Lieblingsfilme 2025

Presko

Don Quijote des Forums
Filme
  • Des preuves d'amour (Love letters)
    Kluger, warmherziger Film, mit einer Szene, die mich so zum Lachen brachte, wie kaum eine andere dieses Jahr. Toll gespielt, ruhig inszeniert.
  • Secret Agent
    Mysteriöses und unberechenbares Drama mit Politthrilleraspekten. Fantastisch gespielt und auf clevere Weise doppelbödig erzählt. Mit einem starken, ganz eigenen Ende.
  • L’histoire de Souleymane
    Zutiefst menschliches Drama, das die Zuschauer:innen in die Situation eines Migranten versetzt, der verzweifelt um sein Überleben in Europa kämpft. Ohne falschen Pathos, konsequent und ehrlich, dabei wahnsinnig unter die Haut gehend.
  • Brutalist
    Das Filmjahr 2025 hat bereits mit einem Meisterwerk begonnen. Brutalist ist ein unheimlich sinnlicher, wuchtiger Film mit fantastischen Hauptdarstellern und fantastischer audiovisueller Umsetzung. Er hat eindrücklich bewiesen: für audioviusell beeindruckende Monumentalwerke braucht es kein Blockbusterbudget.
  • Bugonia
    Obwohl die Kritiken für einen Lanthimos im Vergleich zu früheren Werken, eher etwas lau ausfielen, hatte ich wahnsinnig viel Spass mit dem Film. Inszenierung, Dialoge, Schauspieler. Eine spannende, doppelbödige Satire, die von mir aus noch mindestens 30 Minuten länger hätte gehen dürfen, weil mir die Ausganslage mit dem Schausplatz, den Figuren und ihrem Psychospiel so gut gefallen hat.
  • September 5
    Ich mag so Journalistenfilme sehr. Und September 5 kann sich da richtig weit oben einordnen. Über weite Strecken ein unglaublich packendes Kammerspiel, das auch einige hochrelevante ethische Fragen aufwirft und dabei auch noch einen wichtigen Moment in der Geschichte der medialen Berichterstattung dokumentiert.
  • On Falling
    Ein ganz leises, langsames aber ungemein intelligentes Sozialdrama über die sozialen Zwänge von Working-Poors und, wie sie in einem Netz aus wirtschaftlicher Not und Einsamkeit gefangen sind. Wie hier die persönliche Geschichte einer jungen Frau mit Systemkritik verknüpft wird, ist grosse Kunst und erinnert nicht zufällig an die Arbeiten von Ken Loach, des Produktionsfirma den Film unterstützt hat.
  • Weapons
    Mal wieder ein origineller, ungemein kreativer Film, der so erfrischend selbstbewusst die Grenzen des Genrefilms auslotet und mit den vertrauten Konventionen spielt.
Ebenfalls erwähnenswert:
  • One Battle after another: Handwerklich superstark, mit ein paar fantastischen Sequenzen. Aber für mich jetzt auch nicht das Meisterwerk, das viele darin sehen. Gerade das 1. Viertel mit der dauernden Sexualisierung hat mich eher genervt.
  • On Vous Coroit: Ein Psychodrama und Kammerspiel, das dank des intensiven Spiels seines kleinen Ensembles und der minimalistischen, konzentrierten Regie tief unter die Haut geht und dabei mutig darauf verzichtet, klare Antworten zu geben.
  • A Real Pain: Jesse Eisenbergs Regiedebut mag verkopft daherkommen, bietet aber auch viele Denkanstösse und eine ganze Hand voll starker Szenen.
  • Frankenstein: Ein Film fürs Kino. Voller Dramatik, überhöhter Theatralik und viel Blut. Ich hatte grossen Spass.
  • Miroirs no.3: Mysteriös, zurückhaltend, langsam, aber mit viel Atmosphäre.
  • No Other Choice: Offizieller Kinorelease bei uns ist erst auf 2026 gesetzt. Ein handwerklich nahezu perfekter Film. Ein zynischer, bitterschwarzer Blick auf die kapitalistische Arbeitswelt, und was sie aus den Menschen macht.
Leider noch nicht gesehen - aber hohe Erwartungen:
  • Sing Sing
  • Sorry, Baby
  • Heldin
  • Sentimental Value
  • Wake up Dead Man
 
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Presko

Don Quijote des Forums
Unbedingt noch auf die Liste muss Flow. Wahnsinnig genialer Animationsfilmè

Wake up Dead Man habe ich inzwischen gesehen. Netter, launiger Film, dessen Ende eher enttäuscht hat. Da bleibt der erste immer noch der Stärkste der Reihe. Auch sonst kein Film für die Jahrestopliste in meinen Augen.
 

