Hannibal Staffel eins

Clive77

Serial Watcher
Teammitglied
Vorweg: Dieser Artikel ist zwar nicht ganz spoilerfrei, aber so allgemein wie möglich gehalten.

Vor dem Start
Als Bryan Fuller letztes Jahr seine Pläne für die Serie Hannibal verkündete (so nannte er z.B. ein Ziel von sieben Staffeln), konnte man durchaus skeptisch sein. Zunächst einmal stellte sich die Frage, ob Hannibal als Serie überhaupt funktionieren kann. Weitere Skepsis machte sich breit als das Network NBC sich die Serie sicherte, denn bereits von den Filmen weiß man, dass der Gewaltfaktor sich nicht unbedingt für das Free TV eignet und die Serie wohl besser im Kabel- oder Pay-TV aufgehoben wäre. Nicht zuletzt konnte man davon ausgehen, dass die Darsteller - insbesondere die von Will Graham und Hannibal Lecter - vielleicht die Fußstapfen ihrer Film-Vorbilder nicht ausfüllen könnten. Es gab eine Menge, was hätte schief gehen können.

Die ersten Folgen
Schon gleich mit dem Piloten kommen einige Veränderungen gegenüber den Filmen bzw. Büchern zum Ausdruck. So bekamen zwei bereits bekannte Figuren - Dr. Alan Bloom und der Klatschreporter Freddie Lounds - für die Serie eine Geschlechtsumwandlung verpasst. Aber das soll nicht weiter stören, denn Caroline Dhavernas (Dr. Alana Bloom) und Lara Jean Chorostecki (Freddie Lounds) machen ihre Sache gut. Dr. Bloom mimt dabei im entferntesten Sinne einen Love Interest für Will Graham, aber für Romantik zwischen den beiden bleibt nicht viel Platz, so dass ihre Beziehung hauptsächlich auf professioneller Ebene verläuft. Somit kommen wir zu den Hauptfiguren: Hugh Dancy verkörpert Will Graham, den Dreh- und Angelpunkt der Serie. Die Figur leidet an einer Form des Asperger Syndroms und hat autistische Züge, was mit Blick auf die Bücher und Verfilmungen merkwürdig anmutet, für die Serie aber genau den Grund liefert, weshalb Will sich so gut in die Täter hinein versetzen kann. Und genau das macht Will wortwörtlich: Wenn er einen Tatort betritt, kann der Zuschauer live miterleben, wie die jeweiligen Morde durchgeführt wurden - mit Will Graham als Täter! Das sorgt schon gleich am Anfang für ein mulmiges Gefühl beim Zuschauer, denn diese Nachstellungen, die sich in Wills Kopf abspielen, schlagen auf seine Psyche, weshalb Jack Crawford (Laurence Fishburne) seinen Ermittler auch in psychologische Betreuung gibt. Will soll schließlich nicht den Verstand verlieren.
Mads Mikkelsen schlüpft dabei in die Rolle des Dr. Hannibal Lecter, dem die Betreuung Wills auferlegt wird. Selbstredend wird schon im Piloten deutlich gemacht, dass der Psychologe nicht nur ein Gourmet, sondern auch ein Killer und Kannibale ist.

Die ersten Folgen bedienen sich dabei zunächst einer Art „Fall der Woche“-Schema. So ziemlich jede Folge bietet einen neuen Killer und damit verstörende Bilder, die sich nicht nur in Wills Kopf ausbreiten, sondern auch schonungslos dem Zuschauer präsentiert werden. Beachtlich, was im US Free-TV dabei alles erlaubt ist. Aber die Serie ist keineswegs ein Procedural, was jede Woche „nur“ mit noch brutaleren Killern und grausamer getöteten Opfern überzeugen will. Die Haupthandlung findet in der Beziehung zwischen Will und Hannibal statt und diese geht jede Episode einen Schritt weiter. Auch für Jack Crawford und einige Nebenfiguren, wie z.B. Abigail Hobbs (Kacey Rohl), bleibt genug Platz, um Teil dieser Entwicklung zu werden. Die Atmosphäre bleibt dabei stets dicht, die Dialoge (gerade von Hannibals Seite) meist doppeldeutig und sehr gut geschrieben und Hannibals Zuhause dürfte eines der schönsten Sets sein, was man in heutigen Serien vorfindet. Ein kleines Highlight sind auch die kulinarischen Köstlichkeiten, die Hannibal Woche für Woche seinen Gästen anbietet und die von Janice Poon (http://janicepoonart.blogspot.gr/) hinter den Kulissen ausgetüftelt und hergerichtet werden.

