Rammstein (aktuell: der Lindemann-Skandal)

Deathrider

The Dude
Ohne damit irgendwas aussagen oder einer Seite recht geben zu wollen, hier mal ein sehr interessanter Beitrag der das Ganze rechtlich einordnen möchte. Unterm Strich: Es gibt viele Fragezeichen, aber auch wenn in Litauen kein Verfahren eingeleitet wird, kann es in Deutschland durchaus dazu kommen.


Edit:
Sorry, Link zum Video vergessen...
 
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Cartman

Well-Known Member
Ich kann mir schon vorstellen, dass die deutsche Staatsanwaltschaft tätig werden wird. Aber außer dem Imageschaden wird vermutlich nicht viel dabei raus kommen.
 

Deathrider

The Dude
Sag niemals nie. Bei der Frage, wer alles im Lokal "Riff" war, musste sich die Presse bereits korrigieren und sagen, dass nur Lindemann dort war, der Rest der Band explizit nicht. Ich gehe davon aus, dass das auf Initiative der anderen Mitglieder verlangt wurde, um sich vom Sänger zu distanzieren. Warum sowas tun, wenn an der Sache nichts dran ist. Und wenn was dran ist, dann lässt es sich auch irgendwie beweisen. Die Chance ist also da. Ob was draus wird, steht auf einem anderen Blatt.
 

Batou9

Well-Known Member
Butter bei die Fische. Aus seinen damals vernünftigen Beiträgen ist ein hauptsache gegen den Strom, vermutlich rechts undimmer mit Provokation geworden. Ich kaufe ihm das nicht wirklich ab.

Da muss ich mich mal kurz erklären. Ich lass das nicht stehen, dass ich wieder und wieder als "vermutlich rechts" gebrandmarkt werde. Passt ja auch irgendwie in diesen Faden, wo Rammstein ja auch immer wieder auf das Vergessene/Ausgeblendete (siehe "Ausländer", "Deutschland!") hinweisen und als rechts gebrandmarkt werden. Auf sowas kommt man nur in DE, so Rammstein. Ihre Vergangenheit und die Stellungnahmen dazu (man erinnere sich an die Idee zu Links-2-3-4) sind den wenigsten bewusst.

Wenn du mich richtig lesen würdest, wüsstest du, dass ich es 100% ehrlich meine und kein Stück rechts bin.

Die Zeiten haben sich spürbar geändert. Wer das nicht mehr merkt. Wir werden seit ein paar Jahren zugeschissen mit ideologisch aufgeladenen, nun zunehmend metapostmodernen Produktionen (MultiDulliCrossoverFamilyVersen), die von all denjenigen, die nicht aus ihrer Komfortzone rauskommen wollen/müssen und dieses von den Studios bloß genehmigte "Wegkopieren der Minderheiten" als einen ernstzunehmenden Schritt in Richtung Gleichberechtigung bzw. Diversität betrachten.

Darauf aufmerksam zu machen, ja das kann man leider wirklich als "gegen den Strom schwimmend" bezeichnen. Ich wünsche mir keine Charakterzeichnungen /Kulturwegradierungen der Studios, in denen nur noch auf's Eindimensionale runtergebrochene Gemeinsamkeiten (im Sinne der Heldenreise) im Focus stehen. Genau dasselbe in Punkto Emanzipation. Zum Beispiel, wenn sich ein Miles Morales in das Kostüm von Peter Parker zwängt. Unter kultursoziologischen Gesichtspunkten darf dies nicht als divers gekennzeichnet werden. Genau dasselbe haben wir bei dieser albernen HDR-Serie gesehen und werden es zunehmend sehen.

Es sollte den Studios darum gehen, die Kulturen aller bis heute viel zu selten bzw. fast gar nicht eine Bühne gebotenen "Südwestasiaten" zu beleuchten und dann trotz der Unterschiedlichkeiten auf ehrliche Art & Weise (zeigt uns ihre Kultur) an Gemeinsamkeiten (der Dazugehörigkeit durch besseres Charakter-/Storywriting und mehr Rollen-/Sendeanteil) zu arbeiten. In den Spitzenproduktionen der Studios (ob Film oder Serie) wird seit ein paar Jahren gar keine Entwicklung in diese Richtung mehr geboten. Jetzt malen sie den Adel und Arielle einfach schwarz an und verkaufen es als divers. Wem das nicht auffällt, der tut mir "ehrlich" Leid.

Mich als Rechts zu brandmarken, weil ich darauf hinweise, dass wir kein Stück gleichberechtigter/ diverser geworden sind und die Studios mittlerweile gar keine Abenteuer diesbezüglich mehr eingehen wollen und sich aktuell lieber im meta-postmodernen Alles-ist-sowieso-ganz-anders-zu-werten-Irrsinn vor ernstgemeinten Anteilsgebungen verstecken ("Welche Figur kopieren wir heute auf einen eindimensional geschriebenen Südwestasiaten?"), ist albern. Merkt denn niemand, dass die Studios sie alle nur unserer seit Jahrzehnten komfortabel gewesenen Wertevorstellung unterordnen? Jeder Augenblick, in dem wir es feiern und uns auf dem roten Teppich loben, wenn mal wieder ein Film wie z.B. der neue Scorsese oder auch die erste Staffel von 1923 auf unsere damals wie heute bestehenden Fußtritte/Auslöschungen ihrer Kulturen hinweist, sollte uns klar werden, dass wir kein Stück weitergekommen sind und uns nur deshalb feiern können.

Hör auf mich als Provokateur zu sehen. Es funktioniert nicht anders, als die Tür laut/amüsant aufzuschlagen.
 
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Cimmerier

Administrator
Teammitglied
Wir sind also kein Stück weitergekommen? Wir haben noch ein riesiges Stück vor uns und es läuft nicht perfekt, aber dass wir keinen Fortschritt haben, ist auch weit von der Realität entfernt.
 

Woodstock

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Da muss ich mich mal kurz erklären. Ich lass das nicht stehen, dass ich wieder und wieder als "vermutlich rechts" gebrandmarkt werde. Passt ja auch irgendwie in diesen Faden, wo Rammstein ja auch immer wieder auf das Vergessene/Ausgeblendete (siehe "Ausländer", "Deutschland!") hinweisen und als rechts gebrandmarkt werden. Auf sowas kommt man nur in DE, so Rammstein. Ihre Vergangenheit und die Stellungnahmen dazu (man erinnere sich an die Idee zu Links-2-3-4) sind den wenigsten bewusst.
Du wirst immer wieder als rechts dargestellt, da du dich argumentativ immer wieder im rechten Bereich bewegst. Hier jetzt auch wieder. Du bist nicht Rammstein! Rammstein kann irrtümlicherweise oder berechtigterweise als rechts abgestempelt werden, keine Ahnung! Darum geht es hier jetzt auch nicht. Hier geht es darum, ob der Leadsänger von Rammstein sich der Vergewaltigung schuldig gemacht hat und ob die Band davon wusste. Irrtümlich als rechts abgestempelt zu werden und Vergewaltigungsvorwürfe gegen sich zu haben ist nicht das Gleiche und wenn man das als solches in einem sieht, ist man ganz schnell im Bereich der Relativierung von sexueller Gewalt. Relativierung von Anschuldigungen ist ein rhetorisches Mittel der neuen und alten Rechten.

Und nein, das ist nicht nur in DE so.
Wenn du mich richtig lesen würdest, wüsstest du, dass ich es 100% ehrlich meine und kein Stück rechts bin.
Das schließt einander nicht aus.
Die Zeiten haben sich spürbar geändert. Wer das nicht mehr merkt. Wir werden seit ein paar Jahren zugeschissen mit ideologisch aufgeladenen, nun zunehmend metapostmodernen Produktionen (MultiDulliCrossoverFamilyVersen), die von all denjenigen, die nicht aus ihrer Komfortzone rauskommen wollen/müssen und dieses von den Studios bloß genehmigte "Wegkopieren der Minderheiten" als einen ernstzunehmenden Schritt in Richtung Gleichberechtigung bzw. Diversität betrachten.

