Penny Dreadful auf Netflix ~ Sam Mendes

Noermel

Well-Known Member
Ja hier sind ja genug Lobesworte von mir über dieses ( LEEEEETZTE ) Staffel angefangen von der 1 Folge.

Aber dieser urplötzlich Schlusspunkt und das obwohl hier mal NICHT die Quoten schuld sind einfach ein Bums aus Micky Mouse zu machen :angry: das zieht dann doch schon wieder alles runter. Aber so ist es halt in der Welt. Man kann noch soviel gutes tun ein negativer Punkt und alles gute davor ist wie ausradiert.
 

Diego de la Vega

Not Yet Rated
Hab es noch nicht durch, aber Logan macht hier Schluss, wie im echten Leben: ohne Vorwarnung. :ugly:
Sorgt aber für einen bitteren Nachgeschmack.
 

Clive77

Serial Watcher
Teammitglied
Logan wusste schon Mitte der zweiten Staffel, dass die dritte die letzte werden würde - David Nevins von Showtime ebenso. Der Grund, weshalb das im Vorfeld nicht bekannt gegeben wurde, lag daran, dass man dem Zuschauer die Überraschung, die mit dem Finale einherging, nicht nehmen wollte.
Logan and Nevins decided not to release the information that it would be the final season, as Nevins stated, "given what I knew the ending of Penny Dreadful was going to be felt like a massive spoiler and it felt disrespectful to the experience that people were having with the show." Logan said regarding not releasing the information: "That's what the ending of this series is, it is meant to be a strong, bold, theatrical ending because I think that's what our fans like and to water that down with an announcement or having them know I think would be an act of bad faith."
Finde ich übrigens vollkommen in Ordnung. Man muss ein Serienende nicht immer ankündigen. Vor allem dann nicht, wenn man meint, der Effekt auf den Zuschauer wäre besser, wenn das Ende unerwartet kommt.
 

Manny

Professioneller Zeitungsbügler
Clive77 schrieb:
Man muss ein Serienende nicht immer ankündigen. Vor allem dann nicht, wenn man meint, der Effekt auf den Zuschauer wäre besser, wenn das Ende unerwartet kommt.
Dann hätten sie aber mit der Info noch etwas warten können.
 

Rantman

Formerly known as Wurzelgnom
Rantman schrieb:
bin in der mitte der Staffel und hab eigentlich das Gefühl, dass die Serie jetzt erst richtig begonnen hat. Und nun soll bald Ende sein? Schluchz.

Jetzt die Serie beendet.
Naja. Enttäuschend.

Finale:
Die Serie verlor sich 3 Jahre lang in so vielen Nebenhandlungen, dass nie wirklich ein roter Faden zu erkennen war. Nun Ist die SErie beendet und nur ein einziger Faden wurde zu Ende geführt, alle anderen sind noch offen. Nichts im FInale fühlte sich so an, als hätte man seit mehr als einem Jahr darauf hingearbeitet. Im Gegenteil, es fühlte sich so an, als hätte man das Ende der Serie erst kurz vorher beschlossen und versucht es noch irgendwie hinzukriegen. Im Grunde könnte die Serie jetzt noch problemlos weiter gehen. Dracula und Luzifer sind ja immer noch da, Dorian und Frankensteins Braut leben noch, wo bitte hat man sich hier weiter entwickelt? Die meisten Charaktere haben keinen wirklichen Entwicklungsprozess durchgemacht. Zu keiner Zeit kam Spannung auf, das Ende war kein bischen emotional mitreissend. Im Grunde bleibt nichts übrig, als die Serie in ihrer Gesamtheit als gescheitert zu beurteilen.
Tolle Ansätze Vorhanden, tonal einzigartig, Stil über Substanz.
Schade, denn so wird die Serie in Bedeutungslosigkeit versinken.
 