Wills Leidensweg
Wie schon nach den ersten Episoden vermutet werden kann, gehen die Ermittlungsarbeiten an Will Graham nicht spurlos vorüber. Es fängt mit Schlafwandeln an, geht über kleinere zeitliche Erinnerungslücken bis hin zu Stunden die Will plötzlich fehlen. Es hat den Anschein, dass er mit jeder Folge etwas mehr den Verstand verliert und seine große Stütze Hannibal sieht dabei zu und manipuliert den armen Will obendrein auch noch. Dabei können beide Schauspieler ihre Kunst zum Besten geben und sollten für einen Emmy auf jeden Fall in die nähere Auswahl rücken.
Auch für den Zuschauer wird es dabei gegen Ende der Staffel immer schwieriger, Wills Taten und Fantasien auseinander zu halten. Man bettelt geradezu danach, dass es ihm doch wieder besser gehen möge und er endlich erkennt, was für ein Mensch bzw. Teufel sein psychiatrischer Helfer doch wirklich ist. Besonders deutlich wird das, als eine Erklärung für Wills geistige Zustände geliefert wird, die rein körperlicher Ursache ist und behandelt werden kann, aber Hannibal das nicht zulässt und die Diagnose „verschwinden“ lässt.

Die letzten Folgen
Das oben bereits erwähnte „Fall der Woche“-Schema wird in den letzten Folgen nicht fortgesetzt. Die Serie macht sich hier vielmehr zu Nutze, auf einige der älteren Fälle zurück zu greifen und die Figuren daraus mit in Wills Kampf um seinen Verstand hinein zu ziehen. So wird teilweise kontinuierlich wie z.B. durch Gastauftritte von Abigail Hobbs, teilweise sporadisch, wie z.B. im Fall von Georgia (Ellen Muth) oder Dr. Gideon (Eddie Izzard), auf diese Figuren zurück gegriffen, was der Staffel deutlich besser steht als das Wochenschema.

Das Finale führt schließlich alle Fäden zusammen und liefert dem Zuschauer einige WTF-Momente. Vor allem die letzte Szene dürfte gut in Erinnerung bleiben und die Wartezeit auf die zweite Staffel sehr lang wirken lassen. Es macht sich hier auch bemerkbar, wie viele kleine Details (z.B. die Angelhaken) bereits in den Folgen davor eingestreut wurden, so dass das Finale wie von langer Hand geplant und perfekt umgesetzt wirkt.

Fazit: Bryan Fuller hat es geschafft - aller Skepsis zum Trotz - eine wunderschöne erste Staffel abzuliefern, die sich bis zum Ende sehen lassen kann. Die Performances von Dancy und Mikkelsen sind hervorragend, die Atmosphäre ist stets dicht und es wird die volle Aufmerksamkeit des Zuschauers gefordert. Die Szenerien lassen sich am besten als „abartig schön“ beschreiben. Eine klare Empfehlung für jeden Lecter-Fan.

