Nicht ganz neu

vampireMiyu

Well-Known Member
Jo. Bin schon ne Weile angemeldet, aber nicht ewig. Und irgendwie sehe ich erst jetzt, dass es etwas gibt, in dem ich mich selbst vorstellen, präsentieren und selbst beweihräuchern darf!
Gibt Situationen in denen ich mich cool und schlagfertig nennen würden, mir Intelligenz zuspreche und mir um die Menschen um mich herum Mühe gebe. Meistens bin ich aber verpeilt, faul, motivationslos und versuche irgendwie die Bälle namens Leben zu jonglieren ohne sie fallen zu lassen. Leider bin ich seit meiner Kindheit nicht besonders gut im fangen :biggrin:
Ich selbst identifiziere mich als Frau, wurde auch so geboren, und versuche mich in meinem Berufsfeld (IT) auch ein wenig für die Themen Gleichberechtigung einzusetzen, da es da manchmal doch schon arm aussieht. Ich tröste mich meist damit, dass zum Glück nicht jede dieselben Erfahrungen machen muss.
Zu meinen Hobbys zählen definitiv Bücher und nach einer ewiglangen Schreibpause (zumindest rede ich es mir mit dem Wort schön, weil eigentlich war es eine definitive Blockade) von etwa 8 Jahren, schreibe ich seit zwei Jahren wieder aktiv selbst an einem längeren Roman, der für mich zu breit ist um einen Genre zuzuordnen. Mein Partner würde behaupten Young Adult - ich weiß nicht ganz, was das bedeutet.
Außerhalb dessen bin ich sehr interessiert an fast allem, was mit Japan oder Südkorea zu tun hat - Manga, Anime, Manhwa, Filme, Videospiele, während ich mit denselben Medien aus dem Westen meist weniger anfangen kann (was nicht nichts bedeutet).
Die Ästhetik und das Storytelling / Pacing spricht mit aus dem fernöstlichen Raum irgendwie mehr an.

Hier im Forum bin ich gelandet, weil ich die schlechtere Hälfte vom @Rantman bin und er mal wieder Lust hatte ein Mörderspiel zu spielen. Und ich würde ihm nie etwas abschlagen (außerdem mag ich solche Dinge auch selber). Hauptsächlich mache ich diesen Thread nur, um damit anzugeben, dass der @Rantman bald mein Mann (🐰) ist und ich ihn abgöttisch liebe. Ich sag das einfach so gerne, dass ich das meinen Freunden nicht noch mehr zumuten kann. Die wissen das ja bereits :shrug: (wahrscheinlich erzähle ich es ihnen trotzdem weiterhin).
Zur Zeit gucken wir beide nicht besonders viele Filme und Serien, da unser Leben momentan viel zu stressig ist und wenn wir mal Zeit haben, eher dazu neigen Videospiele zu spielen... Aber letztes Jahr sah anders aus! Und vielleicht das nächste Jahr wieder. Deswegen bin ich eher stille Mitleserin, weil ich nicht zu allem etwas sagen kann. Und manchmal denke ich auch viel zu abgedreht, dass ich auch den Gedankenschiss niemanden zutrauen möchte :wacko: Ohne Witz. Selbst ich bin manchmal über meine Gedankengänge verwirrt und entsetzt.

Ach ja. Und ich bin anhänglich (das kann der @Rantman bestätigen 👩‍❤️‍💋‍👨). Also wenn ihr cool seid, könnte ich ne Weile bleiben.

Wenn ihr Fragen zu meiner Person habt, immer raus damit!
 
Zuletzt bearbeitet:

Manny

Professioneller Zeitungsbügler
Dann (nochmal?) Willkommen.
Ich selbst identifiziere mich als Frau, wurde auch so geboren
Ungewöhnlich, dass extra zu erwähnen.
Die Ästhetik und das Storytelling / Pacing spricht mit aus dem fernöstlichen Raum irgendwie mehr an.
Dann dürften Animes, in denen gekämpft wird ja eher eine Ausnahme darstellen, die dir nicht so gefällt. Ich mein, weil man da teilweise gefühlt ewig auf den Fortgang eines Kampfes warten muss während die Beteiligten/ Umstehende lange Reden schwingen/ Rückblicke gezeigt werden.
 

vampireMiyu

Well-Known Member
Dann (nochmal?) Willkommen.
Danke dir :biggrin:

Ungewöhnlich, dass extra zu erwähnen.
Wie erwähnt beschäftige ich mich viel mit dem Thema Gleichberechtigung und Diversity. Und ich habe gelernt, dass es Trans- und nonbinären Menschen hilft, wenn auch Cis-Menschen ihr Pronomen bzw ihre geschlechtliche Identifikation erwähnen, weil es diese Handlung dann normalisiert. Man kommt da auch weniger in die Verlegenheit das "falsche" Pronomen zu verwenden, auf Grund des Aussehens, weil man kurz am Anfang darüber redet.
Da es mir nicht wehtut, es anderen aber helfen kann, habe ich es mir einfach angewöhnt :smile:

