Fantasy-Bücher

Mestizo

Got Balls of Steel
High-Fantasy hat nichts mit dem Anteil an Magie zu tun, die in den Buechern unterkommt, sondern beschreibt eher das epische Ausmass, welches eine Fantasy-Reihe hat. Also eine Welt, die wirklich in all ihren Facetten beschrieben wird, von der Geschichte, ueber die Kultur, bis hin zur Religion oder aehnlichem. Es ist halt eine extrem detailgetreue Abbildung einer eigenen Welt, die der Autor kreiert.

Edit: Eine wirklich saubere Abgliederung gibt es natuerlich nicht und ich vermute mal, dass du Einspruch erheben wirst und sagst, dass Drachenlanze in den Bereich gehoert. :wink: Keine Ahnung wie ich es genau erklaeren kann, aber die Drachenlanze von Weis und Hickman ist halt doch ne andere Sparte.
 
W

Wurzelgnom

Guest
dann würd ich aber Dragonlance auch dazu zählen, da dort ja auch über hunderte von Jahren die geschichtlichen ereignisse und die auswirkungen beschrieben sind. genauso wie götter, wobei es hier ja eigentlich keine religion in dem sinne gibt wie bei uns, denn bei Dragonlance sind die Götter ja bekannt und daher ist es kein Glauben sondern Wissen.

andererseits liegt es natürlich aber auch daran, dass es eine D&D welt ist und daher auch abseits der bücher sehr viel material besteht... und damit mein ich noch nicht mal die Rollenspiel welt

low würd ich in dem kontext dann wohl eher typische Hohlbeinbücher finden... wobei es da schon schwierig ist.
wozu zählt dann zum beispiel Harry Potter, was ja im prinzip in unserer welt spielt und daher folgich geschichte und kultur vorgegeben ist:squint:

ich glaub da ist die differenzierung zwischen high und low nicht immer gut möglich.

wobei mir persönlich die charaktere das wichtigste sind, wenn die mich fesseln können, kann mich auch ein buch fesseln. da kann die welt noch so schön beschrieben sein, wenn die charaktere langweilig sind oder es ewig dauert bis überhaupt welche auftauchen, dann ist das nichts für mich

in gewisser weise find ich es manchmal sogar gut, wenn man nicht über jedes detail bescheid weiß, wenn man buch für buch tiefer in die materie hineingesaugt wird ohne aber jemals alles zu wissen. um so tiefer man eintauchen kann um so besser, da stimme ich dir absolut zu.
 

Mestizo

Got Balls of Steel
Guck dir mal meinen Edit an. :wink:

Ich will dir gar nicht gross widersprechen, aber es sind halt schon ein paar Unterschiede, nicht zuletzt in der Schreibe, zu erkennen. Aber das ist halt ne persoenliche Sache, was einem besser gefaellt, will hier auch gar nicht propagieren, dass High-Fantasy besser ist oder schlechter, sondern einfach nur einen anderen Stil, eine anderes Handwerk aufweist. Mal davon ab, sind die Uebergaenge eh fliessend. :wink:
 
W

Wurzelgnom

Guest
den edit hätt ich mal eher sehen sollen:squint:

im prinzip stimme ich dir ja zu. wobei ich das weniger am inhalt als am schreibstil festmachen würde.
Dragonlance ist sehr locker geschrieben, was einem das lesen vereinfacht und mal so schnell sehr viel der materie in sich einsaugen kann.
eine ex von mir konnte aber aus diesem grund nix damit anfangen, weil es ihr zu simpel war und es ihr sprachlich nicht gefallen hat

bei mir ist es eher im gegenteil. ich finde Herr der Ringe arg langweilig beschrieben. die story und die charaktere sind top, aber der Stil ist einfach nichts für mich. daher finde ich die filme auch wesentlich besser als die bücher.

es gibt halt bestimmte autoren, die des Schreibens Willen schreiben.
und dann gibt es autoren, die schreiben, um ihre geschichte zu erzählen.
 

Mestizo

Got Balls of Steel
Original von Wurzelgnom
[...]
bei mir ist es eher im gegenteil. ich finde Herr der Ringe arg langweilig beschrieben. die story und die charaktere sind top, aber der Stil ist einfach nichts für mich. daher finde ich die filme auch wesentlich besser als die bücher.
[...]
Bin auch nie Fan vom Herrn der Ringe gewesen und wird sich wohl so auch nie aendern. Es zieht sich halt teilweise wie Gummi und es passiert letztendlich nicht wirklich viel. Aber es bleibt zum einen ein Meilenstein im Fantasy-Bereich und Tolkien hat halt eine lebende, atmende Welt geschaffen, die extrem facettenreich ist. Es bleibt aber letztendlich persoenlicher Geschmack, ob man so etwas gut findet oder lieber etwas anderes liest. Ich bin da eigentlich offen fuer alles und weiss einen dicken Williams-Schmoeker genauso zu schaetzen, wie einen Drachenlanze-Roman. :smile:
 

Progress

Member
wie ich oben schon schrieb, wenn ihr mehr High Fantasy lesen wollt,

greift zum Spiel der Götter und Den Chroniken von Thomas Covenant!!!