9/10 berühmte Serienkiller
 

Sesqua

Lebt noch
:top: und Auch eine Empfehlung an alle die intelligentes psycho Drama bevorzugen. :smile:

(würd mich nicht als Lecter Fan bezeichnen. An schweigen kann ich mich Net mehr so erinnern. An blutmond noch eher und roter Drache hab ich nie gesehn)
 

Clive77

Serial Watcher
Teammitglied
Jepp. Blutmond war der erste Film und Red Dragon war so gesehen ein Remake. Wobei die sich aber beide stark unterscheiden und - wenn ich mich richtig erinnere - auch unterschiedliche Enden hatten.
 

Woodstock

Z-King Zombies
Red Dragon hat zwei Enden, ein richtiges und ein so beinahe Ende.

Während sie in Blutmond den Killer am Ende kurz erledigen und fertig.
 

Sesqua

Lebt noch
Hannibal
Season 1 - Bluray
Laufzeit: 13 Folgen.


"Hannibal ist eine US-amerikanische Psychothriller-Krimiserie von Bryan Fuller.
Die Serie stellt die Vorgeschichte zu dem Roman Roter Drache von Thomas Harris dar. Zu Beginn der Serie wird der Psychiater Dr. Hannibal Lecter gebeten, den FBI-Agenten Will Graham bei der Ermittlung gegen Serienmörder zu unterstützen."

Nicht die Serie versuchen mit dem Film "Schweigen der Lämmer" zu vergleichen.
Mads Mikkelsen spielt einen eigene Variante von Hannibal Lecter und hätte den Job nicht angenommen wenn der Charakter ein Abbild von "Anthony Hopkins"-Hannibal wäre!


Das ich ein klassischer OT seher bin wissen ja viele.
Jedoch muss ich zugeben das die Synchronisation hier wunderbar geklappt hat. Die Stimmen sowie die Übersetzung passt.
Auch wenn nicht alle zweideutigen Zeilen übernommen werden konnten gab es dennoch einige.
Die emotionale Tiefe kommt wie immer im OT besser zur Geltung, ist jedoch ein kleiner Verlust. Dh wer es in OT nicht kennt wird es nicht stören.
Positiv fällt hier zusätzlich noch die Farbgebung ins Auge. In Bluray Qualität ist man direkt gefesselt von den wunderschön Inszenierten Bildern.
Untersteicht werden einige Szenen durch ihren speziell dafür komponierten Sound.

Die ersten 10 Folgen wirken/sind ein "Fall der Woche" (Procedural) das aber Aufbauend auf die letzten 3 Folgen rückwirkt was aus dem ganzen dann ein Serial macht.

Die Extras fallen auf der Deutschen Version zufriedenstellend aus. Die Uk Version ist abgespeckter jedoch hätte ich gerne die US Version gehabt weil sich einige Director's Cut darauf befinden.

Persönliches Fazit: Noch nie wurde so schmackhaft und dekorativ gekocht. Da vergisst man auch schonmal das es Mensch ist das serviert wird.

Die Quoten waren bei NBC eher durchwachsen und pendelten sich bei einem Rating Live von 1.1 ein. Total Rating ist bei ca 2.0 anzusiedeln.

Allgemeine Infos:
Cast: Mads Mikkelsen, Hugh Dancy, Laurence Fishburne
Produziert von AXN Original X Productions / Gaumont International Television
Läuft auf NBC / SAT1
Genre: Psychological Thriller Police prozedural Horror


Am Freitag dem 28 Februar geht es dann auch schon mit Season 2 los im amerikanischen TV.

Empfehlung für Leute die Psycho Triller mögen und aber allgemein immer nach Serien suchen die nicht ganz dem allgemeinen Volk zusagt.
Auch sollte man hierbei die DVD/Bluray, Watchever oder ähnliches bevorzugen da die TV Version geschnitten wird.
 

Jay

hauptsache bereits gesehen
Teammitglied
Schöne Kritik :squint: dem hab ich auch nicht viel beizupflichten. Setdesign und Schauspiel sind auf Oscarniveau. Kaum zu glauben, dass Hugh Dancy lange einer der Favoriten für die Batman Rolle für Begins war. Nach der Serie würde man wohl eher Scarecrow meinen. Mikkelsen hätte einen guten Ras abgegeben.

