Game of Thrones (Serie) - die finale Staffel 8

Driver

New Member
Ja aber in den USA richtet man seine Kritik als Schauspieler nicht öffentlich an seinen Boss daher was will man tun? Wohin soll man die Kritik umleiten?

In einigen Interviews sieht man ja schon das die Darsteller selbst unzufrieden sind. Die können also nichts anderes tun als die Kritik zu schlucken oder Sie an die Fans zurück zu schicken und genau das passiert gerade.
 

Cimmerier

Well-Known Member
Weiß gerade nicht, ob du dich jetzt auf mein Posting beziehst. Ich meinte lediglich, dass auch die Darsteller nicht frei von Kritik sind, aber eben in Bezug auf das, was sie verantworten haben. Eine Kritik an der Show direkt ist bei den Schauspielern einfach völlig falsch aufgehoben. Wie der Weg der Eskalation in die oberen Riegen jetzt aussehen soll, vermag ich nicht zu beurteilen. So oder so wird dieser Aufschrei nicht ungehört an HBO vorbeigehen. Ob und was sie daraus ziehen, da kann man nur raten.
 

Måbruk

Dungeon Crawler
Cimmerier schrieb:
Ich sagte doch auch "teilweise". Dass nicht jedes Media Outlet rumbellt, wie ein getroffener Köter, ist doch klar. Am Ende sind es aber die Pöbler, die am lautesten gehört werden, weil sie auch am meisten rumkeifen und einfach nur rumhaten. Ich finde diese Art der Kritik einfach völlig daneben. Wenn ich auf der Arbeit Kritik übe, dann mache ich das konstruktiv und sage nicht: Das ist scheiße, was du abgeliefert hast und ich kann das besser.
Ja klar, konstruktiv muss die Kritik immer sein. Aber bei jedem Fussball Spiel gibt es normale Fussball Fans und dann ein paar Nörgler und Störer, das ist überall so. Auf welche Fussball Fans sollte ich nun den Fokus legen? Man sollte dann finde ich, den Fokus auf die normalen Fussball Fans richtigen und nicht auf die wenigen Nörgler und dann alle Fussball Fans pauschal verurteilen - auch die die sachlich argumentieren.

Cimmerier schrieb:
Eine dergestalt ins Leben gerufene Petition zieht die Idee hinter einer Petition ins lächerliche. Was ist denn die Zielsetzung? Gehört werden?
Das Ziel einer Petition ist natürlich, dass die Petition gehört und umgesetzt wird, das habe ich falsch formuliert.
Aber das Ziel dieser GoT Petition ist meiner Meinung nach ganz klar lediglich, gehört zu werden!
Wenn Du als einzelne Person Kritik äußerst, bleibt das nach außen hin ungehört. Mit dieser Petition und einer großen Anzahl an Unterschriften, ist eine große Wahrnehmung aber garantiert. Und ich denke nur das ist hier das Ziel gewesen.
 

Puni

Well-Known Member
Ohne die Petition wäre die Kritik natürlich ungehört geblieben. :biggrin: Ich finde das einfach nur albern und schadet dem ganzen mehr, als es nützt. Das Beispiel mit dem quengelnden Kind ist schon ganz gut, wieso sollte man ausgerechnet auf die Deppen hören, die ernsthaft für eine neue achte Staffel eine Petition unterschreiben. :ugly:
 

Måbruk

Dungeon Crawler
Puni schrieb:
Ohne die Petition wäre die Kritik natürlich ungehört geblieben.
Ja wäre sie. Schließlich hat die Petition eine einzige Person ins Leben gerufen und die Kritik dieser Person wäre untergegangen, ohne diese Petition.
Die Petition gibt dem Ganzen noch mehr Gewicht und das finde ich positiv!
 

Woodstock

Z-King Zombies
Wie kann man realistisch erwarten, dass der Wunsch der Petition umgesetzt wird? Wie weltfremd muss man dafür sein? :mellow:
 

Cimmerier

Well-Known Member
Ich kritisiere nirgendwo die sachliche Kritik und schere auch niemanden über einen Kamm.

Edit: Ich finde lediglich die Petition kleinlich und sinnfrei und finde auch die Art und Weise wie Kritik teilweise von den Journalisten an die Schauspieler herangetragen wird, eher peinlich.
 