Revolvermann

Well-Known Member
Staffel 3 nun beendet und ein tolle, sehr atmosphärische Serie ist zuende gegangen.
Fand es auch gut, dass nun nach drei Staffeln der Vorhang fiel. Ich mag es nicht wenn Geschichten einfach nur gedehnt werden. Auch fand ich das Ende sehr gelungen. Kein einziger Charakter ist dort, wo er am Anfang der Serie war. Nicht mal, wo sie am Anfangd der Staffel waren und das meine ich nicht geographisch.
Anscheinend finden einige Zuseher hier, ein Charakter wäre zuende erzählt, wenn es ein Happy End gab oder der Charakter tot ist. Erfrischenderweise wurde hier in vielerlei Hinsicht auf das oft übliche Fernseh-Einmaleins verzichtet.
Zudem verzichtete man ebenfalls auf viele Horror-Konventionen, die das Horrorkino heute oft so langweilig machen. Nicht zu vergessen die ungewöhnlich gute Kameraarbeit, zuweilen brilliante Schauspieler und ein Production Value, welches ich mir für eine Batman-Serie wünschen würde. :ugly:
 

Clive77

Serial Watcher
Teammitglied
Revolvermann schrieb:
Staffel 3 nun beendet und ein tolle, sehr atmosphärische Serie ist zuende gegangen.
Fand es auch gut, dass nun nach drei Staffeln der Vorhang fiel. Ich mag es nicht wenn Geschichten einfach nur gedehnt werden. Auch fand ich das Ende sehr gelungen. Kein einziger Charakter ist dort, wo er am Anfang der Serie war. Nicht mal, wo sie am Anfangd der Staffel waren und das meine ich nicht geographisch.
Anscheinend finden einige Zuseher hier, ein Charakter wäre zuende erzählt, wenn es ein Happy End gab oder der Charakter tot ist. Erfrischenderweise wurde hier in vielerlei Hinsicht auf das oft übliche Fernseh-Einmaleins verzichtet.
Zudem verzichtete man ebenfalls auf viele Horror-Konventionen, die das Horrorkino heute oft so langweilig machen. Nicht zu vergessen die ungewöhnlich gute Kameraarbeit, zuweilen brilliante Schauspieler und ein Production Value, welches ich mir für eine Batman-Serie wünschen würde. :ugly:
:top:
 

El Duderino

Well-Known Member
Rantman schrieb:
Die Serie verlor sich 3 Jahre lang in so vielen Nebenhandlungen, dass nie wirklich ein roter Faden zu erkennen war. Nun Ist die SErie beendet und nur ein einziger Faden wurde zu Ende geführt, alle anderen sind noch offen. Nichts im FInale fühlte sich so an, als hätte man seit mehr als einem Jahr darauf hingearbeitet. Im Gegenteil, es fühlte sich so an, als hätte man das Ende der Serie erst kurz vorher beschlossen und versucht es noch irgendwie hinzukriegen. Im Grunde könnte die Serie jetzt noch problemlos weiter gehen. Dracula und Luzifer sind ja immer noch da, Dorian und Frankensteins Braut leben noch, wo bitte hat man sich hier weiter entwickelt? Die meisten Charaktere haben keinen wirklichen Entwicklungsprozess durchgemacht. Zu keiner Zeit kam Spannung auf, das Ende war kein bischen emotional mitreissend. Im Grunde bleibt nichts übrig, als die Serie in ihrer Gesamtheit als gescheitert zu beurteilen.
Tolle Ansätze Vorhanden, tonal einzigartig, Stil über Substanz.
Schade, denn so wird die Serie in Bedeutungslosigkeit versinken.



Nachdem ich erst vor ein paar Tagen mit der Serie durch war, hab ich hier erstmals reingeschaut und bin sehr über die div. Kommentare hier überrascht. Sind wir heutzutage schon so verwöhnt von Ankündigungen von Serien Enden und div. Spoilern dass wir schon enttäuscht sind wenn wir ein überraschendes Ende, mit dem man nicht schon Monate oder Jahre gerechnet hat, als so negativ darstellen? :blink:


Gerade @Rantman, die Figuren befinden sich ALLE an anderen Punkten als zu Beginn der Serie. Wie man das übersehen kann, ist mir ein Rätsel.

Erstmal zu Dracula/Luzifer: Ja, beide sind noch da, aber die Prophezeiung des Weltunterganges wurde durch den Tod von "Ms. Ives" eben abgewendet. So haben beide gewissermaßen ihre Existenzgrundlage verloren.