Dann dürften Animes, in denen gekämpft wird ja eher eine Ausnahme darstellen, die dir nicht so gefällt. Ich mein, weil man da teilweise gefühlt ewig auf den Fortgang eines Kampfes warten muss während die Beteiligten/ Umstehende lange Reden schwingen/ Rückblicke gezeigt werden.
Kommt drauf an. Boku no Hero Academia ist z.B. ein Anime indem gekämpft wird, finde dort aber das Pacing bisher extrem gut. Die Kämpfe sind spannend, werden aber nicht ewig gezogen, wie man das z.B. aus den alten Dragon Ball kennt. Insgesamt konsumiere ich aber lieber Manga bei Kampf lastigen Geschichten, da ich in den Kämpfen das Pacing besser selbst bestimmen kann :smile: (auch hier in Boku no Hero Academia eine Ausnahme, wo ich den Manga zwar gerne mag, den Anime aber nochmal deutlich stärker finde, da die Animationen extrem gut sind und die Musik einen emotional nochmal stärker mitreißt).
 

Raphiw

Guybrush Feelgood
Lol, eigentlich hat das Forum nur einen User und besteht nur aus Fakeprofilen oder einer multiplen Persönlichkeit. Ich bin dafür, dass das unser Twist am Ende ist. :shrug:
 

vampireMiyu

Well-Known Member
@vampireMiyu Wie hast du es aus deiner Schreibblockade geschafft? Was schreibst du für Geschichten?
Ich führe das mal bisschen mehr aus, da es doch viele Faktoren waren:
Wegen starker Depressionen habe ich in knapp 8 Jahren vielleicht drei Kurzgeschichten geschafft. Teilweise wurden Depressionen auch schlimmer, WEIL ich nicht schreiben konnte und ich konnte nicht schreiben, weil ich so depressiv war.
Im Prinzip hat es mir geholfen, dass ich mich dazu gezwungen habe, es wieder zu tun - was mir wieder n Stück aus der Depression geholfen hat, was dazu führte, dass es wieder einfacher war, zu schreiben.

Früher wollte ich immer große Projekte machen und dann auch ganz viel auf einmal. Entweder habe ich ein Kapitel am Stück geschrieben oder gar nicht. Das hat dazu geführt, dass ich halt auch viel Zeit in Anspruch nehmen musste, wenn ich in eine Schreibsession gegangen bin. Ach ja - im besten Fall wurde das Kapitel noch im selben Atemzug überarbeitet, sodass ich es als temporär fertig betrachten konnte. Ich habe mir auch selbst immer diesen Druck gemacht, dass es gut sein muss, besser als das davor und ich mich damals auch sehr abhängig von der Rückmeldung von dritten gemacht habe. Hatte ganz früher ein Forum, indem ich meine Geschichten regelmäßig veröffentlicht habe, und als ich... mit dem Forum nichts mehr zu tun hatte bzw es dann später auch geschlossen wurde, fiel es mir unheimlich schwer ohne diese Rückmeldung überhaupt zu schreiben. Eine Stimme in meinem Kopf hat mir gesagt, dass sich eh niemand mehr für meine Geschichten interessiert. Und ich hatte sie im Kopf - für MICH - musste ich sie nicht aufschreiben. Mein damaliger Partner war auch keine Hilfe, da er sich wirklich nicht für meine Geschichten interessiert hat. Er hat mir eingeredet, dass meine Geschichten zu emotional sind und das niemand lesen möchte. Im Prinzip habe ich erst spät begriffen (und von ihm bestätigt bekommen), dass er neidisch war, dass ich überhaupt etwas geschrieben habe und er halt nicht.

2018 habe ich dann wieder angefangen zu schreiben. Hauptsächlich weil ich Rantman bei seinem Buch unterstützen wollte und es mir wieder selber Lust gemacht hat, kreativ zu sein. Er hat viel Interesse gezeigt, sodass ich entschieden habe: Ich schreibe für ihn. Vielleicht erstmal nur, vielleicht lesen es auch iwann mehr Menschen, aber erstmal schreibe ich für ihn (für mich alleine kann ich noch immer nicht). Dann habe ich mir überlegt, worauf ich denn Lust hätte und in welchem Format. Da ich täglich 8h+ am Computer/Laptop arbeite, ist mir aufgefallen, dass ich gar nicht mehr so gerne Zeit an meinem Laptop verbringe, weswegen für mich relativ schnell klar war, dass ich handschriftlich arbeiten wollte. Und für mich kann ich sagen, dass der Medienbruch richtig gut tut. Wenn ich über meinem Buch liege und schreibe, gibt es keine anderen Tabs, die mich ablenken, aber ich merke auch, dass ich schneller in den Flow komme, weil es sich bisschen wie ein Ritual anfühlt. Ich hab von Rantman einen richtig schönen Füller geschenkt bekommen (ich sammle Füller), und den benutze ich ausschließlich, um diese Geschichte zu schreiben. Mein kleines Notizbuch ist irgendwas zwischen A4 und A5 und im ersten Jahr hatte ich mir dann vorgenommen, dass ich kontinuierlich schreiben möchte - regelmäßig. Also jede Woche eine Seite. Scheiß egal ob es gut ist, scheiß egal, hauptsache die Seite ist am Ende voll. Und wenn es nur Notizen sind, weil mir in dem Augenblick die Worte fehlen, um es auszuformulieren. Es ist ein erster Draft, es darf roh sein, es darf nicht gut klingen, es MUSS aber geschrieben werden, weil nur was steht, kann auch überarbeitet werden.
Für MICH hat das richtig gut geklappt. Rantman motiviert mich immer weiter zu schreiben, alleine weil ich sein Lächeln liebe, wenn ich ihm sage, dass es eine neue Seite gibt (er wartet dann auch nicht, bis das Kapitel fertig ist, sondern liest die Seite direkt, was mich wieder motiviert), der Medienwechsel bzw die Rituale helfen mir bzw meinem Gehirn ungemein zwischen den verschiedenen Leistungsmodi zu wechseln - wann bin ich im Arbeitsmodus, im Kreativmodus oder Freizeitmodus, und besonders sich den Druck rauszunehmen direkt ein Meisterwerk zu erschaffen.
2019 habe ich mich dann gesteigert 1 1/2 Seiten pro Woche!
Und seit diesem Jahr habe ich mir vorgenommen 1 Seite pro Woche an dem Roman zu schreiben und 1 Seite pro Woche frei wählen zu können - am Roman weiter schreiben, oder ne Kurzgeschichte, oder n anderes Projekt, oder... da mir aufgefallen ist, dass ich doch gerne wieder Abwechslung hätte :smile:


Kurzfassung:
schreib einfach, egal ob gut, schlecht oder nur Stichpunkte, nur was steht, kann überarbeitet werden
versuch für dich Rituale zu finden, die dich in den kreativen Flow bringen
lass dich gerne von anderen motivieren. würde gerne lesen, was Du so schreibst :smile:



(und auf das allgemeine, was ich so schreibe zurück zu kehren: halt den einen roman, der fantasy, horror, abenteuer, romance, sci fi elemente hat und viele kurzgeschichten. im prinzip auch da querbeet, meine geschichten sind aber häufig charaktergetrieben.)
 

Woodstock

Z-King Zombies
Es freut mich, dass es dir besser geht und das wir mal eine lockerere Seite von Rantman kennenlernen :squint: Finde ich alles sehr gut! Bleib auf jeden Fall am Schreiben und lass dir von niemandem was anderes einreden!

Das klingt ein bisschen nach mir. Mir hat das Schreiben aus der Depression geholfen, bis ich wieder funktioniert habe. Habe Kurzgeschichten in Massen rausgehauen und ein 350 Seiten Büchlein, welches mehr schlecht als recht war aber der Geist war aus der Flasche und ich wollte mehr. Seitdem habe ich Bachelor und Master hinter mich gebracht. Genug Texte für Studium und Beruf fabriziert, um mehr als nur ein Buch füllen zu können und habe eine dreistellige Anzahl an Ideen für Bücher, Filme, Kurzgeschichten, Rollenspiele, Spiele und was weiß ich alles angesammelt. Ich weiß die ganzen Tricks, kenne mich mittlerweile in der Szene aus, habe Bekannte die schreiben, habe einen Autorenclub mitgegründet, hatte ein kleines Netzwerk, habe zahllose Kurse besucht aber ich kriege mich nicht mehr zum schreiben. Ich kriege immer mehr Ideen, jeden Tag und sie verhöhnen mich langsam, da ich es nicht schaffe alles zu Papier bringen zu können. Berufliche Texte, wissenschaftliche Texte, alles kein Problem. Da fließt es, aber kreatives? Ne. Stillstand.
 

Tyler Durden

Weltraumaffe
Teammitglied
Willkommen im Forum, vampireMiyu. Ich kenne dich bisher nur durch den letzten Schreibwettbewerb, wo du einigeis an Schreibtalent gezeigt hast :thumbup:
Zum Thema Schreibblockaden: Meine Blockaden sehen meistens so aus, dass ich wochenlang nichts schreiben kann, dann schaffe ich ein paar Seiten, dann wieder wochenlange Flaute ... Wenn ich dann irgendwann wieder einen guten Fluss habe, fühle ich mich viel entspannter und erleichtert, als hätte ich endlich eine Verstopfung überwunden :biggrin:
Wobei ich momentan so viel schreibe wie schon seit Jahren nicht mehr - etwa 40 Normseiten in den letzten 3 Wochen ist für meine Verhältnisse sehr viel.
 

Paddywise

The last man
Wilkommen. Google damal die Zeichnerin Emile Ferris. Die ist Autorin und Zeichnerin der Graphic Novel von "Am liebsten mag ich Monster". Die Frau hat sich nachdem sie eine halbseitige Lähmung hatte, einen Feder an den Finger geklebt und immer wieder gezeichnet. Sie hat sich so nach und nach wieder das Gefühl in ihre Taube hälfte holen können und dann so einen verspäten Durchbruch verschaffen können...

So ne kleine Story die Mut macht. Die Hintergrundgeschichte dazu ist fast beeindruckender als der Comic, deswegen wird es zu der Entstehung auch einen Comic geben.
 
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