Prey (Predator 5) ~ vom Cloverfield 2 Regisseur

Dr.PeterVenkman

Well-Known Member
Ich denke wenn Shyamalanananana den Film gedreht hätte, wäre am Ende der folgende Twist eingetreten:

Der Predator zieht die Maske ab und Winnetou, ggf. auch Winnetouch erscheint. Wenn ich genauer drüber nachdenke... total großartig.

Okay, genug wirre Gedankengänge. Ich freue mich auf den Film, werde den zeitnahe einer Begutachtung unterziehen. Den letzten Predator habe ich gekonnt gemieden.
 

Etom

Well-Known Member
Der langsame Aufbau der Charaktere hat mir gut gefallen. Die neue Predator Art ebenfalls. So ein hässliches Vieh.
Wenn da etwas mehr Budget für das CGI drinnen gewesen wäre, wäre das ein super duper Film geworden. Bin aber trotzdem zufrieden.
Mit der Hauptdarstellerin war ich nicht zu 100% zufrieden. Schwer zu formulieren warum. Nicht authentisch genug? Manchmal wirkt sie auch einen Hauch zu jung. Ist jetzt aber meckern auf hohem Niveau.

Da nun wohl alle Filme auf Disney+ verfügbar sind, gibts demnächst Upgrade als Vergleich und darauffolgend Predator 2.
 

Dr Knobel

Sie nannten ihn Aufsteiger
Jo, der war annehmbar bis gut und besser als alles nach Teil 2. Toller Score, recht blutig, durch das komplett neue Setting auch recht originell und mit einem guten Design des Predators. Also erst einmal: Alles okay bis gut.
Die komplette Begeisterung, die dem Film entgegenschlägt kann ich jedoch auch nicht teilen. Einerseits sicherlich mein subjektives Problem, weil ich es bei einem Franchise lieber sehe, wenn es nicht diese "Stand-Alone-Vertreter" gibt. Ja, Teil 2 - den ich für maßlos unterschätzt und in einigen Teilen sogar für besser als das Original einstufe - steht auch eher für sich alleine, nimmt aber die etablierten "Regeln", führt sie weiter aus und geht einfach nur von einem Dschungel in den nächsten. Mir ist der Nachteil dabei durchaus bewusst, aber es ist wie es ist: Ich mag es so halt lieber.

Andererseits nehme ich die Frau nicht als Endgegnerin ernst. Und bevor das Gezeter wieder losgeht: Nicht, weil sie eine Frau ist, sondern weil es nicht wirklich passt und die Entwicklung zur "unbesiegbaren" Kriegerin einfach zu unglaubwürdig wirkt - und das hätte ich auch bei einer männlichen Besetzung moniert. Schlimm genug, dass man das im Vorfeld noch erklären "muss".
Und technisch gesehen ... puh. Keine Ahnung, ob das Budget so niedrig war, oder ob Trachtenberg nicht in der Lage war, das Budget entsprechend umzusetzen, aber da hakt es teilweise schon gewaltig. Es sind ja nicht nur die teilweise wirklich miesen CGI-Effekte, sondern auch Szenen, die so offensichtlich in einer mickrigen Studiokulisse und/oder vor einer Green Screen entstanden sind, dass es zumindest mir unangenehm auffiel. Das darf in der Form bei einem Prestige-Titel wie diesem einfach nicht passieren, denn für Hulu/Disney+ ist das ja auch durchaus ein Testballon, ob und wie gut so eine Auskopplung funktionieren kann. Und bitte, bitte: Greift wieder mehr auf praktische Effekte zurück. Wenn man sich gute handgemachte Effekte aus den 90er-Jahren anschaut, überzeugen diese was Masken, Blut usw. betrifft, mehr als dieses schluddrige CGI.

Also unter dem Strich überwiegend gelungen, unterhaltsam und zu alten Stärken zurückkehrend, wobei die Schwächen nicht übersehen werden können.

6,5/10
 

TheRealNeo

Well-Known Member
Teammitglied
Sie wird ja nicht 'unbesiegbar', sondern kämpft eben clever. Zu dem Zeitpunkt ist ja auch der Predator nicht mehr im vollen Umfang seiner Kräfte und dieser ist ja genauso wenig 'unbesiegbar'.
 

Mr.Anderson

Kleriker
Naja, in Predator 1 und 2 ist der Predator aber schon recht unbesiegbar. Der Predator hier ist aber auch nicht der Kampferfahrenste wie mir scheint. Der hat sich doch auch schon von Tieren verletzen lassen. Das wäre dem Pred aus 1 NIEEHIEEHIEEMALS passiert.
 

TheRealNeo

Well-Known Member
Teammitglied
Naja, in Predator 1 und 2 ist der Predator aber schon recht unbesiegbar. Der Predator hier ist aber auch nicht der Kampferfahrenste wie mir scheint. Der hat sich doch auch schon von Tieren verletzen lassen. Das wäre dem Pred aus 1 NIEEHIEEHIEEMALS passiert.
Na dann passt es doch. :smile:

Und bei Teil 2 war Danny Glover ja auch nicht der Über-Krieger, sondern ging eben taktisch klug vor bzw. macht es, wie es sie in PREY macht: Er nutzt die eigenen Waffen des Predatoren gegen ihn selbst.