Garrett

Meisterdieb
Ich schaue mal gerade in mein Letterbox:

Mein persönlicher Favorit ist Flow, den ich zweimal im Kino gesehen habe und anschließend noch etliche Male auf Blu Ray :biggrin:

Weiterhin haben mir gefallen (lt. Letterbox 2025, ohne Reihenfolge):
Weapons
Ballerina
Warfare
Karate Kid: Legends
The Ugly Stepsister
Heldin
Drachenzähmen leicht gemacht
The Legend of Ochi
Frankenstein
One Battle after Another
Elio
 

Ormau

Well-Known Member
Meine TOP 50 MOVIES des Jahres 2025
🎬
:

Flow
Heldin (Late Shift)
The Life of Chuck
Die Rosenschlacht (The Roses)
We Live in Time
Die Nackte Kanone (2025)
F1 - Der Film
Am I Ok?
Femme
Spiders - Ihr Biss ist der Tod (Vermines)
Night Call - Überlebe die Nacht
Night Always Comes
Caught Stealing
Blood & Sinners
Final Destination 6 - Bloodlines
Weapons - Die Stunde des Verschwindens
Lost in Starlight
Zeig mir, wer du bist (It's What's Inside)
Wolf Man (2025)
Predator - Badlands
Der Vierer
Jurassic World - Die Wiedergeburt (Rebirth)
Mission: Impossible - The Final Reckoning
Exterritorial
The Fantastic Four: First Steps
Companion - Die perfekte Begleitung
Bring Her Back
One Battle After Another
Superman (2025)
Babygirl
The Old Woman with the Knife
Caddo Lake
Together - Unzertrennlich
Avatar 3 - Fire And Ash
Mickey 17
I, the Executioner
Heretic
Eden (2024)
Like A Complete Unknown
The Surfer
The Long Walk
Thunderbolds - The New Avengers
A Big Bold Beautiful Journey
The Negotiator
Juror #2
Until Dawn (2025)
The Amateur (2024)
Mr. No Pain (Novocaine)
Konklave
Wicked - Part One
----------------------------------------------------

Meine TOP 10 SERIEN des Jahres 2025 :

Shrinking (Staffel 2)
Dying for Sex
The Studio
Adolescence
Severance (Staffel 2)
High Potential
Donna
Hyper Knife
Alien: Earth
Butterfly

Oben immer das beste :biggrin:
 

Puni

Well-Known Member
Dann wollen wir mal. Die Top 1 war seit Kinobesuch klar. Ich hab den Film zwei Mal im Kino gesehen, zuerst einmal alleine und dann hab ich noch meinen Kumpel reingezerrt. Das hatte ich wirklich lange nicht mehr. Ich glaub zuletzt bei Midsommar.

1. One Battle After Another
2. Sorry Baby
3. Queer
4. Highest 2 Lowest
5. Flow
6. Weapons
7. Die Saat des heiligen Feigenbaum
8. Sinners / Bugonia
9.1 The Phoenician Scheme
9.2 Magic Farm
10. Lurker
11. Sentimental Value
12. Der Graf von Monte Christo
13. 28 Years Later
14. Die My Love
15. The Ugly Stepsister
16. Friendship
17. The Stranger
18. Nosferatu
19. Eddington
20. Keeper

Gab echt auffällig gute Genrefilme. Lurker ist mein "Geheimtipp", der hat ne wahnsinnige Atmosphäre. Und warum Highest 2 Lowest so zerrissen wurde weiß ich echt nicht, ich fand den großartig. Hatte einen tollen Flow und hätte so auch in den späten 80ern oder frühen 90ern gedreht worden sein. Weapons ist einfach unfassbar kompetent gedreht. Von Sentimental Value war ich im Kino enttäuscht, immerhin ist "Der schlimmste Mensch der Welt" einer meiner Lieblingsfilme der letzten Jahre. Aber umso länger der Kinobesuch zurück liegt umso besser finde ich den, istn richtiger Grower. Die My Love und auch Friendship haben mich beide sehr verwirrt, was aber ja nichts schlechtes sein muss. Und Ari Aster, warum drehst du mit Beau is Afraid einen Film bei dem der Anfang der helle Wahnsinn ist, dann aber nicht mehr überzeugt und mit Eddington einen Film, dessen groteske Satire erst am Ende richtig gut wird, vorher dafür viel zu ernst ist?
 
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Primetime

Well-Known Member
Ohne bestimmte Reihenfolge (allenfalls grob nach Release-Datum):

28 Years Later - Greift bisweilen die Melancholie des ersten Teils auf, die Struktur ist interessant, genauso wie die Thematiken, die eingestreut werden. Zudem bin ich großer Fan des Endes: Die Kinder von 2002, die in einer heilen Welt ausgewachsen sind, laufen nun verkleidet als Jimmy Savile herum, in dem Unwissen (2002 wusste man dies noch nicht), dass dieser der vermutlich größte pädophile Straftäter der britischen Geschichte war. Wenn man mal über den schrägen Aufritt hinwegsieht, ist das unfassbar düster und traurig. .

A Real Pain - Aus der letzten Award-Saison hinübergeschwappt, erinnert A Real Pain an eine etwas weniger überhöhte, dramatischere Version eines Woody-Allen-Films. Kieran Culkin mag nur sich selbst spielen können, aber das kann er nun mal verdammt gut.