Darauf aufmerksam zu machen, ja das kann man leider wirklich als "gegen den Strom schwimmend" bezeichnen.
Hier muss man aber auch bedenken, dass hier sehr viel schon allein durch Ankündigungen gemerkt und sich beschwert wird. Und wenn das finale Produkt dann da ist und es gar nicht so schlimm war, wie alle behauptet haben, da sind dann plötzlich wieder alle ganz still. Siehe der weibliche Thor in Thor 3. Viele haben sich beschwert, dass Portman Hemsworth ersetzen soll, dabei ist exakt das Gegenteil passiert. Man muss nicht kreativ finden, was sie gemacht haben, aber nicht eine Befürchtung hat sich bewahrheitet, aber hat man dann die gleiche Medienpräsenz danach gesehen wie davor? Nein, da waren plötzlich alle ganz still. Weil sie falsch lagen und das zuzugeben, schadet der Agenda.

Ich bleibe bei Marvel, da du mit Marvel angefangen hast.

Darauf "aufmerksam machen" bedeutet nicht, dass du gegen den Strom schwimmst. Dazu müsste es einen Strom geben. Es ist nun mal auffällig, dass du nur auf solche künstlerischen Änderungen oder Eigenschaften aufmerksam machst, wenn es mit dem Geschlecht oder der Hautfarbe einer Figur zu tun hat und sorry, aber wer sich hauptsächlich daran stört, hat ein anderes Problem. Ja, es gibt Fälle, da ist die Kritik berechtigt. In historischen Material abseits der History-Fiktion z.B. oder wenn Rassismus tatsächlich Gegenstand des Plot ist, siehe der Schwarze Turm. Ja, da meckere ich auch. Aber nicht jede Produktion mit einem schwarzen Darsteller oder einer Frau in der Hauptrolle ist ein Problem oder es ist das allergrößte Problem. Siehe die HdR-Serie. Ich habe mir die ersten zwei Folgen angesehen und so viele schlimmeren Probleme gesehen, dass die Hautfarbe einzelner Figuren bei mir in der Gewichtung noch nicht mal, in die Top 10 gekommen ist, aber bei vielen ist es Platz 1. Sorry, aber auch hier störe ich mich an dieser Art zu denken.

Aber das ist nicht mal alles so schlimm. Solange man das bemerkt und sich vielleicht überlegt, warum man sich hauptsächlich am Geschlecht und der Hautfarbe stört.

Ich wünsche mir keine Charakterzeichnungen /Kulturwegradierungen der Studios, in denen nur noch auf's Eindimensionale runtergebrochene Gemeinsamkeiten (im Sinne der Heldenreise) im Focus stehen.
Also das ist schon immer ein Problem gewesen und nun wirklich nicht neu. Eindimensionale Geschichten und Charaktere sind so alt wie das Medium Film selbst. Das Problem hat nichts mit Diversität zu tun.
Genau dasselbe in Punkto Emanzipation. Zum Beispiel, wenn sich ein Miles Morales in das Kostüm von Peter Parker zwängt. Unter kultursoziologischen Gesichtspunkten darf dies nicht als divers gekennzeichnet werden. Genau dasselbe haben wir bei dieser albernen HDR-Serie gesehen und werden es zunehmend sehen.
Miles Moralis ist keine Diversität und war so auch nie gedacht. In Comics ist es seit Anbeginn üblich, alternative Varianten von Helden darzustellen, da fast jedes Comicuniversum Paralleldimensionen aufweist. Da kann Lobo aus DC mal eine Ente sein oder Superman einen schwarzen Anzug haben, aber, sobald Thor mal eine Frau ist oder Spiderman schwarz (dabei ist Peter Parker nicht Miles Moralis), DANN ist es plötzlich zu viel. Und weil man das kritisiert, ohne zu berücksichtigen, dass das einfach Comiclogik untergeordnet wird, da es die Übertragung von einem Medium zum anderen ist und es einen nur stört, dass die Figur weiblich oder schwarz ist, dann tut es mir leid, aber man bewegt sich in der Argumentationslinie des rechten Spektrums. Die Definition habe ich nicht aufgestellt. Sie ist aber als solche bekannt.

Peter Parker ist nicht Miles Moralis, beide haben unterschiedliche Kostüme, unterschiedliche Hintergründe und teils unterschiedliche Kräfte und Gegner. Würdest du dich tiefgehender mit der Materie, die du kritisierst, befassen, müsstest du es nicht als "falsche Diversität" abstempeln.
Es sollte den Studios darum gehen, die Kulturen aller bis heute viel zu selten bzw. fast gar nicht eine Bühne gebotenen "Südwestasiaten" zu beleuchten und dann trotz der Unterschiedlichkeiten auf ehrliche Art & Weise (zeigt uns ihre Kultur) an Gemeinsamkeiten (der Dazugehörigkeit durch besseres Charakter-/Storywriting und mehr Rollen-/Sendeanteil) zu arbeiten. In den Spitzenproduktionen der Studios (ob Film oder Serie) wird seit ein paar Jahren gar keine Entwicklung in diese Richtung mehr geboten. Jetzt malen sie den Adel und Arielle einfach schwarz an und verkaufen es als divers. Wem das nicht auffällt, der tut mir "ehrlich" Leid.
Schon wieder der Scheiß mit der blöden Meerjungfrau. Fast jede Kultur und Mythologie, auch in Afrika hat sowas wie Meerjungfrauen. Es ist ein sprechender halber Fischmensch, die mit Fischen spricht. Die Hautfarbe ist komplett egal! Wenn man die Tiefe bedenkt, in welcher sie lebt, dann dürfte sie weder weiß noch schwarz sein, sondern sogar blau, grau oder transparent. Aber kein Meeresbiologe stört sich daran. "dIe OrIgInAlQuElLe SaGt AbEr", scheiß drauf! Disney hat sich noch nie an die Originalquellen gehalten und wird es auch nie. Das ist aber sonst nieeeee ein Problem. Aber sobald die Hauptfigur nicht weiß ist, ist es erst ein Problem und genau deswegen ist es rechts! Tut mir leid, wenn dich das stört, aber es ist nun mal so. Und ja, du hast das Recht auf deine Wahrheit, aber du hast kein Recht auf deine Fakten. Und Fakt ist, hauptsächlich das rechte Spektrum bedient sich dieser inkonsistenten Form der Argumentation.

Und zu den kulturellen eigenen Geschichten gebe ich dir sogar recht. Es gibt großartige Storys da draußen, aus afrikanischer, asiatischer oder sonstigen Kulturen, aber die Studios wissen auch, dass diese kaum ziehen, da Hollywood keine Filme für den afrikanischen oder asiatischen Markt dreht. Sie drehen für den amerikanischen Markt und durch die Entwurzelung und teils Ausrottung einzelner afrikanischer Stämme, sind diese Geschichten, den in den USA lebenden Schwarzen kaum noch wirklich bekannt, da diese auch nicht in den Schulen behandelt werden. Die Leute können sich damit kaum identifizieren und das ist nicht ihre Schuld. Ich habe weiße Jugendliche getroffen, die nicht mal wussten, wer gegen wen im Ersten Weltkrieg gekämpft hat. Aber alle können sich mit Fantasyheld*innen und anderen Figuren aus ihrem aktuellen westlichen Kulturkreis identifizieren und sie darin zu repräsentieren ist fair. Sie sind mit uns aufgewachsen, sie leben hier, ihnen gehören diese Geschichten genauso wie uns. Unsere Hautfarbe hat diese Figuren nicht gepachtet, unser Geschlecht auch nicht. Wir haben keinen Besitzanspruch!
Mich als Rechts zu brandmarken, weil ich darauf hinweise, dass wir kein Stück gleichberechtigter/ diverser geworden sind und die Studios mittlerweile gar keine Abenteuer diesbezüglich mehr eingehen wollen und sich aktuell lieber im meta-postmodernen Alles-ist-sowieso-ganz-anders-zu-werten-Irrsinn vor ernstgemeinten Anteilsgebungen verstecken ("Welche Figur kopieren wir heute auf einen eindimensional geschriebenen Südwestasiaten?"), ist albern.
Deine absoluten Aussagen sind albern. Alles über einen Kamm zu scheren, ist ebenfalls albern. Differenziere gefälligst!

