FUBAR - Arnie is Back.....on Netflix

Cimmerier

Administrator
Teammitglied
Hab die Serie jetzt doch mit meiner Frau geguckt. Hat ein paar gute Ansätze und erinnert im Kern an True Lies, aber ist jetzt auch nichts, was sonderlich ausgefeilt wäre. Arnies Schauspiel ist zu großen Teilen wirklich sehr, sehr hölzern, das konnte er auch mal besser. Dafür wissen Bernie, Emma und Aldon zu überzeugen. Zudem versucht man verkrampft ein paar coole Sprüche zu platzieren, die jedoch nie wirklich aufgehen. Die Vater/Tochter- und Ehemann/Ehefrau-Beziehungen waren vielleicht etwas ausufernd, weil man gleich drei Storylines aufmacht, wenn ein, maximal zwei absolut ausgereicht hätten. Überhaupt finde ich, dass man ein paar zu viele Nebenstränge aufgreift, die das ganze Konstrukt viel zu stark aufblähen, als dass sie der Charakterentwicklung wirklich zuträglich wären. Ein paar Beispiele im Spoiler:
Der ganze Part um die Fitness-Equipment-Konkurrenz war einfach extrem unnötig. Zudem machen die Jungs effektiv zwar etwas falsch, aber es ist auch nicht so extrem daneben. Trotzdem kommen sie in den Knast und gehen später noch in Rauch auf.

Dieser Aspekt der Gewalt-Relativierung fiel mir auch bei der Romi-Storyline extrem negativ auf. Da ist der biologische Vater, der als Knochenmarkspender in Frage kommt. Der weigert sich aber, weil er einfach kein Interesse daran hat. Der ist natürlich unsympathisch, so entscheidet man sich kurzerhand dafür, den Kerl zu fotlern, um ans Knockenmark zu kommen. Und das, während man vorher einen auf moralisch macht und Pro/Kontra-Folter an Hand von Boro thematisiert. Auch diese Storyline hätte man komplett streichen können, weil sie eher fragwürdige Entscheidungen aufgeworfen hat, als dass sie den Figuren zuträglich gewesen wäre.

Ansonsten ist das aber durchaus unterhaltsam. Etwas mehr Ernsthaftigkeit hätte in meinen Augen nicht geschadet und an den Actionszenen hätte man auch etwas feilen können. Insgesamt fand ich es ganz spaßig und immer mal wieder schimmern ein paar gute Ideen durch. So richtig spannend wurde es eigentlich nie, weil es dafür tonal viel zu leichtfüßig ist, aber die Figuren für sich genommen sind durchaus interessant und bekommen ein wenig mehr Tiefe. Am interessantesten dürfte wohl Boro sein, dass aber auch Aldon (zwar etwas krampfhaft) mehr Tiefe bekommt, fand ich ganz gut. Außerdem fand ich auch das Vater-Tochter-Gespann im Kern recht amüsant. Keine Serie, die man gesehen haben muss, aber auch keine, bei der ich das Gefühl hatte, meine Zeit zu verschwenden.
 

Jay

hauptsache bereits gesehen
Teammitglied
Tipp: besser die Arnold Doku schauen, die jetzt auf Netflix ist. Zwar werden seine Filme nur ganz oberflächlich behandelt, aber über ihn als Person ganz interessant. Die dritte Folge mit seiner Politkarriere kann man gewiss weglassen.
 

Gronzilla

Well-Known Member
Irgendwie finde ich Arnie ja faszinierend. Und sehr sympathisch. FUBAR war durchweg unterhaltsam, eine 2. Staffel würde ich begrüßen. Auch kommt Egger als Synchronsprecher gut rüber, zumal ich ihn schon als Eivor in AC Valhalla sehr mochte.
 

Beckham23

Well-Known Member
Manifest hat mich neulich schon zur Verzweiflung gebracht, aber Fubar setzt da noch einen drauf. Wer schreibt nur so einen Käse???

Der "gute" Arnie hat zum Anfang der Serie Gewissensbisse und schafft es net, den Bösen aus 5m abzuknallen, nur um ihn dann in der letzten Folge eiskalt in dem Schacht liegen zu lassen. Aber natürlich ist der net tot und taucht wieder auf - HILFE!!! Hat man alles schon tausend Mal gesehen und als Zuschauer dreht man sich nur gelangweilt zur Seite und ärgert sich erneut sowas vor den Denkapparat gesetzt zu bekommen.

Und die Famile? Ist auch net besser, die Tochter geht fremd, Arnie will mal, dann wieder net zurück zu seiner Ex - wer geht denn nach jahrelanger Trennung zurück zur Ex???????????????????????????????????????? Alles nur typische Hollywood-Klischees die man einfach satt hat zu sehen.