Dass die gute Vanessa auch nicht dort steht, wo sie am Beginn der Serie war, kannst du wohl auch kaum bestreiten.. :wink:

Murray: Er hat seine gesamte Familie verloren, zuerst seine leibliche, dann auch noch Vanessa. Auch er muss sich komplett neu überdenken, hat er doch auch eingesehen, leider erst nach dem Verlust aller geliebten Personen, dass er sein Leben ändern muss. Aber dafür hat er mit Ethan einen Ersatz Sohn gefunden.

Ethan Chandler: Er hat zwar noch immer mit seinem Fluch zu kämpfen, hat sich aber seines wirklichen Vaters "entledigt" und sich mit seinem Apache Vater mehr oder weniger versöhnt. Dazu hat er noch einen Ersatz Vater gefunden, mit dem er sich bestimmt besser verstehen wird, als mit dem richtigen. Dazu hat auch er seine Bestimmung erfüllt und Vanessa auf seine Art und Weise "beschützt" vor den bösen Mächten, die ja nun nicht mehr auf die zugreifen können.

Frankensteins Monster, besser bekannt als "Mr. Claire": Nachdem der Versuch massiv gefloppt ist, eine Braut für ihn zu kreieren, konnte er sich schlussendlich wieder an sein altes Leben erinnern und kurzfristig wieder wahre Liebe erfahren. Dass er sich schlussendlich dagegen entscheidet seinen Sohn wieder erwecken zu lassen, zeigt auch eine massive Persönlichkeitsentwicklung gegenüber dem Beginn der Serie. Damals ging er bekanntlich über Leichen um zumindest ein gleiches Wesen für sich zu bekommen.

Frankenstein: Auch er konnte kurzfristig das Gefühl der Liebe erfahren, auch wenn das schlussendlich ein tragisches Ende nahm. Aber auch er hat sich dann doch dafür entschieden seinen Kreationen den freien Willen zu lassen, mit dem er am Anfang der Serie auch nicht ganz klar kam. Man sah überhaupt bei jeder neuen Schöpfung seinerseits eine gewisse Entwicklung. Die erste fand er noch beängstigend und abstoßend, die zweite wollte er als Sohn aufziehen, die dritte lieben, zu seinen Gunsten.

Lilly: Sie hat eine enorme Entwicklung hingelegt. Von der todkranken Prostituierten zum naiven Geschöpf des Doktors, zur mordenden Emanze, die am Ende sogar ihre beiden Männer am Leben lässt, wenn auch aus unterschiedlichen Gründen.

Dorian: Er hat zwar die meiste Zeit der Serie in grenzenloser Dekadenz geschwelgt, schlussendlich, das konnte man schön am Schlussbild sehen und auch anhand seiner etwas traurig klingenden letzten Worten hören, sah er auch ein dass dieses Leben zwar unendlich sei, aber gerade deshalb so einsam und irgendwie unvollständig, trotz der Maßlosigkeit. Gerade nachdem er endlich glaubte eine gleichwertige Partnerin gefunden zu haben.

Das ganze wurde wunderbar stilvoll erzählt und selbst für das heutige "Golden Age of Television" hatte die Serie durch ihre viktorianische Atmosphäre und dem enormen Set Design eine besondere Stellung unter den zig Konkurrenten am Markt. Noch dazu hat John Logan den Figuren wundervolle Dialoge zurecht geschrieben, die die Schauspieler zu Höchstleistungen antrieben(Eva Green ist in der Serie der absolute Hammer; auch wenn stellenweise etwas zu dick schon aufgetragen wird :wink: ).

Für mich eine der besten Serien der letzten Jahren. Und gerade über das geplante Ende(das, zugegeben, ein wenig Tempoprobleme am Schluss hatte) freu ich mich. Das ist mir persönlich viel lieber als eine Geschichte über zig Serien endlos breit zu treten.
 

Sesqua

Lebt noch
Einfach tolle, sehr atmosphärische Serie basierend auf sogenannten Penny-Dreadful-Roman die fiktive Geschichten beinhalteten, ähnlich wie bei uns bekannten Groschen-Romane.