Merkt denn niemand, dass die Studios sie alle nur unserer seit Jahrzehnten komfortabel gewesenen Wertevorstellung unterordnen?
Natürlich ordnen sich Studios den kulturellen Vorgängen in der Gesellschaft unter. Sie wollen Gewinn machen. Ich kann nichts dafür, dass du dich abgehängt fühlst. Niemand kann was dafür, dass du dich in deiner Komfortzone gestört fühlst. Vielleicht wird es mal Zeit, diese mal zu verlassen. Vielleicht gefällt es dir ja da draußen.
Jeder Augenblick, in dem wir es feiern und uns auf dem roten Teppich loben, wenn mal wieder ein Film wie z.B. der neue Scorsese oder auch die erste Staffel von 1923 auf unsere damals wie heute bestehenden Fußtritte/Auslöschungen ihrer Kulturen hinweist, sollte uns klar werden, dass wir kein Stück weitergekommen sind und uns nur deshalb feiern können.
Wieder ein Argument der Rechten. Die Auslöschung der Kultur durch Änderung. Jede Kultur ändert sich. Kultur ist nichts konstantes, Werte sind nichts konstantes. Aber Menschen mehr Rechte, Individualität und Repräsentation zu gewährleisten und ihnen Individualismus zu gönnen, sehe ich nicht als schlechte Änderung an. Natürlich schlägt man dabei anfangs über die Strenge. Gesellschaftliche Entwicklung verläuft mit dem Pendel. Wenn man das Pendel lange in eine Richtung hält und dann loslässt, schlägt es stark in beide Richtungen, bis es sich endlich ausbalanciert und aktuell schlägt es nun mal aus. Aber noch vor ein paar Jahren schlug es wesentlich extremer als jetzt.

Jede Kultur und jede Gesellschaft ändert sich. Die Einzigen, die sich nicht ändern, sind jene, die untergegangen sind. Das römische Reich wird sich nie wieder ändern, die Azteken, Maya oder das alte Ägypten werden sich nicht mehr ändern. Stillstand ist gleichbedeutend mit Tod. Wer auf den Erhalt seiner kulturellen Werte um jeden Preis setzt, verdammt seine Kultur zum Untergang. Wie gesagt, du darfst an deiner Wahrheit festhalten, aber du hast kein Recht andere Fakten zu bestimmen.
Hör auf mich als Provokateur zu sehen. Es funktioniert nicht anders, als die Tür laut/amüsant aufzuschlagen.
Opferrolle. Ebenfalls eine Methode der Rechten. Ja, es geht durchaus anders, als die Tür laut aufzuschlagen. Man kann sie in Ruhe öffnen, andere Standpunkte hinterfragen und dabei auch die Eigenen. Du musst nicht unbedingt provozieren. Und nur weil du "gegen den Strom schwimmst", hast du nicht automatisch recht. Wen dem so wäre, hätte jeder Geisterfahrer automatisch recht mit der Wahl seiner Fahrbahn.
 

Envincar

der mecKercheF
Wir sind also kein Stück weitergekommen? Wir haben noch ein riesiges Stück vor uns und es läuft nicht perfekt, aber dass wir keinen Fortschritt haben, ist auch weit von der Realität entfernt.
Aber ist es nicht irgendwie auch so, dass die Spaltung der Gesellschaft aktuell größer denn je ist? Man hat eine kleine, laute Gruppe von Befürwortern die aber teilweise versuchen alles (was man teilweise eh schon hat) mit der Brechstange durchzusetzen und gleichzeitig jeden diffamieren der nicht auf deren Seite ist und dann auf der Gegenseite eine kleine, laute Gruppe die extrem dagegen ist und alles dafür tun, dass es nicht akzeptiert bzw. normal wird. Diese beiden kleinen Gruppen werden dann medial so aufgebauscht, dass es die große Mehrheit irgendwann nur noch nervt, die generelle Akzeptanz sinkt und im schlimmsten Fall Leute aus der normalen Mitte zur extremen Supporter oder Gegner Gruppe gepusht werden.
In Amerika wurde jetzt bekannt, dass Blackrock und Vanguard Unternehmen dazu pushen oder schon zwingen Diversity Kampagnen zu starten (siehe Bud Light) mit dem Wissen, dass dies extrem polarisieren wird und ggf. sogar zu einem Kursverlust der Marke führt, was wiederum sehr interessant ist für Spekulanten wie Blackrock und Vanguard. Diese beiden Big Player machen das mit Sicherheit nicht weil man so sehr an Diversität interessiert ist, da steckt wirtschaftliches Kalkül hinter.
Wir sind mittlerweile an einem Punkt angekommen wo Frauen in Ländern wie Amerika oder auch Deutschland felsenfest davon überzeugt sind, dass sie weniger Rechte und Möglichkeiten haben. Wenn man diese Frauen dann fragt welche Möglichkeiten diese denn nicht hätten, fällt den Frauen nichts mehr ein. Es wird ein Bild aufgebaut als würden wir immer noch in einer Welt leben, in der Frauen nicht wählen dürfen und gefälligst in der Küche zu stehen haben. Diese Welt existiert aber nur noch im Nahen Osten und in den Köpfen mancher Dinosaurier und Idioten. Wir waren also schon immer auf einem guten Weg, weil dies ohne großes Geschrei passiert ist sondern durch sinnvolles Maßnahmen. Aktuell wird das alles eher zunichte gemacht weil die Medien und das Internet irgendwelchen dahergelaufenen Menschen mit psychischen Störungen eine Stimme verleihen und diese größer machen als sie tatsächlich sind. Männer die im Frauensport sämtliche Rekorde brechen weil se im Männerbereich unbedeutend waren, Transvestiten (darunter vorbestrafte Sexualstraftäter) beeinflussen Kinder in ihrer Sexualität, Kinder die in Amerika nicht mal ein Bier trinken dürfen, werden ermutigt ihr Geschlecht zu ändern, in einer Phase des Lebens wo man sich generell noch selbstfindet. In Deutschland denkt man über Produkte für die "Tage" auf Männertoiletten nach, weil es wirklich Menschen da draußen gibt, die glauben Männer die meinen sie wären eine Frau könnten eine Regelblutung bekommen. Es wird alles immer absurder und glücklicherweise nimmt es in Deutschland noch keine Ausmaße wie in Amerika an. Generell finde ich aber, dass gerade vieles aufs Spiel gesetzt wird, was zuvor gut gemacht wurde.

Aber das ist nicht mal alles so schlimm. Solange man das bemerkt und sich vielleicht überlegt, warum man sich hauptsächlich am Geschlecht und der Hautfarbe stört.

Die Leute die die Hautfarbe stört weil sie nicht weiß ist, sollten sich definitiv mal hinterfragen. Einen Großteil der Menschen und ich vermute mal auch Batou geht es aber nicht darum, sondern um das gesamte Konstrukt dahinter. Dieser billige Versuch Diversität einzubringen für eine vermeintliche Minderheit, abhängig davon auf welchem Markt man gerade agiert. Das Poster für Arielle wurde für den Chinesischen Markt stark verändert, ähnlich wie schon bei Star Wars damals. Mittlerweile geht Netflix ja schon soweit und unterstützt eine Dokumentation in der Cleopatra POC sein soll und dies wird als Fakt präsentiert obwohl niemand genau weiß wie Cleopatra aussah, die Tendenzen aufgrund der Herkunft jedoch eher in eine andere Richtung gehen.