Mein erster Gedanke bei der Ankündigung war auch ohgott bitte nicht. Fuller hat der Figur aber mehr als genug gewürdigt.
 

Hazuki

zieht keine Aggro
Ich habe die Serie auch letztens beendet und fand sie allgemein gesehen gut. Leider allerdings ab Folge 3-8 sehr arg lang gezogen und zwischenzeitlich gar ermüdend. Aber dafür machen die letzten Episoden umso mehr Spass und um die Season als ganzes zu sehen gehts in Ordnung.

Die Schauspieler fand ich auch allesamt toll. Besonders das Spiel zwischen Dancy und Mikkelsen war bezaubernd. Fishbourne wirkte teilweise fehl am Platze aber vllt. bilde ich mich das auch nur ein.

Jedenfalls bin ich schon gespannt auf Season 2.
 

Paddywise

The last man
Season 2 märzt die Schönheitsfehler von Season 1 aus.

Es fühlt sich nicht mehr wie ein Case of the Week Scenario an.

Die Charaktere wirken glaubwürdiger Eingebetet. Es gibt bessere Charaktermomente. Und die Spannungsschraube bzw Bremse wird nach 4 Folgen losgelöst.

Es hat sich zu einer Ernsthaften Konkurenz für Walking Dead entwickelt. Und wenn die Cliffhanger weiter so mies bleiben ist es dieses Jahr ein schlimmeres Suchtmittel als Game of thrones.
 

Revolvermann

Well-Known Member
Paddywise schrieb:
Season 2 märzt die Schönheitsfehler von Season 1 aus.

Es fühlt sich nicht mehr wie ein Case of the Week Scenario an.

Die Charaktere wirken glaubwürdiger Eingebetet. Es gibt bessere Charaktermomente. Und die Spannungsschraube bzw Bremse wird nach 4 Folgen losgelöst.

Es hat sich zu einer Ernsthaften Konkurenz für Walking Dead entwickelt. Und wenn die Cliffhanger weiter so mies bleiben ist es dieses Jahr ein schlimmeres Suchtmittel als Game of thrones.

:thumbsup:
Für mich die News des Tages!
 

Jay

hauptsache bereits gesehen
Teammitglied
Yes. :smile:

Ich hoffe, dass die Serie ihre stürzenden Quoten irgendwie halten kann, damit Fuller noch mehr draus machen kann. Mikkelsen ist ganz fantastisch als Hannibal. Er bringt dieses piekfeine, noble ebenso wirkungsvoll rüber wie seinen brillanten Intellekt, der alles und jeden durchschaut. Und darin dieser schlummernde Psychopath. Bei Hopkins schien es oft, als sei der Kannibalismus eine Art Spott. Er isst jemanden, wenn er ihn besiegen und besonders verhähmen will, wie vor allem Krendler. Bei Mikkelsens Variante gehört der Kannibalismus aber viel intensiver zum Alltag. Für ihn ist Menschenfleisch in der Tat eine Delikatesse, die er sich und anderen gern zubereitet. Da ist das Ego weniger wichtig als der Gaumen.

Mir gefällt es auch, dass das Augenmerk nicht so explizit auf den tatsächlichen Polizisten liegt. Damit ist es nicht CSI: Manhunter. Wir folgen einem Fastautisten, der allein ohne Hannibal schon interessant genug für eine ganze Serie wäre. Ein Mann, der durch seine Arbeit zig Leben retten kann, die man ihm aber antut, wissend, dass er es nicht gut überstehen wird. Ein Monk auf einer Eisscholle. Könnte man auch so inszenieren, dass Graham irgendwann wirklich zum Killer wird. Also ein Procedural, in der ein Polizist langsam anfängt zu dextern.

