Joker (Film) ~ Joaquin Phoenix ist der neue Joker [Kritik]

Måbruk

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Der Vegleich mit MJ ist gut, seine Extravaganz konnte er nur in seiner Kunst ausleben, so wie Arthur in seinem Clown Spiel.
 

blacksun

Keyser Soze
Eine Origin zum Joker braucht es nicht. Lieber offen lassen und der Figur dadurch was mysteriöses, bedrohliches einhauchen. Oder halt wie bei "The Dark Knight" so zwei bis drei Geschichten von ihm selbst erzählen lassen, wie er sein "Smile" bekommen hat.
das hat mich damals wirklich gestört, dass es verschiedene Geschichten waren.
 

Raphiw

Godfather of drool
Alle joker haven ihre Daseinsberechtigung. Die Geschichten haben zum tdk Joker gepasst. Hier ist man wieder einen anderen Weg gegangen und selbst die origin des Nicholson Jokers hat wunderbar funktioniert. Der Joker war nie der Mann ohne Origin, sondern immer der Mann der jeder der einen verdammt schlechten Tag (+psychische Störungen) hat sein könnte. Sei es Narzissmus, Eitelkeit und ein Säurebad, zwanghafte Ideologie oder eine Zwangsstörung und das Außenseiterturm.

Der Joker lässt sich halt wunderbar immer wieder neu erfinden und ist auch immer ein dunkler Spiegel für die welt in der er lebt.
 

Constance

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1 Milliarde für den Joker. Was ein Erfolg.

Vielleicht korrigiere ich nach einem dritten Kinobesuch meine Wertung auf 10/10. Ich bin nach wie vor gedanklich gefesselt von dem was ich sah und hörte...
 

Metroplex

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Übrigens, es gab ja einige Leute welche sich daran gestört haben dass im Film ein Song von Gary Glitter verwendet wurde.
Ich wollte mich heute mal informieren wieviel Geld er damit wohl verdient hat, und bin auf folgendes gestossen:

"Rights holders for Gary Glitter’s catalogue of songs have stated that the disgraced rock star will not receive royalties from one of his songs being used in the movie Joker."

[...]

"His song Rock and Roll Part 2 is used prominently in one scene in Joker, prompting reports that Glitter could receive a six-figure sum as one of the two credited songwriters. But speaking to the LA Times, the label Snapper Music, which owns Glitter’s catalogue, said: “Gary Glitter does not get paid – we’ve had no contact with him”.


In the US, Universal Music Publishing Group said it was not paying royalties to Glitter: “Gary Glitter’s publishing interest in the copyright of his songs is owned by UMPG and other parties, therefore UMPG does not pay him any royalties or other considerations.”"
Quelle

Also hat er bevor er ins Gefängnis gewandert ist, die Rechte an seiner Discographie verkauft, und weder hat er ein Mitspracherecht wann und wo seine Songs verwendet werden, noch verdient er etwas daran wenn eben dies getan wird.

Einerseits ist es gut dass er kein Geld damit macht, andererseits zeigt das mal wieder wie abgefuckt die ganze Musikindustrie ist.
 

Metroplex

Well-Known Member
Wo steht denn, dass er sie verkauft hat?
Ich hab irgendwie 5 Artikel dazu gelesen, in einigen davon stand es.
Hier zb:

For “Joker,” much of the criticism is centered on assumptions that Glitter was personally profiting from its use in the film, but Glitter sold away all his rights to the recording and publishing of “Rock and Roll Part 2,” co-written by the late Mike Leander, as well as his other songs more than two decades ago, according to Snapper Music, the London-based label that now owns Glitter’s master recordings.
[...]
“Gary Glitter does not get paid,” said a spokesman for Snapper in London who asked to remain anonymous. “We’ve had no contact with him.”
[...]
Snapper purchased the masters to Glitter’s catalog in January 1997, several months before the singer’s legal problems began with the discovery of child pornography on his laptop and in his home.
[...]
In the U.S., rights to the songwriting on “Rock and Roll Part 2" belong to Universal Music Publishing Group, which represents Glitter, and BMG, which represents Leander. A representative for Universal’s publishing group stated: “Gary Glitter’s publishing interest in the copyright of his songs is owned by UMPG and other parties, therefore UMPG does not pay him any royalties or other considerations.”
Quelle
 

Måbruk

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Die Frage ist was er damit genau meinte. Auf jeden Fall hat der Plot die Gründe für diese Aufstände nicht wirklich nachvollzieber vermittelt, das war schon etwas überzogen und daher unrealistisch.
 

TheRealNeo

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Findest du?
Ich empfand die Entwicklung - aus der Erinnerung heraus, ist ja schon wieder zwei Monate her - eigentlich recht nachvollziehbar und plausibel.
 