Zum Thema Rammstein:
Wer Rammstein als rechts radikal sieht hat die Band nie gehört oder verstanden. Die hatten ihren Ursprung in der stark linken Szene.
Für mich gibt es derzeit zwei Optionen:
A) Rammstein macht nach dieser Tour schluss
B) Rammstein denkt sich jetzt erst recht und wird mit dem nächsten Album noch provokanter.

Aktuell tendiere ich zu A) aber nicht weil der öffentliche Druck zu groß wird, sondern weil die anderen Bandmitglieder keine Lust mehr haben. Die haben alle ausgesorgt und teilweise Soloprojekte auf die se sich fokussieren können.
 

Cimmerier

Administrator
Teammitglied
Aber ist es nicht irgendwie auch so, dass die Spaltung der Gesellschaft aktuell größer denn je ist?
[...]

Das kann sein, ich glaube aber eher, dass wir durch Social Media lediglich in die Lage versetzt werden, zu erkennen, wie heterogen unsere Gesellschaft ist. Gleichzeitig ermächtigt Social Media alle Menschen ihre Stimme hörbar zu machen, im Guten, wie im Schlechten. Der Umgang damit muss gelernt werden, genauso wie (wieder) gelernt werden muss, wie man richtig diskutiert und wie man Schattierungen erkennt.
 

Presko

Don Quijote des Forums
Da muss ich mich mal kurz erklären. Ich lass das nicht stehen, dass ich wieder und wieder als "vermutlich rechts" gebrandmarkt werde.
Du wirst als vermutlich rechts gebrandmarktet wegen mancher Deiner Argumetationen und wegen der Ausdrücke, die Du verwendest. Du könntest Dich ja einfach auch mal selbst ein wenig hinterfragen, aber ok.
und dieses von den Studios bloß genehmigte "Wegkopieren der Minderheiten" als einen ernstzunehmenden Schritt in Richtung Gleichberechtigung bzw. Diversität betrachten.
Du tust so, als wäre früher alles besser gewesen, was komplett an der Realität vorbeigeht, sorry.

Dieses eher einfältige Einführen diverser Figuren, die Du inhaltlich teilweise zu recht kritisierst, ist eben vielleicht ein erster Schritt. Und viele hier betonen ja immer wieder, dass eben noch keine Gleichberechtigung und Diversität besteht. Aber darum ist es gut, wenn sich was langsam zu bewegen beginnt, auch wenn das erst kleine Schritte sind. Und was genau heisst "Wegkopieren von Minderheiten"? Erst mal kann man wenig Wegkopieren, was ja noch nie richtig dargestellt wurde. Ne schwarze Arielle ist m.A. nach durchaus ein Schritt in die richtige Richtung im Vergleich zum ewig gleichen schwarzen, eindimensionalen Dödel-Sidekick, oder Figuren, die tatsächlich wegradiert wurden, oder einfach nur als badguys (bluttriefende Indianer, afrikanische Menschenfresserstämme, Gangster etc.) dargestellt werden.
Ich wünsche mir keine Charakterzeichnungen /Kulturwegradierungen der Studios, in denen nur noch auf's Eindimensionale runtergebrochene Gemeinsamkeiten (im Sinne der Heldenreise) im Focus stehen.
Deine Beispiele betreffen aber auch nur stets die grossen Studios. Sorry, aber natürlich funktionieren die rein über die kapitalistische Logik, das war vor 50 Jahren so, das ist heute so. Und es ist ja nicht so, dass Marvel oder andere über die letzten Jahre hinweg in ihren Filmen generell mit originellen Stories und Figuren auftrumpfen würden.
Aber man entdeckt eben, dass da ein neues Publikum entstanden ist, das inzwischen von sich aus erwartet, eine gewisse Repräsentation zu in Filmen vorzufinden. Und wie so ein Konzern eben funktioniert, versucht man dieses Publikum mit möglichst wenig Aufwand mit-abzuholen. Dafür eigene Figuren zu entwickeln, die nicht bekannt sind, und dann erst recht an den Kinokassen zu scheitern, ist für so ein Studio natürlich ein enormes Risiko. Also geht man den einfachen Weg. Wie es solche Studios fast immer machen. Denn es geht denen nicht darum, die Welt zu verbessern, sondern darum Geld zu machen.
Zum Beispiel, wenn sich ein Miles Morales in das Kostüm von Peter Parker zwängt.
Gerade Miles Morales ist ja echt nicht die am schlechtesten geschriebene Figur im Marvel-Universum. Muss der sich erst mit irgendwelchen afrikanischen Wurzeln beschäftigen und darf nur dem Black Panther nacheifern? Tönt für mich ein bisschen so. Dürfen schwarze Kids nicht Spiderman sein wollen? Mein Neffe ist ein Riesenspiderman-Fan, sein Vater kommt aus Ghana. Soll ich ihm nun sagen, hey, such Dir gefälligst einen Helden, der Dir kulturell näher steht - und welcher wäre das ein Schweizer Superheld, mit ghanaischen Vorfahren? Du kritisierst die Filme dafür, dass sie Diversität plump vortäuschen, gleichzeitig überbetonst Du irgendwelche kulturellen und geschlechtliche Unterschiede, welche für viele Menschen im Alltag heute auch gar nicht mehr so bedeutend sind. Beides muss doch Platz haben. Und wieso hängst Du das nur am Thema Geschlecht und Hautfarbe auf? Das ist genauso unterkomplex.

Es sollte den Studios darum gehen, die Kulturen aller bis heute viel zu selten bzw. fast gar nicht eine Bühne gebotenen "Südwestasiaten" zu beleuchten und dann trotz der Unterschiedlichkeiten auf ehrliche Art & Weise (zeigt uns ihre Kultur) an Gemeinsamkeiten (der Dazugehörigkeit durch besseres Charakter-/Storywriting und mehr Rollen-/Sendeanteil) zu arbeiten.
Du redest so, als seien das alles so homogene Gruppen, die man so abarbeiten kann. Und was soll ständig diese Betonung auf den Unterschiedlichkeiten. Wir sind alle unabhängig irgendeines ethnischen oder kulturellen Ursprungs unterschiedlich voneinander. Warum müssen "Südwestasiaten" als ein Block als speziell gesondert mit ureigenen Unterschieden dargestellt werden?

In den Spitzenproduktionen der Studios (ob Film oder Serie) wird seit ein paar Jahren gar keine Entwicklung in diese Richtung mehr geboten.
Und das ist ganz was Neues bei den grossen Studios, oder was? Und gilt auch nur für das Thema Diversität? Es gibt im übrigen wie auch schon fast immer auch kleinere Produktionen abseits des Big-Budget-Kinos, wo seit jeher versucht wird, sich mit der Komplexität von Figuren und ihren Hintergründen zu befassen. Und da gabs in den letzten Jahren wahnsinnig viele tolle Produktionen, die auch sehr erfolgreich waren.

