Squid Game Staffel 2 - Der Plumpsack (des Todes) geht rum (Netflix)

Scofield

Fringe Division
@Cimmierer
Das mit dem Tür abschließen hat echt keinen Sinn ergeben. Das ganze Spiel war irgendwie seltsam.
Das Blaue Team war extrem benachteiligt durch die Location. Dazu dann noch dass Sie 3 Schlüssel brauchen für einen Ausgang.
Dann wurde ganz genau sagt : Das eine offene Tür nicht mehr geschlossen werden kann, aber bei den Ausgängen dann doch ?
 

Cimmerier

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Ja, ich hab das auch nicht geblickt.
Es war auch einfach gar kein Verstecken, sondern ein Labyrinth. Dauernd in Bewegung bleiben und Glück haben. Da war kein taktieren möglich, geschweige denn ein Verstecken. Vielleicht ist es ein Übersetzungsfehler, vielleicht spielen die Koreaner das Spiel anders als wir, aber das ging für mich einfach gar nicht auf. Und dann lief es auch noch 30 Minuten, hat aber satte 60 Minuten Episode gefüllt.
 

Scofield

Fringe Division
Ja das Spiel hatte einige Probleme. Wie du schon sagst waren die 30 Minuten auf 60 MInuten gestreckt. Durch die Geschehnisse der Episode kam auch nicht wirklich zum Vorschein wie groß die Location überhaupt ist. Gefühlt waren es einfach 2 Stockwerke mit einigen Gängen und 40 Türen. Kaum einer der Roten Spieler hat aber mal Türen gechecked ob diese genutzt wurden. Dann gab es keine Verstecke außer sich vielleicht hinter einer Tür zu zwängen. Keine alternative Methoden wie Kisten , Schächte oder ähnliches. Das Blaue Team hatte von Anfang an die Arschkarte bei dem Spiel.

Dagegen fand ich die Brücke 2.0 richtig cool. Da hat man aber auch gemerkt das der Schwierigkeitsgrad extrem gesunken ist zum Versteck Spiel dagegen. Die ganzen Squid Games sind einfach nicht gut durchdacht was Fairness und Schwierigkeit angeht. Gefühlt sind die eher so gebaut dass Sie gerade den Plot am besten helfen.

Wie z.B 222 mit dem kaputten Bein und dann ein Seilspringen Spiel.
Das Versteck Spiel wo 456 sowieso gerade das Bedürfnis hat jemanden zu killen

Die Spiele ergeben einfach keinen Sinn mehr
 

Scofield

Fringe Division
Auch gerade das Finale geschaut und die zweite Staffel war wirklich eine Enttäuschung. Es ist wohl auch klar dass man Season 2 und 3 einfach geteilt hat.
Echt Schade wie schnell diese Serie ihre größten Stärken verloren hat. Die erste Staffel war sehr originell , toll inszeniert und es gab erstklassige Charaktere.

Die Zweite Staffel hat gefühlt aber überhaupt nichts auf die Reihe bekommen. Ja es gab nette Spiele und einige coole Momente, aber die Serie hat für mich ihren Charme verloren. Es war alles einfach zu oberflächlich und es fehlte das Herz. Dazu hat sich die Story nie wirklich entwickelt. Alles fühlt sich nach einer aufgebrühten Wiederholung von Season 1 an.

-Boot Plot war viel zu lang und hat letztendlich zu gar nichts geführt.
-Die Squid Game Mitarbeiterin hatte auch kaum gute Momente oder konnte überzeugen. Ihr ganze Storyline war unnötig.
- Das ständige gevote ging mir am meisten auf die nerven. Gefühlt wurden hier 80-120 Minuten verschenkt.

