Dungeons & Dragons: Reboot des Rollenspiel-Klassikers nimmt mit Chris Pine Gestalt an

Joel.Barish

dank AF
Teammitglied
Schon vor etwas über einem Jahr wurde bekannt, dass John Francis Daley und Jonathan Goldstein, die Regisseure des clever-unterhaltsamen „Game Night“, eine Neuverfilmung des Pen & Paper-Rollenspielklassikers „Dungeons & Dragons“ für Paramount angehen sollen. Nun hat man einen Star an der Angel und nähert sich dem Produktionsstart.

Wie Deadline.com berichtet, steht Chris Pine (Star Trek, Wonder Woman) unmittelbar davor, die Hauptrolle im Film zu übernehmen. Erste Stimmen beschreiben den Ansatz der Verfilmung als „subversive“ Interpretation des Spiels. „Dungeons & Dragons“ wurde erstmalig 1974 veröffentlicht und liefert in seiner Pen & Paper-Rollenspielart je nach Version und Interpretation mehrere fantastische Welten. Die Vergessenen Reiche (Forgotten Realm), der aktuelle Standard des Spiels, ist zum Beispiel eine klassisch nach Motiven des europäischen Mittelalters angehauchte Fantasy-Welt mit Magiern, Elfen und anderen Völkern und Wesen. Gut möglich – dies ist reine Spekulation – dass Daley und Goldstein, die auch für das Drehbuch verantwortlich sind, in ihrer „subversiven“ Ausrichtungen einen speziellen Kniff finden, um die Spiel-Natur aufzugreifen. Vielleicht in der Art wie die „Lego“ Movies.

Hasbro und Paramount produzieren den Film, der nach aktuellen Plänen im nächsten Frühjahr in Belfast vor die Kameras gehen soll. Man kann nur hoffen, dass alle Beteiligten aus der legendär-verpatzten Verfilmung von 2000 gelernt haben.

Quelle:
Deadline.com

Der pfiffig inszenierte „Game Night“ lässt hier definitiv hoffen, dass sich das lohnen könnte. Ob als reiner Fantasy-Film oder vielleicht clever doppelbödige Spielewelt, wird sich zeigen. Habt ihr Erfahrung mit D&D? Welche Welt oder Storyline wäre besonders spannend für einen Film? Und kann so eine Verfilmung überhaupt etwas taugen oder entfernt sie den eigentlichen Reiz von D&D, das individuelle Rollenspiel?

[Zum Hauptthread der D&D Neuverfilmung, der seit 2013 (!) besteht, geht es hier!]
 

Jay

hauptsache bereits gesehen
Teammitglied
Game Night war echt überraschend gut.

Was den subversiven Ansatz betrifft - also wird es kein klassischer Fantasyfilm in der Dungeons + Dragons Welt, sondern eher etwas, was sich auf das Spiel an sich bezieht, mit Gamemaster und Würfeln und dergleichen. Hm. Eigentlich logisch, da ja das besondere an dieser Fantasywelt die Tatsache ist, dass sie zu einem immersiven Tisch-Rollenspiel gehört. Das setzt sie von beispielsweise vielen Fantasybüchern ab, die man ja auch alternativ verfilmen könnte.

Wenn HASBRO das Spiel an sich wieder populärer machen wollen, wäre der Ansatz auch sinnvoll. Ein simpler Fantasyfilm würde das vermutlich übersehen lassen.

Vor ca 20 Jahren hab ich mal ein paar D und D Abenden beigewohnt, fand das eigentlich immer sehr unterhaltsam. Leider hörte das dann auf, weil der Gamemaster woanders hinzog und Familie bekam.
 

Deathrider

The Dude
Ob als reiner Fantasy-Film oder vielleicht clever doppelbödige Spielewelt
Letzteres klingt für mich nach dem genialen Fan Film The Gamers (siehe Video).

Habt ihr Erfahrung mit D&D?
Nicht mit DnD an sich, aber mit Pen&Paper generell einiges.

Und kann so eine Verfilmung überhaupt etwas taugen oder entfernt sie den eigentlichen Reiz von D&D, das individuelle Rollenspiel?
Wenn konzepttechnisch wie The Gamers (bzw. Teil 2) gemacht, kann das sicher gut werden. Kann mich nicht daran erinnern ein solches Konzept mal als höher budgettierten Spielfilm gesehen zu haben, insofern dass die Bilder in der Spielwelt auch an die imaginäre Awesomeness herankommt.