Jetzt malen sie den Adel und Arielle einfach schwarz an und verkaufen es als divers. Wem das nicht auffällt, der tut mir "ehrlich" Leid.
Nochmal, niemand glaubt, dass das jetzt der absolute Sprung zur Gleichberechtigung und Diviersität im grossen Kino ist. Nur ist die Frage, ob man sich deswegen aufregen muss. Denn nochmal, es ist nun mal ein Riesenstudio, das nach der Logik des Marktes funktioniert. Und ich glaube schon, dass für viele Kinder es etwas besonderes ist ne Heldin in so einem Film zu sehen, die schwarz ist. Und gleichzeitig das nicht immer in einem Kontext muss, wo es irgendwie noch um afrikanische Kultur oder Migrationsprobleme geht. Viele Menschen, gerade Kinder, die in Amerika oder Europa trotz ihrer dunkeln Hautfarbe geboren und aufgewachsen sind, fühlen sich einfach als Amerikaner:innen oder Europäer:innen und nicht als besondere Gruppe, die mit ihren besonderen Unterschieden thematisiert werden müssen. Die wollen nicht immer "anders" sein bzw. auf dieses "anders sein" hingewiesen werden. Bei Deiner Argumentationsweise steht nämlich immer das im Zentrum.
Mich als Rechts zu brandmarken, weil ich darauf hinweise, dass wir kein Stück gleichberechtigter/ diverser geworden sind und die Studios mittlerweile gar keine Abenteuer diesbezüglich mehr eingehen wollen
Das ist aber genau so eine typische Argumentationstaktik, irgendeine Mainstreammeinung zu behaupten, die es gar nicht gibt. Wenn Du hier im Forum ein bisschen ernsthaft mitlesen würdest, wüsstest Du, dass es viele, viele kritische Stimmen gegenüber der fehlenden Originalität und den fehlenden Mut in den grossen Produktionen gibt. Nur im Gegensatz zu Dir sind nicht alle anderen hier so komplett auf die Hautfarbe und Geschlecht der Figuren fokussiert, sondern bewerten die Filme als Ganzes, und lassen uns nicht gleich triggern, nur weil eine Figur jetzt schwarz, braun, gründ oder rosa, männlich, non-binär oder weiblich ist.
Merkt denn niemand, dass die Studios sie alle nur unserer seit Jahrzehnten komfortabel gewesenen Wertevorstellung unterordnen?
Was früher natürlich ganz anders war (Ironie off)
auf unsere damals wie heute bestehenden Fußtritte/Auslöschungen ihrer Kulturen hinweist,
Das Gegenteil von Auslöschung kann aber nicht darin bestehen, ständig irgendwelche Unterschiede künstlich zu schaffen und überzubetonen. Menschen, Kulturen etc. sind ständig im Wandel und Identität ist nicht immer gleich ethnische/kulturelle Abstammung. Divers bedeutet eben auch wirklich divers. Es gibt Frauen, die wie Männer agieren und umgekehrt, es gibt feminine Männer, maskuline Frauen, "feminine" Frauen, "maskuline" Männer, es gibt Frauen, die sich für Feminismus engagieren und solche, die Feminismus totalen Blödsinn finden. Es gibt Menschen mit dunkler Hautfarbe, die sich null und nichts für afrikanische Geschichte interessieren und solche, die sich intensiv mit der Geschichte auseinandersetzen, Afrika bereisen und nach ihren Wurzeln suchen und die für ihre eigene Idenität enorm wichtig finden. Und es gibt alles mögliche dazwischen. (alle Beispiele sind simplifiziert und klischeehaft, sorry)

dass wir kein Stück weitergekommen sind und uns nur deshalb feiern können.
Es ist einfach falsch. Es geht weiter. Aber es ist eben kein gerade Fortschritt hin zu Emanzipation, mehr Aufklärung und Diversität. Sondern es ist ein Zick-Zack-Kurs, mit Fortschritten und Rückschlägen und Stillstand. Es entwickelt sich einfach, wie es sich immer entwickelt und wir können als Konsument:innen ein bisschen darauf einwirken, wie wir es als politische Bürger:innen können.

Generell fände ich es megaspannend darüber zu diskutieren, wie können solche Arten von Represenationen und mehr Diversität besser gefördert werden. Was sind bessere und schlechtere Modell dafür und warum. Das wäre megaspannend, wenn so ein Gespräch offen und differenziert geführt würde, ohne dass mit irgendwelchen ekligen, beleidigenden Begriffen, Unterstellungen und Verschwörungstheorien um sich geworfen würde.

Und was macht Dich eigentlich zum Richter darüber, wie Minderheiten oder bestimmte Gruppen richtig repräsentiert werden bzw. wie sie sich repräsentiert fühlen dürfen? Du kommst für mich ein bisschen rüber wie Alice Schwarzer, welche auch die Deutungshoheit über alle Frauen für sich beansprucht, aber sie ist immerhin eine Frau.
 

Etom

Well-Known Member
Mein Neffe ist ein Riesenspiderman-Fan, sein Vater kommt aus Ghana. Soll ich ihm nun sagen, hey, such Dir gefälligst einen Helden, der Dir kulturell näher steht - und welcher wäre das ein Schweizer Superheld, mit ghanaischen Vorfahren?

Das mache ich auf jeder Popkultur Con auf der ich bin. Und bei dem weißen Burschen der letztens als Black Panther verkleidet war, ist mir der Kragen geplatzt! 🤯

(Ich hoffe, es kommt durch, dass das nicht ernst gemeint ist.)
 

Presko

Don Quijote des Forums
Aber ist es nicht irgendwie auch so, dass die Spaltung der Gesellschaft aktuell größer denn je ist? Man hat eine kleine, laute Gruppe von Befürwortern die aber teilweise versuchen alles (was man teilweise eh schon hat) mit der Brechstange durchzusetzen und gleichzeitig jeden diffamieren der nicht auf deren Seite ist und dann auf der Gegenseite eine kleine, laute Gruppe die extrem dagegen ist und alles dafür tun, dass es nicht akzeptiert bzw. normal wird.
Wo ich mit Dir einer Meinung bin, ist bzgl. einer zunehmenden (zumindest gefühlt) Polarisierung. Und wie Cimmerier würde ich das auch stark auf die sozialen Medien und die darin liegenden Mechanismen zurückführen. Du scheinst aber dieses Problem wieder nur auf eine bestimmte Gruppe/Thematik zu beziehen, wenn Du von der kleinen, lauten Gruppe von Befürwortern sprichst. Metoo, man kann daran vieles kritisieren, hat aber auch viel Wichtiges in Bewegung gebracht, und das war keine kleine, laute Gruppe. Genauso wenig Black Lives Matters und auch die Gruppen von Menschen, die mehr Diversität und Gleichstellung fordern. Sonst würde sich nämlich ein Konzern wie Disney nicht darum scheren. Dass es darunter wiederum kleinere Gruppen gibt, die laut sind und übers Ziel hinaus schiessen, auf der einen wie der anderen Seite, da gebe ich Dir recht. Aber wie Cimmerier schon schreibt, hat ein Teil dieser Leute erst durch Social Media eine Stimme gewonnen, mit der sie sich im öffentlichen Raum Gehör verschaffen können.
die generelle Akzeptanz sinkt und im schlimmsten Fall Leute aus der normalen Mitte zur extremen Supporter oder Gegner Gruppe gepusht werden.
Da gab ich Dir recht.
dass Blackrock und Vanguard Unternehmen dazu pushen oder schon zwingen Diversity Kampagnen zu starten
Diese beiden Big Player machen das mit Sicherheit nicht weil man so sehr an Diversität interessiert ist, da steckt wirtschaftliches Kalkül hinter.
Natürlich sind das keine Gutmenschen, die das Beste im Sinn haben, ebenso wenig wie Disney als Konzern. Aber, solange wir uns von diesen Playern eben nicht aufstacheln lassen, muss das kein Problem werden. Das Problem entsteht ja erst, wenn es Leute gibt, die sich von Diversity triggern lassen.

Wir sind mittlerweile an einem Punkt angekommen wo Frauen in Ländern wie Amerika oder auch Deutschland felsenfest davon überzeugt sind, dass sie weniger Rechte und Möglichkeiten haben. Wenn man diese Frauen dann fragt welche Möglichkeiten diese denn nicht hätten, fällt den Frauen nichts mehr ein.
Es wird ein Bild aufgebaut als würden wir immer noch in einer Welt leben, in der Frauen nicht wählen dürfen und gefälligst in der Küche zu stehen haben. Diese Welt existiert aber nur noch im Nahen Osten und in den Köpfen mancher Dinosaurier und Idioten.
Schon krass, scheinbar leben wir in völlig unterschiedlichen Welten. Bei meinem letzten Arbeitsort, habe ich mit vielen Frauen gearbeitet, alle eher so bürgerlich unterwegs. ich war völlig alleine mit der Meinung, dass Frauen in der Gesellschaft insbesondere im Beruf noch immer benachteiligt werden. Frauenstreik oder Feminismus waren No-Gos für meine Kolleginnen, sie haben sich nur darüber lustig gemacht.
In meinem jetzigen Arbeitsumfeld wiederum sind die meisten Frauen schon der Meinung, dass die Gleichstellung noch nicht komplett erreicht wurde, und engagieren sich teilweise politisch. Sie sind aber auch überhaupt nicht so drauf, dass sie sich ständig beklagen würden, dass sie benachteiligt werden.