Keine Ahnung, in den 80/90ern hat man sich noch auf Serien gefreut, da waren sie noch was besonders - eine neue A-Team Folge, Simon & Simon, Trio mit 4 Fäusten, etc. alles geil - sogar dt. Serie wie Auf Achse oder Sterne des Südens waren bei uns auf dem Schulhof immer im Tagesgespräch. Und heute? Serien sind nur noch Massenware wo gefühlt jeden Tag eine startet - die Qualität an Handlung bleibt nur noch auf der Strecke, irgendwie wird alles wiederholt - nur mit anderem Titel und Schauspielern. Die wirklich guten Serien, bzw. die auch mal was neues bringen, kann man mit der Lupe suchen - zuletzt waren das bei mir Poker Face und Citadel. Jedoch kommen auf diese guten Serien viele enttäuschende. Das gute ist aber, daß heutige Serien meist gar nicht mehr über 10 Folgen hinaus kommen - das heißt dann: entweder durchhalten oder früh aussteigen. Im Notfall hilft mir auch immer die Vorspultaste weiter!

Der einzige Lichtblick in Fubar war Bernd Egger - dieser ist für T. Danneberg ein hervorragender Nachfolger und passt perfekt. Im Gegensatz dazu sind für mich alle neue Sachen von S. Stallone gestorben, denn dieser wird NICHT von B. Egger, sondern von J. Prochnow gesprochen - furchtbar und Gute Nacht!

Jennifer
 

Cimmerier

Administrator
Teammitglied
Zu deinem Spoiler:
Das ist halt die Entwicklung die Luke durchmacht in Bezug auf Boro. Fand ich jetzt nicht so schwer nachzuvollziehen und es ist halt ein Unterschied, ob man jemanden aktiv tötet oder durch unterlassene Hilfeleistung.

Die Tochter hat Mist gebaut und hat auch die Konsequenzen gespürt. Wo ist das Problem?

Und zum letzten Punkt gibt es genügend Beispiele, wo so etwas passiert. Die Liebe zwischen den beiden war ja ganz offensichtlich nie gänzlich verschwunden, sondern es war lediglich eine Angst davor, sich wieder aufeinander einzulassen. Nachdem Luke seiner Ex-Frau mehr Zeit gewidmet hat, sind die Gefühle wieder aufgeflammt. Auch das finde ich jetzt nicht ungewöhnlich.

Deine Pauschalaussage in Bezug auf Serien kann man getrost in der Pfeife rauchen. Zeig mir doch einmal eine Sendung der 90er, die Action wie Gangs of London oder Warrior hatte. Zeig mir Dramas in der Qualität eines Last of Us, Chernobyl oder The Wire. Nenne mir Fantasys-Serien vom Schlag eines Game of Thrones, His Dark Materials oder The Witcher oder Stranger Things. Oder Thriller wie Breaking Bad, Better Call Saul, Ozark. Die Liste ließe sich doch endlos fortsetzen. Es ist einfach nur eine Frage der Auswahl. Dass Fubar kein absolutes Highlight wird, war doch schon an Hand der Trailer klar und ich hab ja selber einiges daran auszusetzen. Aber dass du dann direkt die gesamte Serienlandschaft in Frage stellst, ist doch völlig hanebüchen.
 

Woodstock

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Es existiert mittlerweile schon eine gewissen Masse an Produktionen aber ich meine auch, dass sich die Klasse aus diesem Sturm schon deutlich hervorhebt. Die Beispiel von @Cimmerier sind da nur ein Paar.

Leider gehen aber manche auch vergleichsweise unter. The Expanse z.B. welches ich nie Müde werde als großartig zu bezeichnen.
 

Shins

Well-Known Member
Im Gegensatz dazu sind für mich alle neue Sachen von S. Stallone gestorben, denn dieser wird NICHT von B. Egger, sondern von J. Prochnow gesprochen - furchtbar und Gute Nacht!

Das scheint sich aber gerade auch zu ändern. Siehe Guardians of the Galaxy 3 oder den Expendables 4 Trailer.
 

Dr Knobel

Sie nannten ihn Aufsteiger
Der einzige Lichtblick in Fubar war Bernd Egger - dieser ist für T. Danneberg ein hervorragender Nachfolger und passt perfekt. Im Gegensatz dazu sind für mich alle neue Sachen von S. Stallone gestorben, denn dieser wird NICHT von B. Egger, sondern von J. Prochnow gesprochen - furchtbar und Gute Nacht!
Ich tat und tue mir mit Prochnow bei Rambo/Creed auch schwer, bei TULSA KING war es passend. Ist auch schwierig, Danneberg zu ersetzen, wobei man auch nicht vergessen darf, das Prochnow ursprünglich Stallone vor Danneberg seine Stimme lieh. Es lag also nahe, ihn erneut zu holen.
 

Dwight

Charged and Cranked

Großer Gott, sieht das grottig aus! Die Kämpfe sind ja dermaßen hölzern. Oh ne Arnie, bitte mach was anderes ...
 
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