Damit man weiß was ich meine:
(Das ist der Ursprungsfilm, den man eigentlich mal gesehen haben muss)

EDIT
Teil 2 kommt dem Storyaufbau eines Spielfilms allerdings wesentlich näher. Auch sehr sehenswert.
 
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Måbruk

Dungeon Crawler
Ich verbinde mit D&D in erstere Linie old-school RPG's auf dem PC und vor allem Dungeon Crawler. Also Fantasy Spiele für Erwachsene, exrem detailverliebt und ohne Mainstream Allüren.
Von daher gehe ich nicht davon aus, dass es für mich persönlich jemalds eine adäquate D&D Verfilmung geben wird.
 

Måbruk

Dungeon Crawler
Ich habe diese Spiele früher immer so empfunden, innigst geliebt und fand trotzdem nur sehr schwer Zugang dazu. Das lag zum einen sicherlich an der Sprache, weil es viele alte RPG's (Ultima, Wizardry, Pool of Radiance etc.von denen ich spreche) nur in englisch gab. Z.A. war die Grafik häufig minimalst, es kam also auf die eigene Fantasie an. Während man sich als Jugendlicher doch eher von visuell eindrucksvollen Werken beeindrucken lässt. Es gab komplizierte Regelwerke, komplizierte Bedienungen, mit Tastenkürzeln etc. Großteils musste man sich mit Zettel und Stift behelfen, weil es bspw. keine Dungeon Maps gab. Es gab detailliert ausgetüftelte Geschichten, Abhängigkeiten und generell Handlungsbenen. Sehr viel Text. In den Dungeons ging es schon Mal ziemlich zur Sache, man fühlte sich tweilse wie in einem Horror Film. Diese Spiele waren nicht Kinder/Jugend gerecht, sondern sollten eine realistische Fantasywelt darstellen. Generell waren diese Spiele nicht auf ein Casual Erlebnis ausgerichtet, sondern auf ein Die-hard Publikum. Für mich sind das alles Elemente, die ich einem "erwachsenen" RPG PC Game zurechnen würde und die man wahrscheinlich niemals in einem Film wiederspiegeln wird/kann.
 
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Cimmerier

Well-Known Member
Nur weil etwas sperrig ist, richtet es sich nicht automatisch nur an Erwachsene. Und dass man hier auf eigene Phantasie setzen musste, ist ja eher der eingeschränkten technischen Möglichkeiten zu verdanken, als einem künstlerischen Anspruch. Davon ab, hängt es halt massiv von den persönlichen Präferenzen ab, was einen Jugendlichen oder Erwachsenen anspricht und was nicht. Ich lese viel Fantasy, mehr eigene Phantasie bei der visuellen Ausgestaltung der geschilderten Welten wird auch in einem alten Dungeon Crawler nicht gefordert, von Text-RPGs mal abgesehen. Zudem ist D&D zunächst einmal ein Pen & Paper Spiel und die alten RPGs auch nur Ableger, die sich stark an dem Regelwerk des Originals orientiert haben.
 

Måbruk

Dungeon Crawler
Nur weil etwas sperrig ist, richtet es sich nicht automatisch nur an Erwachsene.
Weiß nicht wie Du das meinst. Es hat sicherlich niemand was dagegen, wenn sich auch Jüngere damit beschäftigen.

Und dass man hier auf eigene Phantasie setzen musste, ist ja eher der eingeschränkten technischen Möglichkeiten zu verdanken, als einem künstlerischen Anspruch.
Das ist sicherlich so, man hat damit aber zwangsweise auch etwas erreicht, was heutzutage bei den Games verloren gegangen ist. Diese Spiele hatten die eigene Fantasy immens angekurbelt. Eigentlich sind es interaktive Bücher und der größte Teil entstand im eigenen Kopf.
Dadurch hatte auch jeder die Möglichkeit sich seine eigene Fantasie Welt zu krerieren. Heutzutage wird sie dir zu 100% vorgesetzt. Das hat Vorteile, aber die Fantasie regt es nicht an. Von daher würde ich es schon als anspruchsvoller ansehen, aber vielleicht nicht ganz gewollt. Da stimme ich dir zu.

