wie Star Wars.
Also mögen es die Fans wahrscheinlich genau aus den Gründen, aus denen es Jay nicht so gefällt. Ist wohl einfach Geschmacksache.
 
Zuletzt bearbeitet:

Jay

hauptsache bereits gesehen
Teammitglied
Ist ja nicht so, dass Jay nur Action will :thumbsup: . Ich habe alle Bücher von King im Schrank, also 100 Seiten Charaktermomente ohne tatsächliche Aktivitäten sind mir nichts neues.

Wo sind die Assassinen im Königspalast, Sandwürmer, die Außenposten vernichten, Fremenangriffe auf Harkonnensoldaten, der Frontenkrieg der Fraktionen, Überlebenskampf in der Wüste? Stattdessen stehen Männer und Frauen in Palasträumen und reden stundenlang über geplante Intrigen und Schicksale.


Vielleicht hätt ich nicht mit Dune 2 und Dune 2000 anfangen dürfen :ugly:
 

Jay

hauptsache bereits gesehen
Teammitglied
Das war wie C&C, KKND und Earth 2140, nur dass man ständig ein Auge auf die Sammler aufpassen musste. Kurz nicht hingesehen und ham - vom Sandwurm gemampft :thumbsup:

Können die beiden Miniserien Dune und Children of Dune eigentlich was? Da war Uwe Ochsenknecht glaub bei.
 

TheRealNeo

Well-Known Member
Teammitglied
Die zweite Mini-Serie war auf jedenfall in allen Belangen eine deutliche Steigerung, so viel weiß ich noch.
Bin aber kein Buchkenner.
 

El Duderino

Active Member
Die Miniserien sind deutlich näher an den Büchern dran, als der Lynch Film. Leider haben die aber ein viel zu geringes Budget um den Stoff auch nur annähernd gerecht zu werden. Von Effekten bis Schauspielern...das mangelt es an vielen. Der Wille war da, das Geld leider nicht. Von der Art her, könnte man die Serien sogar als Proto Game of Thrones bezeichnen. Auch hier darf ein riesiger Cast zwischen unterschiedlichsten Häusern integrieren. :biggrin:
Eigentlich würde sich die Saga sowieso besser als epische Serie anbieten, als ein 2stündiger Film. Da muss man einfach zu viele Kompromisse eingehen, um die Massen anzulocken und um eine anständige Geschichte in 2-3 Stunden zu quetschen.

Und ja, die zweite Mini war deutlich besser, da musste man auch nicht mehr vor einer schlecht gezeichneten Wüstenkulisse sitzen...


Zu den Büchern: Ich kann verstehen, wenn man damit nicht viel anfangen kann, die Welt, die Herbert hier kreiert hat, ist doch schon sehr speziell und ist mit ihren sehr politisch und religiösen Themen bestimmt nicht jedermanns Sache. Dazu ist das auch kein dünnes Ding, was man mal schnell in einem Tag in sich aufsaugt. Der erste Band umfasst ca. 1.000 Seiten und liest sich stellenweise auch etwas sperrig, wenn man sich nicht auf die Welt einlassen kann, noch dazu muss man hier auch sehr aufpassen, dass man zwischen den ganzen Figuren nicht den Faden verliert.
Ich habe den Film schon lange vor den Büchern gekannt und war dementsprechend schon ein wenig auf die Welt vorbereitet, kann interessierten daher auch diese Herangehensweise empfehlen.
Auch wenn die Version von Lynch sich schon einige Freiheiten gegenüber der Vorlage nimmt. Aber es ist halt die Mainstream Dune Variante.

Ich habe es jedenfalls genossen und war wie weggeblasen, nach dem ersten Band.
 
Zuletzt bearbeitet:

El Duderino

Active Member
Gerade nachgesehen: Bei mir beginnen die bei Seite 790. :check:
Wusste aber auch gar nicht mehr, dass Appendix überhaupt enthalten sind, hab das Buch lange nicht mehr in der Hand gehalten.

Seh aber auch gerade, dass die Neuübersetzte Version von 2016 "nur" 800 Seiten hat, lt. Amazon.
Meine Version, von 2001, hat 880 Seiten(also auch keine 1.000, hatte ich etwas falsch in Erinnerung).
 

brawl 56

Verflucht guter Hut!
In der Version von 2016 geht die Geschichte ca. 730 Seiten, der Rest sind die Anhänge, welche auch wieder sehr ausufernd sind.
 
Oben