Seid ihr gläubig? Euer Umgang mit Religion/en

HurriMcDurr

Well-Known Member
Et tu, McKenzie? Vielleicht liegts nur an unterschiedlicher Definition des Atheismusbegriffes, aber ich hoffe doch nicht, dass du sagen möchtest, dass die Abwesenheit von Gottglaube ein religiöser Glaube ist. :crying:
 

Revolvermann

Well-Known Member
Naja, das Atheismus eine Religion ist rein konzeptionell schonmal falsch. Es erfüllt kein einziges Charakteristika einer Religion. Wirklich kein Einziges. Klar, halten Atheisten auch schonmal eine Versammlung ab, aber das tun Kegelvereine auch und die stehen nicht unter Verdacht eine Religion zu sein. Ich glaube der Vorwurf gegenüber dem Atheismus, "auch eine Religion" zu sein, entsteht zum Teil aus dem Willen der meisten Atheisten, sich gegen plumpe aber gesellschaftlich geduldete Fantasie-Behauptungen zu wehren. Zum anderen, aus der Tatsache, dass sich wirklich ganz und gar ehrlich gläubige Menschen nicht vorstellen können, keinen Glauben zu haben.
Man muss in dem Zusammenhang auch schon zwischen Religion und Glauben unterscheiden.
Aber auch die oft wiederholte Behauptung, Atheismus sei ein Glaube, wie jeder andere, ist nicht korrekt. Es ist lediglich die Ablehnung des Gott- oder Götterglaubens. Mit anderen Worten, die Ablehnung einer durch nichts bewiesenen Behauptung. Man muss nämlich schon unterscheiden zwischen rationalem und irrationalem Glauben. Wenn mir jemand sagt, am Nordpol wohnt ein lila Drache, lehne ich diese Behauptung ebenfalls ab. Wenn dann jemand sagt : "Haha! Aber du weißt es nicht! Also ist es doch auch nur ein Glaube!" Hat er dann recht? Wahrscheinlich nicht, wie er das Wort impliziert. Dann ist es nämlich meinerseits eine rationale Annahme, die auf Logik und Empirie beruht, da ich niemals, irgendwo einen logischen Beweis dafür gesehen habe. Nichtmal auf Erfahrungswerte gestützt.
Wenn ich also "glaube" das Nachbarhaus steht noch immer da, wo es eben stand, obwohl ich es gerade nicht sehe, ist das eine rationale Annahme die auf Logik und Erfahrungswerten beruht und hat nichts mit dem "Glauben" an ein allmächtiges Wesen im Himmel oder sonstwo zutun.
Rationalität als feste Überzeug streng zu verteidigen halte ich nicht für eine "fixe Idee" sondern für das pflichtbewusste Einstehen zuliebe des gesunden Menschenverstandes.
 

TheUKfella

Active Member
Woodstock schrieb:
TheUKfella schrieb:
Ich sag ja, ich bin da recht simpel :wink:
Und wie begründest du das? Warum gab es keine Dinosaurier und wie erklärst du dir eindeutige evolutionäre Zusammenhänge?

Wie ist das Leben so als Kreationist? Du trollst doch nur, oder?
Ich habe nicht gesagt ich sei ein Kreationist. Ich habe ehrlich gesagt sogar noch nie von diesem Wort gehört :biggrin: Und trollen tue ich auch nicht. Dafür bin ich nun wirklich zu alt...;-)
Ich sagte ich glaube an Gott und auch daran dass er/sie die Welt schuf. Ob es so gewesen ist wie man es in der Grundschule erzählt kriegt, von wegen Adam & Eva...weiss ich nicht. Ich war nicht dabei.
Was ich damit sagen will ist, ich glaube das da oben irgendwo jemand ist der die Strippen festhält. Und ich betone nochmals; ich bin da eben recht simpel. Was ist an der These falsch, dass Gott vor den Menschen erstmal ein paar Dinos gebastelt hat?
Bloss um mal die ganzen Fossile zu erklären.
 

Metroplex

Well-Known Member
TheUKfella schrieb:
Was ist an der These falsch, dass Gott vor den Menschen erstmal ein paar Dinos gebastelt hat?
Bloss um mal die ganzen Fossile zu erklären.
Es geht mehr um den Zeitrahmen. Dann müssten die Dinos und die Menschen innerhalb der selben 6 Tage erschaffen worden sein, sprich zusammen gelebt haben, und das noch dazu erst vor ca 5000 Jahren.
 

