Hab die Serie jetzt doch mit meiner Frau geguckt. Hat ein paar gute Ansätze und erinnert im Kern an True Lies, aber ist jetzt auch nichts, was sonderlich ausgefeilt wäre. Arnies Schauspiel ist zu großen Teilen wirklich sehr, sehr hölzern, das konnte er auch mal besser. Dafür wissen Bernie, Emma und Aldon zu überzeugen. Zudem versucht man verkrampft ein paar coole Sprüche zu platzieren, die jedoch nie wirklich aufgehen. Die Vater/Tochter- und Ehemann/Ehefrau-Beziehungen waren vielleicht etwas ausufernd, weil man gleich drei Storylines aufmacht, wenn ein, maximal zwei absolut ausgereicht hätten. Überhaupt finde ich, dass man ein paar zu viele Nebenstränge aufgreift, die das ganze Konstrukt viel zu stark aufblähen, als dass sie der Charakterentwicklung wirklich zuträglich wären. Ein paar Beispiele im Spoiler:
Ansonsten ist das aber durchaus unterhaltsam. Etwas mehr Ernsthaftigkeit hätte in meinen Augen nicht geschadet und an den Actionszenen hätte man auch etwas feilen können. Insgesamt fand ich es ganz spaßig und immer mal wieder schimmern ein paar gute Ideen durch. So richtig spannend wurde es eigentlich nie, weil es dafür tonal viel zu leichtfüßig ist, aber die Figuren für sich genommen sind durchaus interessant und bekommen ein wenig mehr Tiefe. Am interessantesten dürfte wohl Boro sein, dass aber auch Aldon (zwar etwas krampfhaft) mehr Tiefe bekommt, fand ich ganz gut. Außerdem fand ich auch das Vater-Tochter-Gespann im Kern recht amüsant. Keine Serie, die man gesehen haben muss, aber auch keine, bei der ich das Gefühl hatte, meine Zeit zu verschwenden.
Der ganze Part um die Fitness-Equipment-Konkurrenz war einfach extrem unnötig. Zudem machen die Jungs effektiv zwar etwas falsch, aber es ist auch nicht so extrem daneben. Trotzdem kommen sie in den Knast und gehen später noch in Rauch auf.
Dieser Aspekt der Gewalt-Relativierung fiel mir auch bei der Romi-Storyline extrem negativ auf. Da ist der biologische Vater, der als Knochenmarkspender in Frage kommt. Der weigert sich aber, weil er einfach kein Interesse daran hat. Der ist natürlich unsympathisch, so entscheidet man sich kurzerhand dafür, den Kerl zu fotlern, um ans Knockenmark zu kommen. Und das, während man vorher einen auf moralisch macht und Pro/Kontra-Folter an Hand von Boro thematisiert. Auch diese Storyline hätte man komplett streichen können, weil sie eher fragwürdige Entscheidungen aufgeworfen hat, als dass sie den Figuren zuträglich gewesen wäre.
Dieser Aspekt der Gewalt-Relativierung fiel mir auch bei der Romi-Storyline extrem negativ auf. Da ist der biologische Vater, der als Knochenmarkspender in Frage kommt. Der weigert sich aber, weil er einfach kein Interesse daran hat. Der ist natürlich unsympathisch, so entscheidet man sich kurzerhand dafür, den Kerl zu fotlern, um ans Knockenmark zu kommen. Und das, während man vorher einen auf moralisch macht und Pro/Kontra-Folter an Hand von Boro thematisiert. Auch diese Storyline hätte man komplett streichen können, weil sie eher fragwürdige Entscheidungen aufgeworfen hat, als dass sie den Figuren zuträglich gewesen wäre.
Ansonsten ist das aber durchaus unterhaltsam. Etwas mehr Ernsthaftigkeit hätte in meinen Augen nicht geschadet und an den Actionszenen hätte man auch etwas feilen können. Insgesamt fand ich es ganz spaßig und immer mal wieder schimmern ein paar gute Ideen durch. So richtig spannend wurde es eigentlich nie, weil es dafür tonal viel zu leichtfüßig ist, aber die Figuren für sich genommen sind durchaus interessant und bekommen ein wenig mehr Tiefe. Am interessantesten dürfte wohl Boro sein, dass aber auch Aldon (zwar etwas krampfhaft) mehr Tiefe bekommt, fand ich ganz gut. Außerdem fand ich auch das Vater-Tochter-Gespann im Kern recht amüsant. Keine Serie, die man gesehen haben muss, aber auch keine, bei der ich das Gefühl hatte, meine Zeit zu verschwenden.