Aber glaubst Du wirklich, Envincar, zwischen Frauen und Männer herrscht in DE, Österreich und Schweiz totale Chancengleichheit? Bespielsweiss betreffend Lohn, Karrieremöglichkeiten, der Gefahr Opfer von Sexismus oder Gewalt zu werden? Ich glaube auch, dass bzgl. Geschlechter-Gleichberechtigung wahnsinnig viel gegangen ist. Und ich kenne persönlich keine in dem Thema engagierte Frau, die das nicht auch sagen würde. Aber die Meinung, dass es keine strukturellen Probleme mehr gebe, die es noch zu überwinden gilt, halt jene Sachen, die man nicht so gut sieht, finde ich absurd. Es gibt ja genug Studien und Statistiken, die das belegen. Aber, ich glaube, wir sind auf gutem Weg.

Und in Amerika? Überleg Dir doch nur mal, was mit allen alleinerziehenden Müttern dort ist, wo ein soziales Auffangnetz fast gänzlich fehlt.

Aktuell wird das alles eher zunichte gemacht weil die Medien und das Internet irgendwelchen dahergelaufenen Menschen mit psychischen Störungen eine Stimme verleihen und diese größer machen als sie tatsächlich sind. Männer die im Frauensport sämtliche Rekorde brechen weil se im Männerbereich unbedeutend waren, Transvestiten (darunter vorbestrafte Sexualstraftäter) beeinflussen Kinder in ihrer Sexualität, Kinder die in Amerika nicht mal ein Bier trinken dürfen, werden ermutigt ihr Geschlecht zu ändern, in einer Phase des Lebens wo man sich generell noch selbstfindet. In Deutschland denkt man über Produkte für die "Tage" auf Männertoiletten nach, weil es wirklich Menschen da draußen gibt, die glauben Männer die meinen sie wären eine Frau könnten eine Regelblutung bekommen.
Der erste Satz ist schon sehr übel, sorry. Einfach mal pauschal irgendwelche Stimmen so herunterzuputzen und damit zu delegitimieren. Als wären Minderheiten, die auf Social-Media lautstark auftreten erstmal immer verdächtig, psychisch krank zu sein. Ach so, Du meinst vor allem Trans- und non-binäre Personen? Redest Du jetzt eigentlich von Transvestiten oder Transpersonen? Und natürlich gleich mal pauschal alle unter Verdacht stellen, nicht nur psychisch krank sondern auch noch Sexualstraftäter zu sein. Ich glaube, wir haben ein grösseres Problem mit Sexualstraftätern unter den cis-Männern. Und die wahnsinnig grosse Debatte über "Produkte für die Tage" auf Männertoiletten ist mir bisher noch nicht grossartig untergekommen. Und ich glaube, Du verwechselst was. Wahrscheinlich wären diese dann eher für Transmänner gedacht, was durchaus nachvollziehbar wäre.

Hast Du Dich eigentlich mal mit Leuten auseinandergesetzt, die mit Transkindern zu tun haben? Ich schon, beruflich. Und ja, ich finde auch, mann muss da vorsichtig sein. In aller Regel ist man das aber auch. Und das Risiko ist heute mit Sicherheit sehr viel grösser, dass Eltern solche Anzeichen bei einem Kind negieren, als das Risiko, dass sie ihr Kind zu sehr darin zu bestärken.
Aber es gibt Kinder, die tatsächlich enorm unter dem ihnen zugewiesenen Geschlecht leiden, und zwar auf eine krasse Weise über einen langen Zeitraum hinweg - das kannst Du nicht einfach so wegtun. Wenn Du ein Kind hast, das Dir droht, sich selbst zu verstümmeln oder ständig darunter leidet, als Junge oder Mädchen behandelt zu werden, ist das hart und bringt dich dazu, neu darüber zu denken. Aber auch die Kinder werden in der Regel nicht einfach ermutigt, ihr Geschlecht chirurgisch zu ändern, was zudem überhaupt nicht einfach so mal geht, da es viele Hürden auf dem Weg gibt. Mit diesen Kindern wird geredet und im ersten Schritt werden sie eher mal darin begleitet, so zu sein wie sie eben sind, sich fühlen.

Aber von aussen, Betroffene lapidar zu verurteilen und die Leute als krank zu betiteln und ins Lächerliche zu ziehen, ist schon sehr einfach und überheblich. Und fördert die Stigmatisierung dieser Menschen zusätzlich. Manchmal sollte man vlt. als nicht betroffene Person eher mal zuhören und ernst nehmen, statt es einfach abzutun.

Und betr. chirurgischen Eingriffen bzw. Transition habe ich jetzt sehr oft Betroffene gehört, die sagen, dass viele sich einer solchen Transition unterzogen haben, nicht, weil sie unbedingt den eigenen Körper verändern wollten, sondern weil sie einfach das Recht haben wollten, ihr Geschlecht offiziell formal anzupassen. Und das war in vielen Ländern bisher fast nur möglich, wenn jemand eine Transition durchlief. Eine einfachere Anpassung der Geschlechtsidentität formal kann und wird vielleicht also dazu führen, dass sich weniger Menschen umoperieren lassen.

Ach ja, wir sind wieder etwas offtopic, sorry.
 
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Envincar

der mecKercheF
Aber glaubst Du wirklich, Envincar, zwischen Frauen und Männer herrscht in DE, Österreich und Schweiz totale Chancengleichheit? Bespielsweiss betreffend Lohn, Karrieremöglichkeiten, der Gefahr Opfer von Sexismus oder Gewalt zu werden? Ich glaube auch, dass bzgl. Geschlechter-Gleichberechtigung wahnsinnig viel gegangen ist. Und ich kenne persönlich keine in dem Thema engagierte Frau, die das nicht auch sagen würde. Aber die Meinung, dass es keine strukturellen Probleme mehr gebe, die es noch zu überwinden gilt, halt jene Sachen, die man nicht so gut sieht, finde ich absurd. Es gibt ja genug Studien und Statistiken, die das belegen. Aber, ich glaube, wir sind auf gutem Weg.
In vielen wichtigen Punkten herrscht Chancengleichheit. Das Problem ist, dass viele dieser Feministinnen sich immer mit dem überragendem 1% der Männer vergleichen, welche ganz oben an der Spitze der Nahrungskette stehen. Bei den Superreichen sind da definitiv die Frauen in der Minderheit. Mittlerweile würde ich aber sagen, dass in der Masse die Frauen mittlerweile besser gestellt sind. Männer machen meist die Jobs die keiner machen will, die meisten Jobs die den Körper killen werden von Männern ausgeübt, die meisten Soldaten im Krieg sind Männer, Männer haben die höchste Suizidrate und und und. Mir fällt nun spontan nichts ein, was ein Mann darf aber eine Frau nicht. Das Argument bezüglich Gewalt lasse ich mal außen vor, da das für mich ein besonderes Thema ist was nicht mit Chancengleichheit im Alltag zu tun hat. Ich will damit ja generell auch nicht sagen, dass Frauen ein Lotterleben haben nur wird es oft so dargestellt, als wären alle Männer Oppertunisten und reiche Schweine die alles an sich reißen und Frauen generell ausgrenzen. Nehmen wir als Beispiel mal die CSU wo regelmäßig bemängelt wird, dass zu viele alte weiße Männer in Führungspositionen sitzen ... die CSU kann sich jetzt aber keine Frauen backen oder einfach mal eine Frau hochhieven, die eventuell gar nicht will oder nicht geeignet ist. Zudem finden Frauen die CSU vermutlich auch nicht sonderlich attraktiv und somit wird es für die CSU umso schwerer Frauen in die Partei zu bekommen. Manche Feministinnen würden daraus aber wieder ein grundsätzlich frauenfeindliches Bild konstruieren.