Was mich aber am meisten gestört hat :
-456 war wie schon erwähnt echt nicht mehr gut. Gefühlt hat er nur noch traurig in der Gegend rumgeschaut und hatte kaum gute Momente. Er ist echt nur noch als Zombie in der Serie rumgeplätschert.
- Das Ende von 456 fand ich schrecklich. Will nun kein Arschloch sein , aber warum sollte mich das Kind von 222 interessieren ? Das war nun der ganze Charakter Ark von 456 ? Er geht zurück in die Spiele und findet in den letzten zwei Episoden dann ein Grund zu sterben um ein Baby zu retten ? Fucking Blödsinn ....
- Die Spiele selber waren zwar unterhaltsam, aber die Squid Games haben komplett ihren Charme verloren. Denn die Spiele waren gerade in der zweiten Hälfte extrem Unfair und hatten nicht mehr diesen emotionalen Punch wie in der vorherigen Staffel.
- Der Spielemacher ändert ständig die Regeln und manipuliert die Teilnehmer. Dachte in den Squid Games geht es um freie Entscheidungen ?
- Noch mal zu dem Boot Plot : Gefühlt 5 Stunden in der Gegend rumgefahren, um am Ende seinen Bruder zu sehen und wieder ohne Antworten zu gehen ?
- Cate Blanchett als Dachi Spielerin in den USA:ugly:

Man Hätte soviel aus den Squid Games machen können. Wieso hat man sich nur dazu entschieden die Story auf ein 08/15 Level zu bringen und die meisten Zuschauer enttäuscht da stehen zu lassen. Wenn ich es nicht besser wüsste , könnte man meinen das Squid Games Season 2 von Disney+ produziert wurde.

Ich denke dass ich Recht behalte und nun verschiedene Spin Off Ableger kommen werden. Habe ich eigentlich nichts gegen , aber bitte mehr Lore und Antworten.
 

Cimmerier

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Hm, sehe ich teilweise doch gravierend anders als du. Insbesondere den Punkt um 222 und 456. Aber morgen mehr dazu.

Edit: Unterm Strich sind wir da auf einer Linie, aber punktuell dann wiederum nicht.
 

Scofield

Fringe Division
Ich verstehe sogar die Idee hinter den Tot von 456. Er rettet letztendlich ein Baby mit dem er nichts zu tun hat. Ein Kind was sich niemals an Ihn erinnern wird oder ähnliches. Dennoch beweist er damit seiner Mutter und Tochter dass er am Ende ein guter Mensch ist. Er hat nicht seine Werte verkauft und war einfach Gut.

Ich wünschte mir nur dass Sie etwas anderes mit Ihm gemacht hätten. Er hat immerhin nichts erreicht. Er hat das System nicht zerstört, noch irgendwie beeinflusst. Er war sich selber treu und das ist eine schöne Sache , aber ich hoffe halt dass seine Taten in einer Spin Off Serie von Bedeutung sind. Denn in der Serie wirkt es so als hätte er rein gar nichts erreicht und nicht mal in Season 2 nötig gewesen wäre.

Die einzige Hoffnung besteht darin dass er den Spielleiter nun wachgerüttelt hat, aber die Staffel war auch gleichzeitig das große Finale der Serie. So bleibt also vorerst ein Finale was sehr einen sehr unzufrieden zurück lässt.

Man müsste nun am Ball bleiben und diese 08/15 Staffel nutzen um die wenigen Weichen für eine neue Serie zu nutzen.
Denn jetzt fühlt sich das danach an dass sie eine unnötige zweite Staffel gemacht haben ,einzig allein weil das Original so erfolgreich war. Ohne Plan und Verstand.
 
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Cimmerier

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Ach ja, ich wollte ja noch ein paar Kleinigkeiten schreiben.

Als das letzte Spiel erläutert wurde, war mir klar, wie es ausgehen würde und genau so ist es passiert. Dass 456 das Baby nicht in den Abgrund wirft ist absolut richtig und ich kann eh nicht verstehen, wie verachtenswürdig fast alle Erwachsenen bereit waren das unschuldige Leben zu opfern. In dem Moment haben sie sich auf eine Stufe mit den VIPs und den Squid Game Betreibern gestellt. Weshalb es nur richtig und wichtig war, dass 456 selber in den Abgrund springt, statt das Baby zu opfern.

