Der Film hätte auch Fuck/Shit heißen können.
Für mich ist der Film ganz klar ne Horrorkomödie.
Audiovisuell top!
Vorm Kinobesuch sollte man wissen, dass der "Held" ein Schussel ist.
Ich sehe da jetzt keine große Verbindung zu Resident Evil.
Ich mag den Film, von daher, wenn der Name Resident Evil dem Film zu mehr Erfolg verhilft, dann kann ich damit gut leben.
Es gab meiner Meinung nach mindestens eine Slaptick-Einlage und zwar da wo er am Anfang vor dem Zombie entkommen will und mehrfach um das verunglückte Polizeiauto rennt.
Dieser Trommelwirbel bei mehreren Schlößern ist auch klarer Humor.
Gefühlt hält sich der Horror/Brutalität die Waage zum Humor.
Es ist ein Ritt auf der Rasierklinge, aber der Film meistert die Herausforderung.
Wobei. Wo ich jetzt nochmal länger drüber nachgedacht habe. Horror und Humor darf beides leben und das eine hebt das andere nicht komplett auf, das Eine zerstört nicht das Andere, aber Beides geht nicht so in die Tiefe wie es bei einer Fokussierung auf ein Genre möglich gewesen wäre. Für mich ist das Hauptgenre des Films Komödie. Trotz Nutzung eines genretypischen Gimmicks. Ich kann es glaube ich nicht besser beschreiben als das Folgende. Ich bin erstaunt wie blutig und schockierend die Komödie ist oder ich bin erstaunt wie lustig der Horrorfilm ist. Es ist total abhänging von der eigenen Person wie man den Film sieht und als was man ihn sieht.
In einem Interview meinte Zack Cregger, dass es mit den Waffen wie bei einem Videospiel ist. Also das man immer wieder bessere Waffen findet.
Zudem meinte glaube ich auch Er, dass man so von Miniboss/Herausforderung zu Miniboss/Herausforderung geht. Kann man denke ich so sehen, aber ich sehe es aktuell nicht so.
Die Monster und deren Designs sind gut. Nur der dicke weiße Mann in der Kanalisation fand ich etwas schwach.
Am Ende wir der "Held" leider zu einem Hollywood Helden bzw der "Held" wird zu sehr Hollywood.
Ich finde es passt nicht gut, dass Bryan sich wie ein Actionstar aus dem Aufzug schwingt, dem Säurespucker ganz einfach überwältigt und dann noch die Fleischkugel mit den ganzen anderen Zombies erschlägt.
Man könnte es natürlich als zusätzliches Genre sehen, also das Actiongenre. Aber mir war das doch etwas zu viel des Guten
Da hätte ich es eigentlich gerne gesehen wie sich die ganze Pampe am Boden wieder zusammenformt und wie ein Katamari rumrollt, Tote aufsaugt und immer größer wird.
Ich hätte den Film noch 30 Minuten weiter gucken können. Aber besser so, dass man mehr vom Film sehen will, als das man Leerlauf oder sogar Langeweile hat. Der Film geht so circa 95 Minuten.
Ich mag das Ende vom Film.
Ich war nach dem Film sehr zufrieden, vielleicht sogar glücklich und bin es noch immer.
Alle sind nach dem Filmende im Kino sitzen geblieben, waren eh nur 4 oder 5, einfach noch um das Gesehen wirken zu lassen, aber ich denke auch weil man gerne weiter Bryan verfolgt hätte und man gerne mehr aus Zack Creggers Resident Evil Welt sehen würde.
Ich hoffe eigentlich auf noch einen weiteren Zack Gregger RE Film, aber es wird schwer wieder so ein gutes Produkt abzuliefern.
Er stolpert durch den ganzen Film und überlebt. Aber am Ende versaut er es und alles ist umsonst.
Ich denke der Film hätte auch ohne den Resident Evil Titel Erfolg gehabt.
8/10