Scofield
Fringe Division
Seit Tagen wollte ich dieses Thema mal ansprechen und würde wirklich gerne eure Meinung dazu hören.
Mir ist in den letzten Monaten etwas aufgefallen, das meiner Meinung nach zu einem ziemlich großen Problem bei HDR und modernen Filmen geworden ist.
Unsere Heimkino-TVs werden von Jahr zu Jahr besser. Mittlerweile gibt es Modelle, die über 4.000 Nits erreichen können, und selbst viele günstigere TVs schaffen problemlos um die 1.000 Nits. Eigentlich eine fantastische Entwicklung – gerade weil viele Filme in den vergangenen Jahren mit 1.000 Nits als HDR-Ziel gemastert wurden.
Nun sollte man doch eigentlich erwarten, dass die Studios mit der Technik mitgehen und zunehmend auch Filme für höhere Helligkeitsbereiche produzieren bzw. graden.
Und genau hier habe ich mittlerweile ein großes Problem.
Wir geben teilweise enorm viel Geld für Fernseher aus, die technisch für die Zukunft gerüstet sind – und gleichzeitig scheinen immer mehr Filme das Potenzial dieser Geräte überhaupt nicht mehr auszunutzen. Was ist da bitte los?
Ein paar Beispiele aus 2025/2026:
Superman (2025)
Der gesamte Film soll laut Messungen teilweise nur um die 100 Nits erreichen.
WTF?
Man gibt also deutlich mehr Geld für die UHD-Version aus, bekommt bei der tatsächlichen Lichtleistung aber teilweise kaum mehr als SDR-Niveau. Und gerade ein Film wie Superman bietet doch eigentlich unzählige Möglichkeiten für beeindruckende HDR-Highlights: Laseraugen, Explosionen, Green-Lantern-Effekte und jede Menge andere Lichtquellen.
Stattdessen wirkt das Bild teilweise so, als würde der Fernseher nicht richtig funktionieren.
F1 (2025)
Auch hier soll die maximale Helligkeit des Films nur ungefähr 200 Nits betragen.
Besonders aufgefallen ist mir die Szene, in der Brad Pitt in der Wüste vor seinem Wohnwagen steht und in die Sonne schaut. Durch seine Sonnenbrille erkennt man, dass er von der Sonne geblendet wird und die Augen zusammenkneifen muss.
Die Szene soll also vermitteln: Die Sonne ist extrem hell.
Als Zuschauer sitzt man davor und denkt: Warum ist das Bild so dunkel?
Jurassic World Rebirth
Ein Film mit Explosionen, Neonbeleuchtung, Action und eigentlich perfekten Voraussetzungen für spektakuläres HDR.
Und trotzdem soll die 4K-Version bei gerade einmal ungefähr 370 Nits liegen.
Natürlich bedeutet eine niedrige Peak-Helligkeit nicht automatisch, dass ein Film schlecht aussieht. Ein Regisseur kann sich bewusst für einen bestimmten Look entscheiden. Darum geht es mir auch gar nicht.
Was mich stört, ist der zunehmende Eindruck, dass HDR immer häufiger eher als Format verwendet wird, anstatt das Potenzial von HDR tatsächlich auszuschöpfen.
Dabei gibt es genügend Gegenbeispiele.
Mad Max: Fury Road ist für mich nach wie vor ein Paradebeispiel dafür, wie HDR im Heimkino funktionieren kann. Extrem helle Highlights, Feuer, Explosionen, Sonne und Lichtquellen, die wirklich aus dem Bild herausstechen. Teilweise werden dort sogar extrem hohe Werte von mehreren tausend Nits erreicht.
Und genau DAS macht für mich HDR aus.
Es geht doch nicht darum, dass jeder Film permanent 4.000 oder 10.000 Nits erreichen muss. Ein Film darf dunkel sein. Ein Film darf einen bestimmten visuellen Stil haben.
Aber wenn eine Szene eine extrem helle Lichtquelle darstellen soll, möchte ich als Zuschauer diesen Unterschied auch sehen und fühlen können.
Wenn die Sonne im Film angeblich blendet, ich aber auf meinem 2.000-Nits-TV kaum einen Unterschied zu einer normalen hellen Fläche erkenne, frage ich mich irgendwann schon:
Wofür habe ich eigentlich das Geld für die entsprechende Hardware ausgegeben?
Und genau deshalb finde ich die aktuelle Entwicklung etwas frustrierend.
Wir bekommen immer leistungsfähigere OLEDs, Mini-LEDs und High-End-TVs mit unglaublicher Spitzenhelligkeit – aber viele neue Filme scheinen das Potenzial dieser Geräte immer weniger auszunutzen.
Zwischendurch kommen natürlich immer wieder Ausnahmen, bei denen HDR wirklich brachial aussieht. Und dann merkt man sofort, was mit moderner Heimkino-Technik eigentlich möglich wäre.
Aber gefühlt werden diese Ausnahmen immer seltener.
Wie seht ihr das?
Ist euch ebenfalls aufgefallen, dass viele aktuelle HDR-Filme deutlich weniger aggressiv bzw. weniger hell gemastert werden als ältere Referenzfilme?
Oder findet ihr diesen Trend sogar gut und bevorzugt den zurückhaltenderen, dunkleren HDR-Look?