Trotzdem fand ich das Finale ernüchternd, weil S2/3 dadurch irgendwie unnötig werden, ähnlich wie bei Joker 2. Überhaupt war man auf zu vielen Schauplätzen unterwegs, was sich immens negativ auf das Pacing ausgewirkt hat und man hatte zuviele Figuren im Fokus, die ja ohnehin fast alle das Zeitliche segnen. Die Cops und Söldner haben nichts auf die Kette gekriegt und der Nebenplot mit der defektierten Nordkoreanerin war auch nicht sonderlich rund.

Ich hoffe einfach, dass jetzt Schluss ist. Ich hab mich unterhalten gefühlt, aber ich brauche weder mehr Licht im Dunkeln, noch irgendwelche Spin-Offs. Das ganze Konzept zu hinterleuchten, führt am Ende eh nur wieder zu irgendwelchen eindimensionalen Figuren wie den VIPs. Daran habe ich gar kein Interesse. Wenn, dann bleibt bei den Spielen und den menschlichen Abgründen, die sich auf Grund dieser Extremsituationen auftun. Das war für mich die größte Stärke von S1. Nur frage ich mich, was man da noch groß erzählen könnte, was nicht schon angeschnitten oder komplett ausgelotet wurde.
 

Scofield

Fringe Division
Ich habe mir gestern Abend noch Gedanken gemacht und muss gestehen dass ich schon gerne eine Spin Off Serie hätte.

So länger ich darüber nachdenke , um so mehr hatte ich in S02/03 das Gefühl dass der Front Man versucht hat 456 auf seine Seite zu ziehen. Ja , mir ist klar dass er zeigen wollte dass jeder Mensch fallen kann , aber dennoch hatten die beiden eine Verbindung. Ich hätte also nichts dagegen wenn die Geschichte des Front Man weitererzählt wird. Es wird ja am Ende eigentlich gut gezeigt dass er 456 mehr als nur respektiert, weswegen er ja das Geld zusammengepackt hat und letztendlich die Tochter vom Tot ihres Vaters zu informieren und ihr sein Vermächtnis zu übergeben. Er wirkte auch überrascht als er Cate Blanchett als Ami Dachi Spielerin gesehen hat.
Vielleicht ist er gar nicht mehr vom Konzept überzeugt und geht dagegen vor.

Der Charakter hat einfach sehr viel Potenzial. Damit könnte man was machen. Natürlich nur wenn man den Franchise nun nicht auf Disney Art komplett kaputt melkt durch "Globale Squid Games".

Mir ist heute morgen auch eingefallen dass Gyeongseong Creature Staffel 2 auch genau die selben Probleme hatte. Eine Serie die als Mini Serie den Perfekten Abschluss hatte und nur durch dessen Erfolg eine zweite Staffel aufgezwungen wurde. Bei Gyeongseong Creature war es aber noch viel schlimmer als bei Squid Game , weil die 2 Staffel einfach reine Katastrophe war. Ebenso war es gefühlt ja auch bei Sweet Home Staffel 2.

Sehr auffällig. Vielleicht können die Koreaner einfach keine gute Fortsetzungen produzieren , wenn diese vorweg nicht eingeplant waren. Mmmmhhh ....
 

Cimmerier

Administrator
Teammitglied
Fortsetzungen zu Serien oder natürlich auch Filmen, die man nicht vorher schon in der Schublade hatte, sind ja ohnehin schwierig. John Wick hat es irgendwie gepackt, weil sie das Überdrehte einfach mit viel Begeisterung aufgegriffen haben. Das ging auf, hätte aber auch nach hinten gehen können. Bei Independence Day ging das Ding gar nicht auf. Gangs of London ist ja ähnlich wie Squid Game, sobald die Mächte hinter dem ganzen Kram ins Spiel kamen, wurde es deutlich unrunder. Richtig schlecht fand ich die Squid Game Fortsetzung nicht, aber es wirkt schon eher mit der Brechstange ins Leben gerufen, als mit Gefühl.
 

