Severance - Apple-Serie von Ben Stiller

Scofield

Fringe Division
Ich habe gestern endlich die Zeit gefunden und die erste Staffel durchgezogen.

Hat mir echt sehr gut gefallen. Das Setting , die Geschichte , die Charaktere , Die Schauspieler und das allgemeine Pacing ist wirklich gut.
Sehr Strange und man blickt nicht wirklich durch , aber dennoch sehr interessant und man will einfach sehen wie es weitergeht.

Muss gestehen dass ich ein wenig mehr erwartet habe aufgrund der ganzen "Severance ist Perfektion" Meinungen im Internet. Mir persönlich fehlte einfach ein hauch mehr in der ersten Staffel. Kann nicht mal sehen was genau , aber irgendwas fehlte um die Perfektion zu erreichen.

Dennoch ganz starke 8 von 10
Mit "The Bear" einer der seltsamsten Serien die ich seit langer Zeit gesehen habe. Ich bin auch bereits mit den ersten 3 Episoden von Season 2 durch und diese gefällt mir sogar noch mehr. Allgemein fühlt sich alles noch runder an.

Bin echt gespannt wo diese Serie noch hingeht.
Musste echt lachen als Keanu Reeves im Season 2 Opener das Video über das Lumen Haus gesprochen hat. :ugly:
 

Scofield

Fringe Division
Auch vorhin die zweite Staffel beendet und die war wirklich Spitze.
Die Serie ist so abgefahren Strange und gleichzeitig so süchtig machend. Man kann einfach gar nicht mehr aufhören wenn man erstmal drin ist.

Das Finale war wirklich große Klasse und bin nun echt gespannt wie es mit Season 3 irgendwann weitergeht. Nun wird es nämlich echt interessant.

Absolute Empfehlung.
 

Cartman

Well-Known Member
Habe irgendwie den Verdacht, dass die Macher keinen wirklichen Plan haben wo die Serie hin führen soll.
Habe deshalb nach der 1. Folge der 2. Staffel vorerst aufgehört. Oder lohnt sich das dranbleiben?
 

Presko

Don Quijote des Forums
Was ein geiles Finale.

Perfektion 👌 👌 👌

Die zweite Staffel war für mich noch mal ein ganzes Stück in sich stimmiger als die Erste und das Finale hätte ich gerne einem vollen Kino mit anderen gesehen.

Wie genial war bitte die Dialogszene in der Hütte. Inszenatorisch und vom Drehbuch her. Mark hat als Figur in der Szene so viel Tiefe gewonnen und Klarheit.

Die Feier für Marks Arbeitsabschluss. Mr. Milchick wieder grandios. Sein Dialog mit der Kyr-Puppe. Wie dieser Dialog die aufgebauten Spannungen zwischen Milchick und seinen Vorgesetzten perfekt auf den Punkt bringt. Später: Mr. Milchick eingesperrt auf der Toilette. Kann sich nicht befreien. Dann sein Aufbäumen, als der Alarm losgeht. Wie er gegen die Tür rennt, kurzer Schnitt zum Snackautomaten, wo die Snacks runterfallen. Dann Milchick durch die Tür. Schnitt - Gegenschnitt - Mr. Milchick vs. Helly R., Dylan und die gesamte Kapelle - ich habs so gefeiert.

Die Fahrstuhlszene: Wenn der eine Mark Mr. Drummond mit der Bolzenpistole noch bedroht, dann zum anderen Mark wechselt, der ohne es zu wollen, den Abzug betätigt.

Und das Ende der Folge: So auf den Punkt.
Einfach grossartig. Würde für mich auch wunderbar als Serienabschluss funktionieren.

Überhaupt hoffe ich, sie reiten die Serie nicht mit zu vielen Staffeln zu Tode. Eine oder höchstens noch zwei Staffeln - dann Schluss wäre mein Wunsch.

Aber wie toll war dieses Season 2. Für mich auf einer Höhe mit Mr. Robot.
Alleine die Figurenentwicklung. Es sind ja nun gar nicht so wenig Figuren, und alle werden so genial ausgearbeitet. Helly vlt. noch im Moment am wenigsten, aber ich denke, da kommt in dern nächsten einiges auf uns zu.