Davon ab, hängt es halt massiv von den persönlichen Präferenzen ab, was einen Jugendlichen oder Erwachsenen anspricht und was nicht.
Meine Aussage bezogen sich natürlich nicht auf Einzelfälle, sondern eher auf das Grundrauschen, auf den Durchschnitt.

Ich lese viel Fantasy, mehr eigene Phantasie bei der visuellen Ausgestaltung der geschilderten Welten wird auch in einem alten Dungeon Crawler nicht gefordert, von Text-RPGs mal abgesehen.
Klar, diese Games können auch recht einfach gestrickt sein. Eye of the Beholder wurde so beliebt, weil es grafisch nett war und einfach zu bedienen. Das ist aber kein Paradebeispiel.

Zudem ist D&D zunächst einmal ein Pen & Paper Spiel und die alten RPGs auch nur Ableger, die sich stark an dem Regelwerk des Originals orientiert haben.
Sicher, aber gerade bei Pen&Paper wird die eigene Fantasie ja extremst vorausgesetzt, die Regelwerke, Hintergründe etc. sind extrem komplex. Auch wird die Bereitschaft sich stunden, tage, wochenlang mit dem Stoff zu beschäftigen, absolut vorausgesetzt. Was ja nicht gerade die Qualität jüngerer Menschen ist. Und auch Pen'n'Paper ist ja etwas, das man erst mit einem gewissen Reifegrad des Alters in's Visier nimmt. Bei uns im Freundeskreis wurde das erst mit Eintritt in's Studium relevant. Davor waren die PC Games quasi der Pfortenöffner.
 
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Cimmerier

Well-Known Member
Also ich persönlich kenne wenige Menschen, die phantasievoller als Kinder oder Jugendliche sind. Aber klar, ein P&P-Spiel richtet sich nicht explizit an die Jüngsten, allein weil das Regelwerk schlicht zu komplex ist. Mir geht es aber auch eher darum, dass weder die Spiele, noch die Bücher, noch das Original P&P sich explizit und ausschließlich an Erwachsene richten. Die Frage ist für mich eher, was müsste eine adäquate Adaption eigentlich auf die Leinwand bringen? Da hängt es wohl maßgeblich vom Einzelnen ab, was den Reiz von D&D eigentlich ausmacht. Es gibt u.a. die Gamemaster, die sich Welten ausdenken wollen und da auch besonders gut drin sind und dann gibt es auch viele, die dafür nichts taugen und einfach in eine Welt eintauchen wollen, die man vor ihnen ausbreitet.

Ich finde es aber auch gar nicht wirklich dramatisch, wenn Welten vor einem ausgebreitet werden. Das kann durch eine entsprechende Lore nicht minder anspruchsvoll sein, als eine reduzierte Welt, die sich auf die Kreativität des Benutzers "verlässt". Ein GRRM hatte ja auch ein gewisses Bild im Kopf, genauso wie ein Tolkien, ein Sanderson oder ein Scott Lynch. Fantasy ist halt das Genre, mit dem ich mich am intensivsten auseinandersetze, aber mit den alten Dungeon Crawlern bin ich nie warm geworden. Das hat allerdings nichts damit zu tun, dass es mir an Phantasie mangelt oder ich die Spiele zu anspruchsvoll finden würde.
 
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Måbruk

Dungeon Crawler
Also ich persönlich kenne wenige Menschen, die phantasievoller als Kinder oder Jugendliche sind.
Bin ich bei Dir. Mir persönlich ging es aber mehr darum, in wie weit jemand in der Lage ist, eine gewisse Komplexität dieser Fantasie, beim Pen'n'Paper oder RPG auch umzusetzen. Also entweder selbst zu kreieren und zu vermittlen oder eben bereits Erschaffen nachzuvollziehen und daraufhin zu agieren.

Aber klar, ein P&P-Spiel richtet sich nicht explizit an Jüngere, allein weil das Regelwerk schlicht zu komplex ist. Mir geht es aber auch eher darum, dass weder die Spiele, noch die Bücher, noch das Original P&P sich explizit und ausschließlich an Erwachsene richten.
Mag nicht der Grundgedanke gewesen sein, persönlich finde ich aber, man ist mit einem "erwachseneren Anspruch" an das Thema rangegangen, Fantasie auf ein wesentlich komplexeres, realistischers Level zu heben, damit man bis in's kleinster Detail darin eintauchen kann. Ob man das jetzt erwachsen nennen kann/sollte, weiß ich nicht, ist letztlich auch egal. Jedenfalls ist es denke ich das Gegenteil von Casual und nur für Menschen geeignet, die bereit sind viel Zeit und Muse da reinzustecken.