Jizzle

Well-Known Member
Also ich finde, dass mit Staffel 3 ein Geniestreich gelungen ist. Kein seichtes Hollywood-End, kein Fanservice.

Staffel 2 und Staffel 3 sehe ich als noch stärkere Gesellschaftskritik an, als Staffel 1.
Sie ist unbequeme Poesie. Sie will nicht gefallen, wem gefällt schon die Wahrheit, dass es meistens kein Happy End gibt, dass Hauptfiguren brechen, dass liebgewonnene Charaktere sterben, dass das Böse doch wieder irgendwie davonkommt, dass die Polizei unfähig und korrupt sein kann?

Doch so ist die Welt leider zu oft, besonders im Moment mag es den Anschein haben
Jeden Tag sterben auf ungerechte Art und Weise Säuglinge, Kinder, Undschuldige und nur die wenigsten kümmern sich um sie, und um damit klar zu kommen, suchen wir Rest-Trost in den kleinen Siegen (Spieler 246 und Spieler 222.2), weil die Wahrheit nur das ist, was man ertragen kann und wir sind alle viel schwächer, als wir denken.

Staffel 3 ist einfach ein lyrisches Meisterwerk mit Allegorien, die schockieren. Es ist moderne Kunst, die verstört. Ich mag sie nicht wirklich, aber sie ist ehrlich, sie ist echt.
Der Schöpfer war mutig diesen Weg zu beschreiten und hat sich ein Denkmal gesetzt. Es war das einzige und das beste was man aus der Serie nach Staffel 1 rausholen konnte. Es hatte was Bob Dylan-mäßiges. Die Serie hat sich neu erfunden.

Gleichzeitig war vieles handwerklich wieder überdurchschnittlich gut.

1. Es gab wieder Figuren mit denen ich mitgefiebert habe (Spielerin 222, Mutter und Sohn, die Ex-Soldatin war sensationell vielschichtig und eine der besten Serienfiguren ever) Einige Bösewichte waren mir zwar, wie oben erwähnt, zu platt (aber die gibt es, siehe aktuelle Politik, auch im wahren Leben).

Es ist wieder gelungen, dass Charaktere die zunächst sympathisch wirkten, uns mit ihrem Handeln schockieren. Das schafft kaum eine Serie, schon gar nicht viele amerikanische Serien.

2. Das Labyrinth-Schlüssel Spiel war für mich mit das spannendste Spiel der gesamten Serie, auch das Seilspringen war richtig gut. Also die Kreativität bei den Spielen war wieder sehr hoch.

3. Das Spannungslevel ist so hoch wie ich es nur von wenigen Serien kenne (The Boys, The Walking Dead Staffel 1, Breaking Bad Staffel 5 etc.)

Also für mich verdrängen die Kritiker den einmaligen künstlerischen Anspruch dieser Staffel und betrachten sie mir zu technisch. Staffel 3 ist nicht schön, sie ist wahrhaft gut. Sie ist aus aktuellem Anlass kein Fanservice und das ist die richtige Message. Und der ablenkende Rest-Trost durch die kleinen Erfolge ergibt auch Sinn, auch wenn diese etwas zu konstruierend wirken. Da pflichte ich den Vorgänger*innen bei.

Wie hat mein Geschichtslehrer gesagt: Der Film "Der Soldat James Ryan" ist nur während der Anfangssequenz gut. Ein historisch anspruchsvollerer Film hätte fast die ganze Zeit über die Brutälität und Intensität bezüglich der Anzahl der Opfer darstellen müssen, wie es die Anfangssequenz tat ..., aber wer erträgt das schon?
 