Måbruk

Dungeon Crawler
Cimmerier schrieb:
Ich kritisiere nirgendwo die sachliche Kritik und schere auch niemanden über einen Kamm.
Ne Du nicht, aber Miss Nordic Landscapes Sansa tut es. :wink:

Cimmerier schrieb:
Edit: Ich finde lediglich die Petition kleinlich und sinnfrei und finde auch die Art und Weise wie Kritik teilweise von den Journalisten an die Schauspieler herangetragen wird, eher peinlich.
Auch wenn ich denke, dass das Ausnahmen sind: Gibt es denn Beispiele im Netz die ihr hier verlinken könnt? Dann können wir diese Beispiele auch Mal direkt beurteilen, anstatt nur theoretisch darüber zu reden. :wink:
 

Cimmerier

Well-Known Member
Aber Sophie Turner sagt doch auch nur, dass sie die Petition unverhältnismäßig findet und da gebe ich ihr vollkommen recht. Man kann ja aus einer persönlichen Perspektive alles möglich kritisieren, solange man es begründen kann.

Ich hab jetzt keine konkreten Beispiele. Die müsste ich noch einmal suchen. Mir geht es aber einfach darum, dass so massiv darauf herumgeritten wird. Da neigt sich ein riesiges Kapitel der Schauspieler dem Ende, welches ihr Leben maßgeblich beeinflusst hat, mit dem sie sich identifizieren und ein Team, das sie jahrelang geprägt hat, und dann kommt irgendwer daher und sagt wie "scheiße" das alles ist (um es mal sehr plump auszudrücken). Ich kann schon verstehen, dass man deshalb etwas pikiert reagiert und dafür finde ich ihre Reaktion sogar sehr gefasst und sachlich.
 

Måbruk

Dungeon Crawler
Cimmerier schrieb:
Aber Sophie Turner sagt doch auch nur, dass sie die Petition unverhältnismäßig findet und da gebe ich ihr vollkommen recht. Man kann ja aus einer persönlichen Perspektive alles möglich kritisieren, solange man es begründen kann.
Zum einen versteht Sie überhaupt nicht, wieso die Fans enttäuscht sind, wenn Sie sagt: "Die Leute hatten immer eine Idee davon, wie eine Show enden soll und wenn es nicht so kommt, wie sie es sich wünschen, fangen sie an, ihre Meinung kundzutun und zu rebellieren"-
Das trifft das Problem bzw. die Kritik der Fans nicht enmal ansatzweise. Sie weiss oder versteht also gar nicht, wieso die Fans ihre Kritik äußern.

Oder die Aussage: ""All diese Petitionen und solche Dinge – ich denke, es ist respektlos gegenüber der Crew, den Autoren und Serienmachern,"
Was genau meint Sie mit "solche Dinge"?. Für mich klingt es, als würde Sie die harsche Kritik generell verurteilen.

Cimmerier schrieb:
Ich hab jetzt keine konkreten Beispiele. Die müsste ich noch einmal suchen. Mir geht es aber einfach darum, dass so massiv darauf herumgeritten wird. Da neigt sich ein riesiges Kapitel der Schauspieler dem Ende, welches ihr Leben maßgeblich beeinflusst hat, mit dem sie sich identifizieren und ein Team, das sie jahrelang geprägt hat, und dann kommt irgendwer daher und sagt wie "scheiße" das alles ist (um es mal sehr plump auszudrücken). Ich kann schon verstehen, dass man deshalb etwas pikiert reagiert und dafür finde ich ihre Reaktion sogar sehr gefasst und sachlich.
Na ja, kann Sie ja machen, muss ich aber deswegen ja nicht gut heißen. :wink:
Ich verstehe dass Sie es macht und warum, aber dann sollte Sie auch auf die Kritik der Fans eingehen und das tut sie überhaupt nicht.
Ich verstehe es hier halt nicht, weil GoT bislang derart vom Klee gelobt wurde, da sollte man dann eigentlich die stolze und breite Brust haben, auch mit Kritik umgehen zu können.
 