MfG
Progress
 

Progress

Member
Sanfte Grüsse,


Das Geheimnis der großen Schwerter von Tad Williams ist ja scheinbar nicht mehr so einfach zu bekommen, weiss jemand ob es da demnächst mal ne Neuauflage von geben soll?

MfG
Progress
 

Mestizo

Got Balls of Steel
Ich antworte einfach mal hier:

Original von Rahl
Also wennschon klassische Fantasy, dann Feist. Der kupfert zwar anfangs fast 1:1 bei HdR ab, wird im späteren Verlauf aber sehr eigenständig. Die ersten zwei (deutschen) Bände, sind halt ein reines Plagiat, aber wenn man sich da durchgewurschtelt hat, wird's saugut. Das ist wirklich eine Serie, die mit zunehmender Dauer immer besser wird, was man ja von den wenigsten reihen behaupten kann.
Feist ist klasse, das stimmt. Muss immer noch die letzten beiden Bücher der Schlangenkrieg-Saga lesen (und kaufen). Den von dir genannten Eddings fand ich damals aber auch nicht schlecht.

Wer richtig heftig beim Herrn der Ringe kopiert hat, ist Terry Brooks in seiner Das Schwert von Shannara Trilogie. Später hat er sich dann glücklicherweise dann doch ein wenig selbstständig gemacht, aber das Schwert von Shannara weist wenig Eigenständiges auf.
 

Mestizo

Got Balls of Steel
Original von Rahl
[...]
Ich find's auch schade, dass es im Fantasysektor fast ausschließlich dieses Klischeezeug gibt.
[...]
Also da muss ich aber mal vehement wiedersprechen. :wink: Den generischen Einheitsbrei, ohne eigenen Charakter findet man im Fantasybereich genauso häufig wie in jedem anderen Genre und auch in jedem anderen Medium, dass auf dem Massenmarkt ist. Nichtsdestotrotz gibt es etliche Perlen, die es lohnt zu lesen. Einige wurden hier im Thread bereits genannt.

Diese strikte Orientierung an Tolkiens Werk war damals noch ungleich stärker ausgeprägt als heutzutage, wo sich das Genre doch deutlich stärker entwickelt und selbständig gemacht hat. Ich stolpere zwar auch immer wieder über Bücher, bei denen ich denke, dass der Autor doch wenigstens einen Tropfen Kreativität in sein Werk hätte mit einfließen lassen, glücklicherweise gibt es aber auch etliche Reihen, die extrem viel zu bieten haben.
 

Mestizo

Got Balls of Steel
Original von Rahl
[...]
Warum gibt es nicht mal eine Fantasy, die völlig anders ist, also im sprichwörtlichen Sinne fantastisch, ohne dabei auf bekannte Geschöpfe, Plots und die Mittelalterthematik zurückzugreifen?
Weil es dann vermutlich nicht mehr Fantasy genannt werden würde?! Was schwebt dir denn bitte vor?

Und die "handvoll Ausnahmen" lasse ich mal unkommentiert. :wink:
 

Mestizo

Got Balls of Steel
Sicher ist das Schubladendenken, aber auch eine Frage der Definition. Und wenn du das Wort an sich nimmst, hast du natürlich recht, aber wenn ich das Wort Handy nehme, heißt das auch nur handlich, spiegelt aber nicht einmal ansatzweise das wider, worum es letztendlich geht. Die Grenzen sind ja fließend, Harry Potter ist auch Fantasy, Bartimäus ebenso, Otherland in gewisser Weise auch (wobei man es wohl auch eher in die Richtung SciFi packen würde), aber das man im Genre trotzdem seinen Wurzeln treu bleibt, würde ich niemandem anlasten wollen. In ihrere Essenz sind auch alle Actionfilme gleich gestrickt.

Ich finde Das Lied von Eis und Feuer genial, mich stört das Setting von Das Spiel der Götte überhaupt nicht, ich habe auch kein Problem damit den Elfen in Bernhard Hennens Büchern zu folgen, denn all diese Bücher sind klasse geschrieben, bieten eigenständige Ideen und eine epische Welt. Wenn ich (High-)Fantasy lese, dann eben in erster Linie solche, die in einem solchen Setting angesiedelt ist, für alles andere gibt es Subgenres, die mich persönlich nicht so sehr interessieren, aber auch ab und an mal ausgestet werden.
 