Da wurde eine Brand mal richtig gewürdigt, anstatt einfach nur schnelles Geld mit dem Piloten und ner handvoll schlechter Episoden zu machen.
 

Schneebauer

Targaryen
Ich hab letzte Woche angefangen Staffel 1 nochmal zu schauen, bevor ich mich an Season 2 wage. Der Eindruck bei der ersten Sichtung war sehr verwirrend und ich hatte das Gefühl nicht wirklich durchzublicken - sellte sich aber heraus, das die Serie einfach extrem viel Aufmerksamkeit erfordert und von Grund auf sehr wirr erscheint. Ich war damals also nicht einfach nur jedes mal müde beim schauen. :ugly:

Aber ich bin wirklich begeistert von der Serie, weil sie einfach anders und unkonventionell ist. Positive Worte würde ich wahrscheinlich noch dutzende finden, aber das wurde ja bereits vielfach getan. Negativ aufgefallen ist mir nur die "Blindheit" des FBIs gegenüber Lecter. Die werden einerseits als Top-Truppe dargestellt, angeführt vom Guru, der eigentlich keine Beweise, sondern nur sein Bauchgefühl braucht - aber bei Hannibal sind alle so naiv und ignorieren konsequent alles was Verbindungen schaffen könnte, oder auf eine Beteiligung hinweisen könnte. (was in den ersten 2 Folgen von S02 nochmals extremer wird). Klar ist Hannibal ein extremer Manipulator, aber Crwaford und seine Leute sind ja auch keine 0815 Streifencops. Ich kann sogar verstehen, dass man sein Pulver nicht komplett in S01 verschießen wollte, aber das hatte gegen Ende hin überhand genommen.

Jetz gehts erstmal weiter mit S02 - die sich hoffentlich schnell steigert. Die ersten beiden Episoden haben mir nämlich nicht wirklich gefallen. :sad:
 

Clive77

Serial Watcher
Teammitglied
@Schnee: Also bezüglich des FBI und deren "Blindheit" muss man sich stets vor Augen halten, dass man als Zuschauer natürlich generell viel mehr Informationen hat, was Lecter und seine Verbrechen angeht. Außerdem deuten alle Beweise am Ende der ersten Staffel ja auf Will - da fällt es schwer, wen anders zu verdächtigen.
Aber warte mal ab, wie sich das in der zweiten Staffel entwickelt. Abgesehen vom Kampf im Auftakt geht es zunächst etwas ruhiger voran, aber wie Paddy oben schon geschrieben hat: Die Spannungsschraube wird nach den ersten Folgen extrem angezogen, es ist kein Fall der Woche Schema mehr zu erkennen und die Beziehung zwischen Will und Hannibal nimmt gänzlich andere Züge an als man vielleicht erwarten würde. Mir hat die zweite Staffel jedenfalls besser gefallen als die erste.
 

Schneebauer

Targaryen
Clive77 schrieb:
@Schnee: Also bezüglich des FBI und deren "Blindheit" muss man sich stets vor Augen halten, dass man als Zuschauer natürlich generell viel mehr Informationen hat, was Lecter und seine Verbrechen angeht. Außerdem deuten alle Beweise am Ende der ersten Staffel ja auf Will - da fällt es schwer, wen anders zu verdächtigen.

Genau das finde ich ja so unglaubwürdig. Es deutet alles so plötzlich auf Will hin. Das ist viel zu glatt, zu einfach, zu banal, als dass der Crawford, der uns bis dato gezeigt wurde, da keinen Verdacht schöpfen würde. Würde er seine Fischerhaken, mit denen er eindeutig allen Morden überführt werden könnte, einfach so offen neben der Tür stehen lassen? Kurz OT, aber ich fand das bei Dexter und der Klimaanlage schon so dumm.