Sie trifft die Bäume schon übertrieben oft mit ihrer angeleitenten Axt. Die Kampfskills haben es leicht unrealistisch gemacht.

Das übt sie doch auch die ganze Zeit. Also ist das dann nicht sooo unrealistisch.
 

Dr Knobel

Sie nannten ihn Aufsteiger
Exakt die letzten beiden Posts vor Neo.: Für mich war das "too much" auf ihrer Seite und "too less" auf Seite des Predators. Da merkt man eben die Tücken des Konzepts, dass in die Vergangenheit zu legen, denn dann muss man den Predator schon kleiner/schwächer schreiben und zeigen als es bis dahin der Fall war. Zudem gingen sie in den Filmen zuvor mit Flammenwerfern, automatischen Waffen und Bomben auf ihn los, und nicht mit einer Axt und einem Hund. Dazu kommt, dass der Predator bis dahin im Film ja durchaus als "unbesiegbar" dargestellt wurde, aber es dann im Finale so wirkt, als ob sie es eben so hinkriegen mussten, dass es irgendwie passt.

Aber Neo, wenn das doch für Dich kein Problem darstellt: Schön, freut mich. Mich stört es, da es viel von dem Nimbus des Predators wegnimmt.
 

TheRealNeo

Well-Known Member
Teammitglied
Ich brauche keinen unbesiegbaren Gegner, denn das wird schnell langweilig. Und da alles nach Teil 2 nur noch okay war (THE PREDATOR noch nicht gesehen), war ein solcher Sprung in die Vergangenheit eigentlich sehr frisch und nötig. Und für mich nimmt das auch nichts vom Predator, da es ja doch mehr braucht als Waffengewalt, um ihn schließlich zu besiegen.
 

Dr Knobel

Sie nannten ihn Aufsteiger
Nein, es braucht nicht nur Waffengewalt. Es war aber immer ein wichtiger Punkt, dass der Predator eben als extrem gefährlich dargestellt wurde. Und das wird ihm hier im Finale in weiten Teilen genommen. Und wenn du halt mit Vergleichen zu den anderen Filmen kommst, wirst du damit leben müssen, dass die Unterschiede aufgezeigt werden.
Darüber hinaus wurde das neue Setting auch von mir als durchaus originell bezeichnet, aber es bringt eben Probleme mit sich.
Aber noch einmal: wenn das für dich kein vakanter Punkt ist, und dich das nicht stört, dann ist das so und freut mich. Mich "stört" es, weil es eben etwas erzwungen wirkt. Aber unabhängig davon sind 6,5/10 ja auch kein Verriss, von daher sollte doch klar sein, dass das den Film selbst für mich nicht so stark runterzieht. Aber es ist für mich ein Punkt.
 

CPL386

Well-Known Member
Ich geb auch mal meinen Senf dazu und werde hoffentlich nicht erschlagen.
Der Film... Funktioniert! Das bedeutet jetzt aber nicht, dass er besonders, überragend gut als Predator-Film wäre.
Fängt dabei an, wie sich die Dame am Anfang gibt und wie sie mit anderen und ihrer Umgebung umgeht.
Auf der einen Seite will sie zu viel und will sofort als Kriegerin anerkannt werden, kriegt aber teils einfache Sachen nicht gebacken und wird daher auch nicht ernst genommen. Dazu stoßen mir die Requisiten auf und ebenfalls der Umgang. Die gräbt wirklich mit ihrer Axt eine Wurzel aus der Erde?! ... Das und später wie sie im Film (generell) mit Pfeil und Bogen umgingen war mir klar, dass es kein Predator 1 oder 2 wird.
Auch das Anbinden der Axt und wie sie damit wirft, ist absolute Fiktion und sieht einfach grausig aus.
Also Hirn aus und sich der Action hingeben. --> Das ist der Part, der funktioniert.
Vorausgesetzt, dass ich ausblende, dass es sich um einen Predator-Film handelt...

Ehrlich gesagt, hat mir da die Verbindung in AVP 1 (Der zweite wird von mir ignoriert!) zwischen der Wissenschaftlerin und dem Predator bei weiten besser gefallen und fand das auch um einiges stimmiger!

Der Film sieht dank der schlechte CGI und der unstimmigen Story wie ein billiger, hochwertiger B-Movie eines Fans der Hobbyfilmer ist für mich aus.
 

brawl 56

Ich bin auf 13 Sternen zum Tode verurteilt!
Und das wird ihm hier im Finale in weiten Teilen genommen.

Aber das hast du bei Predator und dem zweiten Teil auch so.
Die Maske geht flöten, die Ausrüstung ist verbraucht, Körperteile fehlen.
Das war jetzt nicht neu für Prey.

Die Frage ist halt, wie die Dekonstruktion im Verlauf des Films immer erläutert/gezeigt wird.
Plump oder clever?

Für mich war es bei Prey immer nachvollziehbar geschrieben, von daher empfand ich das Finale gar nicht untypisch für einen Predator Film.
 