McKenzie

Unchained
Natürlich will ich mit so einer Aussage provozieren. Natürlich ist Atheismus keine Religion. Mit dieser Überspitzung wollte ich lediglich darauf hinaus, wie vehement und als einzig richtig manche(!) Atheisten ihr Weltbild anderen aufzwingen wollen (egal wie dumm das sein mag. Wie gesagt halte ich persönlich Religionen auch für Mumpitz), was manchen streng religiösen Menschen nahekommt. Das habe ich online schon des öfteren mitbekommen und so muss das auch nicht laufen.
 

Revolvermann

Well-Known Member
@McKenzie
Klar gibt es überall auch Idioten. Vor allem im Internet. Und zu versuchen, jemandem die eigenen Überzeugungen aufzuzwingen, ist sowieso meistens falsch.
Allerdings geht es auch oft, wie ich manchmal festgestellt habe, um gesellschaftliche Akzeptanz. Wenn z.B ein religiöses Thema unter größtenteils religiösen Menschen aufkommt - sagen wir, wie in diesem Thread, die Entstehung des Planeten - dass dann religiöse Meinungen recht schnell und einfach zu formuliert sind. Und auch hingenommen werden. Was auch überhaupt nicht schlimm ist. Es ist ja schließlich ein Glaube, eine Religion.
Dann sag ich etwas zu dem Thema, und da es dort natürlich wissenschaftlich noch viele offene Fragen gibt und ich zudem keine Wissenschaftler bin, entstehen Fragen in der Runde. Oft schon direkt leicht herausfordernd. Als hätte ich die Antworten auf alles, weil ich ihre Antworten nicht teile. So nach dem Motto: "Aha, und wenn die Menschen nicht von Gott kommen, woher kommen sie dann?" ect. Und schon redet man eine ganze Weile und steht unter Dauerfeuer und wird später als fundamentalistisch angesehen oder als strenger Atheist der natürlich erstmal 30 Minuten schwafeln muss. Einfach weil viele gläubige Menschen schon nach einem Satz sehr getriggert sind. Dabei war meine Antwort Anfangs genauso höflich und kurz wie alle anderen.

Aber natürlich gibt es tatsächlich fundamentalistische Atheisten oder auch Atheisten/Agnostiker ect. die nerven und gerne schwafeln. Wollte nur damit aufzeigen, dass es manchmal eben provoziert wird. Zudem möchte ich noch anmerken, dass die angesprochenen "religiösen Menschen" ebenfalls nicht immer so sind. Erfahrungsmäßig sogar recht selten. Meine gläubigen Freunde und Bekannten sind ohne Ausnahme auch an Wissenschaft interessiert und tendieren z.B. hundertmal eher zur Evolution anstatt zu irgendeiner Auffassung der Bibel bzw. des alten Testaments.
 

nachoz

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Grundsätzlich bin ich auf Fakten scharf.

Ich habe die vorgelegten Berichte zum Thema "Liebe messen", "Glück messen", etc. jetzt nicht gelesen. Daher meine Frage: Sind das Fakten, so wie 1+1=2 ? Oder sind das noch Thesen, Vermutungen oder was auch immer?
Irgendwie sehe ich da immer ziemliches Streitpotenzial.
Gerade wenn jetzt einer wie ich daher kommt und sagt "Joar, so ein wenig gläubig bin ich ja. Und mir gefällt es, nicht alles verstehen und belegen zu müssen".
Und im Gegenzug bekommt man einen Bericht gezeigt, der (so kommt es mir vor) als unumstößlicher Fakt angeprießen wird.
Ich sagte ja schon: Ich bin eher auf die romantische Art wohl gläubig. :ugly:
 

NewLex

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@nachoz: Die Berichte sagen eigentlich nur dass man Liebe messen kann, da Liebe eine Hirnaktivität erzeugt. Warum man sich aber verliebt ist nicht ganz klar. Liegt vielleicht am Geruch, am Aussehen, an einen winzigen Charakter-Zug der einen unterbewusst an ein schönes Ereignis an die Kindheit erinnern lässt und somit wieder die gleichen Glücksgefühle auslöst, welche dann als Liebe interpretiert werden.... Oder Liebe ist eine Kraft die wir einfach noch nicht entdeckt haben. Eventuell etwas göttliches, vorherbestimmtes?

Aber eigentlich egal, Hauptsache man hat Spaß damit :-)
 

Woodstock

Z-King Zombies
Die amerikanische Anthropologin Helen Fisher hat nachgewiesen, dass verliebte Gehirne prinzipiell suchtkrank sind. Dementsprechend zeigt man bei Liebeskummer körperliche Symptome eines Entzuges.

Alle diese Daten sind nachweisbar.

Ich bin nur nicht ganz sicher bzgl der Aktualität.
 

Timo

Active Member
Ich bin nicht gläubig und halte von Religionen überhaupt nichts. Die sind für mich die Hauptursache für Intoleranz und Hass. Reine Hirnwäsche und sehr gefährlich.
 
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