Die Frage ist für mich eher, was müsste eine adäquate Adaption eigentlich auf die Leinwand bringen? Da hängt es wohl maßgeblich vom Einzelnen ab, was den Reiz von D&D eigentlich ausmacht. Es gibt u.a. die Gamemaster, die sich Welten ausdenken wollen und da auch besonders gut drin sind und dann gibt es auch viele, die dafür nichts taugen und einfach in eine Welt eintauchen wollen, die man vor ihnen ausbreitet.
Ich finde es muss dem komplexen Ansatz, den ein Pen'n'Paper oder komplexes Rollenspiel erfüllt (ich weiß, das tun nicht alle), eingermaßen gerecht werden. Einfach nur einen Film in die Welt zu setzen, welcher etwas Fantasy, eine grobe Rahmenstory und bunte Bilder bietet, wird dem überhaupt nicht gerecht.

Ich finde es aber auch gar nicht wirklich dramatisch, wenn Welten vor einem ausgebreitet werden. Das kann durch eine entsprechende Lore nicht minder anspruchsvoll sein, als eine reduzierte Welt, die sich auf die Kreativität des Benutzers "verlässt
Klar, ein Fantasy Buch ist auch nicht automatisch anspruchsvoller, als ein WITCHER Game.
Was aber die eigene Fantasie angeht... da bin ich anderer Meinung. Zimindest visuell male ich mir meine Fantasy Welten gerne selbst aus.

Ein GRRM hatte ja auch ein gewisses Bild im Kopf, genauso wie ein Tolkien, ein Sanderson oder ein Scott Lynch.
Ja, und ich hatte meine eigenen Bilder im Kopf. Wenn heute jemand aber das erste Mal HdR liest, wird er mit Sicherheit großteils den Film von Jackson im Kopf haben. Das ist der Nachteil des Ganzen.

Fantasy ist halt das Genre, mit dem ich mich am intensivsten auseinandersetze, aber mit den alten Dungeon Crawlern bin ich nie warm geworden. Das hat allerdings nichts damit zu tun, dass es mir an Phantasie mangelt oder ich die Spiele zu anspruchsvoll finden würde.
Ich glaube reine Dungeon Crawler sind sicherlich auch noch Mal eine eigene Sache für sich. Ich liebe besonders die Atmosphäre, die in diesen Games vermittelt wird. Dungeons haben irgendwie etwas magisches! :squint:
 
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Cimmerier

Well-Known Member
Ich bin halt der Meinung, dass der Anspruch bei einem guten Fantasy-Roman nicht primär in der optischen Opulenz besteht, die im Kopf des Lesers kreiert wird. Kann aber verstehen, wenn man das anders sieht. Für mich liegen die Stärken in der Welt an sich begründet, völlig unabhängig davon, ob sie vorgekaut wird oder nicht. Ich hab allerdings auch keine Probleme damit, ein Buch erneut zu lesen, welches bereits verfilmt wurde und trotzdem meine eigene Welt im Kopf entstehen zu lassen.
 

Måbruk

Dungeon Crawler
Weiß nicht, ob Du mit optischer Opulenz das meinst, was ich zuvor alles zusammengefasst habe, aber ich glaube es ist klar, was ich meine.

Zur "Stärke der Welt ansich" stehe ich nicht viel anders als Du. Für mich persönlich ist es aber auch sehr wichtig, wie man diese Särken aufbereitet, auf welche Art und Weise man den Zugang dazu findet etc. Nur weil etwas in der HdR Welt angesiedelt ist, feiere ich es nicht automatisch ab.
Ebenso sehr mag ich auch sehr gerne kleinere Geschichten, die gar keiner Ur-Welt zugeordnet werden können, in ihrer Umsetzung aber einfach wunderbar dargeboten werden und funktionieren. Und damit gibt es natürlich auch ganz einfachen Stoff, dem ich seinen Anspruch nicht absprechend würde. Da wir heir jedoch von D&D, von old-school RPG's, von Pen'n'Paper reden, lag mein Fokus entsprechend darauf.
 