Mestizo

Got Balls of Steel
Original von Rahl
[...]
Das was Du beschreibst, nämlich dass dieser Begriff ganz bestimmte Kriterien zu erfüllen hat, ist doch genau das, was ich kritisiere! :ugly:
[...]
Dafür sind Definitionen nun einmal da, dass man zumindest einmal einordnen kann, wann etwas Fantasy ist und wann nicht. Das hindert aber niemanden daran, sein eigenes Ding zu drehen oder eigene Ideen einzubringen, ob dass am Ende dann immer noch Fantasy genannt wird oder ein eigenes Subgenre bekommt ist doch völlig unerheblich.

Original von Rahl
[...]
Hätte Tolkien so gedacht, wie die heutigen Fantasyautoren und wäre in ausgetrampelten Pfaden unterwegs gewesen, HdR hätte es niemals gegeben und das komplette Fantasy-Genre (das er als Querdenker begründet hat), auch nicht!
Bei dir klingt immer alles so absolut. Als wenn jedes Fantasy-Buch nur ein Schatten von Tolkien wäre, ohne jegliche eigene Phantasie. Würdest du Neil Gaimans Bücher, besagte Otherland-Reihe oder meinetwegen Moers' Zamonien-Bücher auch als Tolkien-Abklatsch bezeichnen wollen?
 

Progress

Member
Original von Rahl
Du verstehst nicht, auf was ich hinaus will... :heul: :ugly:

Ich würde einfach gerne mal was Neues lesen, das nicht auf Tolkien basiert. Fantasy ja, aber im eigentlichen Sinne. Das was Du beschreibst, nämlich dass dieser Begriff ganz bestimmte Kriterien zu erfüllen hat, ist doch genau das, was ich kritisiere! :ugly:
Ja, da hat sich über die Jahre hinweg eine bestimmte Vorstellung fest gebrannt und eben das finde ich ja so schade!

Hätte Tolkien so gedacht, wie die heutigen Fantasyautoren und wäre in ausgetrampelten Pfaden unterwegs gewesen, HdR hätte es niemals gegeben und das komplette Fantasy-Genre (das er als Querdenker begründet hat), auch nicht! :wink:
es gibt viele Fantasyromane die nicht dem Einheitsbrei entsprechen(also Mittelalter, Elfen und andere Klischees)...

z.b. von David A. Gemmell Der silberne Bogen + die beiden Nachfolger

oder
Der Dunkle Turm von King

oder teilweise gibt es auch nette warhammer 40000 Bücher,

es gibt noch viele andere Beispiele, aber dafür fehlt mir jetzt die Zeit, vielleicht später mehr...
 

Mestizo

Got Balls of Steel
Ui, hab gerade mal die von dir genannten David Gemmell Bücher bei Amazon angeschaut, dass sieht ja sehr interessant aus!
 

Mestizo

Got Balls of Steel
Original von Rahl
[...]
Es wird etwas so gemacht, weil es so sein muss, weil es schon immer so war, ansonsten kann man es nicht einordnen und folglich nicht verkaufen!
[...]
Für mich machen Kategorisierungen nun einmal Sinn, weil sie für Ordnung sorgen. Das heißt aber noch lange nicht, dass man nicht etwas kreieren kann, was zwischen den Kategorien sitzt und es heißt auch nicht, dass so etwas nicht existiert.

Original von Rahl
[...]
Wieso absolut? Das ist einfach meine Meinung und der Grund, weshalb ich keine klassische Fantasy lese. Ja, in meinen Augen kupfern die alle bei Tolkien ab, mal mehr, mal weniger.
[...]
und das hat nichts mit "abslout" zu tun, das ist einfach meine persönliche Meinung.
Das hat für mich sehr wohl etwas mit absolut zu tun, weil du einfach alles über einen Kamm scherst.
 

Mestizo

Got Balls of Steel
Original von Rahl
[...]
Für mich klingt es eher so, dass Du mir meine Meinung streitig machen willst, weil Du solche Romane gerne liest.
[...]
Das ist so ein Schwachsinn. Ich sage dir lediglich wie ich die Lage sehe. Es gibt in meinen Augen einfach mehr Ausnahmen, aber das willst DU anscheinend nicht lesen.