Cimmerier

Well-Known Member
Ich glaube, du unterschätzt einfach, wie emotional einen so etwas ergreift. Wenn ein wildfremder Mensch plötzlich auf dich zugeht und dein Kind kritisiert und das in einer Vehemenz, die ans persönliche grenz, während sich vorher alle Menschen immer positiv über dein Kind geäußert haben, dann nimmt man so etwas persönlich. Insbesondere wenn man noch so jung ist wie Sophie Turner. Das ist keine Frau, die seit Jahr und Tag im Show Business abhängt und alles erlebt hat. Das ist eine neue Situation für sie. Du musst das nicht gutheißen, aber ihr Dünnhäutigkeit zu attestieren passt für mich einfach null. Und ich finde ihre Kritik an der Kritik trifft es sogar sehr gut, wenn es um diese Petition geht. Ob sie nicht weiß oder es nicht versteht, was von vielen wirklich kritisiert wird, das weiß keiner von uns. Und klar die harsche Kritik ist, wie ich schon geschrieben habe, einfach unverhältnismäßig, solange sie nicht sachlich geäußert wird. Ob nun die ganzen Rants auf den verschiedenen Social Media Kanälen, Clickbait-Artikel die GoT als Desaster darstellen oder die Petition. Da findet sich viel, was man als respektlos bezeichnen kann. Dass sie da jetzt nicht differenzierter sagt, dass sie damit nicht alles meint... ja mei, das ist dann halt so. Ist ja nicht so, als wenn sie da stundenlang geredet hätte.
 

oldjoe

Well-Known Member
Mein Gott, ich frag mich gerade, wie die Welt mit dem Ende einer geliebten TV Serie klar gekommen ist, bevor es Diskussionsforen und Social Media gab.

Sollen die es vielleicht machen wie bei Dallas damals? Mit der 8. Staffel als Fiebertraum von Bran? Nur weil die Fans am darum heulen sind? Lächerlich!

An alle die sich mit ihrer Kritik völlig festgefahren haben. Ja danke, die Welt hat euch gehört. Es ist gut jetzt. Macht mal einen Punkt und kommt damit klar. Kehrt mal so langsam zum realen Leben zurück. :plemplem:
 

Woodstock

Z-King Zombies
Schon wahr, als wären das die wichtigsten Probleme auf der Welt. Aber auch irgendwie schön, dass Menschen in jeder Epoche über solche Nichtigkeiten emotional werden können.
 

Måbruk

Dungeon Crawler
Habe mir jetzt Mal ein paar Gedamnken darüber gemacht. Da ich nicht ganz nachvollziehen kann, was an der Petition so schlimm sein soll. Ich bin weiter der Meinung, dass niemand bei der Petition daran glaubt, dass diese jemals umgesetzt wird. Da ist es ja wenn man es realistisch betrachtet wahrscheinlicher, dass Avatar 2 nächste Woche im Kino anläuft.
Dennoch scheint es einen groén Unterschied zu geben, ob 1 Millionen Menschen die Frage "Wer finde die letzte GoT Staffel auch grottig?) mit Ja beantwrten, oder ob Sie ein Remake fordern, mit dem genaun Wissen, dass das niemals passieren wird.

Bei der Remake Aufforderung, so meine ich, fühlt sich das für die Macher der Serie an, als würde man ihnen die Serie enteignen. Man nimmt ihnen das Recht die Serie in ihrem Sinne zu Ende zu führen und setzt ihnen stattdessen quasi ein Fremdprodukt vor. Auch wenn das nur eine gefühlte Sache ist, macht es scheinbar doch einen Unterschied zu sagen, "die 8 Staffel ist grottig", oder aber "Wir wollen eine neue 8 Staffel". Im Endeffekt hat in diesem Fall beides die gleiche Aussage, die empfundene Wahrnehmung ist aber eine andere.
Von daher kann ich den Frust vielleicht etwas nachvollziehen, dennoch bin ich klar der Meinung, dass die Petition nur den Grund hat seinen Unmut zu äußern, in sagen wir Mal kreativer Form. Das einzige Ziel dieser Petition ist es Gehör zu finden und zwar möglichst überall, bei den Fans, in den Medien, bei den Machern. Und genau das hat man damit erreicht - mehr wollte man nicht.
 

Teddy Duchamp

New Member
Das was Oldjoe sagt und...