Cimmerier

Well-Known Member
Ich feiere ebensowenig Dinge, nur weil sie in einem bestimmten Universum angesiedelt werden. Drizzt-Romane sind nicht immer gut, nur weil Forgotten Realms grundsätzlich interessant ist. Aber darum ging es mir ja auch gar nicht, wollte das nur einmal klarstellen, falls das irgendwie so aufgefasst wurde.
 

Måbruk

Dungeon Crawler
Hatte das schon so angenommen, wollte dich aber auch beim Wort nehmen. :wink:

Das mit...
Ich hab allerdings auch keine Probleme damit, ein Buch erneut zu lesen, welches bereits verfilmt wurde und trotzdem meine eigene Welt im Kopf entstehen zu lassen.
fällt sicher dem einen leichter, dem anderen schwerer. Für mich hat die HdR Welt schon ziemlich an Magie verloren. Natürlich kann ich mir da immer noch etwas eigenes ausmalen, aber es ist nicht mehr das Gleiche. Ich mag diesbzgl. auch lieber Dinge, die nicht von der ganzen Welt abgefeiert werden. Das entspricht nicht meiner Vorstelkung von Fantasy. Das kann man jetzt auch falsch verstehen, ich hoffe du verstehst es richtig. :wink:
 

Manny

Professioneller Zeitungsbügler
Ich mag diesbzgl. auch lieber Dinge, die nicht von der ganzen Welt abgefeiert werden.
Etwas ist nicht schlechter (oder fantasiearmer), nur weil die Masse es gut findet. Du scheinst mir da eine merkwürdige Ansicht zu haben. Es wirkt, als ob du dich als etwas Besonderes (eine besondere Person) siehst, weil du etwas guckst, liest, spielst oder hörst, dass nur wenige Andere auch gucken, lesen, spielen oder hören.
 

Cimmerier

Well-Known Member
Ein Song of Ice and Fire habe ich auch lange vor der HBO-Adaption gefeiert. Finde ich jetzt nicht ungewöhnlich, dass man sich gerne in einer illustren, kleinen Runde wähnt. Nur hat man halt keinen Anspruch darauf, etwas "für sich" haben zu dürfen, was öffentlich zugänglich ist. Und wie Manny schon sagte, die (vorhandene) Qualität leidet ja nicht dadrunter, nur weil es plötzlich mehr Fans gibt.
 

Deathrider

The Dude
Also dass PnP angeblich mehr Geduld, Fantasie und Reife erfordert als Jugendliche aufbringen können, ist eine schwerlich haltbare These.
Als jemand der mit um die 13 oder 14 Jahren zu dem Hobby kam und mit den gleichaltrigen Freunden viele Stunden lange Sessions gespielt hat, kann ich das empirisch widerlegen. Sicher, bei den selbstausgedachten Kampagnen bediente man sich an Gesehenem aus Film, Fernsehen und Videospielen, was die Ernsthaftigkeit schnell verdrängte (kein guter Dungeonmaster ist je vom Himmel gefallen und selbst die die es in Studienzeiten perfekt beherrscht haben, haben es ja irgendwann lernen müssen, über gewisse Zeiträume). Allerdings gibt/gab es auch vorgeschriebene Kampagnen und Abenteuer, die besser geplant und verfasst waren, aber genauso viel Aufmerksamkeit bekamen und stundenlang gespielt wurden.
 

Cimmerier

Well-Known Member
Mit "jüngeren" meinte ich persönlich jetzt eher Kinder. Ansonsten bin ich bei dir. Kenne auch viele, die P&P als Jugendliche gespielt haben und viel Zeit damit verbracht haben.
 

Måbruk

Dungeon Crawler
Etwas ist nicht schlechter (oder fantasiearmer), nur weil die Masse es gut findet. Du scheinst mir da eine merkwürdige Ansicht zu haben. Es wirkt, als ob du dich als etwas Besonderes (eine besondere Person) siehst, weil du etwas guckst, liest, spielst oder hörst, dass nur wenige Andere auch gucken, lesen, spielen oder hören.
Habe gerade nicht mehr so viel Zeit darauf einzugehen, will aber sagen, dass ich es schade finde, dass mir so etwas gleich unterstellt wird, anstatt vielleicht erst Mal die Aussage zu hinterfragen. Mein letzter Satz ist leider zu 100% eingetroffen.
 
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