Die Handlung umfasst unteranderem Figuren aus dem 19. Jahrhundert der irischen/britischen Literatur:
Dorian Gray (Das Bildnis des Dorian Gray),
Mina Harker, Van Helsing, Dracula (Bram Stokers Dracula),
Victor Frankenstein, Frankensteins Monster (Mary Shelleys Roman Frankenstein) sowie in Staffel 3 dazukommenden
Henry Jekyll (Der seltsame Fall des Dr. Jekyll und Mr. Hyde).

Des weiteren folgen wir der Handlung von Vanessa Ives (Eva Green) und Ethan Chandler (Josh Hartnett) die uns als Ankerpunkt-Story, durch das fikitve viktorianische Setting führen.

3 Staffeln mit abgeschlossener Handlung.

Sehempfehlung: Bingen

Fazit: Eine "Black-Beauty" - Serie die man einfach genießen kann wenn man nach einer übernatürliche Charakter-Drama-Serie sucht.

Einzelbewertung:
S1 8/10
S2 8/10
S3 7/10

Gesamtbewertung: 8/10
 

Mr.Anderson

Kleriker
Habe es in den letzten Tagen endlich mal geschafft die Serie nachzuholen. Stecke zwar noch in der dritten Staffel, aber für die ersten zwei kann man ja schon mal eine Wertung raushauen.

Staffel 1 6/10 die war natürlich gut, aber hat mich nicht wirlich gefesselt. Die Staffel habe ich bei der Erstausstrahlung schon gesehen und wollte sie eigentlich damals weiterschauen. Jetzt weiß ich wieder warum das nicht passiert ist. Sie ist gut, wirklich gut aber hat mich nicht genug in den Bann gezogen und nach ein paar Monaten des wartens auf die zweite Staffel war das Interesse weg.

Staffel 2 8/10 So gut, dass ich es kaum erwarten konnte die dritte Staffel zu beginnen.

Die dritte Staffel hat mich gleich wieder eingefangen. Ich habe mich schon gefragt wann wir wohl den schon in der ersten Staffel erwähnten Meister endlich zu Gesicht bekommen.

Ein bisschen gruselig war die Erkenntnis dass Frankenstein vom Emo-Romulaner aus Picard gespielt wird. Das hat mich Anfangs echt genervt, da ich immer an diesen verdammten Romulaner denken musste. Wurde der schlecht gespielt oder einfach nur schlecht geschrieben? Keine Ahnung. In der dritten Staffel gesellt sich dann auch noch Shazad Latif, der Klingonen-Mensch-Hybrid-Irgendwas der jetzt Sektion 31 leitet als Dr. Jekyll dazu. Oh! Einen Ex-Bond habe ich auch noch "entdeckt" und eine Dr. Who Companion natürlich auch. Für mich ist aus meinen beliebten Franchises also eine Menge dabei. :biggrin:
 

Joel.Barish

dank AF
Teammitglied
Hatte die Staffel Anfang des Jahres entdeckt und ratzfatz durchgesuchtet. Insbesondere Staffel 2 ist sagenhaft gut, aber die Serie als Ganzes hat eine großartige Gesamtqualität. Ja, auch das Ende. Es gibt einzelne Details (Jekyll z.B. - tolle Idee, nicht besonders elegant durchgebracht), die etwas absinken, aber ansonsten hat mir das sehr, sehr gut gefallen. In dieser Serie gibt es vielleicht die konsequenteste (beste?) Version von Frankensteins Kreatur außerhalb des Romans. Eva Green ist wie immer großartig und hätte für ihre Leistung hier wesentlich mehr Aufmerksamkeit verdient gehabt. Josh Hartnett hat mich enorm positiv überrascht. Und dann natürlich Lily! Was für eine enorm spannende und wunderbar entworfene und gespielte Figur, mit großartigen Szenen und einigen der besten Dialogzeilen, die ich seit längerer Zeit im TV Bereich gehört habe.

Ein bisschen gruselig war die Erkenntnis dass Frankenstein vom Emo-Romulaner aus Picard gespielt wird. Das hat mich Anfangs echt genervt
Ging mir ähnlich, nur andersherum, da ich "Picard" nach PD angefangen hatte. War mir glaube ich ganz recht so.
 
Oben