Wie sie aus dem eher unscheinbaren Dylan, eine so komplexe Figur gemacht haben: Sei es der Innie- oder Outie-Dylan. Die Beziehung zu seiner Frau und was das in beiden auslöst. Oder auch zu Beginn, wie seine Beziehung zu Irving nochmal vertieft wird

Überhaupt gelingen der Serie gleich zwei der schönsten Lovestories, die ich seit längerem gesehen habe. John Turturro und Walken zeigen ihr ganzes Können. Wie sie mit ganz kleinen Gesten eine so zutiefst sanfte und zärtliche Liebe zwischen zwei älteren Männern zeichnen, ist schon echte Kunst. Überhaupt Turturro ist in der Staffel so gut, in seiner Verletzlichkeit, aber auch seiner Verzweiflung und Wut. Eine andere Meisterhafte Szene, als Irving beim Abendessen den Grund erfährt, warum Burt überhaupt den Severance-Prozess durchlief. Damit sein Partner wenigstens eine Chacne hat, dass Burts Innie ihn in den Himmel begleitet - so genial. Das sagt mit ganz wenig so viel über diese Figur aus. Einfach nur Writing at its best.

Und wie cool war Miss Huang, bitte? Dieses ständige Irritation, wenn sie auftauchte bei allen. Aber auch sie hat ne so geile Entwicklung durchgemacht. Vom reinen absurden Gimmick, zur mysteriösen Figur, von der man mehr wissen will. Mit ihrem Ringspiel, ihr Duell mit Milchick, als sie sich bei Dylan plötzlich entschuldig.

Und sowieso der heimliche Star dieser Season: Mr. Milchick. Überraschend, widersprüchlich, tiefsinnig, ultrakomisch, aber auch beängstigend und tragisch zugleich.
Wie sie, ohne es einmal klar auszusprechen, das Thema Rassismus einbauen. Die Szene, als er versucht, mit Natalie darüber zu sprechen, und sie ihn auflaufen lässt. Und überhaupt, wie die Spannung ihm immer mehr zunimmt, gegenüber seinen Autoritäten. Das Bewertungsgespräch mit Mr. Drummond und seine Reaktion darauf. Die Spiegelszene, wo er übt, mit weniger Worten zu sprechen - da läuft einem ein Schauer durch den Rücken. Überhaupt, wie es ihm gelingt, beinahe nahtlos zwischen diesen komplett widersprechenden Stimmungen witzig, "der Kasperle" - verunsichert - wütend - bedrohlich, psychopathisch - manipulativ - hin und herzuwechseln ist ne Meisterleistung

Was man der Serie auch anmerkt. Hier hatte man von Beginn weg eine klare Vorstellung, wo die Reise hingeht. Der zweiten Staffel gelingt es erstaunlich gut, das Mysterium um Looman und was da eigentlich passiert, immer ein Stückchen mehr zu lüften. Und vor allem, enttäuscht nicht, was zutage tritt. Denn auch das ist megaspannend und erschütternd.

Zwei Kleinigkeiten, die mich leicht gestört haben:
Die Outdoor-Folge: Hier fehlte mir völlig das Staunen der Innies über die Welt um sie herum. Ich meine, sie sind draussen! Sie sehen, fühlen Schnee! Mark hat zum ersten Mal Sex. Aber es kommt gar nicht rüber, als wär das alles ne besondere Erfahrung für sie.

Mark vs. Mrs. Cobel: In der letzten Folge, als Mrs. Cobel Innie-Mark schliesslich überzeugt, ihnen zu helfen, hätte ich es noch überzeugender gefunden, wenn sie ihn auf seine Mittäterschaft hingewiesen hätte. Ich meine, er ist ja ein Rädchen in dem Getriebe, das Gemma foltert. Mit jedem Mal, wenn er ohne Widerstand zu leisten, wieder ein File beendet, geht ihr Martyrium weiter. Klar, weiss er das nicht, er befolgt nur Befehle. Aber ich denke, das hätte ein starker Moment sein können.
 

Cartman

Well-Known Member
Ich glaube, ich bin zu blöde für die Serie. Die erste Staffel ging ja noch, aber in der zweiten Staffel habe ich kaum noch nachvollziehen können, was das alles sollte. Ich denke, für mich ist hier Schluss. Das Ende ist für mich Ok als Schlusspunkt.
 

Envincar

der mecKercheF
Ne geht mir genauso. Die Serie hat "Style" aber man bekommt auch das Gefühl, dass man nur mehr Spannung aufbauen will indem man immer abstruser wird. Kann mir bisher nicht vorstellen, wie man diverse absurde Szenerien in der Serie noch logisch erklären will.
 
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