Nolan lässt die Bombe platzen, aber ohne Warner

TheRealNeo

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Schon seit ein paar Tagen wird darüber berichtet, dass sich Christopher Nolan in seinem nächsten Film mit J. Robert Oppenheimer und seiner Rolle bei der Entwicklung der der Atombombe beschäftigen wird. Und zudem, dass mehrere Studios in Verhandlung für die Produktion stehen, denn Warner, die seit INSOMNIA teilweise (INTERSTELLAR war ein Projekt mit Paramount Pictures, aber Nolan sorgte dafür, dass Warner Bros. den internationalen Verleih übernahm) seine Filme vertrieben haben, ist nicht mehr seine erste Wahl.

Nolan hat das Drehbuch selbst geschrieben und wird Regie führen, und Universal wird nun den Film vertreiben und hat grünes Licht mit Blick für einen Produktionsstart im ersten Quartal 2022 gegeben.

Grund für den Studiowechsel dürfte die Entscheidung von WarnerBros. gewesen sein, seine 2021-Filme zeitgleich in den Kinos und auf seinem Streaming-Dienst HBO Max zu veröffentlichen. Nolan äußerte darüber schnell seinen Unmut.

Neben Universal waren wohl noch MGM (sind die nicht quasi schon an Amazon verkauft?) und Sony Pictures die letzten Anwärter auf die Finanzierung und den Vertrieb, aber nicht Warner Bros. Offensichtlich war Nolan immer noch sauer über die Entscheidung des Studios, obwohl Warner Bros. bereits klargestellt hat, dass Filme im Jahr 2022 mindestens 45 Tage in den Kinos sein werden, bevor sie HBO Max erreichen. Und auch trotz der Tatsache, dass Warner Bros. für Nolans Film TENET 2020 auch mitten in der Pandemie mit dem exklusiven Kinostart ein Risiko für Nolan einging.

 
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Metroplex

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Das Thema ist natürlich sehr interessant, aber von Nolan würd ich mir eigentlich lieber irgend etwas anderes wünschen...
 

TheRealNeo

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Und zwar?

Klar erscheint eine Biographie auf den ersten Blick nicht reizvoll bzw. untypisch für ihn, aber womöglich hat er schon einen Zugang gefunden, der es für ihn reizvoll macht.
Wie bei DUNKIRK, wo er mit seinem allzeit beliebten Thema der Zeit, das eigentlich klare Genre ästhetisch variierte.
 

Gray_Fox

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Er "wirft" fast 20 Jahre Zusammenarbeit mit dem Studio weg, dem er alles zu verdanken hat und welches viele Experimente mitging, weil Tenet nicht Zeitraum X exklusiv im Kino lief.
Bisschen übertrieben, aber natürlich sein gutes Recht.

Es wurde mit der Kinoauswertung ein großes Risiko eingegangen und so wird es gedankt.
Am Ende soll mir nur der Film gefallen, aber ich finde es ein wenig übertrieben.
 

McKenzie

Unchained
Er "wirft" fast 20 Jahre Zusammenarbeit mit dem Studio weg, dem er alles zu verdanken hat und welches viele Experimente mitging, weil Tenet nicht Zeitraum X exklusiv im Kino lief.
Bisschen übertrieben, aber natürlich sein gutes Recht.
Klingt erstmal wirklich so, allerdings haben wir ja keine Ahnung was hinter den Kulissen gesagt und abgemacht wurde, von daher kann man da nur spekulieren.
 

TheRealNeo

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Am Ende war oder ist es nur ein Machtspiel. Wer braucht wen mehr. Oder Christopher Nolan wollte gewisse Kinogarantien im Vertrag haben, die Warner Bros. derzeit nicht (mehr) geben kann/will.
Und Universal hat bisher, trotz Peacock, seinen Streamingdienst nicht für Kinofilmauswertung verwendet. Was sich natürlich aber auch schnell ändern kann.

Aber unabhängig von diesen bürokratischen Änderungen, bin ich gespannt auf dieses neues Projekt. Denn ich denke die Narrenfreiheit, die Nolan künstlerisch bei Warner hatte, wird er auch erstmal bei Universal genießen können.

Und dann Mal schauen, ob Hans Zimmer/Ludwig Göransson ein Braaam ziehen können, bis die komplette Weltkugel des Universal-Logos überflogen wurde.
 

Jay

hauptsache bereits gesehen
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Hätte Tenet die Milliarde geknackt, wär das sicher anders gelaufen. Andererseits war Tenet aber halt auch nicht so supi wie er es hätte sein müssen. Nolan hat hier einen Matrix erwartet.... war er aber net, und das ist nicht Warners Schuld.
 