Eine solche Petition ist einfach lächerlich und sehr wohl respektlos. Diese endlosen Hasstiraden im Internet werden grundsätzlich nur von Leuten geführt, die selber in ihrem Leben nichts erschaffen haben und in keiner Weise Erfolge vorweisen können, wie die Leute die sie so übermäßig kritisieren. Jedem der auf ein solches Niveau herabgeht, würde ich gerne empfehlen mal "Misery" von King zu lesen (oder sich zumindest den Film anzusehen). Ich finde Alien Covenant auch richtig schlecht, aber deswegen schreibe ich im Internet keine Aufrufe zum Hass gegen Herrn Scott. GoT ist und bleibt ein Phänomen. Egal ob einem das Ende schmeckt oder nicht. Schalte die Glotze mal aus und geh raus an die frische Luft. Treib Sport und get a f*cking life.

Zudem: Sophie Turner hat in Interviews schon davon berichtet, dass sie unter Depressionen und Esstörungen leidet, die (auch) durch viele negative Kommentare über ihre Figur und ihr Talent gemacht wurden. Diese Menschen stehen in der Öffentlichkeit und keiner von uns weiß, wie das wirklich ist. Zu glauben, dass all diese Dinge an den Menschen vorbei gehen und das man damit nichts anrichtet ist naiv, dumm, respektlos und zeugt von geringen sozialen Kompetenzen.
 

Måbruk

Dungeon Crawler
Teddy Duchamp schrieb:
Diese endlosen Hasstiraden im Internet werden grundsätzlich nur von Leuten geführt, die selber in ihrem Leben nichts erschaffen haben und in keiner Weise Erfolge vorweisen können, wie die Leute die sie so übermäßig kritisieren.
Und das weisst Du so sicher weil?

Teddy Duchamp schrieb:
Ich finde Alien Covenant auch richtig schlecht, aber deswegen schreibe ich im Internet keine Aufrufe zum Hass gegen Herrn Scott.
Siehst Du, und ich konzentriere mich einfach nicht auf diese wenigen User, die unsachliche Hasstriaden gen Scott raushauen, sondern lieber auf die User, die sachlich argumentieren und in diesem Fall dann großteils halt auch kritisieren.

Teddy Duchamp schrieb:
GoT ist und bleibt ein Phänomen. Egal ob einem das Ende schmeckt oder nicht.
Da kann ich dir nur zustimmen.

Teddy Duchamp schrieb:
Schalte die Glotze mal aus und geh raus an die frische Luft. Treib Sport und get a f*cking life.
Und wenn das alles bereits der Fall ist, aber letztlich trotzdem nichts an meiner Meinung ändert?

Teddy Duchamp schrieb:
Zudem: Sophie Turner hat in Interviews schon davon berichtet, dass sie unter Depressionen und Esstörungen leidet, die (auch) durch viele negative Kommentare über ihre Figur und ihr Talent gemacht wurden. Diese Menschen stehen in der Öffentlichkeit und keiner von uns weiß, wie das wirklich ist. Zu glauben, dass all diese Dinge an den Menschen vorbei gehen und das man damit nichts anrichtet ist naiv, dumm, respektlos und zeugt von geringen sozialen Kompetenzen.
Das einzige was mich wundert ist, dass Sie einerseits vom Studio gezwungen wurde/wird dünn und grazil zu bleiben und damit zu kämpfen hat. Selbst nach außen hin mit ihren Modelmaßen aber wiederum zu trumpfen scheint und kaum eine Möglichkeit aulässt, ihre Kurven sexy in Szene zu setzen. Im Prinzip spricht da ja auch nichts dagegen, wieso auch. Bin mir in diesem Kontext nur nicht ganz sicher: Ist sie dem Studio jetzt dankbar, dass sie so schlank ist und sich entsprechend in Szene setzen kann? Scheint ihr ja doch irgendwie zu gefallen. Oder beschwert sie sich über die Zwangsvorgaben des Studios, nimmt die Vorzüge aber gerne mit und zeigt sie auch ganz deutlich in der Öffentlichkeit! So ganz zu Ende gedacht erscheint mir das nicht - was aber wiederum wunderbar zur 7. und 8. GoT Staffel passt. :shrug:
 

Puni

Well-Known Member
Finde es wirklich daneben, wie du über Sophie Turner schreibst. Darf sich nicht beschweren, weil sie sich für öffentliche Auftritte schick macht. Ich fass es einfach nicht. Und ich habe gerade mal spaßeshalber ihr Instagram Profil gecheckt, also ihren Körper in Szene setzen sieht wirklich anders aus, da ist nicht ein Strand/Bikinibild oder was auch immer. Und selbst wenn, es ändert doch trotzdem einfach gar nichts. Das ist die selbe Argumentation wie wenn von Frauen, die sich gegen Sexismus einsetzen erwartet wird, dass diese sich im Sommer höchstens mit einem Kartoffelsack bekleiden.

