Marvel's suche nach dem Wohin

Cimmerier

Administrator
Teammitglied
Weil ich als jemand, der zwischen zwei Kulturen aufgewachsen bin, nicht in der Form repräsentiert fühle. Da gibt es Parallelen zu anderen Figuren, die ebenfalls zwischen den Stühlen sitzen, aber halt nicht so, wie ich es in meinem Leben kennengelernt habe. Als Mann, als Westler, bin ich natürlich repräsentiert, aber das ist auf so einer übergeordneten Ebene, dass ich da wenig Identifikationspotential hatte/habe.
 

Envincar

der mecKercheF
hab erst gelesen als Wrestler.
Du wirst in einem Projekt nie jeden repräsentieren können und vermutlich gibt es Projekte in denen es Figuren gibt die deiner Kultur entsprechen, die du aber vlt. einfach nicht kennst? Es würde eben auch keinen Sinn ergeben deine Figur in ein Projekt zu zwängen, wo es einfach nicht passt aber genau das passiert. Ich mein die am meisten unterrepräsentierte Gruppe im Film Business sind Menschen mit Behinderung ... die haben aber keine Lobby oder Bewegung hinter sich.

Ich bin ganz ehrlich ich habe mich noch nie damit befasst ob ich repräsentiert werde. Ich achte da 0,0 auf Hautfarbe oder sonstiges. Vielleicht passiert da vieles unterbewusst oder ich kenne dieses Gefühl nicht weil man da als weißer Mann stets gut präsentiert wurde. Ich saß aber noch nie in einem Marvel- oder sonstigen Film und dachte "yeah der weiße Mann ist voll der Macher und damit identifiziere ich mich". Ich gucke mir auch kein Equalizer 3 an und denke "man wäre das schön wenn es nicht Denzel Washington wäre sondern Arnold Schwarzenegger, weil ich bin weiß". Worauf ich achte sind gut geschriebene Figuren, sinnvolle Einbringung in die Story und historischen Background. Genau da verkackt vor allem Disney aber immer häufiger wobei historischer Background bei Marvel Filmen jetzt eher weniger ins Gewicht fällt.
 

Cimmerier

Administrator
Teammitglied
hab erst gelesen als Wrestler.
Du wirst in einem Projekt nie jeden repräsentieren können und vermutlich gibt es Projekte in denen es Figuren gibt die deiner Kultur entsprechen, die du aber vlt. einfach nicht kennst? Es würde eben auch keinen Sinn ergeben deine Figur in ein Projekt zu zwängen, wo es einfach nicht passt aber genau das passiert. Ich mein die am meisten unterrepräsentierte Gruppe im Film Business sind Menschen mit Behinderung ... die haben aber keine Lobby oder Bewegung hinter sich.
[...]

Es gibt da schon noch genügend andere Überschneidungspunkte, aber das geht jetzt zu weit. Ich erwarte auch gar keine 100%ige Repräsentation. Nicht mal ansatzweise, aber ich sehe halt beispielsweise keine Repräsentation in der deutschen Medienlandschaft und das finde ich halt schon bedauerlich. Ansonsten bin ich ja bei dir, dass es besser passieren sollte, ist ja auch punktuell der Fall. Aber wie bei der Frauenquote, bin ich der Meinung, dass es ein stückweit auch forciert werden muss, weil ansonsten gar nichts passiert. Jetzt muss man versuchen ein gesunderes Level zu finden. Ist ja nicht so, als wenn ich gar nichts zu kritisieren hätte und alles toll finden würde.
 

Envincar

der mecKercheF
Wäre es denn problematisch wenn jemand aus diesem Kulturkreis von jemanden gespielt werden würde der nicht daher kommt? Quasi wenn die Figur das repräsentiert aber nicht der Darsteller? Man muss ja auch erstmal n passenden Darsteller haben. Ansonsten bekommt man ja wieder n Shitstorm bezüglich kultureller Aneignung.
 

Deathrider

The Dude
Das ist auch erstmal nicht verwerflich aber wie es derzeit umgesetzt wird ist problematisch da ich finde, dass es seit BLM und Co. sehr viele schwarze Personen gibt, die den weißen Mann (teilweise auch Frau) als Feindbild sehen. Und klar nun kann man sagen, dass es ja früher anders herum war und ja das mag stimmen, ist aber meiner Meinung nach keine Rechtfertigung um jetzt den Spieß umzudrehen.
Wieso früher? Ist doch heute noch immer so. Das macht nichts davon besser, ist aber m.E. durchaus wichtig für den Kontext.
Man kann nicht so tun, als gäbe es kaum noch weißen Rassismus.
 