Dr Knobel

Sie nannten ihn Aufsteiger
In PREDATOR 2 spielt Danny Glover einen Cop, der dem Vieh mit massivem Waffeneinsatz und seiner Erfahrung zu Leibe rückt und es gerade so eben schafft, den zu besiegen. Hier haben wir eine blutjunge Indianerin, die anfangs nichts auf die Kette bekommt und dann einen technisch grotesk - im Vergleich zu den anderen Filmen - massiv überlegenen Predator mit einer Axt und einen Hund in Verlegenheit bringt. Für mich passt das weder im Vergleich zu früheren Filmen, noch innerhalb dieser Story. Letzteres stört mich nur bedingt, weil ich innerhalb eines Filmes über so etwas hinwegsehen kann, wenn der Rest past, was hier weitestgehend (!) der Fall ist. Im Kontext zu den anderen Filmen "stört" es mich eher, weil ich es insbesondere im Finale als äußerst erzwungen empfinde, was eben sicherlich auch dem Konzept geschuldet ist.

Aber gerne noch einmal: wen das nicht stört, macht nichts falsch oder sonst was, und ich freue mich über jeden, der unbelastet von solchen Dingen knapp zwei Stunden bestens unterhalten wurde. Mir fällt es auf und es stößt mir auf, ohne mir den Film zu vermiesen.
 

Deathrider

The Dude
Prey spielt 300 Jahre in der Vergangenheit. Man könnte meinen, dass sich die Predators in der Zeit biologisch, technologisch und taktisch entwickelt haben könnten. Ich finde es halb so wild, ehrlich gesagt. Der weibliche Hauptcharakter war klug, aber kein Männerfresser, hatte 95% der Laufzeit Probleme und Widerstände, ist gewachsen und musste am Ende die schnelle Auffassungsgabe nutzen, um den Feind zu besiegen. Da darf der Reward auch mal am Ende etwas größer ausfallen, wenn sie vorher die meiste Zeit struggeln musste. Es ist halt immerhin noch ein Actionfilm.
 

Envincar

der mecKercheF
Naja bis zum Finale wurde der Predator ja durchaus einige Male verletzt. Ihr Bruder und seine Buddys haben ja auch etwas Schaden angerichtet. Nicht zu vergessen der Bär. Musste beim Kampf Bruder gegen Predator noch jemand an The Mountain vs. The Viper aus GoT denken? xD Das Ende des Kampfes war aber durchaus wieder panne...unmittelbare Gefahr in der Nähe und nach ner langen Kampfsequenz mit dem Feind in der Nähe nimmt sich der krasseste Krieger der Indianer erstmal Zeit mit seiner Schwester zu quatschen :clap:
Hätte es noch etwas authentischer gefunden, wenn die Hauptdarstellerin nicht wie ein Unterwäschemodel ausgesehen hätte mit dünnen Ärmchen sondern wie eine Indianische Kriegerin (to be). Ansonsten hat sie aber einen soliden Job gemacht und durch die indigenen Wurzeln auch einen guten Bezug zum Thema. Ich hab ihr die Native American Women daher abgekauft.
 

Dr Knobel

Sie nannten ihn Aufsteiger
@Deathrider : Jupp, aber ein Actionfilm innerhalb eines Franchises. Zudem "stört" es mich ja auch innerhalb des Films, weil ich ihr diese Entwicklung einfach nicht abkaufe. Ist ja nicht so, dass sie in der Zwischenzeit zig Auseinandersetzungen mit Kampfhandlungen gehabt hätte, an denen sie hätte wachsen können. Und ändert auch nichts an der bis dahin völligen physischen und technischen Überlegenheit des Predators, der im Finale dann kaum noch darauf zurückgreift.

@Envincar : ich finde auch, dass die einen guten Job gemacht hat. Mein "Problem" basiert nicht auf der Darstellerin. Das ist ein konzeptionelles Problem. Oder mein subjektives Problem, kann auch sein. Was wiederum nichts an meiner subjektiven Einordnung ändert.

Allerdings überrascht mich, dass der Punkt scheinbar so irritiert. Die Bewertung sollte doch deutlich machen, dass mir das den Film nicht madig macht. Ich hätte es mir nur anders gewünscht und hätte das auch besser gefunden. Vielleicht hängt das auch damit zusammen, dass ich PREDATOR 2 noch im Kino sah. Mag alles sein und es ist schön, wenn dem Großteil das nicht störte oder auffiel und darüber komplett hinwegsehen kann. Mir fällt das schwer, ist halt so. :wink:
 

Mr.Anderson

Kleriker
@Deathrider

Zur biologischen Entwicklung. In AVP in einer Rückblende sieht man Predatoren die auf einer Pyramide gegen hunderte Aliens kämpfen. Die sahen genauso aus wie die späteren Predatoren. Ich wüsste also nicht, warum der neue Pred so anders aussieht. Ebenso waffentechnisch waren die doch schon vor tausenden Jahren so ziemlich auf dem gleichen Stand laut AVP. Und taktisch entwickelt? Sie haben Aliens in ihren Trainingsanlagen für ihre Jünglinge benutzt. Öhm... Hmmm...
 
Oben