Aber schön, dass du mit deiner Meinung über die Petition hier ziemlich alleine bist. Wirklich eine super respektvolle Art den Machern und Beteiligten zu zeigen, was man von ihnen hält. :clap: Da helfen auch noch so viele "ja aber Staffel 1 bis (setze hier wahlweise 4, 5, 6 oder) 7 waren doch super, da ging es ja auch!"-Sprüche nicht, um das nicht total Banane rüberkommen zu lassen.
 

Måbruk

Dungeon Crawler
Puni schrieb:
Finde es wirklich daneben, wie du über Sophie Turner schreibst. Darf sich nicht beschweren, weil sie sich für öffentliche Auftritte schick macht. Ich fass es einfach nicht. Und ich habe gerade mal spaßeshalber ihr Instagram Profil gecheckt, also ihren Körper in Szene setzen sieht wirklich anders aus, da ist nicht ein Strand/Bikinibild oder was auch immer. Und selbst wenn, es ändert doch trotzdem einfach gar nichts. Das ist die selbe Argumentation wie wenn von Frauen, die sich gegen Sexismus einsetzen erwartet wird, dass diese sich im Sommer höchstens mit einem Kartoffelsack bekleiden.
Ohne jetzt im Netz zu wühlen, das kann ja jeder selbst, tun, es gibt sehr freizügige Bilder von ihr und damit meine ich nicht, dass sie nackt ist. Aber das kann jeder selbst ergooglen, wenn er Lust darauf hat. Aber natürlich kann ich ihr das nicht ankreiden, sonst müsste ich es bei allen anderen Schauspielern auch tun.
Mir geht es da in erster Linie um den Nachwuchs, also Mädchen denen damit gezeigt wird, so musst Du aussehen, dann klappt es auch mit dem Hollywood Erfolg - und nur so! Was man GoT übrigens auch als Serie vorwerfen kann, der Frauentyp der dort in den Hauptrollen zum Vorschein kommt, trägt Modelmaße. Dabei macht das Mittelalter ja eigentlich gerade Differenzierung aus. Starke Frauen scheint es bei GoT aber nur in 90-60-90 zu geben!
Durch Sophie Turners Äußerungen suggeriert Sie halt auch sehr eindeutig, dass sie niemals zu diesem Erfolg gekommen wäre, wenn sie sich nicht in diese Zwangdiät hätte treiben lassen. Sie stellt aber auch klar, dass Sie das Spiel mitgespielt hat und durch ihre Freizügigkeit ebenso, dass es in gewisser Weise auch gut so war. Wenn ich Sexismus anpranger, dann muss ich nicht im Kartoffelsack rumlaifen, genau so muss ich nicht im Kartoffelsack rumlaufen, wenn ich zur Diät gewzungen werde und das Resultat dessen sehr freizügig und sehr willkommen vorzeige.
Ich bin mir slebst gar nicht sicher ob man das kritisieren muss, aber zumindest wars für mich eine Erwähnung wert.

Puni schrieb:
Aber schön, dass du mit deiner Meinung über die Petition hier ziemlich alleine bist.
Ja mei, ich bin hier auch nahezu der Einzige der Marvel Filme nicht abhaben kann.
So what... :shrug:

Puni schrieb:
Wirklich eine super respektvolle Art den Machern und Beteiligten zu zeigen, was man von ihnen hält. :clap:
Vielleicht solltest Du mal Kritik an Personen und Kritik an der erschaffenen Kunst unterscheiden. Nur weil ich die Kunst kritisiere, habe ich längst noch kein Problem mit den Personen dahinter. Und wer Ironie versteht, wir diese auch als solches in der Petition erkennen. Leider scheint das nichit sehr verbreitet zu sein.
 