Original von Rahl
[...]
Wenn ich keine Elfen, Orcs, Zwerge und Schwertschwinger mehr sehen möchte, dann ist das meine Sache und da kannst Du dieses Genre noch so verteidigen, das macht es für mich nicht schmackhafter!
[...]
Es ist lediglich deine Argumentation die mich stört. Dass du ein paar "Ausnahmen" einräumst, ist schön und gut, aber im nächsten Satz lässt du es so durchklingen, als wenn es nur Plagiate geben würde. Und ich finde es mehr als kurios zu behaupten, alle würden mehr oder minder von Tolkien abkupfern (ist für mich im übrigen auch nichts anderes als Schubladen-denken). Mir ist doch egal, ob du so verdrossen bist was die Fantasy anbelangt, ich hab meinen Spaß, ich versuch lediglich die Situation aus meiner Perspektive darzustellen und die sieht nun einmal gänzlich anders aus als deine.
 

Puni

Active Member
@Mestizo, Progress etc.

Das letzte mal hab ich sicher vor 5-6 Jahren Fantasyromane (in dem Fall natürlich Jugendfantasy :wink:) gelesen und würde ganz gerne wieder damit anfangen. Habt ihr irgendwelche Tipps, mit welchen Fantasyromanen man da ganz gut bedient ist? Es sollten nicht allzuviele Büche in der Fantasyreihe erschienen sein, möchte mich da nicht gleich am Anfang durch unzählige Bücher lesen.

Habt ihr da Ideen?
 

Mortl01

New Member
Hallo zusammen! :smile:

David Gemmell wurde zwar schon erwähnt, aber ich kann hier nur jedem die Drenai - Saga (speziell Druss und Waylander) von ihm ans Herz legen. Wobei ich eigentlich alle Bücher von ihm verschlungen hab. Das tolle bei Gemmell ist, dass eigentlich alle Bücher mehr oder weniger in sich abgschlossen sind (von der Troja - Trilogie mal abgesehen). Ewig schade, dass nix neues mehr kommen wird... :heul:

Ein anderes Highlight der letzten Jahre war dann noch "Schwerter des Zorns" von David Weber. Schön zu lesen und geht gut ab. :smile:

Alt, aber gut: Die Reihen von David Eddings (Belgariad, Malloreon, Elenium, Tamuli).

Paul Kearneys "Königreiche Gottes" fand ich auch ziemlich stark.

Geheimtip: Geralt - Saga von Andrej Sapkowski (auch bekannt als Witcher... siehe das geniale PC - Game!)

So, mehr fällt mir grad ned ein. Muss mal daheim wieder die Regale abstauben...
:bye:
 

TheRealNeo

Well-Known Member
Teammitglied
Original von Progress
Sanfte Grüsse,

viele der hier aufgezählten Werke kann ich auch nur empfehlen, noch erwähnen möchte ich:

Die Weltenbaum Saga von Sara Douglass
Das lese ich zurzeit. Die ersten 4 Bände hab ich schon durch. In Deutschland haben sie die 3 Bücher ja auf 6 aufgeteilt.

Geht das eigentlich in einer anderen Reihe weiter? Weil bei wikipedia bei der Autorin noch eine Reihe gelistet wird bei der in Teil 1 und 3 im Titel des Buchs "Tencendor" vorkommt:

The Axis Trilogy, dt. Titel Unter dem Weltenbaum

* Battleaxe (1995), dt. Titel Die Sternenbraut ISBN 3492265235 / Sternenströmers Lied ISBN 3492265243
* Enchanter (1996), dt. Titel Tanz der Sterne ISBN 3492265251 / Der Sternenhüter ISBN 349226526X
* StarMan (1996), dt. Titel Das Vermächtnis der Sternenbraut ISBN 3492700055 / Die Göttin des Sternentanzes ISBN 3492700063

The Wayfarer Redemption, dt. Titel Im Zeichen der Sterne

* Sinner (1997), dt. Titel Die sterblichen Götter Tencendors ISBN 3492700411
* Pilgrim (1998), dt. Titel Die Wächter der Zeit ISBN 3492700438
* Crusader (1999), dt. Titel Die letzte Schlacht um Tencendor ISBN 3492700454
 

Mestizo

Got Balls of Steel
@Punisher
Wie weit bist du eigentlich mit dem Schwert der Wahrheit? Schon angefangen oder gar durchgelesen? Irgendwelche Kommentare dazu?

@Neo
Mit der Reihe habe ich irgendwann mal angefangen und fand sie irgendwie nicht sonderlich gut, musste das Buch angelesen zur Seite legen und mich anderer Lektüre widmen. Douglass schreibt mir irgendwie zu "passiv", dass es für mich zu schnell zu langweilig wurde. Wird die Reihe denn mit der Zeit besser?

Lese derzeit Der Name des Windes. Liest sich sehr schön und flüssig, danach werde ich wohl Elfenwinter lesen. und nachdem ich noch Sniper dazwischen geschoben habe, werde ich erneut Das Lied von Eis & Feuer anfangen, aber dieses Mal, werde ich die Reihe komplett lesen. Zumindest ist so mein Plan. :biggrin:
 
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