Raphiw

Guybrush Feelgood
Ich *inDeckunggeh* finde Nolan tatsächlich auch etwas überbewertet. Es sind Meisterwerke dabei, aber auch für durchschnittliches Kino. Die Bilder sind immer grandios und der Cast passt auch, doch manchmal harpert es für mich am Drehbuch oder der Dramaturgie. Grandios finde ich bisher nur TDK und Interstellar. Ich mag zwar auch Prestige, Begins und TDKR, aber diese haben für mich auch teilweise echte Längen. Inception finde ich etwas affig, weil sie zu viele Ebenen tief hinein gehen. Dunkirk ist eben nix für mich... bin kein Kriegsfilm Fan. Von Tenet blieb bei mir relativ wenig hängen und das spricht nicht gerade für den Film.
 

Butch

Well-Known Member
Ich *inDeckunggeh* finde Nolan tatsächlich auch etwas überbewertet. Es sind Meisterwerke dabei, aber auch für durchschnittliches Kino. Die Bilder sind immer grandios und der Cast passt auch, doch manchmal harpert es für mich am Drehbuch oder der Dramaturgie. Grandios finde ich bisher nur TDK und Interstellar. Ich mag zwar auch Prestige, Begins und TDKR, aber diese haben für mich auch teilweise echte Längen. Inception finde ich etwas affig, weil sie zu viele Ebenen tief hinein gehen. Dunkirk ist eben nix für mich... bin kein Kriegsfilm Fan. Von Tenet blieb bei mir relativ wenig hängen und das spricht nicht gerade für den Film.

Seh ich alles genau so nur das ich Interstellar wohl noch am schlimmsten finde und Tenent habe ich noch nicht gesehen aber bin relativ sicher das der mich auch nicht umhauen wird...
Nolan ist mittlerweile von meiner Liste der Must See Regisseure gestrichen, wird immer im Auge behalten was der so macht aber sofort ins Kino renne ich für einen neuen Nolan sicher nicht....
 

Puni

Well-Known Member
Finde ich schon etwas harsch. Ich mochte Dunkirk und Interstellar sehr, nur nach Tenet hab ich mir vorgenommen, nie wieder auf Space Cookies in einen Nolan zu gehen. :shrug:
 

McKenzie

Unchained
Ich bin weiterhin an jedem neuen Nolan interessiert. Auch seine schwächeren Filme heben sich vom Einheitsbrei ab und fühlen sich wertiger an. Prestige und Interstellar sind wohl meine liebsten, am ehesten überbewertet (aber dennoch gut) empfinde ich wohl Dark Knight.
Soll nicht heißen, dass seine Filme perfekt sind, die haben alle (außer Prestige) das ein oder andere auch mal größere Problem. Trotzdem immer interessanter oder zumindest kino-lohnender als manch Anderes.
 

Metroplex

Well-Known Member
Und zwar?

Klar erscheint eine Biographie auf den ersten Blick nicht reizvoll bzw. untypisch für ihn, aber womöglich hat er schon einen Zugang gefunden, der es für ihn reizvoll macht.
Wie bei DUNKIRK, wo er mit seinem allzeit beliebten Thema der Zeit, das eigentlich klare Genre ästhetisch variierte.
Naja, etwas "fantastischeres"?
Die Filme von ihm welche mir am besten gefallen haben, waren 1. Interstellar 2. Inception 3. Tenet. 4. The Prestige
Dunkirk war ja ganz unterhaltsam, aber dafür braucht es keinen Nolan.
Die Batman Filme von ihm halte ich seit jeher für überbewertet.
Aber klar, ich habe den Film ja noch nicht gesehen, vielleicht kommt es ja ganz anders als ich mir das jetzt vorstelle.
 

TheRealNeo

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Bescheidenheit ist was anderes. :biggrin:

 

Mr.Anderson

Kleriker
Das macht ihn nicht sympathischer. Wirkt auf mich, als würde er sich sonst was auf seine Filme einbilden. Besonders dreist ist das drei Wochenfenster für seine Filme. Dabei ist er jetzt nicht gerade ein Regisseur, der viel Geld in die Kasse spült, mal abgesehen von seiner mittelmäßigen Batman-Trilogie, deren Erfolg er überhaupt verdankt, dass er für seine Filme danach hohe Budgets hatte. Seine alten Filme haben mir noch gefallen. Was in den letzten Jahren rauskam war für mich alles fast nicht erträglich. Tenet werde ich voraussichtlich nicht sehen.
 

Cimmerier

Well-Known Member
Allzu sympathisch ist das tatsächlich nicht. Ich mag allerdings alle seine Filme. Ob die jetzt die Speerspitze des Hollywood-Kinos sind, sei mal dahingestellt. Meinen Geschmack treffen sie fast durchgängig.
 

Jay

hauptsache bereits gesehen
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Was aber, wenn Nolan mal Franchise-Adaptionen-Reboots-Remakes-Universe-Building-Kram inszeniert?
 
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