TheReelGuy

The Toxic Avenger
So, jetzt sind ein paar Tage seit dem Finale vergangen. Ich habe die Folge zweimal gesehen und mir ein paar Gedanken zum Ende der Serie gemacht. Dabei möchte ich erst einmal sagen, dass mir das Finale bei all den Problemen, die die Staffel so geplagt haben, eigentlich recht zufriedengestellt hat. Wie hier schon angemerkt wurde, hätte man durchaus noch zwei oder drei Folgen für die Handlung der letzten Folge brauchen können, aber jetzt ist es nun mal so und jetzt mit Petitionen oder ähnlichem etwas daran ändern zu wollen ist kindisch und widerspricht einfach meiner Definition des Geschichtenerzählens.

Das jetzt schon wieder das Karriereende der Autoren gefordert wird, weil Leute mit dem Verlauf der letzten Staffel(n) nicht einverstanden sind, will ich einfach nicht als „normale Kritik“ akzeptieren und muss noch einmal entschlossen sagen, dass das nicht normal ist. Jeder darf Kritik äußern, es darf auch mal hitzig werden, aber bei persönlichen Attacken oder Konsequenzen für das private und professionelle Leben der kritisierten Personen, da hört der Spaß einfach auf. Da zeigt das toxische Fandom wieder seinen widerwärtigen Kopf. Hier hält sich diese Art von Diskussion ja zum Glück wirklich in Grenzen, aber im restlichen Netz ist der Diskurs über die 8. Staffel wirklich außer Kontrolle geraten. Deshalb lasst uns nochmal über die Serie an sich sprechen:

Ich glaube, dass wir uns nicht wirklich darüber unterhalten müssen, wo die meisten Charaktere am Ende landen, aber der Weg dahin ist manchmal schon etwas steinig. Aber das sind alles Probleme, die wir jetzt seit der siebten Staffel mit uns herumschleppen. Man merkt einfach am Ende des Tages wie sehr die selbst auferlegte Effizienz der Autoren hier für ordentlich Sand im Getriebe gesorgt hat. Ganze Charakterentwicklungen werden einfach in Sprüngen erzählt, manche angeschnittene Story-Elemente bleiben ohne jegliche Bedeutung für den Ausgang der Geschichte und einige Figuren tauchen einfach gar nicht mehr auf. Natürlich kann man nicht erwarten, dass das Finale 100% der Fans überzeugt, aber die allgemeine Reaktion im Netz scheint ja ein kollektives „Meh“ zu sein, weswegen man davon ausgehen muss, dass da einfach vielen der Kontext oder eben der nötige Abschluss gefehlt hat.

Allerdings möchte ich neben den wirklich zahlreichen erzählerischen Schwachpunkten anmerken, dass das vielleicht die visuell aufregendste Staffel der Serie war. Da ist wirklich so viel großartige Effektarbeit drin. Dazu kommen dann noch die Kostüme, das Make-Up, die Sets – hier ist wirklich nochmal auf allen Zylindern gefeuert worden. Eine negative Ausnahme ist dabei allerdings das Finale, welches in der ersten Hälfte wirklich recht grau-in-grau ist, was im Vergleich zum Rest einfach enorm auffällt. Auch Komponist Ramin Djawadi lässt sich in der letzten Staffel nicht lumpen und hat nochmal einen enorm stimmigen Score rausgehauen. Mit dem finalen Track, aber auch dem schaurig-schönen „The Night King“, setzt er nochmal richtig gute Schlussakkorde für eine der größten Serien aller Zeiten.

In den nächsten Absätzen will ich nochmal ein paar Spoiler-Gedanken loswerden:
Die letzte Folge stellt tatsächlich genug Material für zwei oder gleich drei Folgen. Die Aufspaltung und die Wahl des neuen Königs hätten ruhig mit mehr Intrigen, Verhandlungen und Hinterzimmer-Deals vonstattengehen dürfen. So wirkt es sehr seltsam, dass plötzlich Brienne und Davos mit im Rat sitzen oder warum der neue Prinz von Dorne quasi nichts zu sagen hat.