Deathrider

The Dude
Man kann aber auch nicht so tun als ob 99,99% des Rassismusses von Weißen kommt. *Fass aufmach*
Je nach Definition...
Es gibt z.B. die Definition, dass in der Vergangenheit betreffender Ethnien oder Kulturen ein Machtgefälle (etwa kolonialherrschaftliche Verhältnisse und/oder Unterdrückung) bestanden haben muss, damit eine Herabwürdigung auf Grund der Hautfarbe als Rassismus gilt, oder dass eine Anschuldigung kultureller Aneignung gemacht werden kann.

Ich teile diese Definition nicht, aber sie erklärt vielleicht, wo gewisse Haltungen herkommen.
 

Raphiw

Guybrush Feelgood
Man muss ohnehin hier nochmal zwischen USA und Europa unterscheiden.

Nach meinem persönlichen Empfinden ist Rassismus das Denken in verschiedenen Rassen und die Typisierung des Menschen aufgrund seines äußeren Erscheinungsbildes. Neben dieser bewussten oder unbewussten Eingliederung kommt auch das zuschreiben bestimmter Eigenschaften hinzu die dazu dienen Menschen empor zu heben oder herabzusetzen.

Oft wird Rassismus mit kulturellem Backround zusammengeworfen oder nicht richtig auseinandergehalten. Aber das ist so ein riesen Thema, das man das wohl kaum in einem Marvel thread besprechen kann.
 

McKenzie

Unchained
Als Mann, als Westler, bin ich natürlich repräsentiert, aber das ist auf so einer übergeordneten Ebene, dass ich da wenig Identifikationspotential hatte/habe.
Ich habe auch "Wrestler" gelesen und hatte gleich ein paar Fragen.

Ich saß aber noch nie in einem Marvel- oder sonstigen Film und dachte "yeah der weiße Mann ist voll der Macher und damit identifiziere ich mich". Ich gucke mir auch kein Equalizer 3 an und denke "man wäre das schön wenn es nicht Denzel Washington wäre sondern Arnold Schwarzenegger, weil ich bin weiß".
Ja, kommt bei mir auch eher nie vor.
 

Zoom

Well-Known Member
Um mal wieder zum Thema zu kommen:
Habe eben gelesen, dass ein 5. Thor kommt und der soll "düster" werden.

Was auch immer das heißen mag, aber würde ich begrüßen.
So sehr mit Ragnarok Spaß gemacht hat, so sehr kotzt es mich immer noch an, was sie aus diesem Thema gemacht haben. Das war episches Material und naja...
 

Cimmerier

Administrator
Teammitglied
Mir war Raganrök schon zu klamaukig (damit stehe ich gefühlt recht alleine da) und Teil 4 war eh ein tonales Wirrwarr mit viel (für mich) peinlichen Witzen. Gerne düsterer. Aber wer weiß denn schon, was damit gemeint ist. Am Ende wird man trotzdem auf eine niedrige Freigabe abzielen.
 

Puni

Well-Known Member
Teil 3 ist einer meiner liebsten Marvelfilme, einfach weil er sich so comicartig anfühlt und aussieht. :biggrin: Dass viele Leute mit der Entwicklung, die Thor da genommen hat, nichts mehr anfangen konnten oder sich ein anderen Planet Hulk gewünscht haben kann ich aber auch nachvollziehen.
 

Zoom

Well-Known Member
Mir war Raganrök schon zu klamaukig (damit stehe ich gefühlt recht alleine da)
Stehst du nicht.

Ich bin da sehr hin und her gerissen. Grundsätzlich, für einen Thorfilm und diesem Thema, fand ich ihn schrecklich. Viel zu viel Einheitshumor und Gags.
Aber irgendwie kann ich dem Film als eigenständiges Ding doch was abgewinnen.

Thor ist eigentlich eine der tragischsten Figuren mittlerweile im MCU. Und er verkommt wirklich zum Blödel. Das ist schon verdammt schade.
 
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