Was glaubst du denn wie es alleinerziehenden Männern geht in Amerika oder generell armen Menschen ohne Auffangnetz? Ich glaube eine alleinerziehende Mutter erfährt noch ein Mü mehr Hilfe als ein alleinstehender Mann. Amerika ist aber generell ein shithole wenn man nicht genug Vermögen hat.
Hast Du Dich eigentlich mal mit Leuten auseinandergesetzt, die mit Transkindern zu tun haben? Ich schon, beruflich. Und ja, ich finde auch, mann muss da vorsichtig sein. In aller Regel ist man das aber auch. Und das Risiko ist heute mit Sicherheit sehr viel grösser, dass Eltern solche Anzeichen bei einem Kind negieren, als das Risiko, dass sie ihr Kind zu sehr darin zu bestärken.
Mein Negativbeispiel war vor allem auf Amerika bezogen. In Deutschland ist der Umgang damit sicherlich verantwortungsvoller. Mittlerweile gibt es aber schon Schönheitschirugen die auf Instagram Minderjährige für OPs begeistern wollen und diese auch ködern mit "mit Einverständniserklärung deiner Eltern dürfen wir auch dich verschönern". Ich finde da geht ein Trend in eine sehr komische Richtung.

Der erste Satz ist schon sehr übel, sorry. Einfach mal pauschal irgendwelche Stimmen so herunterzuputzen und damit zu delegitimieren. Als wären Minderheiten, die auf Social-Media lautstark auftreten erstmal immer verdächtig, psychisch krank zu sein.
Hiermit beziehe ich mich auf diese laute Masse die absurde Dinge fordern und für mich als Nicht-Mediziner machen viele dieser Menschen einen sehr gestörten Eindruck und benötigen eher eine Therapie als mediale Aufmerksamkeit. Eine Frau welche in einer Diskussionsrunde felsenfest behauptet Männer könnten regelmäßig Perioden bekommen, hat für mich einen Lattenschuss. Es ist einfach unmöglich und wenn dies ein Mediziner in dieser Runde bestätigt wird diese Person komplett ... ich nenn es mal aggro. Diese Menschen schaffen für sich selbst eine Realität die nicht existieren kann und das ist für mich eine Form von einer psychischen Störung. Und wenn ich mir viele dieser Transaktivisten anschaue ... finde ich sehen da viele gestört aus. Mag Schubladendenken sein aber dies hat jeder Mensch. Es gibt sicherlich auch viele "normale" Aktivisten die vernünftige Dinge fordern aber medial bekommen die Spinner die große Aufmerksamkeit und die "Normalen" werden nicht gehört.
Beispiel

Und betr. chirurgischen Eingriffen bzw. Transition habe ich jetzt sehr oft Betroffene gehört, die sagen, dass viele sich einer solchen Transition unterzogen haben, nicht, weil sie unbedingt den eigenen Körper verändern wollten, sondern weil sie einfach das Recht haben wollten, ihr Geschlecht offiziell formal anzupassen. Und das war in vielen Ländern bisher fast nur möglich, wenn jemand eine Transition durchlief. Eine einfachere Anpassung der Geschlechtsidentität formal kann und wird vielleicht also dazu führen, dass sich weniger Menschen umoperieren lassen.

Es gibt auch sehr viele Beispiele wo junge Erwachsende oder Jugendliche diesen Schritt bereuen, weil es eine Phase war und gerade in Zeiten des Internets werden Kids schon extrem beeinflusst. Es gibt viele Jungs die in einer Phase ihres Lebens gern mal Frauenkleidung tragen besonders wenn man mit einer Schwester aufwächst und ich befürchte, dass es zuviele Eltern gibt die hier negativ Einfluss nehmen und das Kind nicht nur bestärken oder unterstützen sondern aktiv in eine Richtung pushen, welche nach einer kurzen Zeit wieder komplett anders sein kann. Mein Patenkind fand ne zeitlang Pink super toll. Mittlerweile trägt er lieber grün.

Wir sind extrem offtopic. Das passt vermutlich alles besser in meinen erstellten Woke Thread als hier in den Rammstein Thread.
 

Woodstock

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Dieser billige Versuch Diversität einzubringen für eine vermeintliche Minderheit, abhängig davon auf welchem Markt man gerade agiert. Das Poster für Arielle wurde für den Chinesischen Markt stark verändert, ähnlich wie schon bei Star Wars damals. Mittlerweile geht Netflix ja schon soweit und unterstützt eine Dokumentation in der Cleopatra POC sein soll und dies wird als Fakt präsentiert obwohl niemand genau weiß wie Cleopatra aussah, die Tendenzen aufgrund der Herkunft jedoch eher in eine andere Richtung gehen.
Vielleicht sollte man sich eher fragen, warum Änderungen für Minderheiten und Frauen immer mit dem Dampfhammer passieren müssen. Das Frauen nicht gänzlich vom Mann abhängig wurden, musste per Gesetz geändert werden, da die Gesellschaft es alleine nicht geschafft hat. Das Wahlrecht für Frauen musste per Gesetz geschaffen werden, da die Gesellschaft es alleine nicht geschafft hat. Das Frauen überhaupt als vollwertige Menschen anerkannt werden, musste per Gesetz geschaffen werden, da die Gesellschaft es alleine nicht geschafft hat. Sklaverei musste mehrfach per Gesetz abgeschafft werden, da die Gesellschaft es alleine nicht geschafft hat. Segregation und Apartheid mussten per Gesetz abgeschafft werden, da die Gesellschaft es alleine nicht geschafft hat. Vergewaltigung in der Ehe musste per Gesetz abgeschafft werden, da die Gesellschaft es alleine nicht geschafft hat.

Jede größere Änderung für die Rechte oder Repräsentation einer Gruppe musste hart erkämpft werden. Teilweise mit Blut und per Gesetz durch gezwungen werden. Was hier in Hollywood für ein bisschen Repräsentation geschieht ist gar nichts! Wird dabei über die Strenge geschlagen? Siehe Cleopatra, ja. Ist das gut? Nein. Könnte es schlimmer kommen? Ja. Selbst ägyptische Forscher haben hier gemeckert und Klage eingereicht. Die haben ihr Fett wegbekommen. Aber anstatt sich darüber aufzuregen, warum es teilweise so verbissen erscheint, sollte man sich lieber mal fragen, warum man die Notwendigkeit gesehen hatte, es mit dem metaphorischen Dampfhammer durchbringen zu müssen und warum man sich nicht lieber mal zurücklehnen kann und einfach gespannt sein was kommt.

Erst sich beschweren, dass ständig das Gleiche kommt und wenn man dann was verändert, ist es auch nicht recht. Weil es die falsche Veränderung ist. Weil man das Gefühl hat, dass einem etwas weggenommen wird, obwohl das nicht die Intention ist. Man möchte es nur noch mehr Menschen geben, so wie es dir einst gegeben wurde. Lass Arielle in einer Variante doch mal schwarz sein. Wäre sie weiß, wäre einem der Film doch sowieso total egal. Aber weil sie schwarz ist, darum ist es plötzlich nicht egal und daran störe ich mich. Denn wäre der Film trotz schwarzer Arielle noch immer egal, dann hätten wir keine Notwendigkeit für Diversitätsdrang. Aber so weit ist die Gesellschaft noch nicht. Mir ist der Film absolut egal. Ich finde es aber gut, dass er Menschen unangenehm ist und sie sollen sich fragen, warum es unangenehm ist.