Da hätte ruhig wieder mehr „Game of Thrones“ in „Game of Thrones” stecken können. So ist der Kontrast zwischen den Ränkespielen und der vermeintlich großartigen zukünftigen Herrschaft von Bran the Broken dann vielleicht sogar noch besser, weil man sieht, dass sich die Spieler doch endlich mit Logik auf die „gute Seite“ bekehren lassen. Auch die Auseinandersetzung mit den Unsullied und Dothraki hätte somit sicherlich nochmal eine zusätzliche Dimension bekommen. In der jetzigen Form scheinen die Dothraki ja einfach so zu verschwinden.

Es ist auch echt schade, dass wir so manche Charakterkonstellationen gar nicht mehr zu Gesicht bekommen. Tyrion und Sansa, Brienne und Sansa, Jon und Davos, Arya und Sansa, Arya und Gendry, Tyrion und Bronn, Tyrion und Podrick und nicht zu vergessen natürlich – Grey Worm und Jon.

Diese Konstellationen allein hätten nochmal Drama für mindestens zwei Folgen in sich gehabt, werden aber für einen Zeitsprung geopfert, der einfach nur das Gefühl gibt, dass man schnell fertig werden wollte. Es ist einfach schade, dass der größte Abschied tatsächlich der Abschied zwischen den Stark-Kids bleibt und die anderen Figuren teils nicht mal mehr eine eigene Szene bekommen.

Dazu kommen dann noch die Figuren, die das Finale einfach komplett unter den Tisch fallen lässt. Was ist mit Ilyrio Mopatis? Was treibt Meera Reed so? Ist Kinvara jetzt auch gestorben oder existiert der Lord of Light noch immer? Hat Quaithe seit Qarth noch mehr cool Prophezeiungen am Start gehabt? Wie läuft die Regierung von Daario Naharis so? Hat sich Jaqen H’ghar für’s nächste Semester schon wieder neue Schüler ins House of Black and White eingeladen? Aber am quälendsten ist natürlich die Frage: Geht es Hot Pie gut?

Ja, es ist wirklich vieles überhastet gewesen und so wirklich glücklich bin ich mit dem Finale auch nicht, aber manche Momente sorgten bei mir dann doch für kleine Tränchen oder Gänsehaut. Nach all den Jahren mit den Figuren und den Darstellern, hat man trotz aller Drehbuchmacken ja doch eine gewisse Bindung zu ihnen aufgebaut, die auch ein sprunghafter Plot für mich nicht kaputtmachen kann. Wenn wir die letzten Szenen der Figuren sehen, die wir seit fast 10 Jahren verfolgen, dann hat das etwas wirklich wunderbar Befreiendes. So wirklich kann ich das Gefühl nicht in Worte fassen. Es waren trotz der durchwachsenden Staffel wirklich nochmal schöne 75 Minuten, die ich einfach nicht missen möchte.

Generell ist die Erfahrung von „Game of Thrones“ einfach etwas, das sich schwer auf eine einfache TV-Serie herunterbrechen lässt. Die Serie ist einfach episch in ihrem Umfang, zusammen mit den Büchern entstanden die absurdesten Fan-Theorien, unter Freunden und Arbeitskollegen wurden Meinungen und Spekulationen ausgetauscht, man trag sich zum gemeinsamen Gucken, überall war plötzlich Interesse für einen mittelalterlichen Fantasy-Epos und ich kann nicht sagen, wieviel Stunden ich in GoT-Mods für die „Total War“-Spiele investiert habe.

Am Ende des Tages ist und bleibt „Game of Thrones“ eine absolut einzigartige Show, die leider recht unbefriedigend zu Ende ging. Dabei dürfen wir aber nicht die Highlights vergessen. „Baelor“, die Red Wedding, die Battle of the Bastards, „Winds of Winter” – das sind nur ein paar Highlights in einer über siebzig Folge umspannenden Serie. Dabei waren nicht alle Folgen perfekt, aber man kann auch nicht sagen, dass die Serie durchschnittlich oder gar schlecht war. Ich weiß, dass viele Leute einen Film, ein Buch oder eine Serie nach dem Ende beurteilen, was vollkommen in Ordnung ist, aber ich sehe das immer eher wie bei Songs. Wenn der Vibe stimmt, verzeiht man auch mal hie und da eine Note eine Zeile Text, die einem nicht passen.

In den Worten irgendeines YouTube-Kommentars, den ich neulich gelesen habe: The real „Game of Thrones“ are the friends, we made along the way…

Valar Morghulis <3​
 
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