Ja, ich weiss auch nicht, hatte gestern beim Rekapitulieren das Gefühl, ich muss vieles vergessen haben.
Meine persönlichen Favoriten, die ich auch gesehen habe sind Folgende:
1-4 ohne genaue Reihenfolge:
- Poor Things: Insgesamt am Beeindruckendsten. Das Ende enttäuschte mich aber.
- His Three Daughters: Der berührendste Film für mich dieses Jahr.
- Seed of the Sacred Fig: Kraftvoll, komplex. Das Ende etwas schwächer als der Rest.
- Anatomie eines Falls: Tolles Schauspieler:innen-Kino, trotz lange fand ich ihn sehr spannend. Die Gerichtsszenen teilweise etwas unglaubwürdig, v.a. Staatsanwalt ein bisschen ne Karikatur
auf den folgenden Plätzen:
- Slow: Zärtlich-sinnliches Liebesdrama, toll gespielt.
- My Favourite Cake: Clever, bitter-süsse Tragikomödie/Liebesgeschichte mit politischem Unterbau
- The Outrun: Saoirse Ronan absolut fantastisch. Die Einbeziehung der Natur ist audiovisuell toll gelungen.
- Boiling Point: Schweisstreibend, adrenalingeladen und einfach beeindruckender One-Take.
- All Shall be Well: Sehr kluges, ruhiges Drama über Verlust, Familie und was es bedeutet, als lesbische Frau keine Rechte als Hinterbliebene zu sein, wenn die Partnerin gestorben ist.
- Rebel Ridge: Sehr gelungener Actionfilm, der mal die üblichen Klischees etwas auf den Kopf stellt. Der Held ist zwar ein knallharter, cooler Typ, trotzdem ist er bemüht, niemanden zu töten, fährt anstatt eines coolen Schlittens meist ein Fahrrad. Dem Film hätte gerade im Finale etwas mehr Budget gutgetan. ich möchte gerne ne Fortsetzung.
Mit Abzügen in der B-Note
- Love Lies Bleeding: Verrückter, unberechenbarer Film. Toll gespielt. Die Figuren nicht immer ganz nachvollziehbar.
- Conclave: Megaspannender Papstwahl-Thriller. Fiennes ist toll als zweifelnder Bischof. Leider ein paar sehr plumpe Momente und das Ende fand ich unfreiwillig komisch.
Am ZFF gesehen, aber Release im 2024 (falls überhaupt schon bekannt):
- A Real Pain: Eisenbergs Regiedebut ist ne kluge Tragikomödie mit vielen Facetten. Viel Woody Allen, nicht immer ganz subtil, aber am Ende sehr liebensewert. Wahrscheinlich ein Film für meine Sammlung.
- September 5: Ultraspannender Thriller darüber, wie eine Sport-News-Redaktion aus Amerika mit den Ereignissen rund um das Attentat auf die olympischen Spiele 1972 umging und die eigene Fernsehberichterstattung darauf umstellte.
- L’Histoire de Souleymane: Sozialdrama, das unter die Haut geht. Hauptdarsteller legt ne wahre schauspielerische Tour de Force ab. Das Ende geht unter die Haut.
- On Falling: Sehr ruhiges, eher karges Sozialdrama, das mit leisen Tönen von Einsamkeit und "versteckter" Armut erzählt, und davon, wie schwierig es für Betroffene ist, da wieder rauszukommen.
- Mother City: Genialer Dokumentarfilm über eine südafrikanische NGO, die sich für mehr sozialen Lebensraum einsetzt. Lebensbejahend, teilweise erschütternd, energetisch und sehr berührend.
- Marching in the Dark: Setzt sich mit der Situation von verwitweten Frauen auf dem Land auseinander, deren Ehemänner Suizid begangen haben und die nun auf grund religiöser Sitten ein Leben als Ausgegrenzte führen müssen. Trotz der vielen Traurigkeit, ist es immer auch ein kämpferischer Film, der seine Protagonistinnen würdevoll und von beeindruckender Stärke porträtiert.
Gute Filme, alle so im oberen 6er- bis 7er Bereich:
- Green Border: Film über Migration und Gewalt an den Grenzen. Hat sehr starke Szenen, wirkt manchmal aber allzu didaktisch und erzählerisch etwas mager.
- Alien: Romulus: Kurzweilig, gut inszeniert.
- Blink Twice: Etwas überdrehte Thriller-Groteske, die zu unterhalten weiss. Das Ende fand ich aber ziemlich drüber.
- Tatami: Beeindruckend inszenierter iranischer Politthriller im Gewand eines Sportfilms (Frauenringen), der in Schwarz-Weiss eine ganz eigene Atmosphäre aufbaut.
- Kings Land: Tolle Bilder, toller Mads Mikkelsen, wenig originelle Geschichte
- American Fiction: Schöne Tragikomödie und Satire. Der Erzählrhytmus hat für mich nicht immer ganz funktioniert. Zudem fand ich, dass er irgendwie zumindest zeitweise in ähnlichen Stereotypen gefangen war, die er kritisierte.
- Civil War: Zeitweise wirklich sehr beeindruckendes Kriegsdrama. Die Darstellung der Kriegsberichterstattung fand ich nicht immer so ganz überzeugend und das Ende enttäuschte mich.
- Carry-On: Altmodischer Actionfilm, der mich gut unterhielt. Man muss aber ganz viel Suspension of disbelief walten lassen, sonst kann man kaum Spass damit haben.
Unter der Rubrik Enttäuschungen:
- Dream Scenario: War mir einfach zu sehr Vorschlaghammer und ich weiss auch nicht recht, ob mir die Botschaft des Films schmecken will. Kein schlechter Film, aber irgendwie hat er mich fast schon eher geärgert.
- Longlegs: Beeindruckende Atmosphäre, aber spätestens im letzten Drittel mit der Auflösung fiel er für mich fast gänzlich in sich zusammen.
- Heretic: Fing toll an, und ab der zweiten Hälfte verliert er immer mehr an Kraft und im letzten Drittel wirds dann richtig doof.
- Deadpool und Wolverine: Hatte einzelne lustige Momente. Insgesamt ging der Humor an mir vorbei und die Action holt mich auch nicht ab.
- Trap: 1: Drittel war wunderbar unterhaltsam, danach gings bachab.
- Sonic 3: Tricktechnisch durchaus beeindruckend inszeniert, ist der Plot etwa mit einer Folge Paw Patrol vergleichbar. Carrey ging mir nach fünf Minuten nur noch auf die Nerven. Nichte und Neffe fanden den Film aber toll
Beim ersten Schauen kam ich etwas enttäuscht aus dem Kino, will die Filme aber mögen, und werde deswegen sicher ne Zweitsichtung vornehmen:
- The Holdovers: Liess mich einfach kalt, und ich fand ihn langweilig.
- All of Us Strangers: War mir zu rührselig und zu, ich weiss nicht, zu diffus irgendwie.
Filme, die gut bis sehr gut sein soll und ich alle noch nachholen will:
- Red Rooms
- Io Capitano (gestern auf Bluray zugeschickt bekommen, ist aber italienische Version - nur mit italienischen Untertiteln
)
- Evil does not exist
- Sterben
- Mad Max: Furiosa
- Dune: Part Two
- May December
- Late NIght with the Devil
- Wild Robot
- Anora
- Thelma
- All We Imagine As Light
- I Saw the TV Glow
Auf den hoffe ich natürlich in diesem Jahr