Aber warte mal ab, wie sich das in der zweiten Staffel entwickelt. Abgesehen vom Kampf im Auftakt geht es zunächst etwas ruhiger voran, aber wie Paddy oben schon geschrieben hat: Die Spannungsschraube wird nach den ersten Folgen extrem angezogen, es ist kein Fall der Woche Schema mehr zu erkennen und die Beziehung zwischen Will und Hannibal nimmt gänzlich andere Züge an als man vielleicht erwarten würde. Mir hat die zweite Staffel jedenfalls besser gefallen als die erste.

Ich bin schon ganz gespannt wie es weitergeht, sofern es besser wird. :smile:
Grad in den ersten 2 Folgen bin ich mir nicht gaz sicher gewesen, ob Will wirklich wieder zweifelt, oder ob das eine Masche ist aus dem Knast zu kommen und dann Jagd auf Hannibal zu machen. Hier hat man ja schon gemerkt, dass auch im Team (vorallem bei Katz) die Zweifel an Wills Schuld stärker werden. Hochintressant auch, was Hannibals Motivation ist, Will ebenfalls zu "entlasten".

Aber da würde sich dann eher ein seperater Thread zu S02 anbieten. :smile:
 

Clive77

Serial Watcher
Teammitglied
Schneebauer schrieb:
Clive77 schrieb:
@Schnee: Also bezüglich des FBI und deren "Blindheit" muss man sich stets vor Augen halten, dass man als Zuschauer natürlich generell viel mehr Informationen hat, was Lecter und seine Verbrechen angeht. Außerdem deuten alle Beweise am Ende der ersten Staffel ja auf Will - da fällt es schwer, wen anders zu verdächtigen.

Genau das finde ich ja so unglaubwürdig. Es deutet alles so plötzlich auf Will hin. Das ist viel zu glatt, zu einfach, zu banal, als dass der Crawford, der uns bis dato gezeigt wurde, da keinen Verdacht schöpfen würde. Würde er seine Fischerhaken, mit denen er eindeutig allen Morden überführt werden könnte, einfach so offen neben der Tür stehen lassen? Kurz OT, aber ich fand das bei Dexter und der Klimaanlage schon so dumm.
Nee, so plötzlich war das nicht. Es hieß doch von Beginn an, dass Will diese Art von Arbeit zu schaffen macht - deshalb bekommt er ja erst den Psychiater zur Seite gestellt. Und Crawford hat auch immer wieder Druck auf Will ausgeübt, trotz einiger Warnungen - auch von Hannibals Seite, wenn ich mich recht entsinne. Als Will dann im Verlauf der Staffel kaputt geht, bekommt Crawford das auch mit, z.B. als Will einen Tatort unbrauchbar macht. Weshalb sollte er da misstrauisch wegen der Angelhaken werden? Weil der geistig verwirrte Will sie bestimmt besser versteckt hätte?
Ich fand das schon o.k. so. Denke eher, dass Crawford sich da am Ende selbst Vorwürfe macht, weil er Will immer wieder gedrängt hat und ihn deshalb vielleicht eine Teilschuld trifft. Oder anders ausgedrückt: Crawford hat am Ende andere Dinge im Kopf als sich jemand anderen als Verdächtigen zu suchen.

Schneebauer schrieb:
Ich bin schon ganz gespannt wie es weitergeht, sofern es besser wird. :smile:
Grad in den ersten 2 Folgen bin ich mir nicht gaz sicher gewesen, ob Will wirklich wieder zweifelt, oder ob das eine Masche ist aus dem Knast zu kommen und dann Jagd auf Hannibal zu machen. Hier hat man ja schon gemerkt, dass auch im Team (vorallem bei Katz) die Zweifel an Wills Schuld stärker werden. Hochintressant auch, was Hannibals Motivation ist, Will ebenfalls zu "entlasten".

Aber da würde sich dann eher ein seperater Thread zu S02 anbieten. :smile:
Bin gespannt, was Du von der zweiten Staffel halten wirst, wenn Du sie durch hast.
Thread zu S02? Hmm, vielleicht, weiß noch nicht... :unsure:
 
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