Ich kann verstehen, warum manche Leute einfach genug haben, sich ständig das Hautfarben und Geschlechtsargument anzuhören.

Zurück zu Rammstein:
Ein Ermittlungsverfahren muss unbedingt eingeleitet werden. Es kam schon zu viel ans Licht, um es einfach im Sande verlaufen zu lassen, ganz egal wie es ausgeht.
 

Deathrider

The Dude
Also, ich bin auch nicht dafür vorschnell die Nazikeule zu schwingen. Meines Erachtens wird die eh oft, vor allem aus dem Grunde sich selbst vom Gesprächsgegner (früher hatten wir übrigens Gesprächspartner) abgrenzen zu wollen, unnötig ausgepackt.
Ich finde es persönlich auch (jetzt mal ganz UNABHÄNGIG davon, ob Lindemann schuldig ist und ob andere Bandmitglieder mit drinhängen, oder nicht) quatsch, Rammstein aus Stilgründen als rechte Band zu titulieren (auch wenn es anders herum sicher nicht wenige rechte Individuen gibt, die Rammstein mögen, aber da kann die Band nix für). Sie kokettieren und provozieren bewusst, wie auch Venom damals mit dem Satanismus, was sie selbst zugegeben haben dass es nur Show ist. Liedtitel als Zeugen anzuführen ist m.E. recht albern. Der Text von "Links zwo drei vier" lässt z.B. keinen Schluss auf rechte politische Schlagrichtung zu (im Gegenteil: "...da schlägt es links" heißt es). Gleiches mit "Deutschland"... da ist der bewusst provokant gewählte Titel plötzlich Beleg. So läuft das in der Kunst nicht, sorry.

Aaaaaber, @Batou9, auch wenn ich es schwierig finde die Nazikeule voreilig zu schwingen, tust Du rhetorisch alles dafür, dass sich andere nach dem Griff umschauen. @Woodstock hat das "Warum" ja schon dargestellt, deswegen wäre es redundant dies nochmal zu tun.
Der Ton macht einfach die Musik. Wenn Du nicht in diese Ecke gestellt werden möchtest, dann wäre es vielleicht eine gute Idee, auch nicht mehr den Rechten das Wort zu reden und z.B. ständig von den passenden Verschwörungstheorien zu schwadronieren. Solange Du es tust, hat es halt eine gewisse Schlagseite.

Es sind ja nicht alle deine Argumente gänzlich falsch. Dass es immer wieder Fehler und Unzulänglichkeiten in der Darstellung anderer Kulturen gibt, oder dass gewisse Besetzungen im Rahmen historischer Werke fragwürdig sind, ist nicht von der Hand zu weisen, aber auch nicht neu und damit auch kein Merkmal einer "Agenda". Bei dem was wir mit Verweis auf diese Argumente fordern müssen wir jedoch sehr vorsichtig sein, damit wir rhetorisch keinen Ethnopluralismus betreiben. Dann würden wir unserem Anliegen (sei es Diversität zu fördern oder nicht in die rechte Ecke gestellt werden zu wollen) nämlich einen Bärendienst erweisen.
 

Woodstock

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Also, ich bin auch nicht dafür vorschnell die Nazikeule zu schwingen. Meines Erachtens wird die eh oft, vor allem aus dem Grunde sich selbst vom Gesprächsgegner (früher hatten wir übrigens Gesprächspartner) abgrenzen zu wollen, unnötig ausgepackt.
Ich finde es persönlich auch (jetzt mal ganz UNABHÄNGIG davon, ob Lindemann schuldig ist und ob andere Bandmitglieder mit drinhängen, oder nicht) quatsch, Rammstein aus Stilgründen als rechte Band zu titulieren (auch wenn es anders herum sicher nicht wenige rechte Individuen gibt, die Rammstein mögen, aber da kann die Band nix für). Sie kokettieren und provozieren bewusst, wie auch Venom damals mit dem Satanismus, was sie selbst zugegeben haben dass es nur Show ist. Liedtitel als Zeugen anzuführen ist m.E. recht albern. Der Text von "Links zwo drei vier" lässt z.B. keinen Schluss auf rechte politische Schlagrichtung zu (im Gegenteil: "...da schlägt es links" heißt es). Gleiches mit "Deutschland"... da ist der bewusst provokant gewählte Titel plötzlich Beleg. So läuft das in der Kunst nicht, sorry.
Dann wäre das Video "Unrockbar" von den Ärzten auch rechts und das sind die ja nun wirklich nicht.

Nein, den Rechtsvorwurf muss man von den aktuellen Vorwürfen ganz klar trennen. Das Eine hat mit dem Anderen nichts zu tun.
 

McKenzie

Unchained
Also, ich bin auch nicht dafür vorschnell die Nazikeule zu schwingen. Meines Erachtens wird die eh oft, vor allem aus dem Grunde sich selbst vom Gesprächsgegner (früher hatten wir übrigens Gesprächspartner) abgrenzen zu wollen, unnötig ausgepackt.
Ich finde es persönlich auch (jetzt mal ganz UNABHÄNGIG davon, ob Lindemann schuldig ist und ob andere Bandmitglieder mit drinhängen, oder nicht) quatsch, Rammstein aus Stilgründen als rechte Band zu titulieren (auch wenn es anders herum sicher nicht wenige rechte Individuen gibt, die Rammstein mögen, aber da kann die Band nix für). Sie kokettieren und provozieren bewusst, wie auch Venom damals mit dem Satanismus, was sie selbst zugegeben haben dass es nur Show ist. Liedtitel als Zeugen anzuführen ist m.E. recht albern. Der Text von "Links zwo drei vier" lässt z.B. keinen Schluss auf rechte politische Schlagrichtung zu (im Gegenteil: "...da schlägt es links" heißt es). Gleiches mit "Deutschland"... da ist der bewusst provokant gewählte Titel plötzlich Beleg. So läuft das in der Kunst nicht, sorry.
Da muss ich einhaken. Rammstein kokettierten vielleicht in den früheren Tagen mit rechter Imagery (in erster Linie waren es auch da aber vor allem das rollende "R", die generelle "teutonische Stampfigkeit" der Musik und das Riefenstahl-Video, es war jetzt nie so als hätten sie Nazifahnen geschwenkt o.ä., das ist prinzipiell auch alles künstlerisch herleitbar), aber Links, 2, 3, 4 war dann recht bald eine klare Absage an Rechts. "Sie wollen mein Herz am rechten Fleck, doch seh ich dann nach unten weg, danm schlägt es in der linken Brust", more obviouslier kannst du eine Message gar nicht in Dichtung packen, nachdem dir die Öffentlichkeit rechte Gesinnung nachsagt. Und alles was danach kam schwamm bereits in den Gefilden der Parodie (Mein Land, Ausländer), oder wie im Fall von Deutschland schockierte Resignation ("Meine Liebe kann ich dir nicht geben" ist auch eine unerwartet deutliche Aussage zum Nationalstolz, die man kaum anders interpretieren kann).

Nimmt man noch die Fixpunkte bei den Konzerten dazu (Küsse zwischen den beiden Gitarristen als Pro-LGBT-Statement und Flüchtlingsbote, die bei "Deutschland" auf der Bühne freundlich willkommen geheißen werden), ergibt sich ein ziemlich deutliches Bild, das bewusst so klar kommuniziert wird. Wer 2023 Rammstein noch für eine rechte Band hält, ist mit einer sehr..eingeschränkten Auffassungsgabe gesegnet. Und ja, wie gesagt, davon gibt es leider viele, es gibt viele dumme Menschen. Liegt aber halt wirklich nicht an der Band selbst.
 
Zuletzt bearbeitet:

squizo

Zillion Dollar Sadist
Ich finde es schade, dass immer mehr querdenkende Bürger*innen aus Protest gegen die woke, verurteilende deutsche Presse Fans von Rammstein werden.
 
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