Måbruk

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Das Problem ist ja, so sehe ich es zumindest, dass die wütenden Bürger keine wichtige Rolle in dem Film spielen, im Sinne von Leindwandzeit, die sie erhalten. Es wird nicht gezeigt wie diese Bürger unterdrückt werden und es wird auch kaum gezeigt, wie sich diese Bürger langsam radikalisieren. Dieses ganze Brodeln in der Stadt, davon ist kaum etwas zu vernehmen. Mehr oder weniger gibt es da die eine Szene in welcher Arthur Fleck Selbstjustiz begeht und damit quasi den Grund für diese Aufstände liefert. Das ist finde ich zu wenig. Mir fehlt der Werdegang hin zu diesen Aufständen, die Hintergründe, wie sich die Bürger dann auch tatsächlich radikalisiert haben. Für mich war der Mob am Ende gefühlt plötzlich einfach da, es wurde lediglich behauptet, dass es diesen gibt, aber kein nachvollziehbar Weg dahin aufgezeigt. In dieser Hinsicht merkt man halt, dass Todd Philips kein Nolan ist und doch sehr schwarz/weiss denkt. Deshalb ist der Film für mich auch kein Meisterwerk.

Und sorry wenn ich das velleicht noch nicht richtig verstanden haben sollte, aber kann es sich bei dem Aufstand am Ende und der "Befreiuungsaktion" nicht auch nur um reine Einbildung gehandelt haben?
 
Zuletzt bearbeitet:

McKenzie

Unchained
Flamel hat recht, prinzipiell kommen solche Aufstände durchaus vor. Siehe auch Gelbwesten in Frankreich. Aber muss Måbruk auch zustimmen, für mich hat der Film den Weg dorthin nicht sonderlich gut vermittelt. Ja es wieder immer wieder mal in ein paar Sätzen gedroppt, dass die Bürger wütend sind, die Gründe hat man aber nicht wirklich zu sehen/spüren bekommen.
 

TheRealNeo

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Aber so eine Eindindung der Motivation der restlichen Bürger, hätte den Fokus womöglich doch etwas sehr von Arthur Fleck genommen, dessen Erzählperspektive der Film ja klar einnimmt.
Wobei für mich weiterhin, wie gesagt so wie ich den Film im Kopf abgespeichert habe, die generelle gesellschaftliche Entwicklung der Bürger in Gotham schon plausibel und nicht irgendwie erwzungen erschien.

Zur Einbildungstheorie: Wurde die mittlerweile nicht sogar offiziell von Todd Philipps dementiert?
 

Constance

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Das Problem ist ja, so sehe ich es zumindest, dass die wütenden Bürger keine wichtige Rolle in dem Film spielen, im Sinne von Leindwandzeit, die sie erhalten. Es wird nicht gezeigt wie diese Bürger unterdrückt werden und es wird auch kaum gezeigt, wie sich diese Bürger langsam radikalisieren. Dieses ganze Brodeln in der Stadt, davon ist kaum etwas zu vernehmen. Mehr oder weniger gibt es da die eine Szene in welcher Arthur Fleck Selbstjustiz begeht und damit quasi den Grund für diese Aufstände liefert. Das ist finde ich zu wenig. Mir fehlt der Werdegang hin zu diesen Aufständen, die Hintergründe, wie sich die Bürger dann auch tatsächlich radikalisiert haben. Für mich war der Mob am Ende gefühlt plötzlich einfach da, es wurde lediglich behauptet, dass es diesen gibt, aber kein nachvollziehbar Weg dahin aufgezeigt. In dieser Hinsicht merkt man halt, dass Todd Philips kein Nolan ist und doch sehr schwarz/weiss denkt. Deshalb ist der Film für mich auch kein Meisterwerk.

Und sorry wenn ich das velleicht noch nicht richtig verstanden haben sollte, aber kann es sich bei dem Aufstand am Ende und der "Befreiuungsaktion" nicht auch nur um reine Einbildung gehandelt haben?

Was du daraus ziehst, wenn alles aus Sicht eine wohl psychisch gestörten Mannes erzählt wird, bleibt dir überlassen. Ich finde ja es kann einiges Erzähltes der Wahrheit entsprechen oder eben auch nicht. Der Film überlässt da, bis auf eine "Auflösung", alles der eigenen Interpretation - was ihn auch so herausragend macht.

Meines Wissens nach gab es schon einige Anspielungen an die Zustände in Gotham. Da wären einige Dialoge mit Nebenfiguren, Nachrichten im Fernsehen, die offensichtlichen Misstände in Gotham etc. Mir reichte das, da sowieso alles nur die subjektive, gestörte Perspektive eines Arthur Fleck war/ist.
 
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