Cimmerier

Administrator
Teammitglied
Das was du so lobend erwähnst in Sachen Ende und Ungemütlichkeit ist im koreanischen Thriller überhaupt nichts Ungewöhnliches.
 

Cimmerier

Administrator
Teammitglied
[...]
Also für mich verdrängen die Kritiker den einmaligen künstlerischen Anspruch dieser Staffel und betrachten sie mir zu technisch. Staffel 3 ist nicht schön, sie ist wahrhaft gut. Sie ist aus aktuellem Anlass kein Fanservice und das ist die richtige Message. Und der ablenkende Rest-Trost durch die kleinen Erfolge ergibt auch Sinn, auch wenn diese etwas zu konstruierend wirken. Da pflichte ich den Vorgänger*innen bei.
[...]

Ich habe weder Fanservice erwartet, auch wenn ich ihn in meinen Augen bekommen habe, noch finde ich, dass ich die Staffel allzu technisch betrachte. Mir hat das inhaltlich einfach nicht zugesagt, ich finde die Figuren verkommen zu Scherenschnitten, gerade unser Hauptdarsteller, der teilweise zu einer Randnotiz wird oder die alten Herren, die im letzten Spiel versuchen, 456 und 222 zu opfern, die mir persönlich viel zu überzeichnet sind. Das mag grundsätzlich nah an der Realität dran sein und natürlich wird es solche Menschen geben, aber das mir alles zu sehr auf den Effekt getrimmt. Mich würde mal interessieren, weshalb die Ex-Soldatin für dich eine der besten Serienfigur ever ist. Ich fand die bestenfalls solide. Das Ende selber fand ich, wie erwähnt, wenig überraschend und bis zu einem gewissen Punkt ist auch konsequent, aber mutig fand ich es wiederum auch nicht.
 

Jizzle

Well-Known Member
Zwischen beiden Staffeln liegen mehrere Jahre, in der sich die Welt nochmal sehr verändert hat. Das Drehbuch zu Staffel 1 stammt aus einer Zeit, in der zumindest in der westlichen Welt vieles weniger schlimm wirkte, als jetzt (Corona, Ukrainekrieg, Israel, D.T. usw.)

Natürlich weiß ich nicht wie die Situation in Südkorea war, aber um sich neu zu erfinden, und um nicht eine Parodie von sich selbst zu werden, war so ein Ende schon konsequent und ja, es war mutig, weil viele 456 liebgewonnen hatten und wollten, dass er noch einmal überlebt.
Ich fand fand es von Beginn von Staffel zwei an betrachtet, schon eher unerwartet, dass die Rebellion misslingt und mir war eigentlich klar, dass es dieses Mal mehr als zwei Spieler lebend aus dem Spiel schaffen müssten. Jede Wette, ich hätte nie gedacht, dass man sich erneut traut, solche tollen Figuren, wie die Mutter und ihren Sohn oder die Ex-Soldatin zu opfern. Hatte mir mit ihr schon ein Spin-Off a la Hong Wick vorgestellt, wo sie ihre Gegner mit Essstäbchen ausschaltet. Ich fand die Figur vielschichtig, empathisch, stark und wenigen Stereotypen entsprechend (zumindest der derwestlichen, europäischen oder amerikansichen Filmkultur). Sie war stark, sympathisch, und innovativ.

Ja, viele koreanische Filme sind so brutal und konsequent, Teil 1 hat aber ausgerechnet den Main Character verschont, um ein Happy End zu suggerieren. Das war 2009 schon so niedergeschrieben. Das hat Staffel 3 nicht gemacht. Es gibt ein paar Glühwürmchenleuchten der Hoffnung. Das wars.
Im Vergleich zu 2009 ist die Welt abgefuckter geworden. Einige Menschen benehmen sich so platt und stumpf wie die Männer auf der Plattform. Sie nerven und ekeln mich an, aber es gibt sie immer mehr, bzw. sind sie präsenter als 2009.