Mich würde wirklich interessieren, wie ihr das seht.
Mir ist in den letzten Monaten etwas aufgefallen, das meiner Meinung nach zu einem ziemlich großen Problem bei HDR und modernen Filmen geworden ist.
Unsere Heimkino-TVs werden von Jahr zu Jahr besser. Mittlerweile gibt es Modelle, die über 4.000 Nits erreichen können, und selbst viele günstigere TVs schaffen problemlos um die 1.000 Nits. Eigentlich eine fantastische Entwicklung – gerade weil viele Filme in den vergangenen Jahren mit 1.000 Nits als HDR-Ziel gemastert wurden.
Nun sollte man doch eigentlich erwarten, dass die Studios mit der Technik mitgehen und zunehmend auch Filme für höhere Helligkeitsbereiche produzieren bzw. graden.
Und genau hier habe ich mittlerweile ein großes Problem.
Wir geben teilweise enorm viel Geld für Fernseher aus, die technisch für die Zukunft gerüstet sind – und gleichzeitig scheinen immer mehr Filme das Potenzial dieser Geräte überhaupt nicht mehr auszunutzen. Was ist da bitte los?
Ein paar Beispiele aus 2025/2026:
Superman (2025)
Der gesamte Film soll laut Messungen teilweise nur um die 100 Nits erreichen.
WTF?
Man gibt also deutlich mehr Geld für die UHD-Version aus, bekommt bei der tatsächlichen Lichtleistung aber teilweise kaum mehr als SDR-Niveau. Und gerade ein Film wie Superman bietet doch eigentlich unzählige Möglichkeiten für beeindruckende HDR-Highlights: Laseraugen, Explosionen, Green-Lantern-Effekte und jede Menge andere Lichtquellen.
Stattdessen wirkt das Bild teilweise so, als würde der Fernseher nicht richtig funktionieren.
F1 (2025)
Auch hier soll die maximale Helligkeit des Films nur ungefähr 200 Nits betragen.
Besonders aufgefallen ist mir die Szene, in der Brad Pitt in der Wüste vor seinem Wohnwagen steht und in die Sonne schaut. Durch seine Sonnenbrille erkennt man, dass er von der Sonne geblendet wird und die Augen zusammenkneifen muss.
Die Szene soll also vermitteln: Die Sonne ist extrem hell.
Als Zuschauer sitzt man davor und denkt: Warum ist das Bild so dunkel?
Jurassic World Rebirth
Ein Film mit Explosionen, Neonbeleuchtung, Action und eigentlich perfekten Voraussetzungen für spektakuläres HDR.
Und trotzdem soll die 4K-Version bei gerade einmal ungefähr 370 Nits liegen.
Natürlich bedeutet eine niedrige Peak-Helligkeit nicht automatisch, dass ein Film schlecht aussieht. Ein Regisseur kann sich bewusst für einen bestimmten Look entscheiden. Darum geht es mir auch gar nicht.
Was mich stört, ist der zunehmende Eindruck, dass HDR immer häufiger eher als Format verwendet wird, anstatt das Potenzial von HDR tatsächlich auszuschöpfen.
Dabei gibt es genügend Gegenbeispiele.
Mad Max: Fury Road ist für mich nach wie vor ein Paradebeispiel dafür, wie HDR im Heimkino funktionieren kann. Extrem helle Highlights, Feuer, Explosionen, Sonne und Lichtquellen, die wirklich aus dem Bild herausstechen. Teilweise werden dort sogar extrem hohe Werte von mehreren tausend Nits erreicht.
Und genau DAS macht für mich HDR aus.
Es geht doch nicht darum, dass jeder Film permanent 4.000 oder 10.000 Nits erreichen muss. Ein Film darf dunkel sein. Ein Film darf einen bestimmten visuellen Stil haben.
Aber wenn eine Szene eine extrem helle Lichtquelle darstellen soll, möchte ich als Zuschauer diesen Unterschied auch sehen und fühlen können.
Wenn die Sonne im Film angeblich blendet, ich aber auf meinem 2.000-Nits-TV kaum einen Unterschied zu einer normalen hellen Fläche erkenne, frage ich mich irgendwann schon:
Wofür habe ich eigentlich das Geld für die entsprechende Hardware ausgegeben?
Und genau deshalb finde ich die aktuelle Entwicklung etwas frustrierend.
Wir bekommen immer leistungsfähigere OLEDs, Mini-LEDs und High-End-TVs mit unglaublicher Spitzenhelligkeit – aber viele neue Filme scheinen das Potenzial dieser Geräte immer weniger auszunutzen.
Zwischendurch kommen natürlich immer wieder Ausnahmen, bei denen HDR wirklich brachial aussieht. Und dann merkt man sofort, was mit moderner Heimkino-Technik eigentlich möglich wäre.
Aber gefühlt werden diese Ausnahmen immer seltener.
Wie seht ihr das?
Ist euch ebenfalls aufgefallen, dass viele aktuelle HDR-Filme deutlich weniger aggressiv bzw. weniger hell gemastert werden als ältere Referenzfilme?
Oder findet ihr diesen Trend sogar gut und bevorzugt den zurückhaltenderen, dunkleren HDR-Look?
Mich würde wirklich interessieren, wie ihr das seht.