The Brutalist - Nicht das große Meisterwerk, zu dem es hier und da ernannt wurde, jedoch kann man Regisseur Brady Corbet, der früher noch als Jung-Schauspieler an der Seite von Jospeh Gordon-Levitt in Mysterious Skin zu sehen gewesen war, für diese teil atemberaubenden Bilder, die sich an neuer Sprache versuchen, nur massiven Respekt zollen. Und wenn dreieinhalb Stunden erstaunlich schnell vergehen, muss man auch etwas richtig gemacht haben.

Warfare - 95 Minuten gnadenloser Kriegs-Horror. Die gut aussehenden Schauspieler (u.a. Charles Melton, Will Poulter und Joseph Quinn) verschwinden im Dreck, unkenntlich, als Individuum nicht mehr zu erkennen. Das ist kein Bundeswehr-Sommercamp sponsered by Bravo.

Sinners - Die ersten zwei Drittel von Ryan Cooglers neuestem Streich sind somit die spannendsten des gesamten Kinojahres, farblich wunderschön auf 70mm festgehalten. Das Horror-Finale kann da leider nicht mehr ganz mithalten.

Weapons - Struktureller Schwächen zum Trotz ein Heidenspaß, spektakulär gefilmt und mit einer der besten Gegenspielerinnen der jüngeren Vergangenheit. Eine deutliche Steigerung zu Creggers Vorgängerfilm Barbarian, der nur 40 Minuten grandios war.

Bring Her Back - Der Film mit den für mich verstörendsten Szenen 2025. Und Sally Hawkins macht der Dame aus Weapons Konkurrenz. Was für eine ekelhafte Bestie.

Novocaine - Einer dieser Gaudi-Filme mit einfachem Plot, der das einhielt, was ein Caught Stealing versprach. Und Jack Quaid ist super.

F1 - Unterhaltsames 90er-Blockbuster-Kino, das so eigentlich nicht mehr gemacht wird. Handwerklich stark und auf ein breites Publikum zugeschnitten, ohne sich dabei irgendwem anbiedern zu wollen.

The Ballad of Wallis Island - Auch hier sollte man keine Story-Kunst erwarten, die Komödie um einen Solo-Musiker, der von einem Lotto-Gewinner (der sein größter Fan ist) zu einem Privat-Gig auf eine Insel geholt wird und dort auf seine Ex-Bandpartnerin und Freundin (gespielt von Carey Mulligan) trifft, ist irre witzig und ziemlich schön.

The Smashing Machine - Leider stark gefloppt an den Kassen, ist dieses intime Sportlerdrama jedoch ein unverblümter Blick in eine Welt, wo der Selbstbetrug zur Lebensphilosophie wird. Hoffentlich hört The Rock nicht auf mit dem Schauspielen, denn er kann es tatsächlich.

Springsteen: Deliver Me From Nowhere - Da ich kein Star-Biopic-Fan bin, war ich überrascht. Scott Coopers unglaublich schöne Bilder sind verpackt in einer konzentrierten Story. Die Arbeit an Springsteens Album Nebraska ist die Allegorie des Films. Komplett zu Hause bei ihm auf Kassette aufgenommen, ist es nun die Aufgabe, das kratzige, verzogene Material hörbar zu machen. Es ist also so, als wenn das Vergangene versucht in die Gegenwart zu holen. Genauso wie die Songs eine Reise in Springsteens Vergangenheit und eine Aufarbeitung derer darstellen. Das ist wunderbares Geschichtenerzählen.

Roofman - Derek Cianfrances (Blue Valentine, The Place Beyond The Pines) Rückkehr ist geglückt. Der tiefe Blick in amerikanische Welten abseits der abgeschmackten L.A.- und NYC-Impression ist amüsant wie berührend, spektakulär arrangiert und herausragend gespielt.

Auch nennenswert:

A House of Dynamite - Wenn Krieg aus dem Raum des Abstrakten geholt und in den Konferenzräumen der Macht ankommt, wird es interessant. Vielleicht ein zweiter Blick wert.

Sentimental Value - Ergeht sich weniger in Erklärerritis als Joachims Triers Vorgänger Der Schlimmste Mensch der Welt. Das kann man dem Film zugute halten, neben der tollen Kameraarbeit und dem starken Cast. Renate Reinsve ist eine dieser Menschen, der nur gucken muss, und schon ist der Zuschauer gefesselt. Hoffentlich wird sie aber nicht immer nur die traurige Millenial-Frau bleiben.

Edit: F1 hinzugefügt.
 
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Primetime

Well-Known Member
@Primetime

Dir scheint da ein Fehler unterlaufen zu sein denn du erwähnst One Battle After Another nirgendwo.

Den fand ich im Nachgang immer weniger gut. So richtig interessant ist die politische Ebene des Films eigentlich gar nicht und nur große Bilder reichen nicht. Ich würde mir eher nochmal Licorice Pizza ansehen, der ist viel galanter und besser geschrieben.
 

Puni

Well-Known Member
Ich finde der Film kommt auch besser, wenn man das politische für sich selber son bisschen ausklammern kann. Dann ist es einfach ein sehr gelungenes und witziges Action-Abenteuer.
 
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