Wie gesagt, ich hasse das Ende.
Aber künsterlisch betrachtet ist es sehr gut, auch wenn manchmal konfus und seltsam konstruiert. So wirkte die aktuelle Welt auch.
Und die Spiele halten mit Teil 1 mit.
Figuren, von denen man so stark hofft, sie überleben, muss man sich erstmal ausdenken. Das ist wieder sehr gut gelungen.

Staffel 3 als Allegorie der aktuellen Weltlage, ist sehr gut gelungen, auch wenn der Autor, dass nie intentioniert hat, sehe ich genau das in diesem Werk. Es ist Kunst.
 
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Cimmerier

Administrator
Teammitglied
Ich hab mal ein Spoiler-Tags reingepackt. Ich kann deiner Argumentation folgen, sehe das aber einfach absolut nicht so. Finde das Ende weder mutig, noch irgendwie sonderlich aufregend, noch hat es mich irgendwie mitgenommen, eben weil ich es so hab kommen sehen. Zudem finde ich das Ende von Staffel 1 passend, wie es ist. Alles andere wäre für mich völlig verkrampft gewesen. Ich hab bei der Serie auch nicht so wahnsinnig das Gefühl, dass die vor ein paar Jahren groß anders geschrieben worden wäre. Das ist für mich ehrlich gesagt einfach der Unterschied zwischen asiatischem Kino (primär Korea und Japan) und Hollywood-Unterhaltung. Das ist oft einfach grenzwertiger und weniger konventionell. Zumindest letzteres betrachtet aus unseren Sehgewohnheiten.
 

McKenzie

Unchained
Fand die 2. Staffel etwas zäh stellenweise mit den 2x 6 Folgen. Das Pacing hätte in vielen Szenen flotter sein können, ab einem gewissen Punkt kippen Spannungsmomente ins Langweilige, wenn man sie zu lang rauszögert. Denk Staffel 2 hätte als normale 10-Folgen-Staffel besser funktioniert. Aber man musste es ja twilighten. Bzw. hobbiten. Oder, um es anders auszudrücken, harrypottern. Hungergamesen. Missionimpossiblen.

Abgesehen davon fand ich die ersten 6 Folgen wirklich unterhaltsam und gleichauf mit Staffel 1. Die letzten paar Folgen waren dann aber schwächer. Zu viele dumme, für den Plot erzwungene Charakterentscheidungen. Man merkte, dass der Seriencreator das Ding unbedingt für immer beenden will, Netflix hingegen gern mindestens eine Hintertür offenlassen wollte.
 

Raphiw

Guybrush Feelgood
Fand das Ende OK. Alles rund um 456 war erwartbar, schon als das Spiel begonnen hat habe ich prophezeit was im letzten step passiert. Den Gastauftritt ganz zum Schluss fand ich cool. Ich denke da wäre aber überall bei den Figuren mit Feinschliff noch wesentlich mehr drin gewesen. Mir fehlt auch eine finale Konfrontation und es sind auch ein paar seltsame Verhaltensweisen bei den Charakteren zu sehen.

7 von 10 Playstation-Buttons.
 

McKenzie

Unchained
Ja, vieles, was zwischen manchen Charakteren aufgebaut wurde in der ersten Staffelhälfte, wurde dann nicht oder kaum eingelöst. Durchaus unbefriedigend.
Der Cameo, naja.
War komisch inszeniert. Langes, stummes Weitwinkel-in-die-Kamera-grinsen, damit auch die Zuseher, die grad am Handy hängen, es noch mitkriegen? Und warum sollte der amerikanische Squid Game - Ableger das Ddakji-Spiel zum anheuern verwenden? Das kennt dort doch keiner und es hat null kulturelle Relevanz. Würde schon erwarten, dass die Spiele an den jeweiligen Kulturkreis angepasst werden, sonst ist das irgendwie unsinnig. Bei vielen der Spiele ging es viel darum, wer darin in der Kindheit gut war.
 
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